2013

Sechs­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: zwei­tes Semi, die Chancen

Ein langer Tag liegt vor uns: in Malmö proben heute die 17 Semifinalisten der zweiten Qualifikationsrunde vom Donnerstag zum zweiten Mal. Wie die Blogger berichten und meine Facebook-Meldungen mir bestätigen, trudeln immer mehr Fans in Malmö ein, das EuroFanCafé und der EuroClub füllen sich und die ersten bizarren Musikwünsche werden gespielt. Auch die deutsche Delegation landete heute in Schweden. Wenden wir uns aber nun den Teilnehmern des zweiten Semis und ihren Finalchancen zu, basierend auf dem heutigen Probentag. EuroClub-Track des Tages: 'Hullu yö' (FI 1991) (mehr …)
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Anouk: “ESC ist wie ein Urlaub”

Während die deutsche Vertreterin Natalia Horler von Cascada im DAS!-Interview letzten Dienstag bekannte, einen gewissen Erwartungsdruck zu empfinden, weil sie "nicht enttäuschen" wolle, geht die niederländische Contesthoffnung Anouk Teuuwe die ganze Sache sehr entspannt an. Der Eurovision Song Contest sei für sie "eine Art zweiwöchiger Urlaub", wie sie dem Nachrichtenportal NU.nl sagte: "ich genieße meine Zeit hier, gehe aus, bowle, schaue Fernsehen". Dinge, für welche die 38jährige Mutter zweier Kinder zu Hause oder auf Tour sonst selten Zeit findet. Wie sie in den Umfragen steht, sei ihr egal: "Ich versuche, nicht drüber nachzudenken, das ruiniert nur alles. Dann setzt man…
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Fünf­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: ers­tes Semi, die Chancen

Heute ging es richtig los in Malmö: das Pressezentrum eröffnete mit einer Pressekonferenz der EBU, die erwartungsgemäß alle ihre von den Fans teilweise heftig kritisierten Entscheidungen zu den Regeländerungen beim Contest als sinnvoll und gelungen bezeichnete und ansonsten ausführlich ihre brandneue Eurovisions-App für iPhones und Android-Handys bewarb (zu der ich nichts weiter sagen kann, weil bei mir der Anmeldeprozess nicht klappte, man zum Voten per App aber ohnehin ein PayPal-Konto braucht, das ich weder habe noch will und ich auf fesselnde News vom eurovision.tv-Team auf meinem Smartphone verzichten kann). Gegen Mittag starteten dann die zweiten Probendurchläufe für die Teilnehmer des…
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Vier­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: von Blut und Alkohol

'Alcohol is free' ist nicht nur der Titel des griechischen Beitrags, es war auch das gelebte Motto der irischen Party am gestrigen Abend, was bei etlichen Malmö-Bloggern heute früh für personelle Ausfälle und dicke Schädel sorgte, wie zu lesen war. Glücklicherweise waren es auch die Griechen, die als erste heute früh probten und mit ihrem Energie- und Testosteronlevel die Sinne belebten. Leider verzichteten Koza Mostra an ihrem ersten Probentag - noch, wie ich hoffe! - auf die sexy Kilts, dafür brachten sie beleuchtbare Instrumente mit, die bei abgedunkelter Bühne während des Breaks für einen schönen visuellen Effekt sorgen. Natürlich dürfen…
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Caro­la gibt den Pau­sen­clown im Finale

Als vor einigen Tagen bekannt wurde, dass das schwedische Fernsehen SVT die Vorjahressiegerin Loreen als Pausenact bereits der ersten Qualifikationsrunde verheizt, schossen die Spekulationen ins Kraut: mit welchem Sensationsact kann SVT da für das Finale aufwarten, dass man dafür sogar die aktuelle Throninhaberin in die Vorrunde abschiebt? Sollten sich die Gerüchte um eine Abba-Reunion doch bewahrheiten? Nein, wie wir seit heute wissen: wie escxtra unter Bezugnahme auf eine SVT-Mitteilung berichtet, heißt der Pausenclown für das samstägliche Finale Carola Häggkvist. Die dreimalige schwedische Teilnehmerin und in gewissen Fankreisen als Eurovisionsheilige verehrte (in anderen Fankreisen als Schlagerhexe gehandelte) Sängerin sei in den…
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Drit­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: Miss Kiss Ding Dong

