2017

Isra­el schickt des Gol­den Boys Tän­zer nach Kiew

Isra­el schickt des Gol­den Boys Tän­zer nach Kiew

Ein wenig überschattet von den aktuellen Entwicklungen in Kiew ging heute Abend im israelischen Fernsehen die Castingshow The Next Star zu Ende, mit welcher der Vertreter des Landes für den Eurovision Song Contest 2017 ermittelt wurde. Imri Ziv heißt der junge Mann, verfügt über hinreißende Segelöhrchen, sexy behaarte Unterarme, überhaupt ein blendendes Aussehen sowie eine - das macht mir allerdings ein wenig Angst - besonders für Balladen geeignete Stimme. Er setzte sich im heutigen Finale der (aufgemerkt, NDR:) mehrwöchigen Sendereihe gegen die drei letzten verbliebenen Konkurrent/innen durch. Sein Beitrag für Kiew steht allerdings noch nicht fest: in der Castingshow gab man…
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San-Remo-Fes­ti­val 2017: Namas­té olé

San-Remo-Fes­ti­val 2017: Namas­té olé

Bis tief in die Nacht hatte es (wie wir es ja nicht anders gewohnt sind) gestern mal wieder gedauert, bis beim San Remo Festival 2017 die finale Entscheidung fiel. Und die ist eine ziemlich sensationelle: der 34jährige Francesco Gabbani, letztes Jahr an selbiger geheiligter Stätte des Ariston-Theaters noch als Sieger aus der Nachwuchskategorie Nuove Proposte hervorgegangen, gewann in diesem Jahr den traditionsreichen italienischen Gesangswettbewerb bei den Großen, den Campioni, mit dem Titel 'Occidentali's Karma'. Und er gab noch in der gleichen Nacht, gegen halb drei, bekannt, dass er, wie es sein Recht, aber nicht seine Pflicht als San-Remo-Sieger ist, das Land nun auch in Kiew vertreten…
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Spa­ni­scher Vor­ent­scheid 2017: ein aus­ge­buh­ter Sieger

Spa­ni­scher Vor­ent­scheid 2017: ein aus­ge­buh­ter Sieger

Tumultartige Szenen spielten sich heute früh im Finale der spanischen Vorentscheidung Objetivo Eurovisión ab, wie Eurofire berichtet (ich selbst konnte die Sendung dank eines zickigen, auf meinem Rechner ums Verrecken nicht funktionierenden Livestreams leider nicht mitverfolgen - "danke" nochmal an die EBU für die Entscheidung, die nationalen Finale nicht mehr auf eurovision.tv zu übertragen!). Denn es kam mal wieder zum klassischen Patt zwischen der Jury und dem Publikum. Das favorisierte klar die Sängerin Mirela und ihren (zugegebenermaßen extrem eurovisionsklischeehaften, aber wenigstens flotten) Grand-Prix-Schlager 'Contigo'. Von den drei Juror/innen hingegen stand eine ebenfalls auf der Seite Mirelas, zwei aber bevorzugten den (im Televoting nur drittplatzierten)…
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Zwei­ter Super­sams­tag 2017: Rotz­gö­ren und schlech­te Lover

Zwei­ter Super­sams­tag 2017: Rotz­gö­ren und schlech­te Lover

Was für ein Abend: insgesamt sieben Vorentscheidungsrunden liefen am gestrigen Samstagabend parallel zueinander, davon zwei Finale (nämlich in Italien und Spanien). Den Auftakt machte mal wieder das Gastgeberland Ukraine, wo sich weitere acht Semifinalisten dem Jury-Trio aus Vorjahressiegerin Jamala, Andrij Danylko (der Mann hinter der Bühnenfigur Verka Serdutschka [→ UA 2007]) und einem TV-Produzenten stellen mussten. Das kegelte mit seiner Stimmmacht einen der Publikumsfavoriten heraus, den Sänger Ruslan Kuznetsov, umstrittener Gewinner der Wildcard-Vorrunde im Internet und Zweitplatzierter im Televoting. Umstritten deswegen, weil das ukrainische Fernsehen ihm und ein paar Mitstreitern im November 2016 Manipulationsversuche vorwarf und all seine bis dato angesammelten Stimmen annullierte. Innerhalb…
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Deut­scher Vor­ent­scheid 2017: hel­lo last Place, my old Friend

