2011

Bas­tar­di! (IT 2011)

Die Italiener sind und bleiben versnobte Kulturegoisten, die auf das restliche Europa spucken. Anders ist die beim San Remo Festival Mitte Februar verkündete Entscheidung der RAI-Jury, einen Newcomer mit einem Jazz-Song zum "Eurosong" zu schicken und die guten Beiträge für sich zu behalten, nicht zu interpretieren. Zwischenzeitlich gibt es einen als "ESC-Version" bezeichneten italienisch-englischen Remix, der erneut Zeugnis darüber abgelegt, dass die romanischen Völker ein noch schlechteres Englisch sprechen als die Osteuropäer. Und das will schon was heißen. Der Song überschreitet allerdings immer noch die zulässigen drei Minuten. Vermutlich glauben die Italiener in ihrer Arroganz, auch hiermit durchzukommen... httpv://www.youtube.com/watch?v=bjJ-0Q6ZVUM Und…
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Hals- und Bein­bruch! (HR 2011)

Die in Aschaffenburg geborene und jederzeit für Hochzeiten und Betriebsfeste buchbare, ausgebildete Muscial-Sängerin Daria Kinzer gewann Anfang März in der kroatischen Dora den Wettstreit gegen den "Fat Bouncing Man" Jacques Houdek und wird das Land mit dem Disco-Stampfer 'Lahor' vertreten, allerdings in der englischen Fassung mit dem lustigen Titel 'Break a Leg'. Unter den drei zur Wahl stehenden Titeln der goldene Griff (wenn auch nur durch Jury-Schiebung ins Finale gekommen) - unter den zwei zur Verfügung stehenden Interpreten der Griff ins Klo. Egal: Hauptsache nicht noch eine Ballade! httpv://www.youtube.com/watch?v=rCCdqKkBODU Wird schon schief gehen! (mehr …)
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Dreams are ten a Pen­ny (HU 2011)

Das Gerücht existierte schon länger, nun bestätigte das ungarische Fernsehen die Sängerin Kati Wolf für Düsseldorf. Ihr 'Szelerem, miért múlsz' müsste im Eurovisionsmuseum ausgestellt werden: als leuchtendes Beispiel. Seht her, Völker Europas - so geht ein Eurovisionsbeitrag! Leider wird der Song für den Grand Prix als 'What about my Dreams' teilanglifiziert, was ihn ein wenig profaner klingen lässt. Aber gut - das chronisch pleite Land will sicherlich nicht gleich gewinnen... httpv://youtu.be/NbKNKfePCrs Gibt uns die Madonna: Kati Wolf
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And I’m com­ing now! (IL 2011)

So langsam glaube ich dann doch, dass die Demokratie ein Irrweg ist: nur dank des vereinten Votings einer Fachjury (40% Gewicht) und drei Laienjurys (OGAE Israel, eine Selektion sexy Soldaten und noch eine Gruppe mit je 4% Gewicht) konnte sich meine persönliche Eurovisionsheldin Dana International soeben bei der Kdam gegen den horriblen Publikumsgeschmack (48% Televoting) durchsetzen, die eine grausam exekutierte Jade-Ewen-Kopie vorzogen. Aber egal: meine liebste Diva reist nun nach Düsseldorf, mit der drolligen Discohymne 'Ding Dong' im Gepäck. Die Welt ist wieder schön! httpv://www.youtube.com/watch?v=JmBMQJlzTa4 It is making me high: Dana International (mehr …)
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No more Bole­ro (FR 2011)

Der "jüngste Tenor der Welt", der 21jährige Amaury Vassili, vertritt in Düsseldorf die Trikolore, wie das französische Fernsehen Anfang Februar offiziell bestätigte. Seinen Wettbewerbsbeitrag 'Sognu' ('Traum'), wie befürchtet ein grauenerregender Mix aus Bolero und Klassik-Pop-Sülze, singt er in korsischer Sprache. In den Internetforen trägt das Heintje-trifft-Andrea-Bocelli-Bübchen dementsprechend bereits den Beinamen "Queen of Corsica" oder "La Corsette". Hier gehen optischer und Hörgenuss Hand in Hand... würg! (mehr …)
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Wo bleibt eigent­lich die Revo­lu­ti­on? (PT 2011)

