Melo­di­fes­ti­va­len 2019, Final

Für das Fina­le von Euro­pas noch immer belieb­tes­tem und von vie­len Fans mit qua­si­re­li­giö­ser Hin­ga­be ver­folg­tem Vor­ent­scheid, dem Melo­di­fes­ti­va­len, geht es natür­lich in die Haupt­stadt Stock­holm. Der Vor­ver­kauf star­tet am 31.10.2018, die Mode­ra­ti­on und die Teilnehmer/innen ste­hen natür­lich noch nicht fest. Auf­grund der zuletzt lau­ter wer­den­den Kri­tik an der musi­ka­li­schen Qua­li­tät der Show und ihrer insze­na­to­ri­schen Lan­ge­wei­le hol­te der Sen­der SVT Edward af Sil­lén als Bera­ter ins Boot, der einen Teil der Mode­ra­ti­on für das 60-Jah­re-Spe­cial Euro­vi­si­ons Grea­test Hits schrieb. Er soll das MF wie­der auf Vor­der­mann brin­gen und zurück zu altem Glanz füh­ren. Möge die Übung gelin­gen!

Melo­di­fes­ti­va­len 2019, Andra chan­sen

Logo Melo­di­fes­ti­va­len © SVT

Im Pro­vinz­städt­chen Nykö­ping ver­sam­meln sich die Zurück­ge­wie­se­nen aus den vier Vor­run­den des Melo­di­fes­ti­va­len, um in bru­ta­len Knock-out-Duel­len erneut gegen­ein­an­der anzu­tre­ten, in der Hoff­nung, doch noch ein Ticket für das Fina­le von Euro­pas noch immer belieb­tes­tem und von vie­len Fans mit qua­si­re­li­giö­ser Hin­ga­be ver­folg­tem Vor­ent­scheid zu erhal­ten. Die letz­te Chan­ce also nicht nur für die Interpret/innen, son­dern auch für die für ihren noto­risch schlech­ten Geschmack bekann­ten Schwed/innen, die gröbs­ten Fehl­ent­schei­dun­gen der letz­ten vier Wochen zu kor­ri­gie­ren. Und meist ein Abend der gro­ßen Ent­täu­schung, weil sie es dann doch nicht tun. Der Vor­ver­kauf star­tet am 31.10.2018, die Mode­ra­ti­on und die Teilnehmer/innen ste­hen natür­lich noch nicht fest. Auf­grund der zuletzt lau­ter wer­den­den Kri­tik an der musi­ka­li­schen Qua­li­tät der Show und ihrer insze­na­to­ri­schen Lan­ge­wei­le hol­te der Sen­der SVT Edward af Sil­lén als Bera­ter ins Boot, der die­sen Job schon öfters inne­hat­te (und nicht nur talen­tiert, son­dern auch noch gut aus­se­hend ist). Er soll das MF wie­der auf Vor­der­mann brin­gen und zurück zu altem Glanz füh­ren. Möge die Übung gelin­gen!

Melo­di­fes­ti­va­len 2019, Del­täv­ling 4

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In der inner­schwe­di­schen Pro­vinz­stadt Lid­köing geht die vier­te und letz­te Vor­run­de von Euro­pas noch immer belieb­tes­tem und von vie­len Fans mit qua­si­re­li­giö­ser Hin­ga­be ver­folg­tem Vor­ent­scheid, dem schwe­di­schen Melo­di­fes­ti­va­len, über die Büh­ne. Der Vor­ver­kauf star­tet am 31.10.2018, die Mode­ra­ti­on und die Teilnehmer/innen ste­hen natür­lich noch nicht fest. Auf­grund der zuletzt lau­ter wer­den­den Kri­tik an der musi­ka­li­schen Qua­li­tät der Show und ihrer insze­na­to­ri­schen Lan­ge­wei­le hol­te der Sen­der SVT Edward af Sil­lén als Bera­ter ins Boot, der auch das Dreh­buch für den ESC 2016 schrieb. Er soll das MF wie­der auf Vor­der­mann brin­gen und zurück zu altem Glanz füh­ren. Möge die Übung gelin­gen!

