Schlagwort: Schwules

Diese Welt

ESC und Men­schen­rech­te: hilft ein Boy­kott?

Die Diskussionen tobten bereits im Vorfeld des Eurovision Song Contests in Baku, und die aktuelle Debatte um die homophoben russischen Gesetze bringen das Thema wieder auf die Tagesordnung: wie gehen wir beim Eurovision Song Contest mit Ländern um, welche die Menschenrechte nicht beachten? Lars Peters alias Douze Points vom Prinz-Blog veröffentlichte heute einen sehr persönlichen, sehr berechtigten Wutschrei über das tatenlosen Zusehen des Westens. Seine Forderung: Länder, welche die Europäische Menschenrechtskonvention verletzen, müssen von der Teilnahme und der Austragung des ESC gesperrt werden. Alternativ solle die ARD bei einem Sieg eines solchen Landes den Wettbewerb boykottieren. (mehr …)
Unsere Lieblinge

Mar­cin Mro­ziń­ski sagt Fes­ti­val in Russ­land ab

Vorbildlich: Marcin Mroziński, der polnische Eurovisionsvertreter von 2010, sagt aus Protest gegen die dortige homophobe Gesetzgebung seine Teilnahme an einem fünftägigen internationalen Musikfestival in Russland ab, wie escxtra unter Bezugnahme auf die Facebookseite des Künstlers berichtet. Dort sagt Mroziński: "Dieses Gesetz beschneidet die Freiheitsrechte der sexuellen Minderheiten. Ich denke, dass dies im 21. Jahrhundert nicht mehr akzeptiert werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen, an einem Festival in einem Land teilzunehmen, das seine Bürger aufgrund von Religion, Rasse oder Sexualität ausgrenzt. Wir sind frei, das sollte sich auch in den Gesetzen widerspiegeln. Wir sollten dafür nicht kämpfen müssen." Der 2010 durch ein erst nach dem zwanzigsten Hören zugängliches Ethnolied und ...
Unsere Lieblinge

Ver­wir­rung um Dima Bil­ans “Freun­din”

Peinlich: da ließ Hollywood-Haudrauf Mickey Rourke (57) über die New York Post verbreiten, er wolle im Frühjahr das russische Model Jelena Kuletskaja ehelichen. Die 24jährige lernte er bei der Vorbereitung zu seinem neuen Film Iron Man 2 kennen, für den sie ihm Russischunterricht gab. Dumm nur, dass Jelena diese Meldung nun dementiert - mit dem Hinweis, sie plane weiterhin, den Sieger des Eurovision Song Contest 2008, Dima Bilan, zu heiraten. Sie und Rourke seien nur "Nachbarn", mehr als "gemeinsame nächtliche Spaziergänge" habe es nie gegeben. Klingt danach, als habe Frau Kuletskaja um die Höhe der Sandprinzessinnen-Apanage nachverhandelt und sich nicht wie erwünscht durchgesetzt. Und auch der aktuelle Grand-Prix-Sieger Alexander Rybak findet sich in der Klatschpresse. So heterosexuell...
Mos­kau: Sla­vic Pri­de gewalt­sam auf­ge­löst
2009, Das Millenium, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Mos­kau: Sla­vic Pri­de gewalt­sam auf­ge­löst

Wie verängstigt müssen Staatschef Vladimir Putin und sein Moskauer Handlanger Juri Luschko sein, allen Ernstes die Anti-Terror-Einheit OMON gegen eine Handvoll schwullesbischer Demonstranten einzusetzen, die weitab des Moskauer Stadtzentrums friedlich ihre Menschenrechte einfordern? Auch das geschickte Ausweichen vom ursprünglich angemeldeten Demo-Ort (an dem mal wieder russische Rechtsradikale gegen die Homos pöbelten) und die Vorverlegung der Schwulen-Demo nutzte nichts: kaum hatten die Homo-Aktivisten ihre Plakate entrollt, griff die Spezialeinheit zu und führte sie ab, vor den laufenden Kameras der anwesenden Medienvertreter. Unter den Verhafteten befanden sich Slavic-Pride-Organisator Nikolai Aleksejew ebenso wie ein amerikanischer Schwulenaktivist, den man mitten im Interview abführt...
2009, Das Millenium, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Schwu­le Soli­da­ri­tät: Nie­der­lan­de dro­hen mit Final-Boy­kott