Eine portugiesische Folkrocktruppe, kostümiert als sozialistische Version der Village People™, wird das Land in Düsseldorf mit dem fröhlichen Arbeiterkampflied 'A Luta é Alegria' ('Der Kampf macht Freude') vertreten. Sie gewannen beim gerade zu Ende gegangenen Festival da Canção mit den Stimmen des Televotings und zeigten damit den 20 (!) regionalen Jurys den Stinkefinger, die sie in einer anderthalbstündigen Auszählung ins Mittelfeld gesetzt hatten. Zum deutlichen Mißfallen des anwesenden Saalpublikums, das lauter buhte als weiland bei Atlantis 2000 und aus Protest noch während der Siegerreprise in Scharen den Saal verließ. httpv://www.youtube.com/watch?v=bEPCC3_COLs Völker, hört die Signale: Homens da Luta (mehr …)
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Hip Pop Hoor­ay! Ho! Hey! (AM 2001)

Hurra! Endlich ein richtiger Popsong für Düsseldorf! Die Armenier entschieden sich soeben unter vier Titeln für den fabelhaften Eurodance-Knaller 'Boom Boom'. Da werden Erinnerungen an goldene Vengaboys-Zeiten wach! httpv://www.youtube.com/watch?v=HVa9NzXlVpA Boom boom tschakka tschakka, my Love is Laka Laka - ja, den verrückten Bosnier lieben wir doch alle! (mehr …)
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I’m still asleep (SK 2011)

Nicht nur Irland entsendet dieses Jahr ein eineiiges Zwillingspärchen mit bizarren Frisuren. Auch in der Slowakei hält man sich an das Motto "doppelt genäht hält besser" und schickt die Schwestern Veronika und Daniela Nízlová alias Twiins, die ein bisschen wie jüngere Ausgaben von Bree van de Kamp aussehen. Heute stellten sie ihren Eurovisionsbeitrag 'I'm still alive' vor: natürlich (seufz!) eine weitere Ballade. Von denen haben wir ja auch erst siebentausendfünfhundertsechsunddreißig dieses Jahr! Zudem klingt sie nach einer mustertypischen, mechanisch glatten Autotune-RnB-Radio-Ballade, wie wir sie im Dutzend von Rihanna, Beyoncé und ähnlichen zu Tode langweilenden Vollplastik-Püppchen kennen. Wer im letzten halben…
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Smai – ha – ha – ha – hail! (UA 2011)

Ukraine: das Land, in dem Chaos und Korruption regieren. Diesen Eindruck kann man jedenfalls gewinnen, wenn man die dortigen Eurovisionsvorentscheidungen verfolgt. Nach dem alptraumhaften Desaster des letztjährigen Vorauswahlverfahrens inklusive Last-Minute-Nominierung eines, wie sich dann herausstellte, bereits vorveröffentlichen Titels, wollte der Sender vermutlich diesmal bloß keinen erneuten Fehler begehen. Und so zog sich das Vorentscheidungsverfahren über viele, viele Monate hin - steckte aber dennoch voller Merkwürdigkeiten, verschobener Termine, bereits ausgeschiedener und dann doch wieder mitmachender Teilnehmer, Abstimmungsmanipulationen und parteiischen Jurys. Getoppt von einem tagelangen, beispiellosen Verwirrspiel um die Rechtmäßigkeit des Sieges von Mika Newton im Finale. Die, um das gleich vorwegzunehmen, das Land nun aber…
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This sounds Greek to me (GR 2011)

