Pro Sie­ben: Koope­ra­ti­on am Geld geschei­tert?

Recht erfolgreich, zumindest von den Ergebnissen beim Eurovision Song Contest und dem Interesse der Medien, verlief bekanntlich (nach leichten Anlaufschwierigkeiten) die Zusammenarbeit des NDR und des Privatsenders Pro Sieben beim deutschen Vorentscheid in den Jahren 2010 bis 2012. Dass man dieses Experiment nicht mehr weiterführte, hatte - neben der bei Unser Star für Baku deutlich erkennbaren Unlust des Showmachers Stefan Raab - wohl vor allem pekuniäre Gründe, wie Brainpool-Chef Jürgen Grabosch dieser Tage durchblicken ließ. So äußerte er sich nach DWDL-Angaben im Rahmen eines Werkstattgesprächs zum renommierten Grimme-Preis auf eine entsprechende Nachfrage dahingehend, dass seiner Ansicht die Kooperation noch heute…
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Haba-Haba-Gate: Tele­vo­tin­g­er­geb­nis­se 2011

Heute veröffentlichte die EBU die getrennten Ergebnisse des Tele- und Juryvotings. Wie schon vermutet, gibt es massive Unterschiede zwischen den demokratischen Zuschauerergebnissen und dem verstaubten Geschmack der Korrumpeure in den Jurys. So klaffen bei der österreichischen Jodelschnepfe Nadine Beiler und ihrer (wenn auch hervorragend gesungenen) sterbensöden Disney-Ballade 'The Secret is Love' unfassliche 19 Plätze zwischen den Präferenzen der dort versammelten Schnarchnasen (Platz 5 im Juryvoting) und den progressiveren Zuschauern, bei denen die Frau mit der Mireille-Mathieu-Perücke auf dem vorletzten Platz landete. Als massive Jurylieblinge erwiesen sich auch die öden Nummern aus Slowenien, Dänemark (Platz 18 im Zuschauerranking!) und - wie…
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ESC Fina­le 2011: I’m sca­red tonight

Europa macht mir Angst. Erst verwies es, natürlich unter tatkräftiger Mithilfe der gerontischen Jurys, in den Semis meine beiden jeweiligen Lieblingsbeiträge, das wunderbar optimistische 'Haba haba' (NO) und das exzellent dramatische 'San Angelos s'agapisa' (CY), auf die vorletzten Plätze. Und dann bestimmte es im Finale einen musikalisch glattgebügelten, beliebigen Seichtkram zum Sieger, in dem sehr offensichtlich die Zwangsheterosexualisierung eines bedauernswerten, sehr offensichtlich nicht interessierten Jünglings durch eine an Jahren und Erfahrung reiche Frau zelebriert wird. Bei evangelikalen Fundamentalisten mit ihren absurden Homo-Heilungs-Programmen dürften die Sektkorken geknallt haben. Für mich wurde an diesem Abend ein beträchtliches Stück der schwulen Identität des…
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It’s Shi­te Time (AZ 2011)

Sinn für Humor haben sie ja, die Aserbaidschaner. Nach der wohl absurdesten Vorentscheidung diesseits der Ukraine, an deren Ende vor vier Wochen für alle überraschend eine stimmlich begabte Jungtunte und eine krächzende Nebelkrähe vor einem desinteressierten Publikum als Eurovisionsvertreter 2011 ausgerufen wurden, haben es die Azeris tatsächlich geschafft, für die beiden eine leere Ballade zusammen zu zimmern, die trotz heftigstem Autotune-Einsatz wohl niemanden überzeugt. Mit dem wunderbar passenden Titel 'Running scared'. Denn das dürften die beiden bedauernswerten Exponenten im Mai tatsächlich tun müssen, wenn der Erdölstaat erstmals im Semi hängen bleibt. Da war ja Dänemark 2010 noch emotional glaubwürdiger! (mehr …)
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ESC 2. Semi 2011: Cau­se I know it’s pasi­bel