Melo­di­fes­ti­va­len 2019, Del­täv­ling 3

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Im Sechs­tau­send-See­len-Städt­chen Lek­sand in der schwe­di­schen Pro­vinz geht die drit­te Vor­run­de von Euro­pas noch immer belieb­tes­tem und von vie­len Fans mit qua­si­re­li­giö­ser Hin­ga­be ver­folg­tem Vor­ent­scheid, dem schwe­di­schen Melo­di­fes­ti­va­len, über die Büh­ne. Der Vor­ver­kauf star­tet am 31.10.2018, die Mode­ra­ti­on und die Teilnehmer/innen ste­hen natür­lich noch nicht fest. Auf­grund der zuletzt lau­ter wer­den­den Kri­tik an der musi­ka­li­schen Qua­li­tät der Show und ihrer insze­na­to­ri­schen Lan­ge­wei­le hol­te der Sen­der SVT Edward af Sil­lén als Bera­ter ins Boot, der unter ande­rem für die Pro­duk­ti­on der Dis­co-Defen­ders-Tour der legen­dä­ren, mehr­fa­chen MF-Teil­neh­mer Alca­zar ver­ant­wort­lich zeich­ne­te. Er soll das MF wie­der auf Vor­der­mann brin­gen und zurück zu altem Glanz füh­ren. Möge die Übung gelin­gen!

Melo­di­fes­ti­va­len 2019, Del­täv­ling 2

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In Mal­mö geht die zwei­te Vor­run­de von Euro­pas noch immer belieb­tes­tem und von vie­len Fans mit qua­si­re­li­giö­ser Hin­ga­be ver­folg­tem Vor­ent­scheid, dem schwe­di­schen Melo­di­fes­ti­va­len, über die Büh­ne. Der Vor­ver­kauf star­tet am 31.10.2018, die Mode­ra­ti­on und die Teilnehmer/innen ste­hen natür­lich noch nicht fest. Auf­grund der zuletzt lau­ter wer­den­den Kri­tik an der musi­ka­li­schen Qua­li­tät der Show und ihrer insze­na­to­ri­schen Lan­ge­wei­le hol­te der Sen­der SVT Edward af Sil­lén als Bera­ter ins Boot, der unter ande­rem für die fabel­haf­te Par­odie ‘Här står jag’ über die aus­ster­ben­de Spe­zi­es der “Schla­ger­di­van” ver­ant­wort­lich zeich­ne­te. Er soll das MF wie­der auf Vor­der­mann brin­gen und zurück zu altem Glanz füh­ren. Möge die Übung gelin­gen!

Melo­di­fes­ti­va­len 2019, Del­täv­ling 1

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In Göte­borg star­tet heu­er der Rei­gen für Euro­pas noch immer belieb­tes­ten und von vie­len Fans mit qua­si­re­li­giö­ser Hin­ga­be ver­folg­ten Vor­ent­scheid, das schwe­di­sche Melo­di­fes­ti­va­len. Der Vor­ver­kauf star­tet am 31.10.2018, die Mode­ra­ti­on und die Teilnehmer/innen ste­hen natür­lich noch nicht fest. Auf­grund der zuletzt lau­ter wer­den­den Kri­tik an der musi­ka­li­schen Qua­li­tät der Show und ihrer insze­na­to­ri­schen Lan­ge­wei­le hol­te der Sen­der SVT Edward af Sil­lén als Bera­ter ins Boot, der unter ande­rem mit für den bes­ten Euro­vi­si­ons-Inter­valact aller Zei­ten ver­ant­wort­lich zeich­ne­te, näm­lich ‘Love Love Peace Peace’ von 2016. Er soll das MF wie­der auf Vor­der­mann brin­gen und zurück zu altem Glanz füh­ren. Möge die Übung gelin­gen!

