Türkei

Streit um Namens­rech­te: die Türk­vi­zyon auf Tauchstation

Streit um Namens­rech­te: die Türk­vi­zyon auf Tauchstation

Dieser Tage (die genaueren Angaben schwankten zuletzt irgendwo zwischen dem 19. und dem 30. August 2017) sollte in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, eigentlich die vierte Ausgabe der Türkvizyon über die Bühne gehen, des vom Staatsfernsehen TRT nach dem Vorbild des Eurovision Song Contests erstmals 2013 angeschobenen Musikwettbewerbs der Turkvölker, zu dem sich in diesem Jahr nach einer Meldung von Eurovoix über 30 Länder, Teilrepubliken und Volksgruppen angemeldet hatten. Doch daraus wird wohl vorerst nichts: aufgrund einer gerichtlichen Auseinandersetzung um die Namensrechte verschiebt sich die bereits 2016 ausgefallene Show erneut auf unbestimmte Zeit. Wie die Website ESCape News bereits vor zwei…
Weiterlesen
Türk­vi­zyon wird nach Kasach­stan verlegt

Türk­vi­zyon wird nach Kasach­stan verlegt

Während sich im Zuge der aktuellen Eurovisionskrise in der Ukraine sicherlich einige Fans wünschen, die EBU möge dem Land den Wettbewerb wegnehmen und in letzter Minute woandershin transferieren (was nicht geschehen wird: wer soll das jetzt noch so schnell aus dem Boden stampfen können? und vor allem: wollen?), zeichnet sich bei seinem osmanischen Gegenentwurf, der Türkvizyon, etwas Ähnliches ab. Der seit 2013 immer gegen Ende des Jahres stattfindende Musikwettbewerb der Turkvölker sollte 2016 eigentlich in Istanbul (oder einer anderen türkischen Stadt, so genau stand das bis zuletzt nicht fest) über die Bühne gehen, wurde aufgrund der aktuellen politischen Umwälzungen in Erdogans Sultanat…
Weiterlesen
Rück­tritt bei der Türk­vi­zyon 2016

Rück­tritt bei der Türk­vi­zyon 2016

Es ist vollbracht: mit der Anmeldung Moldawiens zum Gesangswettbewerb der Turkvölker wurde die bisherige Partizipanten-Höchstmarke aus dem Jahr 2014 überboten. 26 25 Länder, Regionen oder Volkgruppen treten nach derzeitigem Stand zwischen dem 14. und 18. Dezember 2016 in Istanbul beim vierten osmanischen Wettsingen gegeneinander an. Dieses Zeitfenster nannte jedenfalls unlängst die lettische Türkviyzons-Teilnehmerin Oksana Bilera, während sich die türkischen Organisatoren weiterhin in Schweigen hüllen, was die Termine und den Austragungsort angeht - bis dato fielen neben der Bosporus-Metropole auch die Namen Ankara und Antalya. Update: Nämliches Schweigen scheint zum Problem zu werden - wie Eurovoix soeben vermeldete, zog Chakassien mutmaßlich aufgrund der mangelnden…
Weiterlesen
Jama­la war nicht genug: wohl kei­ne tür­ki­sche ESC-Rückkehr

Jama­la war nicht genug: wohl kei­ne tür­ki­sche ESC-Rückkehr

So langsam füllt sich das Teilnehmerfeld für die vierte Ausgabe des osmanischen Liederwettstreits Türkvizyon, der im Dezember 2016 stattfinden soll - auch wenn bislang noch immer kein konkreter Termin für die Sendung feststeht und noch nicht einmal Istanbul als (erneuter) Austragungsort hundertprozentig sicher ist. Dessenungeachtet fanden gestern in der autonomen moldawischen Region Gagausien und in der russischen Republik Chakassien Vorentscheidungen statt. In der gagausischen Hauptstadt Comrat setzte sich bei der reinen Interpretenauswahl nach einer Meldung von Eurovoix die Sängerin Julia Arnaut gegen elf Konkurrent/innen durch. Ihr wird nun ein speziell für die Türkvizyon komponierter Song auf den Leib geschneidert. In Abakan,…
Weiterlesen
Türk­vi­zyon 2016: rus­si­sche Repu­bli­ken keh­ren zurück

