Türk­vi­zyon 2015: ja, wo lau­fen sie denn?

Zeit­gleich mit der Euro­vi­si­ons­sai­son 2016 star­tet auch der Vor­lauf zur drit­ten Aus­ga­be der Türk­vi­zyon, des osma­ni­schen Gegen­ent­wurfs zum Euro­vi­si­on Song Con­test (sor­ry, lie­ber Leser/innen, Ihr wer­det auch die­ses Jahr nicht ver­schont!). Und, wie sich das für die­se herr­lich skur­ri­le Ver­an­stal­tung so gehört, herrscht bereits beim Sai­son­start völ­li­ge Ver­wir­rung. Wur­de der Musik­wett­be­werb eura­si­scher Staa­ten und Regio­nen mit Turk­volk-Antei­len, ins Leben geru­fen durch die Kul­tur­or­ga­ni­sa­ti­on Turks­oy und den tür­ki­schen Spar­ten­sen­der TMB TV, doch ursprüng­lich als Ver­an­stal­tungs­rei­he der Kul­tur­haupt­städ­te der “Tür­ki­schen Welt” kon­zi­piert und resi­dier­te bei den ers­ten bei­den Aus­ga­ben 2013 und 2014 denn auch fol­ge­rich­tig in der jewei­li­gen aktu­el­len Kul­tur­me­tro­po­le Eskişe­hir (Tür­kei) bzw. Kasan (Tatar­stan, Russ­land). In die­sem Jahr nun darf sich das 125.000-Einwohner-Städtchen Mary (Turk­me­ni­stan) mit jenem Titel schmü­cken, wo die Türk­vi­zyon dann auch zunächst statt­fin­den soll­te.

Der Sie­ger­ti­tel der Türk­vi­zyon 2014, ‘Izin körem’ (‘Ich sehe Dei­ne Spur’) von Zha­nar Duga­lo­wa (KZ)

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Neu­es Jahr, neu­es Glück: das ESC-Jahr 2016 beginnt

Ob sie es aber so ins Fina­le schaf­fen? Ich zweifle.Heute ist der 1. Sep­tem­ber 2015, für Euro­vi­si­ons­fans beginnt damit offi­zi­ell das neue Jahr. Denn ab heu­te dür­fen mög­li­che Bei­trä­ge zum 61. Euro­vi­si­on Song Con­test, der am 10. (ers­tes Semi), 12. (zwei­tes Semi) und 14. Mai 2016 (Fina­le) im Stock­hol­mer Glo­ben statt­fin­den wird, ver­öf­fent­licht wer­den. Måns Zelmerlöw ist daher ab die­sem Moment der letzt­jäh­ri­ge Gewin­ner (obwohl, das ist falsch: Il Volo sind die letzt­jäh­ri­gen Gewin­ner). Der dies­jäh­ri­ge Con­test, bereits der zwei­te in die­sem Jahr­tau­send, der im Schnel­len Brü­ter der schwe­di­schen Haupt­stadt statt­fin­det (und schon der fünf­te sechs­te, den die Schwe­den ins­ge­samt aus­rich­ten dür­fen), steu­ert auf einen mög­li­chen neu­en Teil­neh­mer­re­kord zu, wenn man den ers­ten Pres­se­mel­dun­gen Glau­ben schen­ken darf. Nicht nur, dass Tsche­chi­en trotz des ent­täu­schen­den Aus­schei­dens im Semi in Wien dabei blei­ben will (hur­ra!) und Grie­chen­land trotz aku­ter Finanz­mi­se­re bereits eine Vor­ent­schei­dung ange­kün­digt hat (hur­ra!). Auch die kriegs­ge­schüt­tel­te Ukrai­ne ver­sucht laut NDR, einen Bei­trag für Stock­holm auf die Bei­ne zu stel­len (hur­ra!). Und zu guter Letzt scheint die Rück­kehr der seit 2013 abtrün­ni­gen Tür­kei in den Schoss der Grand-Prix-Fami­lie mitt­ler­wei­le ziem­lich sicher zu sein. Herz­lich will­kom­men zurück, wir haben Euch schreck­lich ver­misst! Wenn jetzt auch noch Bos­ni­en und Bul­ga­ri­en wie­der mit­ma­chen, bin ich rich­tig, rich­tig glück­lich!