Zehn Jahre ist es her, dass das russische Fake-Lesben-Duo t.A.t.U. beim Eurovision Song Contest mit einem gleichgeschlechtlichen Kuss auf offener Bühne für Aufmerksamkeit sorgen wollte - was ihnen die EBU seinerzeit verbot. Übrigens drei Jahre, nachdem sich zwei männliche Bandmitglieder der israelischen Band Ping Pong vor laufenden Kameras abschmatzten (beim ESC 2000, in Stockholm, Schweden). Gespannt dürfen wir also verfolgen, ob es der Kuss zwischen Krista Siegfrids und einer ihrer Chorsängerinnen, den sie bei der heutigen Probe zelebrierte ("aber ohne Zunge!", wie ein Produktionsscherge sie anwies), auch in die Livesendung schaffen wird. Damit will die blonde Sängerin für die Einführung…
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Zwei­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: It’s a small World

Gleich die ersten Interpreten des zweiten Probentages sorgten heute früh für die größte Überraschung: im weißen 2001-Weltraumanzug als Montenauten verkleidet, lieferten die beiden Jungs von Who see? eine astreine Performance ab, getoppt von ihrer ebenfalls kompetenten Sängerin Nina Žižić, die pünktlich zum Beginn ihres Vokalparts per transparentem Lift aus den Bühnenboden geschossen kommt. Der antizipierte Car-Crash bleibt also aus; ganz im Gegenteil räumen die Blogger in Malmö den ursprünglich als sichere Sitzenbleiber gehandelten Schwarzberglern mittlerweile große Chancen auf einen Finaleinzug ein. Den umgekehrten Weg gingen die drei Serbinnen, die ihren fabelhaften Faschingsschlampenlook aus der Vorentscheidung gegen augenwehbunte Zuckerbäckerkostüme austauschten. In denen sehen…
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Ers­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: Goli­ath im Lampenladen

Es ist, folgt man den Liveblogs aus Malmö, der meistdiskutierte Auftritt am heutigen ersten Probentag und wird ohne jede Frage auch am Semi-Dienstag beim Fernsehzuschauer visuell am stärksten hängen bleiben: der Shrek-Moment, wenn der ukrainischstämmige Igor Vovkovinksy, mit 2 Meter 34 einer der größten Menschen der Welt, die vergleichsweise zerbrechliche Zlata Ognevich auf seinen gigantischen Händen auf die Bühne trägt und mittig auf einem stilisierten Felsen abstellt, wo sie dann armrudernd für den Rest ihrer drei Minuten versucht, den Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen und nicht herunter zu fallen. Das Land bleibt also seinem Hang zu spektakulären Inszenierungen treu, wofür ich…
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It’s all in your Head: Zla­ta und das Ecstasy-Einhorn

Dass in ihrem Oberstübchen die Neuronen anders verknüpft sein könnten als beim Rest der Menschheit, diesen Eindruck erweckte die fabelhafte Zlata Ognevich ja bereits in der skandalumwitterten ukrainischen Vorentscheidung 2011, wo sie sich von synthetisierten Kuckucksrufen zu ihrem völlig skurrilen, nur als Gesamtkunstwerk zu würdigenden Lied 'Kukushka' begleiten ließ. Und auch ihr diesjähriger Song 'Gravity' gehört nicht gerade zu den klassischen Junge-liebt-Mädchen-Machwerken der Popgeschichte. Mit dem soeben veröffentlichten (hervorragenden!) Club-Remix des Beitrags dreht Zlata die Schraube noch ein Stückchen lockerer: hier mischt sie den absurden englischen Text ("Put your Heart where it belongs" - ähm, in den Brustkorb?) mit wohlklingenden Wörtern…
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2013: das ESC-Jahr der mode­mu­ti­gen fül­li­gen Frau?

Seit jeher beschert uns der Eurovision Song Contest gerne mal ein übergeordnetes Thema, das sich als Klammer durch den kompletten Jahrgang zieht. Seien dies instrumentale Trends wie das plötzliche massierte Auftauchen des Akkordeons oder der Geige, Musiktrends wie Dubstep (heuer gleich bei mehreren Beiträgen als Schlagerverzierung oder Hauptmotiv) oder modische Trends. In diesem Jahr fällt eine relative Häufung figürlich zur Üppigkeit neigender Sängerinnen auf: gleich sieben der Teilnehmerinnen von Malmö widersetzen sich tapfer dem noch immer von sadistischen Modemachern und ihren willfährigen medialen Helfershelferinnen wie der diabolischen Heidi Klum (Germany's next Topmodel) propagierten Zwang zur vorsätzlichen Unterernährung. Nun sind Frauen…
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Never ten­der, always rough: Cezar gibt den Harten

