Fes­ti­va­li i Kën­gës 2020: Gutes Kar­ma aus Tirana

Das Wich­tigs­te erst­mal vor­weg: dan­ke, RTSH! Wohl wis­send um die Bedeu­tung des tra­di­ti­ons­rei­chen alba­ni­schen Lie­der­fes­ti­vals für das See­len­heil der Fans als ers­ter natio­na­ler Vor­ent­scheid einer jeden Sai­son und als vir­tu­el­ler Weih­nachts­baum für die Grand-Prix-Fami­lie, scheu­te der Sen­der kei­ne Kos­ten und Mühen, inmit­ten einer gras­sie­ren­den Pan­de­mie eine spek­ta­ku­lä­re Show über drei Aben­de zu fabri­zie­ren und uns damit – nach dem Worst Case eines coro­nabe­dingt aus­ge­fal­le­nen Euro­vi­si­on Song Con­tests – das so bit­ter­lich her­bei­ge­sehn­te Licht am Ende zwar nicht des Tun­nels, aber eben des schlimms­ten Jah­res der Grand-Prix-Geschich­te zu ent­zün­den. Und wie drin­gend haben wir die­ses benö­tigt! Die äuße­ren Umstän­de zwan­gen die Alba­ner, krea­tiv zu wer­den, die Show aus den gehei­lig­ten Hal­len des Kon­gress­pa­las­tes mit­ten im Win­ter nach drau­ßen auf den She­shi Ita­lia zu ver­le­gen und die Teilnehmer:innen ihre Bei­trä­ge bei fros­ti­gen Tem­pe­ra­tu­ren vor­tra­gen zu las­sen, was sich durch eine lus­ti­ge Wölk­chen­bil­dung beim Sin­gen wun­der­hübsch visua­li­sier­te. Selbst das bis­lang sakro­sank­te Orches­ter fiel der Anste­ckungs­ge­fahr zum Opfer, statt­des­sen griff man aufs Teil­play­back zurück. Das Publi­kum ersetz­te man durch mode­rat dosier­ten Dosen­ap­plaus. Und zu guter Letzt zeich­ne­te man alle drei Tei­le des Fes­ti­val­ma­ra­thons auf und sen­de­te die­se – bis auf die Mode­ra­ti­on des Fina­les und die Urteils­ver­kün­dung – aus der Konserve.

So kurz und kna­ckig wie sel­ten: auf ledig­lich 2 Stun­den 20 bringt es das kom­plet­te FiK-Fina­le 2020.

Und was soll man sagen: es tat der Fest­lich­keit kei­nen Abbruch, son­dern ließ das Fes­ti­va­li i Kën­gës in fri­schem Glanz erstrah­len! Das mach­te sich schon beim spek­ta­ku­lä­ren (und aus Kos­ten­grün­den an allen drei Aben­den ver­wen­de­ten) Ope­ning bemerk­bar, das mit Kame­ra­fahr­ten durch die dys­to­pisch men­schen­lee­re Haupt­stadt zu unheil­voll wabern­der Musik, einem stamp­fen­den Auf­marsch des Ku-Klux-Klan, einer Bal­lett­vor­füh­rung mit Ple­xi­glas­trenn­schei­be und einer ein­sa­men Opern­wal­kü­re im brau­sen­den Sturm­wind auf­war­te­te, ergänzt um das stan­des­ge­mä­ße Ein­rei­ten der Mode­ra­to­rin Joni­da Vok­shi hoch zu Ross (bezie­hungs­wei­se, am Final­abend, in einer Stretch­li­mou­si­ne). Sowie durch ein völ­lig über­ra­schen­des Phä­no­men: näm­lich dem wei­test­ge­hen­den Ein­hal­ten der geplan­ten Sen­de­zeit, sonst auf­grund chao­ti­scher Pla­nung, tech­ni­scher Pan­nen und der unheil­vol­len Ten­denz der Live-Gäs­te zum end­lo­sen Labern beim FiK – wie auch bei sei­nem Vor­bild, dem ita­lie­ni­schen San-Remo-Fes­ti­val - übli­cher­wei­se ein Werk der rei­nen Fik­ti­on. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen: scha­de, dass RTSH den Schwung der Erneue­rung nicht auch nutz­te, um end­lich die über­kom­me­ne Jury los­zu­wer­den, die sowohl in den Semis als auch im gest­ri­gen Fina­le erneut völ­lig unver­ständ­li­che Ent­schei­dun­gen traf.

