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1965, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1965: Die Hit­ze der Jungs

Im zehnten Jahr seines Bestehens schien der Eurovision Song Contest endgültig bei sich angekommen zu sein, die gröbsten Kinderkrankheiten einigermaßen ausgemerzt: unverzeihliche archivarische Lücken durch eine fehlende Aufzeichnung der Live-Sendung wie noch 1956 und 1964 sollten künftig nicht mehr vorkommen; die Frage, wer auf der Bühne die Siegestrophäe überreicht bekommt - Interpret/in oder → Komponist/in - sorgte nicht mehr für Verwirrung und peinliche Situationen wie noch 1957; die Wertung unterlag zwar noch ständigen Verfahrensänderungen, hatte sich aber als unverzichtbarer Teil der Sendung etabliert; die Zahl der teilnehmenden europäischen Staaten zeigte einen erfreulich stabilen Aufwärtstrend von sieben im Anfangsjahr zu aktuell 18 Nationen und die BBC hatte 1963 erste Meilenstein...
1965, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

CH 1965: Rien de rien

Sechs Lieder rangen um das Ticket nach Neapel beim schweizerischen Vorentscheid von 1965, dargeboten von fünf Sängerinnen - jawohl, ausschließlich Damen traten an in Locarno, und keine einzige von ihnen besaß helvetische Wurzeln. In Sachen Frauenquote und Integrationsbereitschaft macht den gesellschaftlich fortschrittlichen Schweizer/innen eben keiner was vor! Die gebürtige Israelin Carmela Corren, die gleich alle beiden deutschsprachigen Beiträge vortrug, beendete hier ihre eurovisionäre Tournee durch die sogenannten DACH-Nationen: nach der Teilnahme am deutschen Vorentscheid von 1962 und als Repräsentantin Österreichs beim Eurovision Song Contest von 1963 fehlte ihr nur noch die Eidgenossenschaft zur Vervollständigung ihrer Kollektion. Carmela traf in Locarno auf zwei relativ unbekannte ...