Türk­vi­zyon 2016: rus­si­sche Repu­bli­ken keh­ren zurück

Während Europa gerade auseinanderdriftet und der einzige schwache Trost im Hinblick auf den unglückseligen Brexit darin liegt, dass wir nach der nun immer wahrscheinlicher werdenden Abspaltung Schottlands vom Uneinigen Königreich demnächst vielleicht ein neues Land beim Eurovision Song Contest begrüßen können, gibt es im eurasischen Raum zumindest einen kleinen Lichtblick in der dortigen desolaten Lage. Nachdem sich der türkische Sultan Staatschef Erdoğan am vergangenen Montag notgedrungen und entgegen seiner früheren Absichten für den Abschuss eines russischen Kampfjets an der Grenze zu Syrien im November 2015 entschuldigte, hob der russische Zar Präsident Putin am Mittwoch, kurz nach dem schrecklichen Bombenangriff auf den Flughafen in Istanbul, die…
Weiterlesen
Die Türk­vi­zyon reist nicht mehr

Die Türk­vi­zyon reist nicht mehr

Wie Eurovoix heute unter Bezugnahme auf eine Meldung des türkischen Musiksenders TMB verkündete, soll die vierte Ausgabe des osmanischen Gegenentwurfs zum Eurovision Song Contest im Dezember 2016 in der Türkei stattfinden. Man erwarte bis zu 30 Teilnehmer/innen, wobei die spannende Frage bleibt, ob die russischen Teilrepubliken, die 2015 auf Weisung Putins stornieren mussten, diesmal dabei sind. Ursprünglich war die Ausrichtung der 2013 erstmals veranstalteten Türkvizyon mit dem jährlich weiterwandernden Titel der Kulturhauptstadt der türkischen Welt, verliehen von der Kulturorganisation Türksoy, verknüpft. Weswegen die ersten beiden Ausgaben des Wettbewerbs auch folgerichtig in Eskişehir (Anatolien, Türkei) und Kasan (Tatarstan, Russland) stattfanden. 2015 wurde die…
Weiterlesen
San Mari­no 2016: mit Lys an der Bar

San Mari­no 2016: mit Lys an der Bar

Noch nachzureichen gilt es den gestern vorgestellten Beitrag San Marinos. Der seit dem überraschenden Rückzug des deutschen Grand-Prix-Veteranen Ralph Siegel vakante Slot des dortigen "Übernimm sämtliche Kosten, dann nehmen wir Dein Lied"-Arrangements ging in diesem Jahr an den französischen Modeschöpfer Thierry Mugler, weswegen die Pressekonferenz zur erstmaligen öffentlichen Präsentation des sanmarinesischen Beitrags auch in Paris stattfand. Denn mit dem kleinen italienischen Bergdörfchen / Ministaat hat der Song ohnehin nichts zu tun: der Text von 'I didn't know' stammt vom Griechen Nektarios Tyrakis, der Komponist Olcayto Ahmet Tuğsuz stammt ebenso aus der Türkei wie der Interpret Serhat Hacıpaşalıoğlu. Neben der für den Contest…
Weiterlesen
Go, wild Dan­ces: Kir­gi­si­en gewinnt die Türk­vi­zyon 2015

Go, wild Dan­ces: Kir­gi­si­en gewinnt die Türk­vi­zyon 2015

Die zentralasiatische Republik Kirgisien (andere Schreibung: Kirgisistan) gewann heute die dritte Ausgabe des in Istanbul ausgetragenen Song Contests der Turkvölker, der Türkvizyon. Jiidesh İdirisova, eine Art mongolischer Ruslana-Klon, überzeugte die Juroren mit einer starken Stimme, einer hoch energetischen Choreografie mit vielen lederbepackten Tänzern, kraftvollen Rhythmen und großzügig eingestreuten "Huh"s und "Ha"s. Also 'Wild Dances' (UA 2004) auf osmanisch. Derya Kaptan, die deutsche Vertreterin, erreichte mit einer etwas sperrigen Ballade in Angedenken an die Opfer eines unlängst in der Türkei stattgefundenen Terroranschlags einen achtbaren elften Platz und konnte sich zudem über einen Sonderpreis für den "anspruchsvollsten Beitrag" freuen. Gute drei Stunden dauerte die Show mit…
Weiterlesen
Türk­vi­zyon 2015: kei­ne Rus­sen – kein Semi

