2019

Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: Frank­reich krönt Bil­al Hassa­ni zu sei­nem König

Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: Frank­reich krönt Bil­al Hassa­ni zu sei­nem König

"Der feuchte Traum eines jeden Gutmenschen", so stand es in diesem Blog vor vierzehn Tagen über Bilal Hassani zu lesen, als dieser das erste Semifinale des französischen Vorentscheids Destination Eurovision 2019 gewann: "die LGBTI*-Ikone ist jung, multikulturell, genderfluid und kämpft mit selbstbewusstem Trotz und künstlerischem Können gegen alle Anfeindungen". Vor allem aber verfügt der 19jährige Youtube-Star mit den franko-marokkanischen Wurzeln augenscheinlich über eine sehr große, anruffreudige Fan-Gemeinde: mehr als ein Drittel aller SMS- und Telefonstimmen entfielen im gestrigen Finale der Destination an seinen von ihm und den letztjährigen französischen Vertretern Madame Monsieur gemeinsam verfassten Titel 'Roi'. Damit gelang es Bilal spielend, die Schmach…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hamster

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hamster

So langsam geht es in die Vollen: heute Abend steigt der erste Supersamstag der Vorentscheidungssaison 2019. Um so dringender ist es daher an der Zeit, rasch noch ein paar der in den letzten Wochen liegen gebliebenen Vorentscheidungsperlen abzuarbeiten. Und da kein ESC-Jahrgang komplett wäre ohne ihn, darf, nein: muss die moldawische Eurovisionslegende Alexandru "Sasha" Bognibov natürlich den Auftakt geben. Der machte bekanntlich erstmals 2008 von sich reden, als er sich mit dem lyrisch fragwürdigen Titel 'I love the Girls of 13 Years old' für den Vorentscheid des Landes bewarb und auch auf die vom Sender vorab veröffentlichte Auswahlliste kam, es dann aber nicht…
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Inter­pre­ten­kür 2019: Es trollt so hart im Euroland

Inter­pre­ten­kür 2019: Es trollt so hart im Euroland

Hut ab: niemand trollt die Eurovisionsgemeinde so genial wie San Marino! Ließ sich der chronisch klamme Sender des Miniaturstaates letztes Jahr noch von der ehemaligen österreichischen ESC-Teilnehmerin Zoë Straub eine crowdfunding-finanzierte öffentliche Vorentscheidung andrehen, bei der gewann, wer am meisten Geld sammelte, posaunte SMRTV an Silvester 2018 großspurig in die Landschaft, man arbeite derzeit hinter verschlossenen Türen "mit einem wunderbaren internationalen Künstler" an einem Beitrag für Tel Aviv. Und während sich die Fan-Bubble in den wildesten Spekulationen über mögliche Weltstars erging, brachte sich der wegen rassistischer Äußerungen im Sommer 2018 aus dem britischen Big-Brother-Haus geworfene, Schönheits-OP- und aufmerksamkeitssüchtige, gebürtige Brasilianer Rodrigo…
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Ope­ra­ción Tri­unfo 2018: Hier flie­gen gleich die Löcher aus dem Käse

Ope­ra­ción Tri­unfo 2018: Hier flie­gen gleich die Löcher aus dem Käse

Mit dem deutlichen Sieg eines Ballermann-Krachers ging gestern Nacht die Eurovisionsgala der bereits im September 2018 gestarteten Castingshow Operación Triunfo zu Ende. 'La Venda' heißt der Mitklatschstampfer, den man bis zum Eurovision Song Contest im Mai 2019 besser nur in homöopathischen Dosen genießen sollte, weil er vermutlich extrem schnell anfängt, zu nerven. Die Faschingstauglichkeit seines Songs unterstrich der Interpret Miguel Núñez Pozo (oder schlichtweg Miki) auf das Vortrefflichste, indem er per Polonäse ins OT-Studio einzog, gefolgt von weiblichen Models, die irgendwelche Instrumente hielten und denen vor allem die Aufgabe zukam, optisch vom Sänger abzulenken. Wobei der 23jährige Barcelonese mit seinem pubertären…
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Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: il pleut d’Anemones

Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: il pleut d’Anemones

Sie fiel qualitativ ein kleines bisschen ab gegenüber dem hervorragenden ersten Semifinale vergangene Woche: die gestern Abend live ausgestrahlte zweite Vorrunde der Destination Eurovision 2019, des französischen Vorentscheidungsverfahrens. Davon mal abgesehen glichen sich die beiden Abende wie ein Ei dem anderen: erneut traten neun ziemlich gute Songs gegeneinander an, erneut gab es einen überragenden Juryfavoriten, erneut stimmten die fünf internationalen Juror/innen (diesmal aus Armenien, Georgien, Schweden, Tschechien und Österreich) nur sehr bedingt mit den im Studio anwesenden französischen "Fachleuten" und mit dem gallischen Publikum überein und erneut ließen die stimmlichen Leistungen bei einigen der Acts zu wünschen übrig. Einen Eklat…
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Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: der König ist tot, es lebe der König!

