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Esthe­tic, ecle­tic, dialec­tic: Mon­te­ne­gro kehrt zurück!

Esthe­tic, ecle­tic, dialec­tic: Mon­te­ne­gro kehrt zurück!

Politisch gab die einwohnerschwächste Nation Exjugoslawiens zuletzt durch religiös-nationalistisch befeuerte Tumulte im Zusammenhang mit der Amtseinführung des neuen Oberhauptes der Serbisch-orthodoxen Kirche Anlass zur Sorge, gerade auch im Hinblick auf eine zu befürchtenden Abwendung von Europa. Da kommt die heute verkündete Nachricht, dass die Schwarzgebirgler nach zwei Jahren Eurovisionspause 2022 wieder mitstreiten wollen beim europäischen Wettsingen, gerade Recht. Zumal uns das erst seit 2007 unabhängige Montenegro bei seinen bislang elf Eurovisionsteilnahmen sehr viel Schönes bescherte, seien es herrlich schmachtende, klassische Balkanballaden wie 'Moj Svijet' (2014), 'Adio' (2015) oder 'Inje' (2018), campen Disco-Trash wie 'Just get out of my Life' (2009)…
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Auf einen Espres­so mit Gigi: der Song Con­test 2022 fin­det in Turin statt

Auf einen Espres­so mit Gigi: der Song Con­test 2022 fin­det in Turin statt

Der nächste Eurovision Song Contest wird am 10., 12. und 14. Mai 2022 im olympischen Eisstadion zu Turin stattfinden, wie die EBU heute offiziell verkündete. Damit setzte sich die norditalienische Metropole, Heimat des Autobauers Fiat, des Espresso-Herstellers Lavazzo und der Italo-Dance-Größe Gigi d'Agostino sowie lustigerweise Partnerstadt des letztjährigen Austragungsortes Rotterdam, erwartungsgemäß durch gegen ursprünglich 16 weitere Bewerbergemeinden, von denen am Ende fünf in die engere Wahl durch die Rai und die EBU kamen. Letztlich überzeugte die 800.000 Einwohner:innen beherbergende Großstadt mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung des Landes jedoch nicht nur aufgrund ihrer reichen kulturellen Historie als Geburtsstätte des italienischen Films und…
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Euro­vi­si­on 2022: schwe­di­sches Chor­stim­men-Modell bleibt

Euro­vi­si­on 2022: schwe­di­sches Chor­stim­men-Modell bleibt

Die Eurovisionssaison 2022 beginnt mit einer so erwartbaren wie ärgerlichen Meldung: die im Vorjahr vonseiten der EBU "vorläufig" eingeführte Regelung, welche den Einsatz von vorab aufgezeichneten Hintergrundstimmen beim Eurovision Song Contest erlaubt, findet sich auch in den Regeln für den kommenden Wettbewerb wieder. Dies berichtet Eurovoix heute unter Berufung auf den isländischen Sender RÚV. Das beim schwedischen Melodifestivalen schon länger im Einsatz befindliche Modell soll es den teilnehmenden Künstler:innen ermöglichen, ihre Songs "so originalgetreu wie möglich zu präsentieren," wie der verantwortliche Showproduzent Martin Österdahl im Sommer 2020 anlässlich dessen Einführung sagte. Ein schöner Euphemismus dafür, schwache Gesangsleistungen gnädig mit aufgepimpten…
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Spa­ni­scher Pri­vat­sen­der kapert die Vorentscheidungssaison

Spa­ni­scher Pri­vat­sen­der kapert die Vorentscheidungssaison

Hardcore-Grand-Prix-Fans wissen es schon längst: so großartig das Finale und die beiden Semis des Eurovision Song Contest auch sein mögen - das wahre Vergnügen liegt in den nationalen Vorentscheiden! Hier tummeln sich noch die richtig durchgedrehten Beiträge, finden die wahren Abstimmungsdramen statt, lassen sich die Juror:innen praktisch noch direkt bei der Bestechlichkeit zuschauen und manifestieren sich die Mentalitätsunterschiede der europäischen Nationen in der Präsentation ihrer möglichen Eurovisionseinreichungen und der darum gestrickten Shows. Wer einmal dem hypnotischen Sog des fünftägigen San-Remo-Festivals oder der beständig zwischen Höhenrausch und Höllenqual changierenden O Melodi pentru Europa verfiel, weiß, wovon ich rede! Nun setzt sich…
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Bye, bye Bela­rus: EBU-Mit­glied­schaft ist suspendiert

