ESC 2. Semi 2009: Don’t be hap­py and don’t be gay

Logo des Eurovision Song Contest 2009 (Finale)
Das Jahr der Gei­gen

Schi­zo­phren: die unglaub­lich lus­ti­ge Come­dy-Tech­no-Num­mer ‘Tinga­li­in’, mit denen die Schwe­den beim dies­jäh­ri­gen Melo­di­fes­ti­va­len zur Ein­stim­mung auf Mos­kau spa­ßes­hal­ber sämt­li­che Russ­land­kli­schees auf den Arm nah­men, zog eine diplo­ma­ti­sche Kri­se zwi­schen bei­den Län­dern und den offi­zi­el­len Pro­test des dor­ti­gen Bot­schaf­ters nach sich. Als Eröff­nungs­act des zwei­ten Semis prä­sen­tier­ten die Rus­sen dann selbst exakt die glei­chen tan­zen­den Bären, Matrosch­kas und Kalin­ka-Chö­re, über die sie sich zuvor beklagt hat­ten. Nur, dass der Mos­kau­er Act anschei­nend bier­ernst gemeint war. Womit sich erneut zeig­te: wer nicht über sich selbst lachen kann, dem ist auch sonst nicht zu trau­en.

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Schwu­le Soli­da­ri­tät: Nie­der­lan­de dro­hen mit Final-Boy­kott

End­lich! Ein leuch­ten­des Zei­chen für geleb­te Homo­so­li­da­ri­tät setzt der offen schwu­le Sän­ger Gor­don des nie­der­län­di­schen Gol­den-Girls-Tri­os De Top­pers. In einem Inter­view mit NOS Radio kün­dig­te er an, das Fina­le am Sams­tag boy­kot­tie­ren zu wol­len, falls es bei der am glei­chen Abend statt­fin­den­den (und, wie immer, vom homo­pho­ben Mos­kau­er Bür­ger­meis­ter Juri Lusch­ko ver­bo­te­nen) Schwu­len­de­mo Sla­vic Pri­de zu gewalt­tä­ti­gen Aus­schrei­tun­gen gegen Homos kom­men soll­te, wie die bri­ti­schen Pink News heu­te berich­ten. Nun müs­sen die Nie­der­län­der erst mal ins Fina­le kom­men, um wir­kungs­voll mit Abrei­se dro­hen zu kön­nen (und die Chan­cen ste­hen mit ihrem fut­ti­gen Nost­al­gie­schla­ger ‘Shi­ne’ nicht beson­ders gut) – den­noch han­delt es sich um eine wich­ti­ge Soli­da­ri­täts­adres­se an die rus­si­schen Schwu­len. Aus dem deut­schen Lager war zu die­sem The­ma bis­lang nichts zu ver­neh­men – dabei gehört auch unser Lead­sän­ger offi­zi­ell zur Fami­lie.


Kei­ne Fra­gen zur sexu­el­len Ori­en­tie­rung nötig: De Top­pers

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