Endlich! Ein leuchtendes Zeichen für gelebte Homosolidarität setzt der offen schwule Sänger Gordon des niederländischen Golden-Girls-Trios De Toppers. In einem Interview mit NOS Radio kündigte er an, das Finale am Samstag boykottieren zu wollen, falls es bei der am gleichen Abend stattfindenden (und, wie immer, vom homophoben Moskauer Bürgermeister Juri Luschko verbotenen) Schwulendemo Slavic Pride zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Homos kommen sollte, wie die britischen Pink News heute berichten. Nun müssen die Niederländer erst mal ins Finale kommen, um wirkungsvoll mit Abreise drohen zu können (und die Chancen stehen mit ihrem futtigen Nostalgieschlager 'Shine' nicht besonders gut) - dennoch handelt es sich um eine wichtige Solidaritätsadresse an die russischen Schwulen. Aus dem de...
Unsere Lieblinge

Oscar Loya outet sich in Bild

Überraschend und unerwartet (*hüstel*) outet sich heute Oscar Loya, unser Grand-Prix-Vertreter 2009, auch ganz offiziell in Deutschlands Coming-Out- sowie Eurovisions-Zentralorgan Bild und posiert dort mit seinem Herzblatt Stefan für eine rührende Homestory. Samt gemeinsamem Hund. Trotz aller zur Schau gestellten Bürgerlichkeit (neben den nochmals ausführlich zur Schau gestellten Brust- und Bauchmuskeln Oscars) zeigt unsere Musicalschwuppe jedoch auch im Privaten einen Hang zum Halbseidenen. Übt sein Mann, der ihn laut Bild nach der Premiere von West Side Story im Deutschen Theater zu München mit Blumen becircte und gerne mit ihm "bei einer Runde Monopoly zusammen" sitze, doch ausgerechnet den unseriösesten Beruf der Welt aus: er ist Immobilienmakler! Sprung in die Zukunft: Oscars aktue...
2009, Das Millenium, Internationale Vorentscheidungen

Nie­der­lan­de 2009: Love shi­ne a Light

Uh, gerade noch mal die Kurve gekriegt! Auch die Niederländer konnten in diesem Jahr nicht von einer fünfköpfigen "Fuck-Jury" (Originalzitat aus der Sendung!) lassen, die sich unter den sechs von den Toppers dargebotenen Trash-Perlen mit traumwandlerischer Sicherheit übereinstimmend auf die langweiligste und unerträglichste einigte: die ranzige Schmalzballade 'Angel of the Night' nämlich. Dankenswerterweise kippte das mit einer Zweidrittelmehrheit ausgestattete Publikum diese krasse Fehlentscheidung und votierte für die kitschige Schwenkt-Eure-Feuerzeuge-Nummer 'Shine'. Der vom Bandmitglied Gordon geschriebene Schlager besticht durch hoffnungslos nostalgischen Schwulst, einer bei Alenka Gotar (SI 2007) abgeschauten Show mit lustigen Handlampen und stimm- wie figurstarken Backgroundsängerin...
2009, Das Millenium, Internationale Vorentscheidungen