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheim­ver­trag mit dem Kar­ma? Oder wie schafft Isra­el es sonst, sei­ne Euro­vi­si­ons­sie­ge mit einer der­ar­ti­gen mathe­ma­ti­schen Prä­zi­si­on in Abstän­den von jeweils exakt 20 Jah­ren über die Grand-Prix-Geschich­te zu ver­tei­len? Und das auch noch mit einem jeweils ziem­lich ähn­li­chen Kon­zept: 1978 schaff­te es Izhar Cohen auf dem Höhe­punkt der Dis­co­wel­le mit einem tanz­ba­ren, von der uni­ver­sa­len Lie­be unter den Men­schen han­deln­den Kin­der­lied namens ‘A Ba Ni Bi’ und einer sen­sa­tio­nel­len Mar­ge-Simp­son-Fri­sur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämp­fe­ri­schen Trans­se­xu­el­len Dana Inter­na­tio­nal mit dem Tanz­flä­chen­fül­ler ‘Diva’ der bis heu­te wich­tigs­te, weil ein unüber­seh­ba­res, die gesell­schaft­li­che Libe­ra­li­tät beflü­geln­des Zei­chen für Tole­ranz und Respekt gegen­über dem Anders­sein set­zen­de Sieg in der Euro­vi­si­ons­his­to­rie. Und nun, wei­te­re 20 Jah­re spä­ter, führt die fan­tas­ti­sche, vor selbst­be­wuss­tem Charme nur so sprü­hen­de Wucht­brum­me Net­ta Bar­zi­lai die­se pro­gres­si­ve Tra­di­ti­on fort und gewinnt mit der unglaub­lich spa­ßi­gen, eben­falls extrem tanz­ba­ren Eman­zi­pa­ti­ons­hym­ne ‘Toy’, einem so unver­krampf­ten wie kraft­vol­len Bei­trag zur aktu­el­len Femi­nis­mus­de­bat­te, die euro­päi­schen Lie­der­wett­spie­le. Wie wun­der­bar!

Sie sei eine “schö­ne Krea­tur”, behaup­tet die hier vor ihren gol­de­nen “Bären” (Peter Urban) zu sehen­de Net­ta in ihrem Song über sich selbst. Völ­lig zu Recht. Und ein Vor­bild dazu (IL).

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Auf­er­stan­den aus Rui­nen: vier­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Sanft gestal­te­te sich der Start in Tag heu­te Mor­gen für die nach Lis­sa­bon gereis­ten Blogger/innen. Denn der vier­te Pro­ben­tag begann mit dem geor­gi­schen Bei­trag. Die Kau­ka­sus­re­pu­blik schickt in die­sem Jahr bekannt­lich die offi­zi­ell so benann­te Eth­no-Jazz Band Iriao – und betreibt mit die­ser Aus­lo­bung kla­ren Eti­ket­ten­schwin­del. Schließ­lich hat das, was die für den ESC-Auf­tritt vom Sep­tett zum Quin­tett geschrumpf­te For­ma­ti­on in Por­tu­gal singt, weder etwas mit Eth­no zu tun, noch mit Jazz. Statt­des­sen neh­men die Fünf, wie mir dies­be­züg­lich bewan­der­te Quel­len glaub­haft ver­si­cher­ten, die Melo­die irgend­ei­nes uralten christ­li­chen Kir­chen­lie­des und tar­nen die­se mit Har­mo­nie­ge­sang in Lan­des­spra­che. Das Gan­ze tun sie in tadel­los sit­zen­den Maß­an­zü­gen und ohne jeg­li­chen Ablen­kungs­schnick­schnack, bis auf einen aser­bai­dscha­ni­schen Gold­re­gen am Ende. Ohne star­ken Kaf­fee schläft man da gleich wie­der ein. Das pol­ni­sche Hut­trä­ger­duo Gro­mee + Lukas Mei­jer weckt einen dan­kens­wer­ter mit dem (lei­der nur mit­tel­präch­ti­gen) Dance-Track ‘Light me up’ wie­der auf, so dass man sich wun­der­bar das Läs­ter­schnüt­chen über die komi­schen Hand-Wel­len­be­we­gun­gen zer­rei­ßen kann, mit denen DJ-Opi Gro­mee sich in sei­ner Kan­zel vom Nicht­ge­braucht­wer­den und Über­flüs­sig­her­um­ste­hen ablenkt. Und das ist dann auch das Inter­es­san­tes­te an die­sem Auf­tritt.