Er liefert fraglos einen der unterhaltsamsten Beiträge dieses von eurovisionärer Konfektionsware beherrschten Jahrgangs ab: der Rumäne Cezar Ouatu, der mit seinem mit hoher, krächzender Fistelstimme intoniertem Discoschlager 'It's my Life' für einen der leider raren "Was zur Hölle haben die sich nur dabei gedacht?"-Momente sorgt. Vor allem, da er die trashtastische Krassimir-Avramov-Gedächtnisnummer mit völligem Ernst und mit vor Anstrengung verkniffenem Gesicht performt. Noch einen drauf setzt der Countertenor im dieser Tage nachgereichten offiziellen Musikvideo, wo er sich als testosteronstrotzender Actionheld inszeniert, der zwischen seinen Freizeitaktivitäten (Fallschirmspringen, Speedbootfahren, Nötigungsdelikte im Straßenverkehr) nie vergisst, die Kleidung zu wechseln, um uns seinen muskelgestählten…
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Abba-Reuni­on beim ESC in Malmö?

Es ist der feuchte Traum vieler Fans der wichtigsten Band der Popgeschichte und der bis heute beliebtesten Eurovisionssieger: ein Auftritt von Abba in der Originalbesetzung. Bislang scheiterte das vor allem an Ihrer Hoheit Agnetha, der Marlene Dietrich des Pop, die sich lange Zeit ins Privatleben zurückgezogen hatte. Nun bringt die 63jährige ein neues Soloalbum ("A") heraus, das gerade mal zehn Tage vor dem Finale des diesjährigen Eurovision Song Contests in Malmö erscheint. Und wen beauftragte das schwedische Fernsehen mit der Eröffnungsmusik für nämliches Malmöer Eurovisionsfinale? Exakt: ihre alten Wegbegleiter Björn & Benny! Ein Zufall? Nun befeuert das Zeit-Magazin die Fan-Hysterie mit einem…
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Ding dong: Kris­ta Sieg­fri­ds und die Homo-Ehe

Während, wie die Zeit in einem interessanten Essay konstatiert, gerade der "globale Kulturkampf" um das Recht von Schwulen und Lesben tobt, die selben Fehler begehen zu dürfen wie die Heteros, und es selbst im vermeintlich liberal-aufgeklärten Frankreich zu gewalttätigen Ausschreitungen durch Gegner der Homo-Ehe kommt, zeigen die Skandinavier mal wieder, wie es auch geht. Gestern veröffentlichten die Parody Boys, ein israelisches Eurovisionsfanprojekt, das uns schon in der Vergangenheit mit lustigen Parodien von Grand-Prix-Knüllern wie 'Popular' oder 'Työlki ellää' unterhielt, seine neueste Eurovisionshommage. 'Marry me', der finnische Beitrag von Krista Siegfrids, gibt hier die Titelmelodie für eine schwule Eheschließung ab. Und zwar mit ausdrücklicher…
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Eins­Fes­ti­val der Lie­be: ARD packt Semis in die Sparte

Schon ein lustiger Haufen, diese ARD: noch am Mittwoch dieser Woche überraschten die Intendanten des föderalen Senderverbundes die Öffentlichkeit mit dem - vermutlich nicht ganz ernst gemeinten - Vorschlag, ihre seit Jahren wegen inhaltlicher Profillosigkeit in der Kritik stehenden digitalen Spartenkanäle mit denen des ZDF zu fusionieren. Was die Mainzer - wie vermutlich einkalkuliert - natürlich postwendend zurückwiesen. Nun hat die ARD einen Weg gefunden, den Zuschauerschnitt von 0,3 Prozent Marktanteil für EinsFestival zumindest im Wonnemonat mal kurz ein wenig anzuheben: sie überträgt dort am Dienstag, dem 14. Mai, das erste Semifinale des Eurovision Song Contest. Live, ab 21:00 Uhr.…
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Chris­ter liebt Chris­ten und schlach­tet Siegel

Vor wenigen Minuten präsentierte die EBU die heiß erwartete, von den schwedischen Showproduzenten handgefertigte Startreihenfolge für die beiden Semis am 14. und 16. Mai. Und sie wartet mit einigen Überraschungen auf. Stand eigentlich zu erwarten, dass die Sendungen im Hinblick auf die Verbesserung der Songdramaturgie (was ja als Begründung für den Wegfall des bisherigen Losverfahrens herhalten musste) jeweils mit einem Knallertitel eröffnen und beschließen, so hielt sich Christer Björkman lediglich beim letzten Beitrag im ersten Semi an diese goldene Regel. Und geht dabei sogar noch ein Risiko ein, denn wenn die 3 serbischen Engel ihr 'Ljubav je svuda' genau so…
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Essen­zi­el­les aus Italien!

