Sasha Bognibov

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Boys do cry

Spüren Sie ihn auch, liebe Leser:innen, den steigenden Adrenalinspiegel? Kein Wunder: pünktlich zum 1. Februar erhöhte die laufende Vorentscheidungssaison 2020 am gestrigen Supersamstag europaweit die Drehzahl und bombardierte uns mit gleich vier Semifinalen, darunter der ersten Runde des schwedischen Melodifestivalen. Überall, so scheint es, kommt man mittlerweile in die Gänge. Außer in Deutschland. In Hamburg schreckte man gestern nur kurz aus dem eurovisionären Dornröschenschlaf auf und postete folgende Nicht-Info zum heimischen Vorentscheid: https://twitter.com/eurovisionde/status/1223639746259439620?s=20 Und ehrlich gesagt: egaler könnte es mir mittlerweile nicht mehr sein, erwarte ich vom NDR schon längst nichts mehr außer gelegentlichen versehentlichen Zufallstreffern. Daher flugs wieder zurück…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: The Funds have been spent

Ein weiterer kleiner Supersamstag liegt hinter uns, und erneut schrägte es auf dem Weg nach Rotterdam etliche, nunja, schräge Acts. So beispielsweise in Norwegen den 19jährigen Alexandru Gros Grindvoll, der bereits 2016 am dortigen Vorentscheid Melodi Grand Prix teilnahm, damals als Teil der Boyband Suite 16, und der heuer mit der erfrischend billigen Plastikpop-Perle 'Pink Jacket' einen astreinen Tooji-Gedächtnisact ablieferte, wenngleich unter vertauschten Vorzeichen: während der 2012er Vertreter des erdölreichen Königtums zu seinem damaligen Klopper 'Stay' eine astreine Tanzperformance ablieferte, diese jedoch mit fußnägelaufrollend schiefem Gesang konterkarierte, hielt sich Alexandru in der dritten Vorrunde des MGP fern von falschen Tönen,…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hams­ter

So langsam geht es in die Vollen: heute Abend steigt der erste Supersamstag der Vorentscheidungssaison 2019. Um so dringender ist es daher an der Zeit, rasch noch ein paar der in den letzten Wochen liegen gebliebenen Vorentscheidungsperlen abzuarbeiten. Und da kein ESC-Jahrgang komplett wäre ohne ihn, darf, nein: muss die moldawische Eurovisionslegende Alexandru "Sasha" Bognibov natürlich den Auftakt geben. Der machte bekanntlich erstmals 2008 von sich reden, als er sich mit dem lyrisch fragwürdigen Titel 'I love the Girls of 13 Years old' für den Vorentscheid des Landes bewarb und auch auf die vom Sender vorab veröffentlichte Auswahlliste kam, es dann aber nicht…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Kei­ne Lie­be für Sasha Bogni­bov

Nein, sie werden wohl keine Freunde mehr, die moldawische Gothic-Legende Sasha Bognibov und sein Heimatsender TRM. Seit über einer Dekade reicht der nach seiner Eigenbeschreibung für "Güte und Gerechtigkeit" eintretende Künstler Jahr für Jahr Beitrag um Beitrag zur Melodie pentru Europa, dem Vorentscheid des rumänischen Bruderlandes, ein. Und nicht ein einziges Mal überlebte er die Vorstellungsrunde. So auch 2018: am vergangenen Mittwoch versammelte der Sender alle (!) 27 Bewerber/innen um das moldawische Eurovisionsticket zu den Audițiile, dem öffentlichen Vorsingen, in einer Karaokebar (!) in der Hauptstadt Chisinau. Und obschon Sasha den Liedernachmittag mit seinem aktuellen Song 'Love' eröffnen durfte und eben dieser…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Tanz den Horn, Mut­ter­söhn­chen!

Welch ein ereignisreiches Eurovisionswochenende! Es begann mit einem leider sehr traurigen Ereignis: nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Nähe der italienischen Stadt Verona ein Reisebus mit ungarischen Schüler/innen verunglückte, verhängte die magyarische Regierung angesichts von 16 Todesopfern verständlicherweise Staatstrauer, woraufhin die eigentlich für Samstagabend geplante zweite Vorrunde der heimischen Eurovisionsvorentscheidung A Dal bis auf Weiteres um eine Woche verschoben wurde. Neben dieser Tragödie und den bereits verbloggten zwei nationalen Endausscheidungen vom Samstag in Weißrussland und Georgien blieb kaum noch Zeit für eine Sichtung der bereits am Freitagabend veröffentlichten zwölf Songs des für den 11. März 2017 terminierten isländischen Söngvakeppnin,…
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Ret­tet eine Dis­qua­li­fi­ka­ti­on die Schweiz?

Unerhörtes trug sich heute in der Schweiz zu. Dort hatte, so viel kurz zur Vorgeschichte, am 6. Dezember 2015 die senderinterne Jury des deutschschweizerischen Senders SRF aus den wenigen Vorschlägen, welche die Internet-Vorrunde des dortigen Auswahlverfahrens überlebt hatten, die sechs Untauglichsten für das Finale am 13. Februar 2016 in Kreuzlingen herausgesucht. 'Holz vor dr Hüttn' von Platzhirsch, der einzige Song mit guten Chancen im internationalen Wettbewerb, blieb dabei natürlich auf der Strecke. Heute aber mussten die Züricher einen der ausgewählten Beiträge, 'Perché mi guardi cosi?' von Stéphanie Palazzo, disqualifizieren - die Dame hatte das Lied vor zwei Jahren bereits in einer französischen Fassung veröffentlicht.…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Le Bogni­bov pri­meur est arri­vée!

Keine Eurovisionssaison wäre eine solche ohne den neuesten Versuch von Sasha Bognibov. Seit 2007 reicht der moldawische Kultstar regelmäßig Beiträge zum Vorentscheid seines Landes ein. Nachdem es um sein Erstlingswerk 'I love the Girls (of 13 Years old)' einen kleinen internationalen Sturm im Wasserglas gab, schaffen es allerdings die wenigsten seiner erfreulich verstörenden Werke auch nur auf die Auswahlliste. Doch unser Sasha macht unverdrossen weiter, wofür alleine ihm schon Respekt gebührt. Derweil reift er künstlerisch heran: während seine Texte ihre düstere Grundfärbung behalten, gelingt es ihm zusehends, kontroverse Themen zu umschiffen. Auch musikalisch bewegt er sich in homöopathischen Schritten auf den Mainstream zu, ohne den…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Gebo­ren, um Lie­be zu geben

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Gebo­ren, um Lie­be zu geben

Nun hat es ihn doch noch geschrägt. Sasha Bognibovs umstrittenes Machwerk 'I love the Girls (of 13 Years old)' ist an den Juroren gescheitert und darf nicht bei der moldawischen Vorentscheidung mitmachen. Die schwülstige Nummer, in welcher der moldawische Sänger mit Operettenfalsett kleine Mädchen anschmachtet, befand sich unter den 27 Beiträgen, die der Staatssender TRM als mögliche Kandidaten für den Eurovision Song Contest online gestellt hatte. Ob die musikalisch grausame Nummer als Parodie, Hommage an deutschen Päderastenschlager der Siebzigerjahre ("Joanna, geboren um Liebe zu geben / Verbotene Träume erleben") oder schlichtweg ernst gemeint war, ist unbekannt. Seitdem TRM den Song, wie…
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