Deut­scher Vor­ent­scheid 2017: hel­lo last Place, my old Friend

Der NDR lernt es einfach nie. Zehn Kombinationen von Künstler/in und Song wären bei Unser Song 2017 heute Abend theoretisch möglich gewesen, mit zweien davon hätten wir unter Umständen in Kiew mehr als null Punkte holen können: 'Wildfire' in der fröhlichen Uptempoversion von Felicia Lu Kürbiß, die sie aber erst gar nicht vorstellen durfte, weil sie sich den falschen Cover-Song für die Vorstellungsrunde ausgesucht hatte, und 'Perfect Life' in der Fassung von von Axel Feige. Beide blieben aufgrund des absolut albernen Auswahlverfahrens jedoch unterwegs auf der Strecke. Stattdessen bestritt Levina Lueen alleine mit beiden Titeln das völlig antiklimatische Superfinale, und dass es…
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Frank­reich 2017: Alma singt uns ein Wiegenlied

Frank­reich 2017: Alma singt uns ein Wiegenlied

So macht man Bloggern Stress: nur eine Stunde vor dem Beginn des deutschen Vorentscheids gab das französische Fernsehen heute Abend seine Vertreterin für Kiew bekannt. Es handelt sich um die 28jährige Newcomerin Alma, laut der Werbeprosa des Senders ein "aufgehender Star auf den digitalen Plattformen" und eine der "vielversprechendsten Künstlerinnen 2017". Ihr Debütalbum steht für Mai 2017 in den Startlöchern und enthält etliche Titel aus der Feder von Nazim Khaled, der schon Amirs Vorjahresbeitrag 'J'ai cherché' mit verfasste und auch Almas Eurovisionsbeitrag 'Requiem' schrieb. Und anders, als es der Titel vermuten lässt, handelt es sich - zumindest musikalisch - nicht um eine weitere düstere,…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Fak­ten, Fan­ta­sy und Flatulenzen

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Fak­ten, Fan­ta­sy und Flatulenzen

Um nach dem Deutschland-Diss die Laune wieder etwas zu haben, schalten wir nun nach Rumänien, wo zwischenzeitlich weitere Acts für die Selectia Nationale vorsangen, von denen ich Euch ein paar beim besten Willen nicht vorenthalten kann. Das gilt insbesondere für Dorel Giurgiu, dessen Auftritt sich eigentlich kaum in Worte fassen lässt. Ich will es dennoch versuchen: da kniet zunächst ein zottelhaariger, verknautscht dreinblickender Mann mittleren Alters in einem um eine bis zwei Nummern zu großen Anzug starr und in andächtiger Position auf der Bühne. Läge ein Hut vor ihm auf dem Boden - ich würde zwei Euro reinwerfen. Dann erklingt eine…
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War­um ich mich nicht auf Unser Song 2017 freue

War­um ich mich nicht auf Unser Song 2017 freue

In knapp viereinhalb Stunden ist es soweit: um 20:15 Uhr heute Abend startet im Ersten die deutsche Eurovisionsvorentscheidung, Unser Song 2017. Und man kann dem NDR nicht vorwerfen, dass er nicht versucht hätte, das Interesse zu wecken: seit Tagen wird die Eurovisionsapp beworben, mit der ausländische Grand-Prix-Fans ein Stimmungsbild erzeugen sollen, welcher der fünf potentiellen Vertreter/innen und welcher der von der sendereigenen Songfindungskommission ausgewählten zwei potentiellen Eurovisionsbeiträgen international am besten ankommt. Auf der offiziellen Senderseite sind Ausschnitte von den gestrigen Generalproben zu sehen, so dass wir uns schon mal einen Eindruck verschaffen können. Seit heute stehen alle zehn Versionen in der…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Hol­le­ri du dödel di

