2021

HaS­h­ir Shela­nu L’Eurovizion 2021: Every­thing is chik-chak

HaS­h­ir Shela­nu L’Eurovizion 2021: Every­thing is chik-chak

Es stand ja von Vorneherein zu befürchten: unter lediglich drei eher mittelmäßigen Uptemposongs durfte das israelische Publikum in der heute Abend ausgestrahlten Sendung HaShir Shelanu L'Eurovizion 2021 (Unser Lied für die Eurovision) bestimmen, und unter zwei so-la-laen Tanzflächenfüllern mit passenderweise jeweils einem "La La" im Titel und einem Midtemposong wählte es die mittelmäßigste aller Alternativen, nämlich das sich nicht so recht zwischen Club-Banger und Ballade entscheiden könnende 'Set me free'. Die Nummer liefert in drei Minuten von allem ein bisschen was, außer einer zwingenden Hookline, und dürfte beim Hauptwettbewerb in Rotterdam am Ende des Schnelldurchlaufes bereits wieder dem Vergessen anheim…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Some say that my Music is bad

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Some say that my Music is bad

Der zweite Vorentscheidungssamstag des neuen Jahres liegt hinter uns, und die Parallelen zum ersten waren unübersehbar. Wie schon vor sieben Tagen liefen zeitgleich die Vorrunden des norwegischen Melodi Grand Prix (MGP) und des litauischen Pabandom Iš Naujo (PIN); wie schon vor sieben Tagen fiel dabei ein alter weißer Mann mit einem irgendwie konservativ schmeckenden Schlager durch; und wie schon vor sieben Tagen richtete sich die gesammelte Aufmerksamkeit der Fans nicht auf die Vorrundenbeiträge, sondern auf einen außer Konkurrenz vorgestellten, fix fürs Finale gesetzten Song einer erst unlängst am Eurovision Song Contest teilgenommen habenden Band, die als Anwärter für den Sieg…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Thun­der and Glo­ria in der Bierbärenbar

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Thun­der and Glo­ria in der Bierbärenbar

Auch wenn es einem angesichts der aktuellen Seuchen- und politischen Weltlage beinahe ein bisschen surreal erscheint, so startete doch gestern die Hochphase der diesjährigen Vorentscheidungssaison mit zwei gleichzeitig laufenden Vorrunden in Norwegen und Litauen. In beiden Shows mussten die auftretenden Acts im zuschauer*innenfreien Sendestudio performen, in beiden Ländern übertünchten die Sender die peinliche Stille nach den Auftritten mit tosendem Dosenapplaus, was die Sache zwar nicht weniger steril und unnatürlich machte, aber immerhin etwas weniger fremdschämwürdig als beim deutschen Eurovisions-Finale 2020 aus dem Hamburger Delphi. Eine weitere Gemeinsamkeit verband die Auftaktrunden der zwei Meeresanrainerstaaten: in beiden flogen so erwartbar wie traurigerweise…
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Fes­ti­va­li i Kën­gës 2020: Gutes Kar­ma aus Tirana

Fes­ti­va­li i Kën­gës 2020: Gutes Kar­ma aus Tirana

Das Wichtigste erstmal vorweg: danke, RTSH! Wohl wissend um die Bedeutung des traditionsreichen albanischen Liederfestivals für das Seelenheil der Fans als erster nationaler Vorentscheid einer jeden Saison und als virtueller Weihnachtsbaum für die Grand-Prix-Familie, scheute der Sender keine Kosten und Mühen, inmitten einer grassierenden Pandemie eine spektakuläre Show über drei Abende zu fabrizieren und uns damit - nach dem Worst Case eines coronabedingt ausgefallenen Eurovision Song Contests - das so bitterlich herbeigesehnte Licht am Ende zwar nicht des Tunnels, aber eben des schlimmsten Jahres der Grand-Prix-Geschichte zu entzünden. Und wie dringend haben wir dieses benötigt! Die äußeren Umstände zwangen die…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Vor­wärts in die Vergangenheit

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Vor­wärts in die Vergangenheit