Desti­na­ti­on Euro­vi­si­on 2019: der König ist tot, es lebe der König!

Mit hohen Erwartungen ging es in den gestrigen Abend, ins erste Semifinale der Destination Eurovision, denn der verantwortliche Sender France 2 hatte im vergangenen Jahr gut vorgelegt und die unbestreitbar beste nationale Vorentscheidung der Saison abgeliefert. Und wir wurden nicht enttäuscht! Neun Acts präsentierten jeweils zunächst eine Coverversion zur Einstimmung und dann ihren Wettbewerbsbeitrag, und selbst die fünf nach der Abstimmung von diversen Länderjurys aus Israel, Armenien, Großbritannien, Portugal und Serbien sowie dem Ergebnis des Televotings ausgeschiedenen Songs konnten durch die Bank musikalisch überzeugen. So wie beispielsweise die mit viel Leidenschaft und starker Stimme vorgetragene Klavierballade 'Le Brasier', die ein…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Brehms Tierleben

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Brehms Tierleben

Echte Eurovisionsfans befinden sich - getreu des Mottos: nach dem ESC ist vor dem ESC - bereits seit vergangenem Mai gedanklich im Jahr 2019. Seit heute stimmt dann auch der offizielle Kalender wieder mit dem Empfinden überein. Höchste Zeit also für einen Überblick über die Geschehnisse in den 42 in Tel Aviv teilnehmenden Nationen, die mir in den letzten Wochen durchgerutscht sind. Dabei scheint, dass das gackernde Huhn vom letzten Jahr so manch anderes lustiges Getier inspirierte: dabei sind unter anderem singende Katzen und ironische Hyänen.  Den Auftakt aber macht eine halbe Göttin. Sagt sie zumindest von sich selbst. Sie,…
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Fes­ti­va­li i Kën­gës 2018: heim ins Reich

Fes­ti­va­li i Kën­gës 2018: heim ins Reich

Das erste Lied für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv steht fest, traditionellerweise bestimmt beim vorweihnachtlichen Festivali i Këngës. Und es stammt mal wieder von einer kreischenden Frau, nichts Ungewöhnliches also für Albanien. Allerdings singt Jonida Maliqi mit zwar kräftiger, aber keinesfalls dissonanter Stimme, so wie man es von den Skipetarinnen sonst gewohnt ist. Die 36jährige, die erstmalig im zarten Alter von 13 beim albanischen Liederfestival auftrat (das damals noch nicht als Vorentscheid fungierte, da das Land seinerzeit noch nicht an der Eurovision teilnahm), überzeugte optisch mit vorzüglichen Simone-Thomalla-Lippen, einer Mireille-Mathieu-Perücke und der anmutig aristokratischen Ausstrahlung einer ägyptischen Pharaonin.…
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Stö­run­gen im Betriebs­ab­lauf: die FiK-Semis 2018

Stö­run­gen im Betriebs­ab­lauf: die FiK-Semis 2018

Die Deutsche Bahn hat offenbar heimlich, still und leise das Management des albanischen Staatssenders Radio Televizione Shqiptar (RTSH) übernommen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass das gestrige zweite Semifinale des traditionsreichen Festivali i Këngës (FiK) aufgrund nicht näher spezifizierter "technischer Schwierigkeiten" mit einer satten dreiviertel Stunde Verspätung startete, die RTSH zur besonderen Freude der erwartungsfroh sich vor den Bildschirmen und Internetbrowsern Europas versammelt habenden Vorentscheidungsfans mit einer Dauerschleife der immergleichen fünf Programmtrailer überbrückte. Der animierte Tannenzapfen aus dem "Frohes Fest"-Spot wird nicht nur mich noch die nächsten Jahre in meinen Alpträumen verfolgen! Doch dem passionierten Eurovisionsenthusiasten ist keine Prüfung zu schwer,…
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Tam­ta macht Tam­tam für Zypern

Tam­ta macht Tam­tam für Zypern

An entsprechenden Gerüchten und Hinweisen herrschte zuletzt kein Mangel. Heute bestätigte, wie Wiwibloggs rapportierte, das zyprische Fernsehen CYBC das offene Geheimnis: die 37jährige Tamta Goduadze tritt für die sonnige Mittelmeerinsel in Tel Aviv in die Fußstapfen von Eleni Foureira. Auch musikalisch: ihr (noch nicht veröffentlichter) Beitrag 'Replay' stammt aus der Feder des schwedisch-hellenischen Hitmachers Alex P, der bereits für 'Fuego' und das nicht minder süffige und lyrisch federleichte 'La La Love' von Ivi Adamou verantwortlich zeichnete. Die in Georgien geborene und mit 21 nach Griechenland ausgewanderte Sängerin war in der Vergangenheit bereits mehrfach sowohl für ihr jetziges Heimatland als auch für die vorgelagerten…
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