Türk­vi­zyon 2015: kei­ne Rus­sen – kein Semi

Nach dem Rückzug sämtlicher russischer Regionen von der diesjährigen Türkviyzon in Istanbul hat der veranstaltende Sender TMB das für Donnerstag geplante Semifinale gestrichen. Die verbliebenen 22 Teilnehmer/innen - wie schon bei der Premiere 2013 wird nun auch das völkerrechtlich umstrittene Kosovo wieder dabei sein - treten nun am kommenden Samstag direkt gegeneinander an, ohne Vordezimierung. Die Entscheidung überrascht ein wenig, schließlich nahmen in den beiden letzten Jahren auch ohne Boykott nur zwei bzw. drei Länder mehr teil, dennoch gab es jeweils eine Qualifikationsrunde, mit der die Zahl der Finalisten auf 12 bzw. 15 reduziert wurde. Allerdings drängte sich bereits da der Verdacht auf,…
Weiterlesen

Tür­kei auch 2016 nicht dabei

Erwartbar, dennoch traurig: nicht einmal zwei Tage, nach dem die religiös-konservative Partei AKP des immer absolutistischer herrschenden türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bei den vorgezogenen Neuwahlen die absolute Mehrheit holte, sagte das Staatsfernsehen TRT die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2016 in Schweden ab. Man zürne in Istanbul noch immer hinsichtlich der Wiedereinführung der Jury und der Big-Five-Regelung, die das zu Zeiten reinen Televotings erfolgsverwöhnte Land am Bosporus unangemessen benachteilige, so zitiert Eurovoix den Fanclub OGAE Turkey. Aus nämlichem Grund war man 2013 ausgestiegen, seither gab es mehrere Anbahnungsgespräche zwischen der EBU und TRT, zwischenzeitlich standen die Zeichen auf Tauwetter.…
Weiterlesen
Türk­vi­zyon 2015: ja, wo lau­fen sie denn?

Türk­vi­zyon 2015: ja, wo lau­fen sie denn?

Zeitgleich mit der Eurovisionssaison 2016 startet auch der Vorlauf zur dritten Ausgabe der Türkvizyon, des osmanischen Gegenentwurfs zum Eurovision Song Contest (sorry, lieber Leser/innen, Ihr werdet auch dieses Jahr nicht verschont!). Und, wie sich das für diese herrlich skurrile Veranstaltung so gehört, herrscht bereits beim Saisonstart völlige Verwirrung. Wurde der Musikwettbewerb eurasischer Staaten und Regionen mit Turkvolk-Anteilen, ins Leben gerufen durch die Kulturorganisation Turksoy und den türkischen Spartensender TMB TV, doch ursprünglich als Veranstaltungsreihe der Kulturhauptstädte der "Türkischen Welt" konzipiert und residierte bei den ersten beiden Ausgaben 2013 und 2014 denn auch folgerichtig in der jeweiligen aktuellen Kulturmetropole Eskişehir (Türkei) bzw. Kasan (Tatarstan, Russland). In…
Weiterlesen

Arme­ni­sche Ahnen­for­schung in Wien

Während der ein oder andere Lordsiegelbewahrer des großen Grand-Prix-Regelwerks noch auf geradezu rührende Weise damit kämpft, dass sich die EBU zum sechzigsten Jahrestag der geilsten TV-Show der Welt auf sympathische Weise locker macht und den (aufgrund ihrer Geschichte als ehemalige britische Kolonie kulturell ja durchaus mit Europa verbundenen) Australiern einmalig den lang gehegten Herzenswunsch erfüllt, auch mal offiziell mitfeiern zu dürfen (willkommen!), greifen die Armenier sehr geschickt das diesjährige Motto "Brücken bauen" auf, um subtil die Anti-Politik-Regel der EBU zu unterlaufen. Wie eurovision.tv heute Abend berichtete, will das Kaukasusland eine sechsköpfige Gruppe nach Wien schicken, die sich aus (bislang ungenannten Exil-)Armeniern von allen fünf Kontinenten…
Weiterlesen