Organisierte Eurovisionsfans können manchmal der übelste Menschenschlag auf diesem Planeten sein! Diesen Montag ging das mit 25 Teilnehmer:innen bestückte Semifinale des als albanische Vorentscheidung dienenden, traditionellen Festivali i Këngës über die Antenne. Das fand wegen Corona diesmal nicht im Kongresspalast zu Tirana statt, sondern auf dem mit einer imposanten Freilichtbühne bestückten Platz davor. Richtig: im Freien, mitten im Winter, bei, wie sich an den Dampfschwaden aus den Mündern der Interpret:innen unschwer erkennen ließ, knackiger Kälte! Und auch nicht wie sonst live, sondern als Aufzeichnung schon ein paar Tage vorab. Natürlich trat das Unvermeidliche ein und die Ergebnisse sickerten bereits am…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: vom ent­setz­li­chen, süßen und dra­ma­ti­schen Tod

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: vom ent­setz­li­chen, süßen und dra­ma­ti­schen Tod

Es liegt einfach kein Trost in dieser Zeit: während sich das Katastrophenjahr 2020 quälend langsam dem bitter ersehnten Ende entgegenschleppt, flankiert von einem abgewählten US-Präsidenten, der sich wie ein trotziger Fünfjähriger im Zimmer verbarrikadiert und wütend "ich hab aber nicht verloren" schreit, sowie von einer Schar von Solidaritäts- und Realitätsverweigerern, die im Angesicht der unvermindert wütenden Corona-Pandemie "Oh, wie ist das schön"-singend durch deutsche Innenstädte ziehen und mit solchen als "Querdenker-Demos" apostrophierten Superspreader-Events den Tod weiterverbreiten, und zwar in seiner grausamen Variante; währenddessen also tauchten in der bunt glitzernden Gegenwelt des Eurovision Song Contest in den zurückliegenden Tagen bereits die…
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Wham, Ben, thank you, Man: Ben Dolic ist aus dem Rennen

Wham, Ben, thank you, Man: Ben Dolic ist aus dem Rennen

"Ich habe beschlossen, nicht an der Eurovision im nächsten Jahr teilzunehmen"! Per Instagram machte Ben Dolic heute Schluss mit dem Song Contest. Ursprünglich ausgesucht, Deutschland 2020 beim europäischen Wettsingen in Rotterdam mit der für heimische Grand-Prix-Verhältnisse erstaunlich guten Popnummer 'Violent Thing' zu vertreten, begann für den gebürtigen Slowenen nach der coronabedingten Absage der Veranstaltung im März diesen Jahres eine quälende Zeit der Ungewissheit. Anders als viele konkurrierende Nationen, die ihre:n Repräsentant:in ebenfalls intern bestimmt hatten und sich umgehend bemühten, klarzustellen, dass sie mit dieser_m selbstverständlich auch 2021 ins Rennen gehen, gab es aus Hamburg erstmal das, was wir vom NDR…
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Dad­dy Cool: Daði Freyr und Gagna­ma­gnið tre­ten 2021 für Island an!

Dad­dy Cool: Daði Freyr und Gagna­ma­gnið tre­ten 2021 für Island an!

Es ist die Nachricht, auf die wir alle gewartet haben und die einen goldenen Lichtstrahl der Hoffnung und Freude in diese all zu düstere Zeit schickt: wie der durch die seuchenbedingte Absage des Eurovision Song Contest 2020 verhinderte höchstwahrscheinliche Grand-Prix-Sieger von 2020, Daði Freyr, heute in einem Tweet mitteilte, wird er Island kommendes Jahr in Rotterdam vertreten, erneut in Begleitung seiner Posse, der Band Gagnamagnið. Damit steht auch fest, dass es keinen öffentlichen Vorentscheid gibt: Freyr, der mit dem sensationellen 'Think about Thinks' neben der litauischen Band The Roop als heißester Anwärter auf die diesjährige Krone galt, hatte eine Direktnominierung…
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Fly­ing the Flag: Ive­ta Muku­chy­an von deut­scher Vor­auswahl ausgeladen

Fly­ing the Flag: Ive­ta Muku­chy­an von deut­scher Vor­auswahl ausgeladen

Seitdem die beiden Kaukasusstaaten Armenien und Aserbaidschan am Eurovision Song Contest teilnehmen, sind die Grand-Prix-Fans wohl oder übel vertraut mit dem Konflikt der beiden Nachbarstaaten über Berg-Karabach, eine völkerrechtlich formell zu Aserbaidschan zählende, nach langjährigen blutigen Auseinandersetzungen und Vertreibungen von heute nur noch knapp 150.000 ethnischen Armenier:innen bewohnte Region (mehr Hintergründe in diesem heise-Artikel). Seit einem Referendum im Jahre 2017 nennt sich der von keinem anderen Land offiziell anerkannte De-Facto-Staat nun Republik Arzach. Von der Öffentlichkeit weitgehend ignoriert, schlug der lange Zeit eingefrorene Disput nun wieder in kriegerische Handlungen um, es gibt Bombenangriffe auf die Hauptstadt Stepanakert und Gefechte im…
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Social­ly distant Euro­vi­si­on: vier Sze­na­ri­en für Rot­ter­dam 2021