Wie ungefähr 90% aller anderen Eurovisionsländer machten auch die Griechen in ihrem gerade zu Ende gegangenen Vorentscheid deutlich, dass sie (aus bekannten finanziellen Gründen) in diesem Jahr unter gar keinen Umständen gewinnen möchten. Der unter sechs Beiträgen in einem Jury-Televoting-Mix ausgesuchte Beitrag 'Watch my Dance' besteht aus drei voneinander völlig unabhängigen, unsynchronen Einzelbestandteilen: einem schlechten Rapper; einem selbstverliebten, unmelodisch herumjaulenden Sänger und davon völlig losgelöst im Hintergrund vor sich hin plingendem Bouzoukigeklampfe. Immerhin: bei stumm geschaltetem Ton ist der Auftritt von Loucas Yiorkas + Stereo Mike durchaus ein Genuß! httpv://www.youtube.com/watch?v=_gkeJlTSMY4 Auf der vergeblichen Suche nach dem roten Faden (mehr …)
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Oh my God…os! (CY 2011)

So langsam mache ich mir Sorgen um meine geistige Gesundheit: gerade habe ich mir eine einstündige zyprische Nachrichtensendung reingezogen, weil dort (natürlich am Ende) das Video mit dem Beitrag des Landes für Düsseldorf vorgestellt wurde. Anyway - zum Wichtigen: schöner Song! Eine sanft anfangende, dann zunehmend dramatischere Ethno-Ballade - bis nach anderthalb Minuten völlig unerwartet harte Rockriffs und eine laut schreiende Frau über des Hörers Ohr herfallen! Gott, hab ich mich erschreckt! Hat man das aber erst mal verdaut, kommt die sich stetig steigernde Nummer gut. Spannend bleibt natürlich, wie das live gesungen klingt - schon in der Studioabmischung hört man…
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Angels I des­pi­se (LV 2011)

Die Serie der katastrophalen Fehlentscheidungen setzt sich fort: in dem einen dieser beiden überflüssigen baltischen Staaten mit "L" am Anfang entschied sich das Publikum heute Abend für eine dickliche Tunte mit einem kryptofaschistischen Haarschnitt und seine hornbrillentragende Begleitung mit einem Nullachtfünfzehnpopsong für den Dudelfunk. Und verschenkte damit einen weiteren möglichen Siegertitel. Ehrlich, kann Russland die nicht wieder zurück nehmen - die braucht echt niemand! httpv://www.youtube.com/watch?v=1aN83DUSChM Hans und Wurst in Kellnerkluft - super gemacht, Lettland... (mehr …)
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Wod­ka trinkt man pur und kalt (MK 2011)

In Mazedonien ging vor wenigen Minuten ein über vierstündiger, dem Hörensagen nach (ich hab's nicht live verfolgt) von technischen Pannen und unterirdischen Beiträgen heimgesuchter Vorentscheidungsmarathon zuende, den wohl nur die hartgesottensten Grand-Prix-Masochisten durchgehalten haben dürften. Übereinstimmender Sieger der Jury und der Televoter wurde der spät startende, gutaussehende Vlakto Ilievski mit dem lustigen Trinklied 'Rusinka' - kein Wunder, vermutlich waren zu diesem Zeitpunkt alle Beteiligten aus lauter Verzweiflung schon rotzbesoffen. httpv://www.youtube.com/watch?v=k2kaXb1potk Es geht um Raki und Wodka, und nach jeweils zehn davon ist diese Nummer bestimmt noch besser! (mehr …)
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Time for Revo­lu­ti­on (SI 2011)

So viel Spaß wie heute Abend hatte ich schon lange nicht mehr! Die EMA, zurück zu alter Größe, war von vorne bis hinten vollgepackt mit skurrilen Spaßacts und schmissigen Uptemponummern - genau, wie ich das liebe! Eine Truppe rockender Partisanen in Warschauer-Pakt-Uniformen, eine Lady Gaga für Arme, falsettsingende Discorocker und der slowenische Robbie Williams - mindestens fünf der zehn Teilnehmer hätte ich gerne in Düsseldorf dabei gehabt. Gewonnen hat natürlich keiner davon, sondern die siebenhundertvierunddreißigste melodiefreie Schnarchballade dieses Jahres - wie Rock Partyzani ganz am Anfang sungen: es ist "Zeit für die Revolution!" httpv://www.youtube.com/watch?v=NDvYZ1cvu7A Hält nichts von harten Spielarten: Maja…
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You got Style (RS 2011)