Es geht doch, wenn man nur will: die ARD kann eine Eurovisionssendung ohne peinliche Technikpannen stemmen; Anke Engelke kann auch richtige Abendkleider tragen (und darin fantastisch aussehen); Stefan Raab kann witzig sein (als Sidekick von Anke Engelke, die bereits mit der Moderation der beiden Semis allen Schmach, den uns Marlene Charells überambitioniertes Straucheln 1983 bescherte, mehr als wettmachte) und das Erste kann einen richtig guten Pausenact organisieren, der multikulturell wirkt und dennoch etwas mit dem veranstaltenden Land zu tun hat. A propos Multikulti: noch nie war ich so begeistert von den Postkarten! Die schönsten Seiten Deutschlands im Märklin-Style, verknüpft mit…
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ESC 1. Semi 2011: Halb­zeit means Halb­zeit

Mehrere Überraschungen hielt das erste Semi bereit: ein dank des unheilvollen Eingreifens geschmacksgestörter Gerontenjurys hochgradig schockierendes Abstimmungsergebnis, versagende Stimmen sowie eine peinliche Tonpanne. Und das am Technologiestandort Deutschland! Am unerwartesten aber: eine hinreißend lockere, amüsante Moderation, trotz Stefan Raab (DE 2000) als einer der drei Gastgeber des Abends! Wer auch immer die Eröffnungsmoderation mit dem Running Gag "Looks don't matter in Germany" schrieb, gehört für den Grimme-Preis nominiert. Entgegen meiner schlimmsten Befürchtungen präsentierte sich Deutschland durch den unverkrampft-lockeren Schlagabtausch zwischen der großartigen Anke Engelke und einem angenehm eigenironischen Stefan Raab als souverän und unterhaltsam. Bravo! (mehr …)
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Haba-Haba-Gate: Voting­scho­cker im ers­ten Semi­fi­na­le 2011

Was ist denn da passiert, Europa? Einen echten Voting-Schocker lieferte der abstimmende Teil des Kontinents gestern Abend ab. Entweder sahen die Menschen in den teilnahmeberechtigten Ländern einen völlig anderen Contest als ich, oder es stimmten aufgrund technischer Probleme oder zu geringer Zuschauerzahlen überall ausschließlich die Jurys ab. Etliche bislang eherne Eurovisionsgesetze fielen. Ein Versuch, das Unfassliche zu erklären. In stillem Angedenken: Stella Mwangi (mehr …)
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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2011: die Pro­ben

Und schon sind wir bei Tag sieben der Proben in Düsseldorf. Aus dem donnerstäglichen zweiten Semis gingen gestern die ersten Teilnehmer zum zweiten Mal ins Test-Rennen - geprobt wurde die über sehr weite Strecken sehr langweilige erste Hälfte, für welche das Bereitstellen von Discoschorle (Wodka & Red Bull), Koffeintabletten und Streichhölzern für das Offenhalten der Augen angezeigt erscheint. Außer Konkurrenz probte Eric Saade zudem den Glasbruch - und strafte das alte Ammenmärchen "Glück und Glas, wie leicht bricht das" Lügen. Heute dürfen wir auf den zweiten Durchgang von Dana International gespannt sein. Und heute Nachmittag folgen die ersten Proben der…
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Ers­tes Semi­fi­na­le 2011: die Pro­ben

Tag 6 des Probenmarathons in Düsseldorf. Gestern und heute mussten (sollten, durften) die Teilnehmer des ersten Semis bereits zum zweiten Mal ran. Und es ist hochgradig spannend, wie schnell sich die Wahrnehmung verändert und wie viel scheinbare Kleinigkeiten ausmachen. Gerade in einem dermaßen offenen Jahr, wo sich fast jeder schwer tut, mögliche Qualifikanten zu benennen (von einem Gesamtsieger erst gar nicht zu reden). Neue Car-Crashs sind zu vermelden und der erste nackte Oberkörper, aber lesen Sie selbst! Impressionen aus dem Pressezentrum (mehr …)
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Fang­fri­sche Musik­vi­de­os