Mar­cha Bult hat ange­ru­fen und will ihre Schul­ster­pols­ter zurück: die Sie­ge­rin Anx­he­la Peristeri.

Was aller­dings dies­mal nicht für die Wahl der Sie­ge­rin gel­ten soll: mit der 34jährigen Sän­ge­rin Anx­he­la Peris­te­ri und ihrer bal­ka­nisch fla­vo­ri­sier­ten Dra­ma-Pop-Per­le ‘Kar­ma’ fiel die Wahl auf eine stimm­star­ke, cha­ris­ma­ti­sche Inter­pre­tin, die eine her­vor­ra­gen­de Show ablie­fer­te. Bereits die ers­ten Sekun­den ihres Auf­trit­tes gin­gen voll auf die Zwölf: die hoch­dra­ma­ti­schen Eröff­nungs­no­ten ihres danach erst­mal in deut­lich ruhi­ge­re, fast fle­hent­li­che Flö­ten­tö­ne zurück­glei­ten­den Lie­des, ihr figur­be­ton­tes, pail­let­ten­glit­zern­des Abend­kleid mit den spek­ta­ku­lä­ren Schul­ter­pols­tern sowie Anx­helas üppi­ges Dekol­le­té heisch­ten glei­cher­ma­ßen gie­rig nach Auf­merk­sam­keit. Nach einer guten Minu­te kro­chen dann vier attrak­tiv bevoll­bar­te­te Tän­zer in, wenn man das so nen­nen mag, fest­lich auf­ge­hübsch­ten Latex­bo­dys auf sie zu, deren Bade­kap­pen ver­mu­ten lie­ßen, dass er her­nach noch auf eine (zu Lock­down-Zei­ten natür­lich ille­ga­le) Water­sports-Fetisch­par­ty gehen soll­te. Ihr Erschei­nen setz­te das Signal zum Auf­dre­hen der Beats, zu wel­chen die vier kecken Recken eine aus­ge­spro­chen hüb­sche Hüpf- und Hebe­fi­gur-Cho­reo­gra­fie insze­nier­ten, inklu­si­ve sexy Kame­ra­star­rens. Das Tol­le an dem aus­ge­wähl­ten Bei­trag ist, dass er voll und ganz das euro­vi­sio­nä­re Kli­schee der schrei­en­den Frau aus Alba­ni­en bedient, dabei aber nicht ins Schrill-Aggres­si­ve ver­fällt wie sonst so oft, son­dern wun­der­bar har­mo­nisch bleibt.

Eine geball­te Ladung Fabel­haf­tig­keit: Eri Rusi, die Her­zens­sie­ge­rin des Blogbetreibers.

Da ‘Kar­ma’ es auf exakt drei Minu­ten Lied­län­ge bringt, besteht Anlass zur Hoff­nung, dass der Song dies­mal nicht einem ent­stel­len­den Remix zum Opfer fal­len und – so das all­jähr­li­che wohl­fei­le Stoß­ge­bet aller Alba­ni­en­fans direkt nach dem FiK – bit­te, bit­te, bit­te in Lan­des­spra­che blei­ben möge! Ein erfreu­li­che­rer Sai­son­auf­takt 2021 wäre kaum denk­bar gewe­sen. Außer natür­lich, wenn sich die ski­pe­ta­ri­sche Jury für die ein­zi­ge vor­han­de­ne bes­se­re Opti­on ent­schie­den und die sen­sa­tio­nel­le Trash­pop-Wucht­brum­me Era Rusi zur Köni­gin gekrönt hät­te. Damit brauch­te man jedoch auf­grund der Grei­sen­haf­tig­keit die­ser Insti­tu­ti­on ohne­hin nicht rech­nen. Era, die ihre dral­len Run­dun­gen in gol­de­ne Schrumpf­fo­lie press­te, prä­sen­tier­te mit ‘Zjar­ri im’ eine rund­her­aus camp­t­as­ti­sche Uptem­po­num­mer, unter­stützt eben­falls von (hier aller­dings gemischt­ge­schlecht­li­chen) Tänzer:innen. War­um die­se anstel­le eines Mund-Nasen-Schut­zes Augen­mas­ken tru­gen, bleibt aller­dings ihr Geheim­nis und sen­det in die­sen Zei­ten das fal­sche Signal. Visu­el­ler Höhe­punkt von Eras Per­for­mance: die Stel­le, an wel­cher sie mit ihrem beein­dru­ckend lan­gen Haar­zopf im peit­schen­den Takt des Songs auf die mit Gold­pu­der bestäub­te Trom­mel ein­drosch. Gro­ßes Kino! Den­noch reich­te es für Frau Rusi unfass­ba­rer Wei­se noch nicht mal für eine Plat­zie­rung unter den im Live-Teil des FiK-Fina­les ver­kün­de­ten Top Drei. Schande!