Bye, bye Bela­rus: EBU-Mit­glied­schaft ist suspendiert

Die Disqualifikation des umstrittenen weißrussischen Eurovisionsbeitrags 2021 deutete bereits in die Richtung, und die Ausstrahlung eines mit hoher Wahrscheinlichkeit unter Folter zustande gekommenen Propaganda-Interviews mit dem durch Lukaschenkos Schergen aus einem zwangsgelandeten Ryanair-Flug entführten oppositionellen Blogger Roman Protasevitch auf einem Nachrichtenkanal des Staatssenders BTRC Anfang Juni 2021 brachte dann das Fass zum Überlaufen: mit Wirkung zum 1. Juli 2021 hat die EBU den belarussischen Sender von der Mitgliedschaft in der europäischen Rundfunkunion ausgeschlossen. Damit kann das Land auch nicht mehr am Eurovision Song Contest teilnehmen. Als Grund gaben die Genfer an, dass spätestens seit den massiv gefälschten letzten Präsidentschaftswahlen in…
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Geld stinkt nicht: Kir­ko­rov-Kor­rup­ti­on bleibt ohne Konsequenzen

Geld stinkt nicht: Kir­ko­rov-Kor­rup­ti­on bleibt ohne Konsequenzen

Die EBU sieht anscheinend keine Notwendigkeit, das mehr als fischige Ergebnis des moldawischen Eurovisionsbeitrags 'Sugar' im zweiten Semifinale zu untersuchen, wie Eurovoix heute meldete. Für die bettelarme Balkannation ging in diesem Jahr bekanntlich die vom Sender TRM intern nominierte Sängerin Natalia Gordienco an den Start, nach dem diese bereits 2020 den hochklassig besetzten nationalen Vorentscheid O Melodie pentru Europa mit einer sterbensöden Ballade aus der Produktionswerkstatt des bulgarisch-russischen Grand-Prix-Komponisten Phillip Kirkorov gewinnen konnte. Auch dies geschah bereits unter merkwürdigen Umständen, konnte das gräusliche 'Prison' damals im heimischen Televoting mit etwas über 3.000 Anrufen knapp doppelt so viele Calls erzielen wie…
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ESC-Fina­le 2021: Fünf ist Trümpf

ESC-Fina­le 2021: Fünf ist Trümpf

Für alles trägt Natalia Gordienco die Verantwortung. 2006, als die moldawische Sängerin mit ukrainischen Wurzeln das erste Mal am Eurovision Song Contest teilnahm, damals gemeinsam mit dem Ex-O-Zone-Mitglied Arsenium, gewannen, die Älteren erinnern sich vielleicht noch, die gestern als Stargäste im Pausenprogramm performenden Monsterrocker Lordi den europäischen Wettbewerb und erschütterten damit die Grundfesten des ehemaligen Chansonfestivals. Inklusive der bis dahin als unabänderlich geltenden Gewissheiten, dass für Hardrock kein Platz sei beim jährlichen Schlagerwettstreit und dass die Finnen nie gewinnen. Dieses Jahr ging Frau Gordienko erneut an den Start (über die unrühmliche Rolle ihres künstlerischen Strippenziehers Phillip Kirkorov bei mutmaßlichen Ergebnismanipulationen…
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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2021: When you know the Lips to sync

Zwei­tes Semi­fi­na­le 2021: When you know the Lips to sync

Wenn wir aus der gestrigen zweiten Qualifikationsrunde für den Eurovision Song Contest 2021 eine einzige zentrale Erkenntnis ableiten können, dann die, was für eine von Anfang an hirnrissige Idee der EBU es doch war, erstmalig in der Grand-Prix-Geschichte das Teilplayback zuzulassen, also Chorstimmen vom Band. Vonseiten der Schweden, die das beim Melodifestivalen schon seit geraumer Zeit praktizieren, seit Jahren beharrlich gepusht, musste nun Corona und die Möglichkeit für die Delegationen, die Anzahl der Personen auf der Bühne und damit das Ansteckungsrisiko zu verringern, als langersehnte Ausrede herhalten, diesen Unfug "probeweise" auch beim europäischen Wettbewerb durchzusetzen. Gerade am gestrigen, musikalisch im…
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Ers­tes Semi­fi­na­le 2021: Wir sind gekom­men, uns zu beschweren