Gut einen Monat liegt das Ende der Vorentscheidungssaison 2011 nun zurück. Zwischenzeitlich reichten einige Länder noch professionelle Musikvideos nach, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Da ist an vorderster Front Eric "Marquis de" Saade zu nennen, der in seinem (sehr düsteren) Clip auf Michael Jacksons Spuren wandelt und die Geschichte des Tanzwettbewerbs mit einer Straßengang aus 'Beat it' nacherzählt. Nur, dass es in Erics Fassung nicht bei der sublimen Verlagerung der Rivalität zwischen Gut und Böse in den Tanz bleibt, sondern er von den fiesen Bullies gleich zu Anfang erst mal richtig die Fresse poliert bekommt. Nichts für empfindliche…
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Blue zie­hen sich aus

Wie bereits berichtet, zogen sich die britschen Eurovisionsteilvertreter Blue unlängst für das Londoner Schwulenmagazin Attitude aus. Sehr aufmerksam, Jungs - und sehr an die Zielgruppe gedacht! Der offen bisexuelle Frontmann Duncan James dürfte nun in Düsseldorf noch mehr von Journalisten schwulen Fans umringt werden - und auch die drei anderen Boygroup-Mitglieder können sich wahrlich sehen lassen! Auch wenn Antony Costa beim Fotoshooting offensichtlich etwas die Wampe einziehen musste - ich find Männer mit Bauch ja sexy! So dürften die Jungs gerne auch beim Grand Prix auftreten! Die Attitude, laut Eigenwerbung "Europe's No 1 gay lifestyle mag", ist für 2,99 £…
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Euro­vi­si­on Mini­Pop Icons

Eine fabelhafte Idee hatte der Brite Ben Morris: er entwarf die unglaublich niedlichen Eurovision 2011 Minipop Icons. Kleine, am Computer gezeichnete Figürchen, die alle 43 diesjährigen Teilnehmer zeigen - mit zum Teil haarsträubend lustigen Details. Das ultimative Fan-Accessoire! Leider gibt's die Icons momentan nur als Anstecker oder Poster zu kaufen, da Morris das nur als Hobby nebenbei betreibt. Jedward und Blue verewigte der Künstler zwar auch auf je einem T-Shirt. Die versteigert er jetzt, versehen mit den Autogrammen der Interpreten zu einem karitativen Zweck auf Ebay. Als Blue sich unlängst für das Londoner Schwulenmagazin Attitude entblätterten, zog er folgerichtig mit…
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DVE 2011: Reruns are a ris­ky Busi­ness

Das Unglaubliche, das nicht mehr Erwartete, das Wunder war im Vorjahr geschehen: das in Stefan Raabs Castingshow Unser Star für Oslo entdeckte neue deutsche Fräuleinwunder Lena Meyer-Landrut hatte nach 28 Jahren Durststrecke das Märchen wahr gemacht und die Grand-Prix-Krone heim geholt. Deutschland war im kollektiven Freudentaumel und die mit Staatsehren zu Hause empfangene Lena unsere unumschränkte Volksheldin. Noch im Siegesrausch von Oslo entscheid Raab, Lena zur Titelverteidigung in diesem Jahr nochmals antreten zu lassen. Und ließ sich auch durch ungläubige bis entsetzte Reaktionen von Medien und Öffentlichkeit nicht mehr davon abbringen. So funktionierte er die Vorentscheidung 2011 in eine dreiteilige,…
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Der Schnell­über­blick: ers­tes Semi­fi­na­le 2011