Lie­ber Mirud: nächs­tes Jahr bit­te wie­der­kom­men, mit einem ähn­lich guten Song und etwas mehr Selbst­ver­trau­en. Grund genug dafür hast Du.

Wobei man sich fragt, was die Jury bei ihrer Wahl für den Sil­ber- und Bron­zerang rauch­te: sowohl die völ­lig nichts­sa­gen­de Bal­la­de ‘Kush je ti das­hu­ri’ der im schwar­zen Trau­er­flor ange­tre­te­nen Fes­ti­na Mej­zi­ni als auch das grau­en­haf­te Eröff­nungs­lied des Fina­les, ‘Kam me t’ba me kajt’, dar­ge­bo­ten von einem chau­vi­nis­ti­schen Unsym­pa­then namens Sar­di Stru­gaj, der sei­ne Zeit auf einem Käfig ste­hend ver­brach­te, in dem sei­ne bedau­erns­wer­te Freun­din ihrem schreck­li­chen Schick­sal harr­te, fie­len die in reich bestück­te Kate­go­rie “Bereits ver­ges­sen, wäh­rend das Lied noch läuft”. Hin­ter den Erwar­tun­gen zurück blieb lei­der der hel­den­haft offen schwu­le Koso­vo-Alba­ner Mirud. Um des­sen Gen­der­gren­zen negie­ren­de Gar­de­ro­ben­wahl gab es rund um das FiK ziem­li­che Auf­re­gung, Mirud habe nach eige­nen Anga­ben aus­ge­rech­net aus der Gay-Com­mu­ni­ty nicht nur Kri­tik, son­dern gar Mord­dro­hun­gen erhal­ten, was einen nun wirk­lich mit vor ungläu­bi­gem Stau­nen offe­nem Mund daste­hen lässt. Ähn­lich übri­gens wie Mirud bei sei­nen Auf­trit­ten selbst, wo ihn das Memo­rie­ren sei­ner tap­si­gen Tanz­schrit­te zu den beat­be­ton­ten Parts sei­nes okay­en Bal­kan-Bal­la­den-Dance-Pop-Amal­gans ‘Nëse vdes’ (‘Wenn ich ster­be’) so in Beschlag nahm, dass er vor lau­ter Kon­zen­tra­ti­on ver­gaß, die Fut­ter­lu­ke zu schlie­ßen. Das wirk­te ein wenig unbe­hol­fen, und auch wenn er im FiK-Fina­le eine deut­lich grö­ße­re Selbst­si­cher­heit demons­trier­te als noch am ers­ten Abend, so konn­te er doch eine gewis­se ner­vö­se Kame­ra­scheue nicht voll­stän­dig ablegen.

Ein miss­glück­tes Face­lif­ting oder Ergeb­nis des Ver­suchs, sich in der Ach­ter­bahn den Lid­strich nach­zu­zie­hen? Kas­tros Anblick irritierte.