Ers­tes Semi­fi­na­le 2021: Wir sind gekom­men, uns zu beschweren

"Was hat mir das gefehlt!" war gestern Abend einer der meistgelesenen Sätze auf Twitter unter dem Hashtag #Eurovision, neben "Toll, dass man Peter Urban wieder aufgetaut hat". Nach einem Jahr Zwangspause legte das ausrichtende niederländische Fernsehen am Dienstag mit dem ersten Semifinale eine absolut glänzende Show hin, die alles aufbot, was wir am Eurovision Song Contest so lieben: eine fantastische Bühne, tolle Bildeffekte, super gestaltete Postkarten, ein kleines bisschen herzerwärmende Grand-Prix-Nostalgie mit ehemaligen Gewinner:innen im Rahmenprogramm, ein knallbuntes Starterfeld und sogar - wenn auch seuchenbedingt deutlich reduziert - echtes, live jubelndes Publikum in der Rotterdamer Ahoy-Arena. Wer sich noch an…
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Social­ly distant Euro­vi­si­on: bloß kei­ne alten Laborratten!

Social­ly distant Euro­vi­si­on: bloß kei­ne alten Laborratten!

Wie Eurofire gestern vermeldete, werden die über Siebzigjährigen von der geplanten Coronaparty in Rotterdam ausgeschlossen: nachdem die EBU weiterhin daran festhält, den diesjährigen Eurovision Song Contest vor einer auf 3.500 Personen reduzierten Zuschauermenge stattfinden zu lassen, erhielten Grand-Prix-Fans oberhalb dieser Altersgrenze, die für 2020 bereits Tickets erworben hatten, die Mitteilung, dass sie leider draußen bleiben müssen. Jüngere Vorjahres-Karteninhaber:innen dürfen sich hingegen weiterhin um eine Eintrittskarte für die Ahoy-Arena bewerben und sich damit freiwillig als Testkaninchen für die mit Genehmigung der niederländischen Regierung als "Feldlabor" euphemisierte Testanordnung zur Verfügung stellen, wie viele Menschen sich bei einem solchen Superspreader-Event in einer geschlossenen…
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Songs für Rot­ter­dam 2021: Mut­ter, die Frau mit dem Koks ist da

Songs für Rot­ter­dam 2021: Mut­ter, die Frau mit dem Koks ist da

Fast sechs Wochen liegen nun seit dem letztem Eintrag auf diesem Blog zurück, und so möchte ich mich zunächst einmal bei allen meinen Leser:innen für die lange Funkstille entschuldigen und vor allem dafür, nicht auf die besorgten Nachfragen (die ich erst jetzt las, sorry!) reagiert zu haben. Zunächst einmal: es geht mir soweit gut, bislang hat mich das Virus noch nicht erwischt. Allerdings: mental ging die uns wohl alle zunehmend belastende Situation des halbherzigen und damit ineffektiven Endlos-"Lockdown"s und des katastrophalen Staatsversagens im Umgang mit dieser Pandemie nicht spurlos an mir vorüber. Und so konnte die ohnehin jedes Jahr drohende…
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Island 2021: Keeps get­ting better

Island 2021: Keeps get­ting better

Uff, was fällt mir gerade ein zentnerschwerer Stein vom Herzen! Seit der Direktnominierung meines isländischen Lieblingspopstars, letztjährigen Siegers des Söngvakeppnin und heißen Favoriten auf den Eurovisionssieg 2020, Daði Freyr, für 2021 verfolgte mich die Angst, dass mir sein neuer Beitrag weniger gut gefallen könnte als sein damaliger Geniestreich 'Think about Things'. Heute Abend stellte der Sender RÚV den Nachfolgetitel '10 Years' zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt der gesamten Vorentscheidungssaison vor, nämlich parallel zum Finale des schwedischen Melodifestivalen. Was meinen hysterischen Verdacht nährte, RÚV wolle den Beitrag womöglich absichtlich verstecken. Die Videopremiere begann sogleich mit einer Schrecksekunde in Form eines Rudels schwelgerischen…
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Melo­di­fes­ti­va­len 2021: Schwe­den schickt die Tusse!