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Hol­le­ri du dödel di

Respekt, ihr Rumänen! Dass die unterhaltungsgewerblich nicht allzu gut bestückte Schweiz für die Präsentation ihres Eurovisionsbeitrages bei Euch wildern ging und vergangenen Sonntag Eure Landsmännin Miruna Manescu und ihr Trio Timebelle zur Repräsentantin wählte, ließt Ihr nicht all zu lange auf Euch sitzen: 'Yodel it!' heißt Eure prompte Antwort, lustigerweise vom selben Komponisten geschrieben, der auch das Schweizer Trio produziert. Und die ist so clever wie großartig: eine eingängige Popnummer mit ordentlichem Schub und, wie es der Titel bereits verspricht, ausführlichem, technisch einwandfreiem Jodeln. Also dem eigentlich traditionellen alpenländischen Markenzeichen in Sachen Gesang! Dass dies aber eben nicht nur die Eidgenossen…
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Ent­schei­dungs­show 2017: Time­bel­le sinkt im Semi

Ent­schei­dungs­show 2017: Time­bel­le sinkt im Semi

Sie führte bereits im Vorfeld in allen einschlägigen Fan-Polls, das Schweizer Fernsehen ließ sie extra auf dem letzten Startplatz antreten, dem Pimp Slot, die Leadsängerin Miruna Manescu trug das klassischste Abendkleid und sang von allen sechs Kombattantinnen am wenigsten schief - natürlich gewann, zu niemandes Überraschung, die rumänischweizerische Band Timebelle (mit knapp der Hälfte der Zuschauerstimmen sehr überzeugend) die heutige helvetische Entscheidungsshow. Damit kehren die Eidgenossen zum bewährten Konzept des internationalen Interpreten-Imports zurück: Miruna und ihre zwei Begleitungen stammen aus dem Niedriglohn-EU-Ausland. Ihr Lied 'Apollo', ein völlig belangloser Midtemposeich, bildet musikalisch den Durchschnitt sämtlicher aserbaidschanischen und dänischen Eurovisionsbeiträge der letzten acht Jahre ab und klingt wie schon…
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Ers­ter Super­sams­tag 2017: von Mit­leid, Spaß und Prolls

Ers­ter Super­sams­tag 2017: von Mit­leid, Spaß und Prolls

Einen Akt des Mitleids begingen die ungarischen Zuschauer/innen am gestrigen ersten großen Supersamstag, an dem gleich vier nationale Vorrunden parallel liefen (ganz im Ernst: kann das niemand bei der EBU mal koordinieren?). Die dürfen beim dortigen A Dal bekanntlich, nach dem die Juroren aus zehn Bewerber/innen fünf Semifinalisten herausgepickt haben, einen sechsten "retten". Und diesmal gingen ihre Stimmen an den letztplatzierten Act im Juryvoting, nämlich die Band Soulwave. Deren juveniler, leichenblasser Leadsänger schaute aber auch während seines Auftritts in die Kamera wie ein Rehkitz auf der nächtlichen Bundesstraße in die Scheinwerfer des heranbrausenden Landrovers, der ihm gleich die Lichter ausbläst. Und…
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Unser Song 2017: 6 Autoren, 5 Künst­ler, 4 Run­den, 2 Songs, 1 App, 0 Landessprache

Unser Song 2017: 6 Autoren, 5 Künst­ler, 4 Run­den, 2 Songs, 1 App, 0 Landessprache

Heute präzisierte der NDR, wie der dreistündige Vorentscheid Unser Song 2017 am Donnerstag nächster Woche ablaufen soll. Außerdem wissen wir jetzt, dass der deutsche Beitrag für Kiew entweder 'Wildfire' oder 'Perfect Life' heißen wird. Beide Titel wurden von einem jeweils dreiköpfigen, schwerpunktmäßig US-amerikanischen Autorenteam geschrieben, was auch erklärt, warum sich erwartungsgemäß nichts Landessprachliches im Aufgebot befindet. Wie bereits bekannt, gibt es vier Abstimmungsrunden: zunächst treten alle fünf deutschen Nachwuchshoffnungen mit je einem Coversong ihrer Wahl auf. Für zwei von ihnen ist danach bereits Schluss: nur die drei Bestplatzierten in der Zuschauerabstimmung ziehen in die nächste Runde und stellen dort den…
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Das Con­test-Mot­to 2017: fei­ert die Vielfalt!

Das Con­test-Mot­to 2017: fei­ert die Vielfalt!