Kasach­stan gewinnt die Türk­vi­zyon 2014

Mit einem Überraschungssieg für das zwischen dem Kaspischen Meer und China gelegene Kasachstan, das neuntgrößte Land der Erde, ging heute Abend das Finale der zweiten Türkvizyon, des osmanischen Gegenentwurfs zum Eurovision Song Contest, zu Ende. Überraschend vor allem deswegen, weil Zhanar Dugalova im Semifinale am Mittwoch, in dem exakt die selben 25 Juroren abstimmten wie heute, noch auf dem dritten Rang landete. Doch anscheinend war den ausrichtenden Tataren ein Heimsieg des vorgestern noch haushoch oben liegenden Aydar Suleyman, der heute auch noch vom letzten Startplatz aus ins Rennen durfte, zu offensichtlich, und so einigte man sich auf die während der Trophäenübergabe ob…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: Tata­ri­sche Pfer­de ren­nen ins Finale

Vor gut zwei Stunden ging in der tatarischen Hauptstadt Kasan das Semifinale der Türkvizyon 2014 zu Ende. Mit einem eindeutigen[ref]Der veranstaltende Sender Meidan TV gab sämtliche Punktewertungen bekannt.[/ref] Sieger: dem Heimbeitrag! Und das zu Recht: Gaydar, Verzeihung: Aydar Suleymanov überzeugte mit einem mitreißenden Ethnostampfer über 'Reitende Pferde', was nicht nur vom Titel her an 'Dschinghis Khan' (DE 1979) erinnert. Von der Kinderliedhaftigkeit des Siegel-Songs weit entfernt, wusste der druckvolle Beitrag Tatarstans auch durch eine beeindruckende Show mit vielen Tänzern und einem riesigen Fesselballon zu überzeugen, auf den man Aydar per Flaschenzug hob. Ob er nach dieser Einlage allerdings noch sieben Kinder zeugen…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014 ohne alba­ni­sches Feuer?

Nur noch eine Woche bis zum Finale der Türkvizyon 2014 im tatarischen Kasan, und erneut regiert das völlige Chaos. Hieß es ursprünglich einmal, alle Teilnehmer sollten bis zum 30. September feststehen, so tauchte gestern wie aus dem Nichts die am kaspischen Meer gelegene Erdöldiktatur Turkmenistan auf der offiziellen Länderliste des osmanischen Gegen-Grand-Prixs auf. Heute reichte man sogar die Repräsentantin des nach seiner Abspaltung von der Sowjetunion vor allem durch einen bizarren Personenkult um den 2006 verstorbenen, selbsternannten "Türkmenbaşy" (den ehemaligen KP-Vorsitzenden und anschließenden Diktator Saparmyrat Nyýazow) bekannt gewordenen Staates nach: Züleyha Kakayeva heißt sie und verhüllt sich auf dem Pressefoto der Türkvizyonsseite unter…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: Huch, Rumänien!

Überraschung! Gehörte Rumänien bis vorgestern noch, gemeinsam mit den russischen Republiken Altai und Kemerowo, dem Kosovo und Weißrussland, zu den fünf Ländern, die der Türkvizyon nach der Premierenausgabe von Eskişehir den Rücken kehrten, so vermeldete die offizielle Contest-Seite gestern, dass das Karpatenland in Kasan durch das Duo Cengiz Erhan (dem Repräsentanten von 2013) und Gafar Alev Sibel vertreten werde. Die Rückkehr Rumäniens scheint auch für die Organisatoren überraschend zu kommen, denn noch heute Mittag fehlte die Flagge des Balkanstaates in der dortigen Übersicht der Teilnehmerländer. Der Iran tauschte unterdessen seinen ursprünglich angemeldeten Sänger Mesud Banş ohne Angaben von Gründen gegen die siebenköpfige Gruppe Barış (Frieden) aus.…
Weiterlesen

