ESC Semi 2005: La Musi­ca Alpi­na

Logo des Eurovision Song Contest 2005 (Semifinale)
Das Jahr des Trom­mel­tan­zes

Bedenkt man, wie spät die Ukrai­ner auf­grund der poli­ti­schen Ereig­nis­se im Land mit den Vor­be­rei­tun­gen anfin­gen, erstaunt, wie rei­bungs­los und pro­fes­sio­nell der Abend im Sport­pa­last zu Kiew über die Büh­ne ging. Zwi­schen dem Euro­vi­si­ons­sieg in Istan­bul und der Orga­ni­sa­ti­on die­ses Con­tests lag eine mani­pu­lier­te Prä­si­dent­schafts­wahl und eine voll­kom­men fried­li­che, aber kraft­vol­le Revo­lu­ti­on, ange­führt unter ande­rem von der Vor­jah­res­sie­ge­rin Rus­la­na. Dem Gejau­le besorg­ter Fans zufol­ge stand schon zu befürch­ten, dass die Kom­bat­tan­ten auf einem eilig mit Teer zuge­kleis­ter­ten Kar­tof­fel­feld wür­den sin­gen müs­sen. Bis auf klei­ne­re tech­ni­sche Pan­nen lief aber alles glatt. Mal abge­se­hen von der gro­ßen Pan­ne: dem Ergeb­nis des Tele­vo­tings.

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ESC 1999: Don’t work on a Mon­day

Logo des Eurovision Song Contest 1999
Das Jahr der dicken Din­ger

In die­sem Jahr gelang es dem NDR-Ver­ant­wort­li­chen Jür­gen Mei­er-Beer nach meh­re­ren Anläu­fen, mit dem Weg­fall der über­kom­me­nen Spra­chen­re­gel und des Orches­ters die bei­den letz­ten Bau­stei­ne sei­ner Grand-Prix-Reform durch­zu­set­zen und den Con­test so – kurz vor der Jahr­tau­send­wen­de – end­lich in die pop­mu­si­ka­li­sche Gegen­wart zu über­füh­ren. Die Teil­neh­mer nutz­ten die neue lin­gu­is­ti­sche Frei­heit weid­lich: jeder zwei­te Bei­trag kam auf Eng­lisch daher, der Welt­spra­che des Pop. Das war und ist in eini­gen Fäl­len scha­de (Bal­kan­bal­la­den klin­gen in einem der zahl­rei­chen sla­wi­schen Dia­lek­te ein­fach ein­dring­li­cher), manch­mal bes­ser (die Mit­sing­bar­keit lei­det im Hebräi­schen oder Islän­di­schen nun mal), sorg­te aber vor allem dafür, dass nicht mehr, wie zuletzt, auto­ma­tisch Irland oder Groß­bri­tan­ni­en gewin­nen. End­lich ech­te Chan­cen­gleich­heit!

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