Erstaun­li­cher­wei­se, denn mit sei­nen Out­fits bewies er nun wirk­lich Mut: im Fina­le trug er ein pink­far­be­nes Bolero­jäck­chen zu nack­tem Ober­kör­per und einer knall­ro­ten, haut­engen Hose mit geschwun­ge­nen Sei­ten­strei­fen. Die ihn aller­dings unglück­li­cher­wei­se vor allem beim Hüf­t­en­wa­ckeln aus­se­hen lie­ßen, als habe er einen Arsch wie ein Braue­rei­pferd, obwohl dies gar nicht der Fall ist. Auch die Gesichts­be­ma­lung wür­de ich viel­leicht über­den­ken. Das gilt glei­cher­ma­ßen für den Rocker Kas­tro Zizo. Zwar unter­ließ er beim FiK wenigs­tens das Black­fa­cing, das ihn im Rah­men eines ande­ren Gigs vor eini­ger Zeit bereits zu Recht in die Kri­tik brach­te. Dafür aber zeich­ne­te er sich ver­ti­ka­le Lini­en ins voll­bär­ti­ge Ant­litz, die wohl irgend­wie mar­tia­lisch wir­ken soll­ten, tat­säch­lich jedoch eher den Ein­druck erweck­ten, er sei mit einer reni­ten­ten Haus­kat­ze anein­an­der gera­ten. Sei­ne rocki­ge Sprech­ge­sangs­num­mer ‘Vall­ja e jetës’ erwies sich hin­ge­gen als erstaun­lich gusta­ti­ons­fä­hig. Berüh­rend der Auf­tritt der erst 23jährigen ehe­ma­li­gen X‑Factor-Teil­neh­me­rin Xhe­s­ika Polo, die sich mit ihrer sehr per­sön­li­chen, ver­ständ­li­cher­wei­se tief­trau­ri­gen Fes­ti­val­bal­la­de ‘Më mbron’ (‘Du beschützt mich’) von ihrer in die­sem Jahr ver­stor­be­nen Mut­ter ver­ab­schie­de­te. Auch der deut­lich lebens­äl­te­re Hut­trä­ger Vik­tor Tahi­raj, der ein biss­chen aus­sah wie Ser­hat nach der Che­mo­the­ra­pie, sang eine Ode an (sei­ne?) ‘Nënë’ und schick­te ihr, wie Xhe­s­ika, nach dem Ver­klin­gen des letz­ten Tons einen stum­men Gruß Rich­tung Himmel.

Erst, wenn man den Hin­ter­grund kennt, packt einen die­se sehr per­sön­li­che Bal­la­de von Jes­si­ca Polo.

Span­nend mit­zu­ver­fol­gen die unter­schied­li­che Umge­hens­wei­se der 18 Finalist:innen mit der Käl­te. Eini­ge Künstler:innen, wie bei­spiels­wei­se die stimm­star­ke Kame­la Islamaj, hüll­ten sich in wär­men­des Strick­werk und klo­bi­ge Win­ter­stie­fel, ande­re, wie die gelb­ge­wan­de­te Blon­di­ne Evi Reçi, die ihr Dekol­le­té sogar bis knapp auf Nip­pel­hö­he tie­fer leg­te, trotz­ten dem Frost und gaben der Show den Vor­zug. Zu wel­cher in Evis Fall zwei sehr lose mit neon­gel­ber Schnur gefes­sel­te Tän­zer gehör­ten, die in unglaub­wür­di­ger Wei­se den­noch die vol­le Zeit brauch­ten, sich zu befrei­en. Eben­falls unemp­find­lich gegen­über den Außen­tem­pe­ra­tu­ren zeig­te sich das vom alba­ni­schen Sen­der neben dem noch immer hei­ra­te-mich-sofort-nied­li­chen Eugent Bush­pe­pa als Pau­se­nact gebuch­te, bis­lang weit­hin unbe­kann­te aus­tra­li­sche Rock-Quar­tett Mixed-up Every­thing. Die vier mini­pli-lang­haa­ri­gen, in Shorts (!) und ohne Shirts (!) auf­tre­ten­den Her­ren erzähl­ten im Ein­lei­tungs­ge­spräch, dass sie nach einer aus­ge­dehn­ten Som­mer­tour im land­schaft­lich reiz­vol­len Land der Ski­pe­ta­ren in Fol­ge der coro­nabe­ding­ten Rei­se­be­schrän­kun­gen nun vor­erst dort gestran­det sei­en. Das hat sich in die­sem Fall gelohnt, wür­de ich sagen! Bizar­r­er­wei­se ent­bo­ten die Aus­tra­li­er dann den deut­schen Mau­er­fall-Klas­si­ker ‘Wind of Chan­ge’ von den Scor­pi­ons. Und weil der Euro­vi­si­on Song Con­test und in Fol­ge das Fes­ti­va­li i Kën­gës eben auch zuschau­en­de Fans aus Down Under hat, fand sich die­ser Auf­tritt nur weni­ge Minu­ten spä­ter bereits in ihrer Wiki­pe­dia-Bio ver­ewigt. Die wun­der­sa­men Wege des World Wide Web!

Man könn­te fast glau­ben, Evis Gefan­ge­ne wol­len gar nicht flie­hen, so halb­her­zig, wie sie sich von ihren Fes­seln befreien.