Melo­di­fes­ti­va­len 2021: Schwe­den schickt die Tusse!

Zwanzig Jahre lang leitete Christer Björkman das Melodifestivalen und machte in dieser Zeit aus dem schwedischen Auswahlverfahren eine Versuchsküche für das internationale Eurovisionsfinale sowie das sowohl innerhalb als außerhalb des Landes meistbeachtete Event der Vorentscheidungssaison. Und das, obwohl die dort präsentierten Beiträge gerade in den letzten Jahren diesen Status nicht immer rechtfertigten. Heute gab er seine Abschiedsvorstellung in dieser Rolle und führte gemeinsam mit dem weiterhin einfach unglaublich attraktiven Måns Zelmerlöw durch den wie immer unterhaltsamen Abend. Überschattet von dem absolut unverzeihlichen Verlust der beiden herrlichen steinalten Schlagerschachteln Ewa Roos und Eva Rydberg in der Andra Chansen am vergangenen Samstag,…
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Lett­land 2021: Besuch von Tan­te Tīna

Lett­land 2021: Besuch von Tan­te Tīna

So naheliegend und gerecht sie auf den ersten Blick vielleicht erscheinen mochte: die Idee, die 2020 bereits ausgewählten Interpret:innen für den dann seuchenbedingt gecancelten Eurovision Song Contest dieses Jahr einfach noch mal zu nominieren, sie war keine gute. Für Lettland präsentiert uns Samanta Tīna, die dort vor Jahresfrist nach gefühlt 700 Vorentscheidungsteilnahmen mit 'Still breathing' endlich die Supernova gewann und diesmal direkt ran durfte, die feministische Hymne 'The Moon is rising'. In dem natürlich von Aminata Savadogo mitkomponierten, aggressiven Elektro-Banger schreit uns die gebürtige Litauerin mit der Lautstärke einer amerikanischen Touristin im bayerischen Brezelladen ins Gesicht, dass sie die "Königin…
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Polen 2021: Are you taking the PiS?

Polen 2021: Are you taking the PiS?

Der frühere Wrestler, Sänger und TV-Moderator Rafał Brzozowski wird Polen beim Eurovision Song Contest 2021 mit dem Titel 'The Ride' vertreten. Das gab der Sender TVP heute Morgen bekannt. Der 39jährige ist ausgebildeter Sportlehrer, aufgrund einer Wirbelsäulenverletzung musste er seine Karriere als Wrestler beenden. Er moderiert mehrere Shows im polnischen Fernsehen, beim Junior-ESC 2020 fungierte er als einer der Gastgeber. 2017 nahm er mit der musikalisch erbärmlichen und textlich umstrittenen Ballade 'Sky over Europe' an der Krajowe Eliminacje teil, wo er Zweiter wurde. Sein aktueller, aus schwedischer Fließbandfertigung stammender Beitrag geht in die entgegengesetzte, uptemporäre Richtung und kommt im gefälligen…
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Songs für Rot­ter­dam 2021: nach der Uptem­po-Ebbe folgt die Balladenflut

Songs für Rot­ter­dam 2021: nach der Uptem­po-Ebbe folgt die Balladenflut

Es ist wieder diese Zeit des Jahres: im halben Dutzend veröffentlichen die Länder mit bereits intern ausgewählten bzw. vom Vorjahr übrig gebliebenen Interpret:innen gerade ihre Lieder für Rotterdam. Blinzelt man nur ein einziges Mal, kommt man nicht mehr hinterher. Daher hier am Stück die in den letzten Tagen aufgelaufenen Songs. Der erste im Reigen soll der Nordmazedonier Vasil Garvanliev sein. Der bereits für 2020 gesetzte, in den USA aufgewachsene Künstler nahm die Inspiration für seinen selbstgeschriebenen aktuellen Beitrag 'Here I stand' direkt aus der Corona-Krise und der daraus erfolgten Absage des Song Contests im letzten Jahr, wie er uns selbst…
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EBU-Dro­hung an Bela­rus: neu­er Song oder Disqualifikation

