<span class="caps">ESC</span> 1971: Glück ist Hering in Dill­sos­se

ESC 1971: Glück ist Hering in Dill­sos­se

Heftige Auseinandersetzungen tobten Anfang der Siebzigerjahre hinter den Kulissen des Song Contests, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der → Jurys. Auch Deutschland drohte mit dem Ausstieg aus der Gemeinschaftsveranstaltung, sollte sie sich nicht endlich mehr dem Zeitgeist annähern. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiss. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, dass die Juroren jetzt vor der Kamera und damit für alle sichtbar ihre Punkte verteilten statt wie bislang im Hinterzimmer. Zumindest in diesem Jahr sorgte das tatsächlich für annehmbare Abstimmungsergebnisse, vermutlich aus Angst der Juroren vor…
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Ein Lied für Dub­lin 1971: Es ist schön auf ihr

Ein Lied für Dub­lin 1971: Es ist schön auf ihr

'Wunder gibt es immer wieder’ - und im Vorjahr war tatsächlich eines geschehn: erstmals in der bisherigen Grand-Prix-Geschichte konnte Katja Ebstein (→ DE 1970, 1980, Vorentscheid 1975, Moderation 1981) für das bis dato beim internationalen Wettsingen eher glücklos agierende und nur sehr mäßig erfolgreiche Deutschland einen (bronzenen) Medaillenplatz erringen. Und um das Glück perfekt zu machen, zudem noch mit einem Titel, der beim Publikum wie bei der Kritik gleichermaßen Anklang fand. Der seinerzeitige Grand-Prix-Verantwortliche Hans-Otto Grünefeldt vom Hessischen Rundfunk witterte Morgenluft und buchte die Schlagersängerin mit der sozialdemokratischen Weltverbessererattitüde in diesem Jahr gleich fest. Wie man sieht, folgte das Lena-Doppel also einem historischen Vorbild, und nicht dem Schlechtesten!…
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