2000 für die Tür­kei im Glo­ben am Start: die fabel­haf­te Pinar Ayhan

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Arme­ni­sche Ahnen­for­schung in Wien

Wäh­rend der ein oder ande­re Lord­sie­gel­be­wah­rer des gro­ßen Grand-Prix-Regel­werks noch auf gera­de­zu rüh­ren­de Wei­se damit kämpft, dass sich die EBU zum sech­zigs­ten Jah­res­tag der geils­ten TV-Show der Welt auf sym­pa­thi­sche Wei­se locker macht und den (auf­grund ihrer Geschich­te als ehe­ma­li­ge bri­ti­sche Kolo­nie kul­tu­rell ja durch­aus mit Euro­pa ver­bun­de­nen) Aus­tra­li­ern ein­ma­lig den lang geheg­ten Her­zens­wunsch erfüllt, auch mal offi­zi­ell mit­fei­ern zu dür­fen (will­kom­men!), grei­fen die Arme­ni­er sehr geschickt das dies­jäh­ri­ge Mot­to “Brü­cken bau­en” auf, um sub­til die Anti-Poli­tik-Regel der EBU zu unter­lau­fen. Wie eurovision.tv heu­te Abend berich­te­te, will das Kau­ka­sus­land eine sechs­köp­fi­ge Grup­pe nach Wien schi­cken, die sich aus (bis­lang unge­nann­ten Exil-)Armeniern von allen fünf Kon­ti­nen­ten der Erde zusam­men­setzt. Name der Band: Genea­lo­gy (Ahnen­for­schung). Ange­kün­dig­ter Song­ti­tel: ‘Don’t deny’ (‘Leug­ne nicht’). Und das zum hun­derts­ten Jah­res­tag des his­to­ri­schen Geno­zids von 1915, um des­sen Aner­ken­nung als Völ­ker­mord zwi­schen den Tür­ken und den Apri­ko­sen­kern-Länd­lern bis heu­te ein erbit­ter­ter Streit herrscht. Zufall?

Angeb­lich wie­der dabei: Inga  Arshakyan

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Kasach­stan gewinnt die Türk­vi­zyon 2014

Mit einem Über­ra­schungs­sieg für das zwi­schen dem Kas­pi­schen Meer und Chi­na gele­ge­ne Kasach­stan, das neunt­größ­te Land der Erde, ging heu­te Abend das Fina­le der zwei­ten Türk­vi­zyon, des osma­ni­schen Gegen­ent­wurfs zum Euro­vi­si­on Song Con­test, zu Ende. Über­ra­schend vor allem des­we­gen, weil Zha­nar Dugal­o­va im Semi­fi­na­le am Mitt­woch, in dem exakt die sel­ben 25 Juro­ren abstimm­ten wie heu­te, noch auf dem drit­ten Rang lan­de­te. Doch anschei­nend war den aus­rich­ten­den Tata­ren ein Heim­sieg des vor­ges­tern noch haus­hoch oben lie­gen­den Aydar Suley­man, der heu­te auch noch vom letz­ten Start­platz aus ins Ren­nen durf­te, zu offen­sicht­lich, und so einig­te man sich auf die wäh­rend der Tro­phä­en­über­ga­be ob des uner­war­te­ten Glücks auf sehr nied­li­che Wei­se fas­sungs­lo­se Zha­nar. Und zu Recht!

