Voting

Dis­kus­si­on: Ent­zieht den Völ­kern das Stimmrecht!

Dis­kus­si­on: Ent­zieht den Völ­kern das Stimmrecht!

Noch keine zwei Tage ist die Eurovisionssaison 2020 alt und wird bereits vom ersten Voting-Skandal überschattet. Bekanntlich zog im gestrigen Finale des albanischen Festivali i Këngës das von vielen Fans favorisierte Pop-Sternchen Elvana Gjata mit ihrem hervorragend inszenierten Uptempo-Knaller 'Me tana' knapp den Kürzeren im hochspannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer einzigen ernst zu nehmenden Herausforderin, der Kosovarin Arilena Ara und ihrer erkennbar auf eine möglichst hohe Jury-Punktzahl hin optimierten Ballade 'Shaj'. Der Clou dabei: die alleine abstimmungsberechtigte, fünfköpfige FiK-Jury bestand diesmal aus drei internationalen Juroren (ja, alles Männer) und zwei skipetarischen Jurorinnen (ja, beides Frauen). Und die drei Herren - der…
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Inak­zep­ta­bel: Schwe­den macht das Euro­vi­si­ons-Voting kaputt

Als Nebenaspekt eingebettet in die wenig überraschende Verkündung des NDR, dass die fabulöse Babsi Schöneberger dieses Jahr erneut die deutsche Punktefee spielt und die alemannischen Douze Points verliest, ließ der Hamburger Sender gestern eine Bombe platzen: das schwedische Fernsehen will beim Eurovision Song Contest im Mai die Verkündigung des Televotings - also der einzigen wirklich maßgeblichen Stimmen - auf die ersten zehn Plätze beschränken. Die Ränge 11 bis 26 sollen hingegen zum Auftakt der Zuschauerstimmenauszählung heimlich, still und leise in die Ergebnistabelle eingelesen werden. Damit schneiden die Schweden in grob fahrlässiger Weise am wichtigsten und - wie die Einschaltquoten seit Jahren belegen - vom…
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Schwe­den: Power­vo­ting beim Melodifestivalen?

Verband sich das unschöne Phänomen des Powervoting, also der Manipulation des Televotingergebnisses durch gekaufte Massenanrufe, bislang eher mit Staaten mit Demokratiedefizit wie Aserbaidschan und Russland, so steht nun das Land der Elche im Fokus des neuesten "Stemmefusk"-Skandals, wie das dänische Fernsehen DR heute unter Bezug auf das schwedische Aftonblated berichtet. Demzufolge sei es (so ich die Google-Übersetzung richtig interpretiere) mithilfe eines Computers und eines speziell programmierten "Roboter-Handys" möglich, bis zu 2.500 Stimmen für einen Mello-Beitrag abzusetzen und so das Voting zu beeinflussen. Angeblich sei die Technik in den letzten Jahren bereits zum Einsatz gekommen, bezahlt von einem Autoren eines Wettbewerbstitels…
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EBU und TRT gehen in Koalitionsverhandlungen

Die Saga um die (Nicht-) Teilnahme der Türkei am Eurovision Song Contest geht in die nächste Runde, wie eurovisionary gestern vermeldete. Nachdem die EBU vergangene Woche mehr Transparenz beim Juryvoting ankündigte, soll es in 14 Tagen in Istanbul offizielle Verhandlungen zwischen den Eurovisions-Organisatoren und dem türkischen Fernsehen TRT über eine mögliche Rückkehr des Landes zum Song Contest geben. "Die geänderten Regeln erhöhen die Transparenz hinsichtlich der Ergebnisse, nun müssen sich die Jurys nach dem Contest für ihre Abstimmung rechtfertigen," lobten Delegationsmitglieder von TRT zwar, bekräftigten jedoch zugleich, noch nicht völlig zufrieden zu sein: "Man muss sich nur vorstellen, 10 Millionen…
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Split­vo­ting: EBU will die tota­le Transparenz

