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<span class="caps">ESC</span> 1966: Zwin­gen kann man kein Glück
1966, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Schwules, Unsere Lieblinge

ESC 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

Das zehnjährige Jubliäum des Eurovision Song Contests nahm die EBU zum Anlass, im Frühjahr 1966 bei den teilnehmenden TV-Anstalten Ideen für die künftige Gestaltung des Wettbewerbs zu sammeln. Dabei zeigten sich regional sehr unterschiedliche Schwerpunkte, wie Gordon Roxburgh in der Fibel Songs for Europe auflistet: so bestanden die skandinavischen Sender darauf, dass der "musikalischen Qualität" der Beiträge die absolute Priorität einzuräumen sei. Die westeuropäischen Anstalten wie die ARD, das belgische BRT, der ORF und das französische Fernsehen wollten vor allem die Teilnehmerzahl von zuletzt 18 Nationen reduzieren und schlugen verschiedene Formate für Semifinale vor, wie sie sich aber erst 2004 durchsetzen sollten. Die linguistisch zwiegespaltenen Belgier votierten dabei für die Zut...
Bel­gi­scher Vor­ent­scheid 1966: Lie­der! Luxem­burg! Lecker!
1966, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Bel­gi­scher Vor­ent­scheid 1966: Lie­der! Luxem­burg! Lecker!

Das wallonische Fernsehen, das wie immer in den geraden Jahren an der Reihe war, den belgischen Grand-Prix-Beitrag zu bestimmen, bestritt den Vorentscheid des Jahres 1966 mit nur einer einzigen Sängerin. Und zwar mit einer... Schockschwerenot: Flämin! Zwar stammte die betreffende Künstlerin aus dem unter anderem mit Berlin-Neukölln verschwisterten und heute als Kriminalitätsschwerpunkt bekannten Brüsseler Vorort Anderlecht, der in der politisch neutralen, zweisprachigen Zone des linguistisch und kulturell zwiegespaltenen Landes liegt, und sie trug als gebürtige Arlette Antoine Dominicus einen eher französisch klingenden Namen. Doch für ihre Schlagerkarriere benutzte sie das Pseudonym Tonia, und wiewohl sie auch Titel en français aufnahm, erzielte sie ihre größten Hits mit flämischen Coverv...