Es kommt genau zur rechten Zeit und es setzt exakt das richtige Zeichen: heute Mittag gab die EBU das Motto für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew bekannt. Es lautet "Celebrate Diversity", fordert also auf, die Vielfalt wertzuschätzen und zu begrüßen und setzt damit ein deutliches öffentliches Gegengewicht zum massiven Nationalismus und der Tendenz zur Abschottung, die aktuell den politischen Weltkurs bestimmt. Für Grand-Prix-Chef Jan Ola Sand drückt das Motto das "Herzstück der Werte der Eurovision" aus: "es ist integrativ und schließt alle Länder Europas und darüber hinaus ein, vereint im Feiern unserer Gemeinsamkeiten und unserer Unterschiede, die uns einzigartig machen". Für das Logo…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: ich bin eine Vulva

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: ich bin eine Vulva

Neben dem finnischen Finale fanden am gestrigen Samstag ebenfalls - gewissermaßen wie immer - weitere Viertelfinale in Ungarn und in Litauen statt. Über die gibt es allerdings nur wenig Interessantes zu berichten. In der dritten Vorrunde von A Dal rangen erneut zehn Kombattant/innen um die Gunst der Jury - allesamt ziemlich kompetente Acts mit ziemlich kompetenten Songs; also nichts, was einen veranlassen würde, schreiend wegzurennen, aber auch nichts unfreiwillig Komisches oder sonstwie Herausragendes. Wie langweilig! Verdienter Spitzenreiter wurde der bereits aus Kopenhagen und vom A Dal bekannte András Kállay-Saunders (→ HU 2014, Vorentscheid 2016) mitsamt Band, der mit dem Beitrag '17' unter Beweis…
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Uuden Musii­kin Kil­pai­lu 2017: Ihr habt wohl einen Vogel!

Uuden Musii­kin Kil­pai­lu 2017: Ihr habt wohl einen Vogel!

Man muss die Finnen schon bewundern, ganz ehrlich. Und zwar für ihre Hingabe an den kosmischen Strom der Gegebenheiten. Führt man sich die aktuelle politische Weltlage mal kurz vor Augen, mit einem dünnhäutigen, mental retardierten Psychopathen im Weißen Haus, allen Anzeichen eines möglichen Auseinanderbrechens der EU und den anhaltenden Wahlerfolgen der Neofaschisten in Europa, so muss man unweigerlich Schmerz und Verzweiflung empfinden. Und sehr schlechte Laune bekommen. Wie stark ist da die Versuchung, sich wenigstens beim Eurovision Song Contest mit fröhlichem Liedgut, lustigen Kostümen und bunten Shows für ein paar Stunden abzulenken und die Realität zu verdrängen. Stoff genug hierfür stand beim…
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Bri­ti­scher Vor­ent­scheid 2017: so klingt der Brexit

Bri­ti­scher Vor­ent­scheid 2017: so klingt der Brexit

Gespannt durfte man im Vorfeld der britischen Vorentscheidung 2017 sein, ob das Königreich die (nicht zu vergessen: im Lande selbst höchst umstrittene) kulturelle, politische und wirtschaftliche Abspaltung von Europa auch beim Eurovision Song Contest durchziehen würde. Nach dem heutigen Abend muss man sagen: hell, yes! Der Einmarsch der sechs komplett egalen Finalist/innen von Eurovision: you decide, allesamt zu Recht gescheiterte X-Factor-Teilnehmer/innen, fand zu den Klängen von Lenas 'Satellite' (→ DE 2010) statt; als Gaststar eröffnete der Norweger Alexander Rybak (oder, wie Moderatorin Mel Giedroyc den Sieger von 2009 ansagte: "Reibach") mit der gefühlt sechshundertsten Aufführung von 'Fairytale' den Abend; den Pausenact während der Abstimmungsphase übernahm die von…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Tanz den Horn, Muttersöhnchen!

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Tanz den Horn, Muttersöhnchen!