Vor­ent­scheid AL 2021

Fes­ti­va­li i Kën­gës 59. Mitt­woch, 23. Dezem­ber 2020, vom Ita­lie­ni­schen Platz vor dem Kon­gress­pa­last in Tira­na, Alba­ni­en. 18 Teilnehmer:innen. Mode­ra­ti­on: Blen­di Salaj und Joni­da Vokshi.
#Inter­pre­tenSong­ti­telJuryPlatz
01Sar­di StrugajKam me t’ba me kajt03
02Xhe­s­ika PoloMë mbron
03Orge­sa ZaimiValixh­ja e kujtimeve
04Wen­di MancakuVesi i shpir­ti tim
05Era RusiZjar­ri im
06Gje­rgj KaçinariMë jep jetë
07Rose­la GjylbeguVashë­zo
08Devis Xhe­ra­huPeng
09MirudNëse vdes
10Giglio­la HaverikuE lirë
11Vik­tor TahirajNënë
12Kame­la IslamajKuj­ti­met s’kanë formë
13Flo­rent AbrashiVaj­zë
14Inis Nezi­riPen­desë
15Evi ReçiTjerr
16Anx­he­la PeristeriKar­ma01
17Fes­ti­na MejziniKush je ti dashuri02
18Kas­tro ZizoVall­ja e jetës

5 Comments

  • ESClucas98 -

    Kann mich da nur anschlie­ßen. In Tira­na wur­de ges­tern eine gute Wahl getrof­fen. Eine star­ke Stim­me, eine tol­le Mischung aus Bal­la­de und Tanz­mu­sik und ganz wich­tig: Eth­no­ele­men­te! Bit­te auf Alba­nisch bleiben!

  • Nicht gar so viel Neu­es vom Bal­kan. Wobei die ers­ten 15 Sekun­den eigent­lich viel ver­spre­chend waren. Wei­ter ging’s dann zwar nicht schlecht, doch auch nicht wirk­lich inter­es­sant. Kann trotz­dem ins Fina­le kom­men (chan­cen­los sehe ich es also nicht), muss man sehen, was die ande­ren ablie­fern. Die Sai­son ist ja noch superfrisch.
    Plus­punk­te gibt’s auf jeden Fall für die tan­zen­den Derw.…Bademeister und Anx­helas üppig bepflanz­ten Balkon.

  • Guten Spät­abend aus Offenbach !

    Ich schlie­ße mich wei­test­ge­hend den bis­he­ri­gen Kom­men­ta­ren an. Akzep­ta­ble Ent­schei­dung der Shki­pe­ta­ren, mehr war bei die­ser doch sehr anti­quier­ten Jury nicht drin und die Fan­fa­vo­ri­tin Iriz fand ich lei­der ziem­lich langweilig.

    Klar, “Kar­ma” ist übli­ches Strick­mus­ter, das auch schon 2005 beim ESC prä­sen­tiert hät­te wer­den kön­nen. Aber sol­che Art Songs sind mir meis­tens will­kom­men – etwa im Ver­gleich zu diver­sen Pro­duk­tio­nen über­wie­gend schwe­di­scher Herkunft.….

    Es gibt bereits die offi­zi­el­le Bestä­ti­gung, daß Anx­he­la (beim Auf­tritt dann 35 Jah­re) in Rot­ter­dam in Alba­nisch sin­gen wird. Auch an der Per­for­mance muß man mei­nes Erach­tens gar nicht mehr so viel ändern, das paßt schon ganz gut. Natür­lich viel Kitsch, aber sehr pro­fe­sio­nell dargeboten.

    Ich wer­te mal mit 6 von 10 Punk­ten für Albanien.

  • Grund­sätz­lich für mich ein begrü­ßens­wer­ter Sieg. Aller­dings habe ich die­ses Jahr sehr das Orches­ter ver­misst. Und die Jury war mit Sicher­heit gekauft. Ich kann mir die zwei­te und drit­te Plat­zie­rung ein­fach nicht erklä­ren. Und dass Era Rusi aus­ge­rech­net auf dem letz­ten Platz gelan­det sein soll, ist völ­lig unsinnig.

  • Sehr erwach­se­ne, tra­gi­sche Herz­schmerz-Bal­la­de mit tol­lem Balkan-Flair.
    Titel, Text und Musik sind sehr reflek­tiert und durchdacht.
    Und Anx­he­la ist genau die Rich­ti­ge, um sie über­zeu­gend auf die Büh­ne zu bringen.
    Das kommt bestimmt ins Finale.
    Dan­ke Albanien!
    Und Eri Rusi kann bit­te jedes Jahr das FiK mit Ihrer gute-Lau­ne-Power auf­mi­schen, Sie war letz­tes Jahr schon eine Wucht.

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