My Name is Lukas, I sing on the second Floor: der nied­li­che Leder­schwe­de muss stimm­lich noch ein paar Schip­p­chen drauf­le­gen bis zum Semi.

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SE 2018: Lass die Neon-Son­ne in Dein Herz

Mit dem erwar­te­ten Sieg des Favo­ri­ten Ben­ja­min Ingros­so ging am gest­ri­gen Sams­tag­abend das Fina­le des schwe­di­schen Melo­di­fes­ti­va­len zuen­de. So über­ra­schungs­arm das Ergeb­nis, so unspan­nend sein Song ‘Dance you off’: ein gemäch­lich vor sich hin plu­ckern­des, dampf­strahl­ge­bü­gel­tes Musik­bett, über dem eine infan­til hoch­gepitch­te, kom­plett emo­ti­ons­lo­se Stim­me schwebt. Mit ande­ren Wor­ten: die Art von Track, die ein DJ am frü­hen Abend auf­legt, wenn das Per­so­nal die Über­zahl der Men­schen im Club stellt und die zah­len­den Gäs­te erst tröpf­chen­wei­se ein­tru­deln; wenn es also Ver­schwen­dung wäre, bereits jetzt einen ech­ten Tanz­flä­chen­fül­ler auf­zu­le­gen. Dazu bewegt sich ein cha­ris­ma­frei­es Milch­büb­chen halb­her­zig vor einem Hin­ter­grund aus bun­ten, leuch­ten­den Neon­röh­ren: was womög­lich als Reve­renz an den Acht­zi­ger­jah­re-Trash-Film Tron gedacht war, erin­nert aller­dings mehr an das Innen­le­ben eines Assi-Toas­ters oder UV-Licht­s­ar­ges. Und so unecht wie Sola­ri­ums­bräu­ne wirkt auch der dies­jäh­ri­ge schwe­di­sche Euro­vi­si­ons­bei­trag.

So ste­ril, man könn­te glau­ben, er käme aus Däne­mark: der schwe­di­sche Kauf­haus­mu­sik-Track von Ben­ja­min Inkas­so.

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Fünf­ter Super­sams­tag 2018, Teil 2: mor­gens bin ich immer müde

Bin ich mitt­ler­wei­le ein­fach zu ver­wöhnt, zu über­kri­tisch? Ist es ver­mes­sen von mir, zu ver­lan­gen, dass das Rad mit jeder Per­for­mance neu erfun­den wird? Kann ich mich mit mei­ner stän­di­gen Ori­gi­na­li­täts­er­war­tung ein­fach nicht mehr erfreu­en an soli­de gemach­ten Lie­dern und Auf­trit­ten? Oder wor­an liegt es, dass mir das Melo­di­fes­ti­va­len, der hei­li­ge Gral der Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dun­gen, in die­sem Jahr so über die Maßen lahm vor­kommt, die Songs so schwach, die Dar­bie­tun­gen so unin­spi­riert? So, als läge eine ein­zi­ge, abgrund­tie­fe Müdig­keit über dem schwe­di­schen Vor­auswahl­ver­fah­ren, ein Mehl­tau, über den kei­ne Cho­reo­gra­fie, kein Glanz und Glit­ter mehr hin­weg­täu­schen kann? Am augen­fäl­ligs­ten weh­te die­ser Ein­druck am gest­ri­gen Sams­tag­abend beim Auf­tritt der im drit­ten MF-Semi Letzt­plat­zier­ten Bar­bi Esco­bar her­über, die ein wenig aus­sah wie Sabri­na Set­lur (→ Vor­ent­scheid DE 2004) nach exzes­si­vem Schlaf­ent­zug: so fahl und aus­ge­zehrt, dass man sich nicht wun­der­te, war­um sie für ihren Titel ‘Stark’ das wich­tigs­te Requi­sit ver­gaß, näm­lich einen Refrain. Da half es auch nichts mehr, dass ihre Tänzer/innen ver­such­ten, auf der Mel­lo-Büh­ne neue Lang­stre­cken­re­kor­de auf­zu­stel­len.

Lass mich raten, Bar­bi: Dein Kind ist jetzt vier Mona­te alt und Du hast seit der Geburt kein Auge mehr zuge­macht (SE)?

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