Ungarn 2009: Aller guten Din­ge sind drei

Köstlich: diese Woche präsentierte das ungarische Fernsehen bereits zum dritten Mal seinen Vertreter für Moskau, nach dem die beiden ersten wegen Regelverletzungen bzw. "zu vollem Terminkalender" ausschieden. Sollte es bei Ádokzoli (so die ungarische Schreibweise) bleiben, dann hat sich die lange, qualvolle Suche gelohnt: 'Dance with me' ist eine derartig camp präsentierte, futtige Oh-mein-Gott-ist-das-schwul-Disconummer, dass selbst Deens Darbietung von 'In the Disco' beim Grand Prix 2004 dagegen als glaubwürdig heterosexuell durchgeht. Kein Wunder, arbeitet Zoltán Ádok (so der volle Name des Sängers) doch mit dem selben schwedischen Produzenten zusammen, der schon für Alcazars 'Crying at the Discotheque' verantwortlich zeichnete. Himmlisch! Als würde Thomas Hermanns 'YMCA' vortanzen. ...
2009, Das Millenium, Diese Welt

Russ­land: gay ist nicht okay

So langsam nehmen die homophoben Ausfälle des Moskauer Bürgermeisters Jurij Luschko unerträgliche Ausmaße an. Die offizielle Stafettenübergabe aus Belgrad vor einigen Tagen nahm der auffällig eifrige Homo-Gegner zum Anlass, die anreisenden Fans noch mal eindringlich zu warnen: die Zurschaustellung von Homosexualität werde auf "den Straßen, Plätzen, bei Märschen und Demonstrationen" (gemeint ist der geplante und von ihm bereits verbotene CSD, der am Finaltag des Grand Prix stattfinden soll) in Moskau nicht geduldet. Zwar sei Homosexualität in Russland seit 1993 straffrei, wie er einräumen musste, jedoch bis heute in der Gesellschaft nicht akzeptiert. Doch auch Westeuropa ist vor unterschwelliger Homophobie nicht gefeit: ausgerechnet die BBC versucht derzeit, die Zahl der schwulen Fans bei d...
Unsere Lieblinge

Cliff Richard: hal­bes Com­ing Out

In seiner jüngst erschienenen Autobiografie "My Life, my Way" gibt der bislang eher als christliche Klemmschwester aufgefallene, zweimalige britische Eurovisionsvertreter Cliff Richard erstaunliche schwulenpolitische Statements ab: "Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Welt sich weiterentwickelt hat. Ich glaube, dass die Kirche das erkennen und einlenken sollte," so zitiert die Zeitschrift gab den 67jährigen Poptitanen in ihrer Oktoberausgabe. Er selbst bleibt jedoch beim bisherigen Eiertanz: zwar spricht er auch erstmals über seine Beziehung zu seinem langjährigen "Lebensgefährten" John McElynn (einem ehemaligen Priester), doch ein eindeutiges Bekenntnis kommt ihm weiterhin nicht über die Lippen. He just doesn't have the Heart to tell us (mehr&...
2009, Das Millenium, Diese Welt

Mos­kau­er CSD zeit­gleich mit dem Grand-Prix-Fina­le

Cleverer Schachzug: kaum, dass Diktator Regierungschef Wladimir Putin zum Wochenbeginn das Erwartete bestätigte, nämlich dass der Eurovision Song Contest 2009 in Moskau stattfindet, meldete der Organisator des regelmäßig vom Oberbürgermeister der russischen Hauptstadt verbotenen Gay Pride, Nikolai Aleksejew, den nächsten Termin der jährlichen Demo für die Rechte von Schwulen und Lesben für den 16. Mai 2009 an - dem Tag des Grand-Prix-Finales. Ein Häuflein Aufrechter: die Moskauer Schwulendemo 2008 (mehr …)
Unsere Lieblinge