Welch ein ereignisreiches Eurovisionswochenende! Es begann mit einem leider sehr traurigen Ereignis: nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Nähe der italienischen Stadt Verona ein Reisebus mit ungarischen Schüler/innen verunglückte, verhängte die magyarische Regierung angesichts von 16 Todesopfern verständlicherweise Staatstrauer, woraufhin die eigentlich für Samstagabend geplante zweite Vorrunde der heimischen Eurovisionsvorentscheidung A Dal bis auf Weiteres um eine Woche verschoben wurde. Neben dieser Tragödie und den bereits verbloggten zwei nationalen Endausscheidungen vom Samstag in Weißrussland und Georgien blieb kaum noch Zeit für eine Sichtung der bereits am Freitagabend veröffentlichten zwölf Songs des für den 11. März 2017 terminierten isländischen Söngvakeppnin,…
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Euro­fest 2017: das fein­ge­stimm­te Navi der Jury

Euro­fest 2017: das fein­ge­stimm­te Navi der Jury

Auffälliger hätte die Schiebung durch die international besetzte, sendereigene Jury beim gestrigen Vorentscheid in "Europas letzter Diktatur" Weißrussland nicht ausfallen können. Nach der Vorstellung aller 13 Wettbewerbstitel lag nämlich das Bübchenduo Provokatsiya, eine Art Bros-Gedächtnisband, mit dem entsetzlichen 'My Love' in der SMS-Abstimmung mit weitem Abstand vorne, und das trotz des ohrenbetäubend jauligen, völlig schiefen Gewinsels der beiden Milchfläume, die jedoch zuvor wohl irgendeine Kinder-Castingshow gewannen und auf unermüdlich votende pubertäre Mädchen setzen durften. Doch im Anschluss an die Bekanntgabe dieses Zwischenstands schob der belarussische Sender einen endlos langen Pausenblock mit mindestens 13 weiteren Überbrückungsliedern ein (darunter die neueste Single des 2014er Repräsentanten und gestrigen Moderators Teo,…
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Geor­gi­scher Vor­ent­scheid 2017: they still don’t wan­na put in

Geor­gi­scher Vor­ent­scheid 2017: they still don’t wan­na put in

Vor acht Jahren, als der Eurovision Song Contest in Moskau stattfand, da gewann die gestrige Siegerin der georgischen Vorentscheidung, Tako Gachechiladse, schon einmal die Auswahl ihres Landes, seinerzeit noch als Teil der Formation 3G. In Moskau singen durfte sie damals aber trotzdem nicht, denn ihr seinerzeitiges discotastisches Liedchen hieß 'We don't wanna put in' und erregte den Unwillen des russischen Machthabers Vladmir Putin, auf den der Text der Nummer dann doch etwas zu unsubtil zielte. Die EBU zog die rote "Keine Politik"-Karte, Georgien seinen wohl auch als bewusste Provokation gedachten Beitrag zurück und Tako bleib zu Hause. Gestern Nachmittag nun…
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Sprin­ger-Schmier­blatt rui­niert mal wie­der Deutsch­lands Chancen

Sprin­ger-Schmier­blatt rui­niert mal wie­der Deutsch­lands Chancen

Die Bild kann das Wühlen im Dreck einfach nicht lassen: nachdem die Dortmunder Regionalausgabe von Deutschlands widerlichstem Revolverblatt über ein bevorstehendes Gerichtsverfahren der Eurovisionshoffnung Wilhelm "Sadi" Richter berichtete und das Funke-Medien-Portal Der Westen die Story aufgriff, zog der talentierteste, aussichtsreichste und charismatischste der fünf vom NDR für den deutschen Vorentscheid Unser Song 2017 ausgesuchten Nachwuchskräfte heute seine Bewerbung zurück. "Berichte über mich verursachen gerade so viel Trubel - das möchte ich erst einmal klären und verarbeiten," sagte der 19jährige dem Hamburger Sender. "Ich bin selber verwundert, was mir vorgeworfen wird". Dabei gehe es um Petitessen wie ein Ebay-Geschäft, bei dem die Ware…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: beim Bar­te des Cäsaren!

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: beim Bar­te des Cäsaren!