EBU-Dro­hung an Bela­rus: neu­er Song oder Disqualifikation

Am heutigen Nachmittag veröffentlichte die EBU eine Stellungnahme, nach welcher der ausgewählte belarussische Beitrag 'Ya Nauchu Tebya' ('Ich lehre dich') der Band Galasy ZMesta nicht zum Wettbewerb zugelassen werde. Nach gründlicher Überprüfung des Liedtextes, der vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Geschehnisse in der ehemaligen Sowjetrepublik nur als Verspottung der Oppositionsbewegung gegen den diktatorisch agierenden Machthaber Lukaschenko verstanden werden kann, sei man zu dem "Ergebnis gekommen, dass der Song die unpolitische Natur des Contests in Frage stellt". Zudem bürgen die aktuellen öffentlichen Reaktionen - es gibt bereits Kampagnen führender Fanseiten gegen den Beitrag - "das Risiko, den Ruf des ESC…
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Bela­rus 2021: I’ll teach the World

Bela­rus 2021: I’ll teach the World

Wie die Titelmusik zur weißrussischen Version der Sendung mit Maus, so klingt der heute vorgestellte belarussische Eurovisionsbeitrag 2021. Das offizielle Video zeigt einen Haufen mittelalter weißer Männer und eine einsame jüngere Schellenkranz-Schüttlerin, die in einem nachgebauten Wohnzimmer auf dem Sofa sitzen und eine handgeklampfte, hauptsächlich aus dem Refrain bestehende Lagerfeuerhymne intonieren. In Landessprache, und eurovision.de zufolge übersetzt sich der Songtitel 'Ya nauchu tebya' mit 'Ich bringe dir bei', was zur Kinderliedhaftigkeit der Musik passt. Soweit auf den ersten Blick alles harmlos. Intern bestimmte der Staatssender BTRC die "aus Musikern und Komikern" bestehende Band Galasy ZMesta; die für ihre notorischen "Spasiba"-Auditionen…
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Dansk Melo­di Grand Prix 2021: Wie du mich, so ich dich

Dansk Melo­di Grand Prix 2021: Wie du mich, so ich dich

Noch nachzuliefern gilt es das Ergebnis des dänischen Grand-Prix-Vorentscheids DMGP vom vergangenen Supersamstag. Dort kam es im Vorfeld zu unschönen öffentlichen Auseinandersetzungen um die erneute Teilnahme der Vorjahressieger:innen Ben & Tan. Die verzichteten nach der Entscheidung des Senders Dansk Radio, die Beiden nicht direkt zu nominieren, sondern in diesem Jahr wieder einen offenen Melodi Grand Prix abzuhalten, zunächst von sich aus auf eine erneute Teilnahme, revidierten diese Entscheidung jedoch später, als sie mit ihrer Nachfolgesingle beim schwedischen Melodifestivalen abgeblitzt waren. Nun wollte sie jedoch auch ihr Heimatsender nicht mehr, und führt man sich das Ergebnis des Eesti Laul 2021 vor…
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Rus­si­scher Vor­ent­scheid 2021: Isn’t it ironic?

Rus­si­scher Vor­ent­scheid 2021: Isn’t it ironic?

'Russkaja Zhenshhina' ('Russische Frauen') heißt der passend am und zum Internationalen Tag der Frau ausgewählte Song, mit dem die Föderation in Rotterdam ins Rennen geht. Vorangegangen war, wie für das Land üblich, mal wieder eine lange Phase des Schweigens und der Spekulationen, vor allem um die Frage, ob die aktuell wohl bekannteste russische Band der Welt, die letztes Jahr intern bestimmten Little Big, nochmal geschickt würden oder nicht. Selbst bis knapp vor Sendebeginn der sehr kurzfristig am heutigen Abend ins Programm des Ersten Kanals eingeschobenen Nationalen Vorentscheidung ließ der Sender die begierig wartende internationale Fangemeinde im Unklaren, ob das Quartett,…
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Eesti Laul 2021: Der dop­pel­te Koit

Eesti Laul 2021: Der dop­pel­te Koit

Warum es vielleicht nicht die beste Idee ist, im Jahr 1 nach dem seuchenbedingt ausgefallenen Eurovision Song Contest zwar eine pro forma offene nationale Vorentscheidung zu veranstalten, dazu aber auch den Vorjahressieger einzuladen, belegt das (erwartbare) Ergebnis der Eesti Laul-Finales vom vergangenen Samstag. Der schon 2020 aus unerfindlichen Gründen vom heimischen Publikum ausgewählte schleimige Schönling Uku Suviste setzte sich nämlich auch dieses Mal in beiden Abstimmungsrunden des estnischen Auswahlverfahrens durch und kann sich nun zu Recht 'The lucky One' nennen. Dabei gab sich die neunköpfige internationale Jury extra Mühe und verfrachtete ihn auf den achten Platz in ihrem Ranking. Dank…
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San Mari­no 2021: Nimm das, Samira!