Dima Bilan zeigt sei­ne Sand­prin­zes­sin

Wie es um die Homophobie in Russland bestellt ist, zeigt traurigerweise nicht nur das jährlich wiederkehrende Verbot des CSDs in Moskau und die darauffolgenden gewalttätigen Auseinandersetzungen, sondern auch das Versteckspiel, zu welchem sich der russische Eurovisionssieger Dima Bilan genötigt sieht. Um den Gerüchten über seine Homosexualität entgegenzutreten, die von den jetzt wieder ausgegrabenen über zwei Jahre alten Nacktfotos von ihm befeuert werden, präsentierte er in Deutschlands auflagenstärkstem Lügenblatt seine "Freundin", das tschechische Model Elena Kuletskaya. Die lebe in "Paris, wo ich sie oft besuche", so Dima laut Bild. Wie praktisch, wenn die Sandprinzessin so weit weg wohnt! Inbrünstig und theatralisch, aber natürlich *hüstel* hetero: der Dima (mehr …)...
2008, Diese Welt

Homos in Bel­grad uner­wünscht?

Schwule Eurovisionsfans, die zum diesjährigen Song Contest nach Belgrad reisen, sollten sich besser unauffällig verhalten, denn 80% der Serben betrachteten einer Umfrage zufolge Homosexualität noch immer als (behandlungsbedürftigte) Krankheit, wie die taz berichtet. Offen schwul auftretende Fans liefen durchaus Gefahr, Opfer militanter Schlägertrupps zu werden. "Man muss den Fans aus unserer Community dringend davon abraten, sich in Belgrad offen zu zeigen - vor allem sollten sie auf Aidsschleifen am Revers und auf die Regenbogenfahne verzichten," zitiert die taz den ILGA-Vorsitzenden Kurt Krickler. Lesbische Frauenzärtlichkeit ist hingegen okay, solange sie subtil bleibt (mehr …)
Diese Welt

Bären nach Bel­grad!

Wie esctoday.com berichtet, sei die Bären-Boy-Band Bearforce1 an einer Eurovisionsteilnahme für ihre Heimat Niederlande interessiert. Die vier sexy Bären (drei Holländer, ein Ire), ursprünglich ein reines Spaßprojekt, sind durch den Amsterdamer Gay Pride bekannt geworden - und durch den sensationellen Videoclip zu ihrer großartigen ersten Single 'Bearforce1', einem Potpourri schwuler Discohits wie 'Boys (Summertime Love)' oder 'You spin me 'round'. Woof! (mehr …)
2007, Das Millenium, Internationale Vorentscheidungen

Groß­bri­tan­ni­en 2007: Der Traum vom Flie­gen

Großbritannien hat sich für den ultimativ campsten Eurovisionsbeitrag aller Zeiten entschieden. 'Flying the Flag' von Scooch ist Grand Prix aus dem Lehrbuch. Es ist der ultimative Eurovisionsbeitrag. Vier Saftschubsen (zwei Mädels, zwei weitere Mädels biologische Jungs) mit voller Ausstattung (Uniformen, Servierwagen, Einparkkellen und so weiter) nehmen uns mit an Bord von Air Eurovision, der schwulsten Fluglinie der Welt. Hier mit allen Gags, die in Helsinki dank der unfähigen Bildregie untergingen (mehr …)
2006, Das Millenium, ESC Semifinale, Unsere Lieblinge

Ich Tro­je: War­schau­er Pakt

Noch ist Polen nicht verloren! Unter diesem Motto steht die heutige Benefiz-Party im Berliner Quatsch Comedy Club zugunsten der Aktion Warschauer Pakt, bei dem es um die Unterstützung der polnischen Schwulenbewegung für einen CSD in der Hauptstadt Warschau geht. Thomas Hermanns und Georg Uecker moderieren, Claudia Roth berichtet von den Erfahrungen der letztjährigen - vom Warschauer Bürgermeister und jetzigen Präsidenten Lech Kaczynsk untersagten - Parade und die aktuellen Grand-Prix-Vertreter des Landes, Ich Troje, eröffnen die Show. Im Anschluss gibt es Polen-Disco mit Gloria Viagra und Polla Disaster. Alle Einnahmen kommen direkt dem Warschauer CSD zugute. Während bei uns der Christopher Street Day oftmals in Richtung eines schwullesbischen Karnevalsumzugs abdriftet, befindet sich unser...