So, und damit steht nun auch der letzte Beitrag für den Eurovision Song Contest 2013 fest. Es ist ein Lied, welches wir bereits kennen: 'L'Essenziale', den Siegertitel des San-Remo-Festivals 2013, wird Marco Mengoni in Malmö zu Gehör bringen. Und auch, wenn ein Teil von mir sich laut schreiend auf dem Boden wälzen und sich die Haare ausreißen möchte, weil auch der allerletzte verfügbare Platz nun mit noch einer Ballade belegt wurde, so freut sich klammheimlich der andere Teil, der sich bei der Siegerreprise dann im Zweifel doch viel lieber von einem rehäugigen Ragazzo mit Mafiabärtchen ansülzen lassen möchte als von…
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Pro­gno­se 2013: Welch ein Jahr! Was für Lieder!

Nach dem mit der gestrigen Entscheidung in Moldawien nun alle Titel der beiden Qualifikationsrunden feststehen (derzeit fehlt nur noch der italienische Beitrag für Malmö), ist es nunmehr höchste Zeit für die erste Prognose. Natürlich kennen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle finalen Songabmischungen, von den Choreografien und Kostümen für Malmö ganz zu schweigen. Und auch die exakte Auftrittsreihenfolge soll laut Tweets aus EBU-Kreisen frühestens Anfang April feststehen, wenn die genauen Anforderungen der Teilnehmerländer hinsichtlich zusätzlicher Bühnenausstattung bekannt sind. Beziehungsweise wenn Christer Björkman alle Bestechungsgeschenke der nationalen Delegationen einsammeln konnte. Das soll uns aber nicht abhalten, schon mal die ersten…
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Mol­da­wi­en schickt noch mal den schö­nen Pasha!

...allerdings leider nur als Komponist der Klavierballade 'A Million' (und ja, wie die millionste Ballade dieser Saison fühlt sie sich auch an!). Sowie als begleitender Pianist von Aliona Moon, die letztes Jahr noch als Tänzerin im spektakulären Dress für ihn fungierte, während er uns mit seiner Trompete verzauberte. Und spektakulär geriet Alionas Auftritt auch bei der gerade zu Ende gegangenen O Melodie pentru Europa, borgte sie sich doch Sabina Babayevas Leinwandkleid, auf dem allerlei unterhaltsame Projektionen liefen, während drei mit Goldroben verkleidete, barfüßige Tänzer sie umsprangen. Worauf aber niemand achtete, da, wie bereits erwähnt, währenddessen Pasha Parfeny (schmacht!) am Klavier saß. Aufmerksamkeit…
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Wer sind Sie und was haben Sie Herrn Sie­gel ange­tan? (SM, MK 2013)

Und erneut überschlugen sich gestern, nur wenige Tage vor der EBU-Deadline, die Eurovisionsereignisse wieder so stark, dass ich sie hier nur gesammelt nachreichen kann. Beginnen wir mit dem erstaunlichsten Geschehen dieses Jahres, ach was: dieses Jahrzehnts! Ralph Siegel hat ein Lied für den Grand Prix geschrieben - und es ist gut! Doch, wirklich! Wenn ich es doch sage! Der deutsche Altmeister verfasste bekanntlich erneut den sanmarinesischen Beitrag, erneut gesungen von Valentina Monetta. Und wer jetzt, wie ich, ein erneutes Trash-Spektakel à la 'Facebook, uuh-uuh', erwartete, sah sich bei der gestrigen Songpräsentation heftig überrascht. Denn 'Crisalide' ist eine rundweg gelungene Eurovisionsballade,…
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Quel­ques Mil­li­ons, Trei­ze à la Dou­ze (AZ, BE, CH, FR, ME 2013)

Nur noch ein paar Tage bis zum EBU-Einsendeschluss, und schon stapeln sich die neuen Eurovisionsbeiträge bis unter die Decke, so dass man kaum noch hinterherkommt! Aber der Reihe nach: in Aserbei... Asrbdsch... in Baku kam die gefühlt achthundertteilige Vorentscheidungsshow Milli Seçim Turu heute Abend völlig überraschend doch zu einem Ergebnis. Farid Mamedov wird also in Malmö in die Fußstapfen Johnny Logans treten und inbrünstig 'Hold me' schmachten, einen geradezu lehrbuchmäßigen Eurovisionsschlager aus griechisch-schwedischer Feder. Nur, dass Farid ein wenig jünger ist als der irische Barde seinerzeit und über deutlich mehr Augenbraue verfügt. Und an der Aussprache muss er noch ein wenig -…
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Die fri­schen Euro­vi­si­ons-Remi­xe sind eingetroffen!