So langsam beginnt in der laufenden Vorentscheidungssaison wieder der Aufmerksamkeitsstress, wenn auch noch in vergleichsweise moderater Dosierung: am gestrigen Samstagabend gingen zeitgleich zwei Vorrunden über die Bühne. Beginnen wir mit Ungarn, wo das erste Viertelfinale von Á Dal 2017 stattfand. Dort hat, wie sollte es in der lupenreinen Demokratie Viktor Orbans anders sein, die Jury das Zepter fest in der Hand. Um so erstaunlicher also vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Anfeindungen, die sich diese Minderheit im Land der Magyaren auch aus der Politik ausgesetzt sieht, dass selbige Jury eine Band mit dem selbsterklärenden Namen Roma Soul weiterwählte. Deren Song 'Nyitva a Ház' (in etwa…
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Grie­chen­land schickt Demy nach Kiew

Grie­chen­land schickt Demy nach Kiew

Die Gerüchte geisterten schon seit etlichen Tagen durch die Gegend, und wie immer stellten sie sich als wahr heraus: die 25jährige Dimitra Papadea, besser bekannt unter ihrem Künstlerinnennamen Demy, vertritt im Mai 2017 in Kiew die hellenische Flagge, wie der Sender ERT heute offiziell bestätigte. Die Teilzeit-Jurastudentin und Musicalsängerin, die 2011 im Heimatland ihren ersten von etlichen großen Hits landete, und die nach einer ersten Youtube-Sichtung insgesamt dem bouncenden, fröhlichen Uptempo-Song zugeneigt scheint, darf nun drei englischsprachige Titel aus der Komponistenfeder von Dimitris Kontopoulos einsingen, die das griechische Fernsehen zu einem noch nicht genannten Termin dem Publikum zur Abstimmung vorstellen will. Und zwar allem…
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Autsch! LeK­lein bekommt die Wild­card fürs spa­ni­sche Finale

Autsch! LeK­lein bekommt die Wild­card fürs spa­ni­sche Finale

Vor wenigen Minuten ging die Wildcard-Runde des spanischen Vorentscheidungsverfahrens Objetivo Eurovision, das sogenannte Eurocasting, zu Ende. Drei Beiträge standen zur Wahl, und mit absoluter Mehrheit entschieden sich die aus ganz Europa per App abstimmenden Zuschauer/innen für den langweiligsten von ihnen. Dabei fängt 'Ouch!' gar nicht mal so schlecht an, und die lederbehoste Powerlesbe, die ihn singt, verkauft die Nummer auch ganz überzeugend. Bis zu der Stelle, an der eigentlich der Refrain kommen sollte. Doch da klafft lediglich ein kratergroßes Loch, und der scheinbar von den Absplitterungen des eingeschlagenen Meteors getroffenen LeKlein bliebt nichts übrig, als ständig laut "Autsch!" zu rufen. Dennoch konnte…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: you smell like Lip­s­tick, again

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: you smell like Lip­s­tick, again

Während sich die ARD, eine der reichsten TV-Anstalten Europas, in diesem Jahr lediglich eine Show und zwei Songs leisten kann, fährt das litauische Fernsehen bei seiner Vorentscheidung mal wieder ganz groß auf. 50 Semifinalisten - jeder mit seinem eigenen Lied! - treten in dem kleinen Baltenstaat an, über zehn Wochen erstreckt sich das Vorauswahlverfahren. Am gestrigen Samstag kämpften die ersten 12 Acts gegeneinander, wobei die Show enttäuschend professionell ausfiel und Bizarres rar gesät war. Mit einer Ausnahme, nämlich dem Duo Tadas Rimgaila und Samanta Tina, die in ihrem unifarbenen Aufzug ein wenig an Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Enterprise erinnerten. Ich bin nur…
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Die fan­tas­ti­schen Fünf: Hele­ne singt beim Vorentscheid!

Die fan­tas­ti­schen Fünf: Hele­ne singt beim Vorentscheid!

Gestern früh gab der NDR die Namen der glücklichen Fünf bekannt, die es aus der Klasse der 33 in die Endrunde geschafft haben. Darunter auch eine Helene - was aber nicht bedeutet, dass die jahrelangen Gebete der Schlagerfans erhört wurden. Denn nicht die Menschenfischerin ist es, die am 9. Februar 2017 in Köln gegen vier Konkurrent/innen antritt, sondern eine zwanzigjährige Schülerin aus Norddeutschland namens Helene Nissen, die bislang hauptsächlich über die Dörfer tingelte. Sie trifft dort auf die ehrgeizige und hochgradig qualifizierte 25jährige Musikstudentin Levina Lueen und die 21jährige professionelle Youtuberin Felicia Lu Kürbiß, die alleine schon des lustigen Namens…
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