Amt­lich: auch 2015 ist die Tür­kei nicht dabei

Als "Eilmeldung" verkündete das türkische Fernsehen TRT es heute auf seiner Homepage, und zwar in gewohnt brutal knapper Weise: "Nach Angaben von TRT-Generaldirektor Ibrahim Sahin wird TRT am Eurovision Song Contest 2015 nicht teilnehmen," so der Sender. 2012, im Bruderland Aserbaidschan, das zeitgleich heute sein Mitwirken am Jubliäumswettbewerb zu Wien bestätigte, gab der sympathisch verpeilt wirkende Can Bonomo die vorläufige Abschiedsvorstellung der Bosporusnation mit dem aus heutiger Sicht beinahe schon als Flehen zu verstehenden 'Love me back'. Zurückgeliebt fühlen sich die Osmanen vom Alten Europa augenscheinlich nicht, nicht nur wegen der unterbliebenen EU-Aufnahme. Erbost zeigt man sich in Istanbul - nicht zu Unrecht…
Weiterlesen

Kei­ne Bal­kan Girls beim ESC 2015?

Betrübliche Nachrichten kommen dieser Tage aus dem erweiterten Mittelmeerraum, was die Bestückung des 60. Eurovision Song Contests im Mai 2015 in Wien betrifft: die Teilnahme Rumäniens könnte massiven Sparzwängen zum Opfer fallen, welche die Existenz des Staatssenders TVR bedrohen, wie Wiwibloggs berichtet. Demnach sei die finanzielle Lage der Rundfunkanstalt trotz bereits erfolgter Massenentlassungen so desaströs, dass TVR nach Aussage des Senderchefs Stelian Tanase gegenüber der rumänischen Presseagentur Mediafax im kommenden Frühling für wenigstens einen Monat schließen müsse. Zwar wolle man, wie die Programmdirektorin Irina Radu nachschob, alles Menschenmögliche versuchen, um eine Teilnahme des Landes am Eurovision Song Contest dennoch zu ermöglichen, weil man…
Weiterlesen

Steigt Russ­land aus dem Song Con­test aus?

Es stand zu erwarten: nach dem Sieg von Conchita Wurst beim 59. Eurovision Song Contest in Kopenhagen fordern erste russische Politiker den Ausstieg des Landes aus der "Brutstätte der Sodomie", wie eine weißrussische Initiative den Wettbewerb bereits im Oktober vergangenen Jahres so hübsch bezeichnete. Wie das schweizerische Boulevardblatt Blick heute schreibt, fordere der Chef der Kommunistischen Partei, Waleri Raschkin: "Wir müssen diesen Wettbewerb verlassen, wir können diesen endlosen Wahnsinn nicht tolerieren." Ein Beratungskomitee des weißrussischen Präsidenten Lukaschenko habe sich dem Blatt zufolge der Forderung angeschlossen: "Wir brauchen Europa nicht," das Ergebnis stehe für einen "vollständigen Kollaps moralischer Werte." An die…
Weiterlesen

Aser­bai­dschan gewinnt die ers­te Türkvizyon

Besonders tosenden Applaus durch das aserbaidschanische Hallenpublikum erfuhr bekanntlich der bis dato letzte Eurovisionsteilnehmer der Türkei, Can Bonomo, bei seinem Auftritt 2012 in Baku. Die brüderlichen Beziehungen funktionieren auch andersherum: Fərid Həsənov, der Vertreter Aserbaidschans, siegte heute im Finale der ersten Türkvizyon, des Gegen-Grand-Prix des osmanischen Kulturkreises im anatolischen Eskişehir. Es war eine Jury, die ihm diesen Sieg bescherte, und man konnte sich angesichts der Diskrepanz zwischen den dargebotenen Songs und dem Punkteergebnis nicht des Eindruckes erwehren, dass hauptsächlich politische Erwägungen bei der Entscheidung der Juroren eine Rolle spielten. Für die gastgebende Türkei, die auf einem Mittelfeldplatz landete, ist es aufgrund der…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2013: Vogel­stim­men­ga­te im Semi!