Das Beste zum Schluß: noch nachzureichen vom gestrigen Super Samstag ist das Ergebnis der serbischen Vorentscheidung. Hier entschied man sich für eine flockig swingende Sixties-Retro-Easy-Listening-Nummer, stilecht dargeboten von einer Kurzhaarblondine im (allerdings geschmackvollen) Brazil-Gedächtnisaufzug und begleitet von drei amtlich arschwackelnden Begleitsängerinnen im Mustertapete-Mini. Irgendwie fehlte nur noch, dass Austin Powers um die Ecke käme und "Shaggylicious!" sagte.... httpv://www.youtube.com/watch?v=QwH_BH48xdM Hinreißend: Nina & die Kovalettes (mehr …)
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Being strong, being tough, never ten­der, always rough (DK 2011)

Sind die Dänen eigentlich alle lobotomiert und kastriert? Denn genau so klingen ihre Eurovisionsbeiträge. Immer. Der diesjährige macht da keine Ausnahme: seichtes, saft- und kraftloses Geseire von ein paar wohlfrisierten jungen Herren mit dem sensationellen Bandnamen A Friend in London. Versehen mit einem Rettet-die-Erde-Text, für den selbst Bernd Meinunger sich zu Tode schämen würde. Aber was reg ich mich eigentlich auf - von Dänen erwarte ich doch schon gar nichts anderes mehr. httpv://www.youtube.com/watch?v=aGVZktHLZhk Wir gehen Hand in Hand in den neuen Morgen... (mehr …)
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C’est peut-être pas l’A­mé­ri­que? (EE 2011)

Erstaunlich, aber um so erfreulicher: es gibt noch Völker in Europa, die aus dem Stand die korrekte Wahl treffen können! Na ja, zumindest beinahe: nach dem das großartige 'Hopa'pa-rei', ein weiterer verschenkter möglicher Siegertitel, nicht ins Superfinale kam, schafften es die Esten wenigstens, sich innerhalb der zwei übrigen Angebote für das richtige zu entscheiden! Auf geht es in die 'Rockefeller Street'! httpv://www.youtube.com/watch?v=kXFGFCRV3z0 1273: diese Hausnummer wird man sich merken müssen! (mehr …)
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Life is beau­ti­ful (TR 2011)

Danke, Türkei! Nach all den grotesken Fehlentscheidungen in den nationalen Vorentscheidungen der letzten Tage und dem Strom einschläfernder Mittelmäßigkeit aus Ost und West gibt es jetzt zur Abwechslung wenigstens mal wieder einen Titel, der ordentlich rockt! 'Live it up' gewinnt zwar keinen Originalitätspreis, aber man ist ja mittlerweile schon für kleine Dinge dankbar... httpv://www.youtube.com/watch?v=YQqqLs0OPjA Sieht ein bisschen aus wie Grand-Prix-Experte Jan Feddersen in sexy: der Leadsänger von Yüksek Sadakat (mehr …)
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They should be so lucky (MD)

Unfassliche 25 Titel tummelten sich im heutigen moldawischen Vorentscheid, und am Ende lagen dank massiver Juryschiebung zwei ehemalige Grand-Prix-Vertreter des Landes an der Tabellenspitze: Nathalie "Babystrich" Barbu auf der Zwei und die Rockband Zdob si Zdub, die dem rumänischen Satellitenstaat bei seinem Eurovisionsauftakt 2005 gemeinsam mit ihrer trommelnden Oma einen sechsten Rang bescherten und dafür hier, wenn auch nur als zweite Wahl, das Plazet für einen weiteren Versuch - diesmal ohne Oma - erhielten. Gut behütet: Schneeflittchen und die sieben Zwerge (mehr …)
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Öster­rei­chi­scher Vor­ent­scheid 2011: Ich bin heut’ böse, ich hass die gan­ze Welt!

