<span class="caps">ESC</span> 1969: Er mach­te Fröh­li­che melancholisch

ESC 1969: Er mach­te Fröh­li­che melancholisch

Das hatten sich die den 1969er Grand Prix eröffnenden Jugoslawen sehr clever gedacht. In acht europäischen Sprachen, einschließlich eines "Guten Tag", begrüßten sie die Zuschauer/innen zum Auftakt des mit weitem Abstand absurdesten (und somit großartigsten) Contestjahrgangs aller Zeiten in der spanischen Hauptstadt Madrid, wo bereits die merkwürdige Bühnendekoration, eine krude Mischung aus althergebrachten Blumenbeeten, sakral anmutenden Orgelpfeifen und einer futuristischen Metallskulptur aus der Künstlerhand Salvador Dalís, auf das noch folgen sollende Chaos einstimmte. https://youtu.be/o3h2jZK8Xec Vorbildlich: nach nur fünf Minuten singt schon der erste Teilnehmer beim ESC 1969 (kompletter Contest) 'Pozdrav Svijetu' ('Grüße an die Welt'), die hemmungslose - wenn auch wunderbar…
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Ein Lied für Madrid 1969: Hey, das ist Musik für mich!

Ein Lied für Madrid 1969: Hey, das ist Musik für mich!

Als Lehrstunde des germanischen öffentlich-rechtlichen Unterhaltungselends kann ohne jede Frage die Vorentscheidung des Jahres 1969 dienen. Die Show lief vermutlich exakt so ab, wie sich das Deutschlands oberster Grand-Prix-Beamte, Hans-Otto Grünefeldt vom Hessischen Rundfunk, immer vorgestellt hatte. So verwendete er quälend lange Sendeminuten darauf, den Zuschauer/innen haarklein auseinanderzusetzen, dass dies hier ein → Komponistenwettbewerb sei, in welcher Form die Vorauswahl der neun an diesem Abend zu Gehör zu bringenden Schlichtschlager erfolgte, und dass die Auftrittsreihenfolge der drei Sänger/innen, die sich "freundlicherweise zur Verfügung gestellt" hatten, den Mist wegzusingen, unter notarieller Aufsicht ausgelost wurde. https://youtu.be/sRMh61e6EFM Der letzte TV-Auftritt Alexandras vor ihrem tragischen Tod fand…
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Con­cours Euro­vi­si­on 1969: Sie kann nicht schö­ner sein

Con­cours Euro­vi­si­on 1969: Sie kann nicht schö­ner sein

Gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Schweiz als Standort der ausrichtenden EBU sowie als Erfinder, Ausrichter und Sieger des allerersten Grand Prix Eurovision nicht ganz ohne Grund als ideelle Heimat des Eurovision Song Contest betrachtet, kommt man nicht umhin, die Eidgenoss:innen für ihren mehr als laxen Umgang mit der Historie ihrer eigenen nationalen Vorentscheide zu tadeln. Zugegeben, auch in Deutschland klaffen in der ersten Dekade des Wettbewerbs archivarische Lücken. Doch in der kulturell dreigeteilten Alpennation treten diese auch beim Übergang in die Hochphase des Wettbewerbs Anfang der Siebzigerjahre erneut offen zutage. Und das ausgerechnet beim im Gegensatz zur bisher…
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