Mach­te viel Wind: Türk­vi­zyons­sie­ge­rin Zha­nar aus Kach­a­stan

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Türk­vi­zyon 2014: Tata­ri­sche Pfer­de ren­nen ins Fina­le

Vor gut zwei Stun­den ging in der tata­ri­schen Haupt­stadt Kasan das Semi­fi­na­le der Türk­vi­zyon 2014 zu Ende. Mit einem eindeutigen[ref]Der ver­an­stal­ten­de Sen­der Mei­dan TV gab sämt­li­che Punk­te­wer­tun­gen bekannt.[/ref] Sie­ger: dem Heim­bei­trag! Und das zu Recht: Gay­dar, Ver­zei­hung: Aydar Suley­ma­nov über­zeug­te mit einem mit­rei­ßen­den Eth­no­stam­pfer über ‘Rei­ten­de Pfer­de’, was nicht nur vom Titel her an ‘Dschinghis Khan’ (DE 1979) erin­nert. Von der Kin­der­lied­haf­tig­keit des Sie­gel-Songs weit ent­fernt, wuss­te der druck­vol­le Bei­trag Tatarstans auch durch eine beein­dru­cken­de Show mit vie­len Tän­zern und einem rie­si­gen Fes­sel­bal­lon zu über­zeu­gen, auf den man Aydar per Fla­schen­zug hob. Ob er nach die­ser Ein­la­ge aller­dings noch sie­ben Kin­der zeu­gen kann in einer Nacht, wage ich zu bezwei­feln: sein Kos­tüm-Har­ness schien mir doch schmerz­haft eng zu sit­zen. Wir hin­ge­gen ver­sau­ten unse­re Türk­vi­zyons-Pre­miè­re: Fah­ret­tin Güneş muss­te von Start­platz 2 aus ins Ren­nen, bekannt­lich der Todes­s­lot. Und so hat­te er mit eini­gen Ton­pro­ble­men zu kämp­fen, aller­dings wirk­te die – vom deut­schen Sen­der Türk­show groß ange­kün­dig­te – Tanz­cho­reo­gra­fie ziem­lich kläg­lich. Deutsch­land schei­det somit aus.

Noch fit im Schritt? Aydar (Tatar­stan)

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Türk­vi­zyon 2014 ohne alba­ni­sches Feu­er?

Nur noch eine Woche bis zum Fina­le der Türk­vi­zyon 2014 im tata­ri­schen Kasan, und erneut regiert das völ­li­ge Cha­os. Hieß es ursprüng­lich ein­mal, alle Teil­neh­mer soll­ten bis zum 30. Sep­tem­ber fest­ste­hen, so tauch­te ges­tern wie aus dem Nichts die am kas­pi­schen Meer gele­ge­ne Erd­öl­dik­ta­tur Turk­me­ni­stan auf der offi­zi­el­len Län­der­lis­te des osma­ni­schen Gegen-Grand-Prixs auf. Heu­te reich­te man sogar die Reprä­sen­tan­tin des nach sei­ner Abspal­tung von der Sowjet­uni­on vor allem durch einen bizar­ren Per­so­nen­kult um den 2006 ver­stor­be­nen, selbst­er­nann­ten “Türk­men­başy” (den ehe­ma­li­gen KP-Vor­sit­zen­den und anschlie­ßen­den Dik­ta­tor Sapar­my­rat Nyýa­zow) bekannt gewor­de­nen Staa­tes nach: Züleyha Kakay­e­va heißt sie und ver­hüllt sich auf dem Pres­se­fo­to der Türk­vi­zyons­sei­te unter einem far­ben­fro­hen Kopf­tuch. Trotz des Neu­zu­gangs ist unklar, wie vie­le Län­der nun in Kasan an den Start gehen, denn es herrscht Kon­fu­si­on um die Teil­nah­me Alba­ni­ens.


Zu unzüch­tig für die Türk­vi­zyon? Die Alba­ne­rin Xhoi und ihr Bei­trag ‘Feu­er und Luft’

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Türk­vi­zyon 2014: Huch, Rumä­ni­en!