Soeben ging das Semifinale der ersten Türkvizyon zu Ende: eine rundweg fabelhafte Show mit einem hochgradig erfrischenden Musikmix aus Billigdisco, orientalischen Klageliedern und Kehlgesängen, ruiniert allerdings durch die himmelschreienden Fehlentscheidungen der Jury, die erkennbar nur nach Nationalität abstimmte und ausschließlich die engsten politischen Freunde der Türkei durchwinkte. Was besonders pikant erscheint, wenn man bedenkt, dass der vom türkischen Fernsehen offiziell hauptsächlich ins Feld geführte Grund für das Fernbleiben des Landes vom Eurovision Song Contest (und die Gründung der Türkvizyon) die Unzufriedenheit mit der Re-Installation der Eurovisionsjury war! Immerhin: im Finale am Samstag entscheiden alleine die Zuschauer per SMS [Nachtrag: taten sie…
Weiterlesen

EBU ver­län­gert Frist für Griechenland

"Sicherzustellen, dass so viele Länder wie möglich in Kopenhagen teilnehmen, hat für uns hohe Priorität," sagte der EBU-Beauftragte für den Eurovision Song Contest, Jan Ola Sand, heute in Genf. Daher räumt die EBU den Griechen eine verlängerte Anmeldefrist ein. An sich endet die Deadline für die verbindliche Zusage der teilnahmewilligen Sender am kommenden Freitag. Abgesagt haben bislang Zypern und Kroatien, dafür will Portugal wieder mitmachen. Die Griechen auch - allerdings verfügen sie derzeit über keinen teilnahmeberechtigten TV-Sender. Im Juni diesen Jahres löste die griechische Regierung in einer bislang beispiellosen Aktion vom einen auf den anderen Tag den bisherigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk…
Weiterlesen

ESC 2014: Tür­kei sagt end­gül­tig ab

Wie esctoday soeben vermeldet, habe der türkische Sender TRT gegenüber dem Eurovisionsnachrichtenportal bestätigt, dem Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen definitiv fernzubleiben. Auch die verbesserten Transparenzregeln und die daraufhin geführten erneuten Verhandlungen zwischen der EBU und dem Staatssender konnten die Türken, die bereits 2013 aus Protest gegen das Big-Five-Privileg und die Jurys aussetzten, noch nicht zu einer Rückkehr bewegen. Die betrübliche Absage kommt wenig überraschend, zumal die Osmanen derzeit mit der Türkvizyon ihren eigenen Song Contest vorbereiten. Vom Tisch ist damit auch der Vorschlag einer Kulturorganisation aus der Region Diyarbakir, die Türkei beim europäischen Gesangswettbewerb mit einem Song in kurdischer…
Weiterlesen

Die Türk­vi­zyon: ein homo­frei­er Gegen-Grand-Prix?

Im Dezember diesen Jahres veranstaltet, wie bereits berichtet, das türkische Fernsehen TRT erstmalig die Türkvizyon, eine Art Gegen-Grand-Prix eurasischer Länder und Regionen mit starken Turkvolk-Anteilen. Zwanzig Kombattanten treten vom 19. bis 21. Dezember im anatolischen Eskişehir gegeneinander an. Auf der Liste der Teilnehmerländer findet sich zunächst das Erwartbare: neben der Türkei und dem Bruderstaat Aserbaidschan zählt dazu das türkisch besetzte Nordzypern sowie eine Reihe von osmanisch geprägten Kaukasusstaaten und autonomen ehemaligen Sowjetrepubliken. Auch die Teilnahme des mehrheitlich muslimisch orientierten Bosniens - wie viele der anderen Länder übrigens vertreten von einem Privatsender - überrascht nicht. Im Gegensatz zu Russland, der Ukraine,…
Weiterlesen

EBU und TRT gehen in Koalitionsverhandlungen

Die Saga um die (Nicht-) Teilnahme der Türkei am Eurovision Song Contest geht in die nächste Runde, wie eurovisionary gestern vermeldete. Nachdem die EBU vergangene Woche mehr Transparenz beim Juryvoting ankündigte, soll es in 14 Tagen in Istanbul offizielle Verhandlungen zwischen den Eurovisions-Organisatoren und dem türkischen Fernsehen TRT über eine mögliche Rückkehr des Landes zum Song Contest geben. "Die geänderten Regeln erhöhen die Transparenz hinsichtlich der Ergebnisse, nun müssen sich die Jurys nach dem Contest für ihre Abstimmung rechtfertigen," lobten Delegationsmitglieder von TRT zwar, bekräftigten jedoch zugleich, noch nicht völlig zufrieden zu sein: "Man muss sich nur vorstellen, 10 Millionen…
Weiterlesen