San Mari­no 2021: Nimm das, Samira!

Na, jetzt haut der Winzstaat aber auf die Kacke! Wohl immer noch angesäuert, dass man sich letztes Jahr den wunderbar trashigen Nuttenpop-Banger 'Cleopatrrrrra' von Aserbaidschan wegkaufen lassen musste, baute das Team San Marino diesmal vor: 'Adrrrrrenalina', der heute veröffentlichte Beitrag der bereits letztes Jahr intern bestimmten und auch für 2021 erneut gesetzten Senhit, klingt nicht nur wie ein Eins-zu-Eins-Nachbau eben jenes Songs, sondern bietet bereits im Titel die von unserer rührigen Discoqueen fleißig genutzte Möglichkeit, das R ebenso schön hart zu rollen wie ihre Konkurrentin aus dem Land des Feuers. Um für die Publicity noch eins draufzusetzen, kaufte man sogar…
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Fes­ti­val da Can­ção 2021: May­be not tonight

Fes­ti­val da Can­ção 2021: May­be not tonight

Mit einem Dissens zwischen Jury und Zuschauer:innen endete gestern Nacht mal wieder das traditionsreiche portugiesische Festival da Canção. Während die Televoter:innen mit Neevs 'Dancing in the Stars' eine so augenfällige wie musikalisch schwächliche Eins-zu-Eins-Kopie von Duncan Laurences Klavierballade 'Arcade' nach Rotterdam entsenden wollten, wohl in der stillen Hoffnung, Europa glauben machen zu können, 2021 sei noch 2019 und es werde schon niemandem auffallen, optierten die regionalen Jurys für die Castingshowteilnehmerin Carolina Deslandes und ihre so todtraurige wie triste Ballade einer vor dem (imaginären) Altar stehengelassenen Frau, 'Por um Triz' ('Beinahe'). Die in schwarzweiß gefilmte und passend zum Thema ihres Liedes…
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San-Remo-Fes­ti­val 2021: Anders als sie

San-Remo-Fes­ti­val 2021: Anders als sie

Fünf lange Abende hintereinander immer wieder dieselben Canzoni, jedes Mal bis tief in die Nacht hinein, spektakuläre Abendrobe und Auftritte, stundenlange Comedy- und Talkshoweinlagen, adorable alte Diven und hinreißend schöne junge Rapper, gefühlt zehntausend Werbeunterbrechungen und ein absolut bizarres Wertungsverfahren: man muss das San-Remo-Festival wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde lang genießen, um es in all seiner absolut maßlosen, glamourösen, schrecklichen Schönheit richtig wertschätzen zu können! Was auch für die 26 Wettbewerbsbeiträge gilt: spätestens am Finalabend, bei der dritten Wiederholung, hatte man sie sich alle schöngehört und spielte es schon fast keine Rolle mehr, wer nun das traditionsreiche…
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Aus­tra­li­en 2021: Every­thing is frustrating

Aus­tra­li­en 2021: Every­thing is frustrating

Zum Kreis der letztjährigen Vorentscheidungsgewinner:innen, die vom Sender als Entschädigung für den ausgefallenen Eurovision Song Contest für 2021 fix gesetzt wurden, zählt auch die Australierin Montaigne. Die präsentierte ihr neues Lied für Rotterdam nun gestern Abend (heute Früh nach deutscher Zeit) beim Mardi Gras, dem CSD Sydneys, erstmalig live. Das Positive: sie ließ die schlimme Clownsschminke und das Kragenechsen-Kostüme von Australia Decides 2020 weg und präsentierte sich mit raspelkurzen roten Haaren und flankiert von zwei Synchrontänzerinnen optisch schon mal deutlich ansprechender. Das Negative: in den höheren Stimmlagen ihres nach vorne gehenden Elektro-Pop-Songs 'Technicolour' überschritt sie, anders als in der Studiofassung,…
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