Öster­rei­chi­scher Vor­ent­scheid 2011: Ich bin heut’ böse, ich hass die gan­ze Welt!

Es ist zum Haareraufen: da raffte sich der ORF nach sage und schreibe fünf Jahren des kleinkindhaften Beleidigtseins, beflügelt durch den Überraschungserfolg des großen Nachbarn, doch wieder auf, mitzumachen beim europäischen Wettsingen und spendierte seinem Volk eine Eurovisionsvorentscheidung der Superlative mit einer Fülle teils etablierter, teils frischer Acts, darunter echte Perlen und ein veritabler Nummer-Eins-Hit. Und dann wählten die depperten Schluchtenkacker am Ende eine bräsige Mireille-Mathieu-Kopie mit einer schnarchigen Ballade von der Stange, wie wir sie beim Grand Prix schon eine Million Mal gehört haben. Manche Völker gehören einfach kollektiv entmündigt! Doch der Reihe nach: im August 2010 verlautbarte ORF-Unterhaltungschef…
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Je ne pour­rai plus viv­re (LT 2011)

Schlimmer geht immer: derzeit wirft jede neue nationale Vorentscheidung einen noch grauenhafteren Song für Düsseldorf ab als die vorangegangene. Glaubte ich gestern noch, mit dem bulgarischen Beitrag sei nun der Tiefpunkt erreicht, so belehrte mich die heutige litausche Entscheidung eines Schlechteren: in einem unglaublichen Anfall kollektiver Geschmacksverirrung entschieden sich die Litauer für eine Matrone in einem offensichtlich von Barbara Dex entworfenen Kleid - mit der schrecklichsten Muscial-Nummer aller Zeiten! httpv://www.youtube.com/watch?v=lgMv8TmT3cU Evelina Sašenko - C'est ma Vie (mehr …)
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She’s a Copy­cat (BG 2011)

Aus einem reichhaltigen Angebot von 19 gleichermaßen katastrophal schlecht live gesungenen Beiträgen, die von Schwedenschlager über Ethnopop und Hardrock bis hin zu einer aufgedunsenen bulgarischen Nina Hagen gingen, suchte sich das Balkanland mit übereinstimmender Jury- und Zuschauermehrheit den belanglosesten Titel heraus: eine in den Ohren und Augen schmerzende, billige Pink-Kopie namens Polly Geneva. Nun ja, so spart man die teuren Hotelkosten in Düsseldorf! httpv://www.youtube.com/watch?v=UtSd_N2QokM Hat einen Ohrenschutz dabei, falls es zu schlimm wird mit dem eigenen Song: Polly (mehr …)
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Amour à Retour (BA 2011)

Wie das immer so ist mit hohen Erwartungen: sie können nur enttäuscht werden. Heute stellte Dino Merlin, der diesjährige Vertreter Bosniens und Komponist solcher fantastischen Song-Contest-Perlen wie 'Putnici' (1999) und 'Sva Bol Svijeta' (1993) sein Lied für Düsseldorf vor. Und auch, wenn ich aus den letzten Jahren gelernt haben sollte, bosnische Beiträge erst nach dem zwanzigsten Anhören zu bewerten: meine erste Reaktion ist "tja"... httpv://www.youtube.com/watch?v=urqhlnWLXxs Dino Merlin: Love from behind (mehr …)
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Per­len der Vor­ent­schei­dung: das Baltikum

Üblicherweise gehört das Baltikum zu den von mir wenig geliebten Eurovisionsregionen, kommt von dort doch meistens nur öder Mist. In diesem Jahr aber sind hier zwei vielversprechende Nummern im Rennen, von denen sich eine bereits komplett in mein Herz gespielt hat: das fabelhafte lettische 'Banjo Laura'! httpv://youtu.be/e90ZOEzFYkM Lauris Reiniks: Banjo Laura (mehr …)
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