San-Remo-Fes­ti­val 1958: Heu­te blau und mor­gen blau

Er soll­te einen unsterb­li­chen Welt­hit her­vor­brin­gen, die­ser Jahr­gang des San-Remo-Fes­ti­vals (SRF). Der ita­lie­ni­sche Staats­sen­der Rai hat­te die Orga­ni­sa­ti­on des Wett­be­werbs voll­stän­dig in die Hän­de des Tou­ris­mus­bü­ros der ligu­ri­schen Kur­stadt gelegt und beschränk­te sich auf die Über­tra­gung der Show. Inhalt­lich blieb jedoch alles beim Alten: es gab erneut zwei Vor­run­den mit je zehn Lie­dern, die jeweils von zwei meist arri­vier­ten Künstler:innen unter­schied­lich inter­pre­tiert wur­den. Zehn davon schaff­ten es ins Fina­le am Sams­tag. Dar­un­ter auch eine ein­gän­gi­ge, ohr­wurm­haf­te Melo­die namens ‘Nel blu dipin­to di blu’ (‘In blau gemal­tes blau’: nach Anga­ben des Text­dich­ters sol­len im Rah­men des Krea­tiv­pro­zes­ses meh­re­re Liter Wein geflos­sen sein, was die Wort­wahl viel­leicht erklärt). Vor­ge­tra­gen wur­de sie unter ande­rem von John­ny Dorel­li, einem in Nea­pel gebo­re­nen, aber in New York auf­ge­wach­se­nen New­co­mer, der auf­grund sei­ner jugend­li­chen Aus­strah­lung als einer der Favo­ri­ten galt und mit sei­ner leicht sphä­risch-jaz­zi­gen Inter­pre­ta­ti­on des Titels den Wett­be­werb auch gewann.

Gefan­gen im Welt­all: hier kommt John­ny!

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