Social­ly distant Euro­vi­si­on: vier Sze­na­ri­en für Rot­ter­dam 2021

Nach der coronabedingten Absage des Eurovision Song Contest 2020 zeigt sich die EBU entschlossen, unser aller Lieblingsevent im Mai 2021 auf jeden Fall über die Bühne der Rotterdamer Ahoy-Arena gehen zu lassen. Und sei es zur Not ohne Künstler*innen oder Zuschauer*innen. Um möglichst flexibel auf die sich ständig verändernde Bedrohungslage durch das Virus und die damit einhergehenden Einschränkungen reagieren zu können, arbeiteten die Genfer*innen gemeinsam mit den veranstaltenden niederländischen TV-Stationen jetzt vier mögliche Szenarien aus, die man heute der Öffentlichkeit vorstellte. Die hoffnungsfroheste wäre ein "normaler" Contest, wie wir ihn aus der Vergangenheit kennen. Das setzte aber die zeitnahe Verfügbarkeit…
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Ein Licht­blick: die ESC-Sai­son 2021 startet

Ein Licht­blick: die ESC-Sai­son 2021 startet

Auf nur wenig ist in diesen Zeiten Verlass. Um so tröstlicher, dass nach der offiziellen EBU-Zeitrechnung - so wie immer - auch am 1. September 2020 für Eurovisionsfans wieder das neue Jahr beginnt. Jeder ab heute neu veröffentlichte Song könnte ein potenzieller ESC-Titel sein, und so haben wir wenigstens wieder einen Grund, um morgens aufzustehen. Denn nach dem coronabedingt abgesagten Eurovision Song Contest 2020 soll die Europameisterschaft im Singen im neuen Jahr auf jeden Fall durchgeführt werden, auch wenn noch abzuwarten bleibt, wie das ganze über die Bühne gehen soll. Davon, dass in Rotterdam im kommenden Mai eine riesige Sause…
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Lipsync for your Life: auf­ge­zeich­ne­te Chor­stim­men künf­tig erlaubt

Lipsync for your Life: auf­ge­zeich­ne­te Chor­stim­men künf­tig erlaubt

Die Melodifestivalisierung des Eurovision Song Contest schreitet voran: der neue ausführende ESC-Produzent Martin Österdahl erlaubt beim großen europäischen Liederwettbewerb unter dem Deckmantel der Corona-Krise ab kommendem Jahr den Einsatz von aufgezeichneten Gesangsstimmen, wie er beim schwedischen Vorentscheid schon seit geraumer Zeit üblich ist. Zur Begründung nennt der Nachfolger von Jan Ola Sand die damit verbundene Kostenersparnis, die in Zeiten der noch auf uns zukommenden europaweiten Wirtschaftskrise vielen Ländern, die sonst aussetzen müssten, die weitere Teilnahme ermögliche, weil sie dann mit einer kleineren Delegation anreisen könnten. Zudem erlaube es den Songschreiber:innen, "ihre Arbeit so originalgetreu wie möglich zu präsentieren. Und, noch…
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Mutig: der Song Con­test kol­li­diert mit König Fussball

Mutig: der Song Con­test kol­li­diert mit König Fussball

Die EBU scheint guter Hoffnung: obschon zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht (und auch nicht seriös vorhergesagt werden kann), ob bis Mai nächsten Jahres ein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht, der die sichere Durchführung einer Massenveranstaltung wie dem Eurovision Song Contest überhaupt erst wieder ermöglicht, legte sie heute schon mal die Austragungstermine für 2021 fest. Am 18. (erstes Semi), 20. (zweites Semi) und 22. Mai (Finale) sollen die Shows in der ursprünglich bereits für dieses Jahr gebuchten Ahoy-Arena zu Rotterdam über die bereits  Bühne gehen. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit, natürlich unter Vorbehalt. Die Wahl der Termine beweist Mut, kollidiert…
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