Über­ra­schung! Gehör­te Rumä­ni­en bis vor­ges­tern noch, gemein­sam mit den rus­si­schen Repu­bli­ken Altai und Keme­ro­wo, dem Koso­vo und Weiß­russ­land, zu den fünf Län­dern, die der Türk­vi­zyon nach der Pre­mie­ren­aus­ga­be von Eskişe­hir den Rücken kehr­ten, so ver­mel­de­te die offi­zi­el­le Con­test-Sei­te ges­tern, dass das Kar­pa­ten­land in Kasan durch das Duo Cen­giz Erhan (dem Reprä­sen­tan­ten von 2013) und Gafar Alev Sibel ver­tre­ten wer­de. Die Rück­kehr Rumä­ni­ens scheint auch für die Orga­ni­sa­to­ren über­ra­schend zu kom­men, denn noch heu­te Mit­tag fehl­te die Flag­ge des Bal­kan­staa­tes in der dor­ti­gen Über­sicht der Teil­neh­mer­län­der. Der Iran tausch­te unter­des­sen sei­nen ursprüng­lich ange­mel­de­ten Sän­ger Mesud Banş ohne Anga­ben von Grün­den gegen die sie­ben­köp­fi­ge Grup­pe Barış (Frie­den) aus. Ihre Teil­neh­me­rin­nen bekannt gaben auch die Tür­kei, für die die in Bel­gi­en leben­de Fun­da Kılıç an den Start geht, sowie Nord­zy­pern. Hier ging die Sän­ge­rin İpek Amber am ver­gan­ge­nen Sonn­tag als Sie­ge­rin aus der ört­li­chen Vor­ent­schei­dung her­vor, die sich trotz einer Teil­neh­mer­zahl von nur vier Kom­bat­tan­ten – alle­samt mit sehr ähn­li­chen, hoch­gra­dig zähen Eth­no-Rie­men – über quä­len­de zwei­ein­halb Stun­den hin­zog, dafür aber mit unglaub­lich sexy Juro­ren ent­schä­dig­te. İpeks Lied heißt ‘Ses­siz Gidiş’, was sich je nach kon­sul­tier­ter Quel­le mit “Stil­ler Abschied” bzw. “Stil­le Nacht” über­setzt. Wobei das von Frau Amber selbst auf You­tube ein­ge­stell­te Prä­sen­ta­ti­ons­vi­deo für die zwei­te Aus­le­gung spricht.


Weih­nacht­lich glän­zet der Wald / freut Euch, Türk­vi­zyon ist bald!

Amt­lich: auch 2015 ist die Tür­kei nicht dabei

Als “Eil­mel­dung” ver­kün­de­te das tür­ki­sche Fern­se­hen TRT es heu­te auf sei­ner Home­page, und zwar in gewohnt bru­tal knap­per Wei­se: “Nach Anga­ben von TRT-Gene­ral­di­rek­tor Ibra­him Sahin wird TRT am Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 nicht teil­neh­men,” so der Sen­der. 2012, im Bru­der­land Aser­bai­dschan, das zeit­gleich heu­te sein Mit­wir­ken am Jub­liäums­wett­be­werb zu Wien bestä­tig­te, gab der sym­pa­thisch ver­peilt wir­ken­de Can Bono­mo die vor­läu­fi­ge Abschieds­vor­stel­lung der Bos­po­rus­na­ti­on mit dem aus heu­ti­ger Sicht bei­na­he schon als Fle­hen zu ver­ste­hen­den ‘Love me back’. Zurück­ge­liebt füh­len sich die Osma­nen vom Alten Euro­pa augen­schein­lich nicht, nicht nur wegen der unter­blie­be­nen EU-Auf­nah­me. Erbost zeigt man sich in Istan­bul – nicht zu Unrecht – über die Bevor­zu­gung der Big-Five-Natio­nen beim Grand Prix: der Schock über die Nicht­qua­li­fi­ka­ti­on der len­den­lah­men Alt­her­ren­ro­cker Yük­sek Sada­kat in Düs­sel­dorf scheint nach wie vor tief zu sit­zen. So bleibt wei­ter nur der eige­ne Able­ger Türk­vi­zyon. Über­ra­schend kommt die offi­zi­el­le Absa­ge nach dem erneu­ten Wahl­sieg Erdo­gans und der damit ein­her­ge­hen­den Ver­schär­fung der Ten­den­zen zur kul­tu­rel­len Abwen­dung von Euro­pa nicht, zumal die Pres­se­stel­le des Sen­ders eine ent­spre­chen­de Anfra­ge von Euro­vi­si­on Ire­land vor weni­gen Tagen bereits abschlä­gig beschied. Bedau­er­lich bleibt sie den­noch.