Da haben das fortgesetzte Genörgel der Fans und die Presseberichte über möglichen Stimmenkauf beim Eurovision Song Contest doch etwas genützt: ab 2014 will die EBU endlich wieder die Splitvotingergebnisse veröffentlichen, wie sie heute Morgen bekannt gab. Und nicht nur das: um die Transparenz weiter zu erhöhen, sollen die Namen aller Juroren bereits vor dem Contest, am 1. Mai 2014, bekannt gegeben werden - sowie ihr persönliches Abstimmungsverhalten, das heißt das individuelle Ranking jedes einzelnen Juroren direkt nach dem Finale! Damit wissen erboste Fans künftig, wem sie das schlechte Abschneiden ihres Lieblingsbeitrags namentlich zu verdanken haben. Darüber hinaus führt die EBU…
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Tür­kei auch in 2014 nicht dabei

Die Türkei schmollt weiter: auch 2014 setze man beim Eurovision Song Contest aus, wenn nicht die Big-Five-Regel und das Juryvoting suspendiert würden, sagte Ibrahim Sahin, der Generaldirektor von TRT heute, wie escxtra berichtet. "Vor einer endgültigen Entscheidung wollen wir abwarten, ob nicht noch Änderungen am derzeitigen Abstimmungsverfahren vorgenommen werden. Es gibt also noch eine Chance, dass wir nächstes Jahr teilnehmen können," sagte er an die EBU gewandt. Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass man dort die kritisierten Regelungen tatsächlich kippt, ungefähr so groß sein dürfte wie die Chance auf einen Wahlsieg Steinbrücks bei der anstehenden Bundestagswahl. Und man mag natürlich spekulieren, ob nicht…
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Neue Gerüch­te um Stimmenkauf

Wie die Fan-Seite 12points.tv unter Bezugnahme auf einen Bericht der schwedischen Tageszeitung Skånska Dagbladet berichtet, soll es beim Eurovision Song Contest 2013 Versuche gegeben haben, Jurystimmen zu kaufen. Ein namentlich nicht genanntes Mitglied einer Eurovisionsdelegation habe der Zeitung gegenüber behauptet, sowohl vonseiten der mazedonischen wie der aserbaidschanischen Delegation zum Stimmentausch aufgefordert worden zu sein. Auch ein nicht weiter spezifiziertes "südeuropäisches Land" sei in die Manipulationsversuche involviert. Die Mazedonier wiesen die Anschuldigungen als "Schmierenkampagne" zurück. Sietse Bakker, Pressesprecher der EBU für den Eurovision Song Contest, sagte, es gebe keinerlei stichhaltige Beweise für die anonymen Behauptungen. Zu den in diesem Zusammenhang ebenfalls…
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Deut­sche Jury begeis­tert vom schwe­di­schen Jodler

Mitleid mit dem Gastgeberland oder mit den Genen aufgesogene Begeisterung für alpine Jodlerklänge? Wie sich dem vom NDR heute veröffentlichten Abstimmungsergebnis der deutschen Jury beim Eurovision Song Contest 2013 entnehmen lässt, gaben Lena Meyer-Landrut (DE 2010 und 2011), Tim Bendzko, Carolin Niemczyk (Glasperlenspiel), Alina Süggeler (Frida Gold) und Volksmusikikone Florian Silbereisen ihre Douze Points an Robin Stjernberg ('You' - uuuh - ooooh - ooooh - uuuh). Eurovisionssiegerin Emmelie de Forest landete hingegen lediglich auf dem fünften Rang. Da sie insgesamt zehn Punkte aus Hamburg bekam, dürfte sie also von den Zuschauern deutlich mehr Stimmen kassiert haben. Interessant auch: Russland, das zwei Punkte…
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Stim­men­schum­me­lei? Im Ernst?

Eine neue britische Studie fördert schier Unglaubliches zutage: beim Song Contest soll es Blockvoting geben! Die Welt ist schockiert! Der wie immer gut informierte Eurovisionblog berichtet dieser Tage von einer aktuellen Studie eines britschen Computerprogrammierers: Derek Gatherer will mathematische Beweise für das Bestehen mehrerer Länderkoalitionen zusammengetragen haben, die sich in auffälliger Weise gegenseitig Stimmen zuschöben. Ach was! Wir lieben sie: die Votingpannen beim Grand Prix (mehr …)
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