Eine knappe Woche noch bis zur offiziellen Deadline der EBU für das Einreichen der Eurovisionsbeiträge, und so langsam trudeln immer mehr offizielle Videoclips beim Youtube-Kanal von eurovision.tv ein. Ihre aufpolierten Eurovisionsfassungen präsentierten heute sowohl Albanien als auch die Ukraine. Große Überraschung: gerade die Skipetaren, die ja für das heftige Herumschrauben an ihren Songs bekannt sind, schafften es erstaunlicherweise, trotz massiven Kürzens von über vier auf regelkonforme drei Minuten die 'Identitet' ihres Beitrags zu bewahren. Albanien, das Land des Plattenbaus: Adrian & Bledar (mehr …)
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Bul­ga­ri­en nimmt nun doch lie­ber die Sahnepilze

Wenn ich mich mal eben ganz kurz selbst zitieren darf: "Mal schauen, ob Bulgarien da nicht noch eine Ukraine pullt und den Titel in letzter Minute austauscht!" So schrieb ich es am 3. März, kurz nach dem Finale der bulgarischen Vorentscheidung, die nach einem Gleichstand zwischen Jury und Publikumsvoting überraschend schnell zu Ende ging - ohne die übliche Reprise des Siegertitels 'Kismet' (die Publikumswahl). Denn wie ein vor Ort anwesender Blogger kolportierte, soll Elitsa Todorova angesichts des Ergebnisses geschäumt und sämtliche Interviews verweigert haben - war es doch kein Geheimnis, dass sie, wie wohl auch die meisten Menschen außerhalb Bulgariens, den Song…
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Nie­der­lan­de: Nur tote Vögel fal­len vom Dach

Kaum konnten wir vergangenen Samstag einem schwedischen Song über tote Fische entrinnen, da präsentieren die Niederlande ihren lange erwarteten Eurovisionsbeitrag: ein Lied über Vögel, die vom Hausdach fallen! Auch nicht gerade ein schönes Bild, und entsprechend düster und verstörend beginnt Anouks heute endlich der Öffentlichkeit vorgestellte Ballade 'Birds'. Im Verlaufe ihrer etwas über drei Minuten hellen ein sparsam eingesetzter Kinderchor (der natürlich in Malmö entfallen muss, da dort alle Stimmen live sein müssen und Sänger unter 16 Jahren verboten sind) und sinfonische Streicherpassagen die Stimmung zwar ein wenig auf und lassen den Song so ein bisschen zwischen Lana del Rey und…
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Euro­vi­si­on 2013: dies­mal zählt alles

In all der Aufregung über die freihändige Startplatzvergabe ging es ein wenig unter: aber auch bei der Ergebnisermittlung stehen 2013 Veränderungen an. Zählte beim Ländervoting bislang die Top Ten der Jury und des Televotings zur Hälfte, so werden ab diesem Jahr sämtliche Plätze berücksichtigt. Nehmen wir als Beispiel das deutsche Voting: in der Vergangenheit erhielten die zehn Beiträge (aus 26 im Finale bzw. 16 bis 20 in den Semis) mit den meisten Anrufen Punkte, nach dem bekannten System 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 10 - 12. Wer bei den…
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Jurys wür­gen Schwe­den einen jau­len­den Hams­ter rein

Einen mehr als passenden Abschluss fand gestern Abend das schwedische Melodifestivalen, einstmals die beliebteste und wichtigste Vorentscheidung Europas. In diesem Jahr, ausgerechnet nach Loreens Sieg, hatte es der MF-Verantwortliche Christer Björkman ja bereits fertig gebracht, unter den 32 Vorrundenbeiträgen bestenfalls zwei bis drei annehmbare Songs unterzubringen, die es natürlich allesamt nicht ins gestrige Finale schafften. Dort entschieden sich die elf internationalen Juroren mehrheitlich zielstrebig für den langweiligsten und schlechtesten Song nicht nur des MF-Tableaus, sondern auch des gesamten Eurovisionsjahrgangs (was angesichts des miserablen Gesamtniveaus 2013 schon etwas heißen will). 'You' verfügt weder über einen erkennbaren Refrain noch eine wahrnehmbare Melodie,…
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