 Da waren die Tür­kei und Euro­pa noch Freun­de

Kei­ne Bal­kan Girls beim ESC 2015?

Betrüb­li­che Nach­rich­ten kom­men die­ser Tage aus dem erwei­ter­ten Mit­tel­meer­raum, was die Bestü­ckung des 60. Euro­vi­si­on Song Con­tests im Mai 2015 in Wien betrifft: die Teil­nah­me Rumä­ni­ens könn­te mas­si­ven Spar­zwän­gen zum Opfer fal­len, wel­che die Exis­tenz des Staats­sen­ders TVR bedro­hen, wie Wiwi­bloggs berich­tet. Dem­nach sei die finan­zi­el­le Lage der Rund­funk­an­stalt trotz bereits erfolg­ter Mas­sen­ent­las­sun­gen so desas­trös, dass TVR nach Aus­sa­ge des Sen­der­chefs Ste­li­an Tana­se gegen­über der rumä­ni­schen Pres­se­agen­tur Media­fax im kom­men­den Früh­ling für wenigs­tens einen Monat schlie­ßen müs­se. Zwar wol­le man, wie die Pro­gramm­di­rek­to­rin Iri­na Radu nach­schob, alles Men­schen­mög­li­che ver­su­chen, um eine Teil­nah­me des Lan­des am Euro­vi­si­on Song Con­test den­noch zu ermög­li­chen, weil man auf der euro­päi­schen Büh­ne wei­ter­hin Prä­senz zei­gen möch­te und der Wett­be­werb im Land sehr hohe Ein­schalt­quo­ten erzie­le. Ob das aber ange­sichts der ange­spann­ten Lage mög­lich sein wird, bleibt abzu­war­ten. TVR wäre damit nach dem grie­chi­schen Staats­sen­der ERT und der isrea­li­schen IBA bereits das drit­te EBU-Mit­glied, das aus poli­ti­schen und / oder finan­zi­el­len Grün­den dicht macht: eine beun­ru­hi­gen­de Ent­wick­lung.


Liegt ein Fluch (Dida Drăgan bei der ESC-Vor­auswahl 1993) über Rumä­ni­en?

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Steigt Russ­land aus dem Song Con­test aus?

Es stand zu erwar­ten: nach dem Sieg von Con­chi­ta Wurst beim 59. Euro­vi­si­on Song Con­test in Kopen­ha­gen for­dern ers­te rus­si­sche Poli­ti­ker den Aus­stieg des Lan­des aus der “Brut­stät­te der Sodo­mie”, wie eine weiß­rus­si­sche Initia­ti­ve den Wett­be­werb bereits im Okto­ber ver­gan­ge­nen Jah­res so hübsch bezeich­ne­te. Wie das schwei­ze­ri­sche Bou­le­vard­blatt Blick heu­te schreibt, for­de­re der Chef der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei, Wale­ri Rasch­kin: “Wir müs­sen die­sen Wett­be­werb ver­las­sen, wir kön­nen die­sen end­lo­sen Wahn­sinn nicht tole­rie­ren.” Ein Bera­tungs­ko­mi­tee des weiß­rus­si­schen Prä­si­den­ten Luka­schen­ko habe sich dem Blatt zufol­ge der For­de­rung ange­schlos­sen: “Wir brau­chen Euro­pa nicht,” das Ergeb­nis ste­he für einen “voll­stän­di­gen Kol­laps mora­li­scher Wer­te.” An die Stel­le des Euro­vi­si­on Song Con­test sol­le ein eige­ner Musik­wett­be­werb namens Voice of Eura­sia tre­ten – nicht zu ver­wech­seln mit dem bereits seit 2012 statt­fin­den­den ABU Song Fes­ti­val der asia­tisch-pazi­fi­schen Natio­nen.


Schlägt Eini­gen böse auf den Magen: Euro­pas Lie­be für die Kai­se­rin

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