'Boom Boom', 'Haba Haba', 'Da da dam': eine Ansammlung lautmalerischer lyrischer Meisterwerke ist in der ersten Qualifikationsrunde am 10. Mai zu finden. Die ARD hat das voraussichtlich einschaltquotenschwächere der beiden Semis, in dem wir nicht mit abstimmen dürfen, großzügig an den Kooperationspartner ProSieben abgetreten, der es ab 21:00 Uhr live ausstrahlt. Was bedeutet, dass wir erstmals seit Einführung des zweiten Semis in den Genuß einer bundesweit tatsächlich empfangbaren Liveübertragung kommen (hurra!), wenn auch um den Preis von Werbespots in den Pausen. 19 Länder gehen ins Rennen um die zehn Plätze im Finale am Samstag. Hier die Übersicht in der ausgelosten…
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Got it deep insi­de (BY 2011)

Ende Februar wählte die finstere Halbdiktatur Weißrussland (aka Belarus) in einem strikten Juryentscheid ihren Beitrag für Düsseldorf: eine allerliebste, wunderbar trashige Achtzigerjahre-Eurodisco-Uptemponummer mit dem selbstreferentiellen Titel 'Born in Belorussia (USSR Time)'. Das war wohl Lukaschenkos musikalisches Bewerbungsschreiben für die Wiedervereinigung mit dem Mutterland Russland. Nach Gemecker über den "politschen" Text und einen angeblichen Regelverstoß zog das Land den Song zu meinem großen Bedauern zurück (Lukaschenko hätte ich dickere Eier zugetraut). Und ersetzte ihn durch einen neuen, ähnlich discotastischen, mit dem nicht minder subtilen Titel 'I love Belarus'! Geschrieben vom selben Autoren und dargeboten von derselben Interpretin, Anastasiya Vinnikova. Und damit…
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Der Schnell­über­blick: die Big Five 2011

Keiner hatte es mehr für möglich gehalten. Doch das deutsche Fräuleinwunder Lena Meyer-Landrut bewies es letztes Jahr in Oslo: jawohl, auch ein Big-Four-Land kann gewinnen, wenn es nur will. Man braucht einfach nur einen überzeugenden Song und einen Interpreten mit Ausstrahlung! Der Überraschungssieg von 'Satellite' lockte sogar die Eurovisionssnobisten aus Italien zurück, so das es in diesem Jahr sogar fünf automatische Finalisten gibt, die ohne Qualifikationsrunde fix für den Samstag (14. Mai, ab 21:00 Uhr im Ersten) gesetzt sind. Wie stehen deren Chancen? Hier der Überblick. (mehr …)
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Der Schnell­über­blick: zwei­tes Semi 2011

Eine bunte Mixtur an Beiträgen, vom Eurodancetrash über Elektrosound und Hardrock bis hin zu grauenhaften Sülzballaden ist in der zweiten Qualifikationsrunde am 12. Mai (ab 21:00 Uhr im Ersten) zu finden. Darunter so ziemlich alle meiner diesjährigen Hassbeiträge, und das sind nicht wenige! Größere Vorräte an Wodka-Red Bull und glimmenden Zigaretten, die man sich zwecks Wachbleibens ins Fleisch pressen kann, sind angeraten, um dieses Semi zu überstehen. 19 Länder gehen ins Rennen um die zehn Plätze im Finale am Samstag, und wir sind abstimmungsberechtigt. Hier die Übersicht in der Reihenfolge der ausgelosten Startplätze. (mehr …)
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Every Song is a Cry (AB 2011)

Albanien hält auf Tradition. Traditionell an Weihnachten fand das dreitägige Festivali i Kënges (FiK) statt. Traditionell stimmte eine Jury ab, und traditionell entschied sich sich für eine furchteinflößende Domina mit einem, wie es Tradition in Albanien ist, laut geschrieenen, dezent orientalisch anmutenden Klagelied mit 'Kënga' ('Lied') im Titel. Wie es die Tradition weiter erfordert, wurde auch dieses Lied bis zur Unkenntlichkeit neu abgemischt und mit einem englischen Text versehen, von dem man aufgrund der traditionell katastrophalen englischen Sprachfähigkeiten der Albaner wiederum kein Wort versteht. "I hold my Nipple in the open Sky"? Verrückte Frau! httpv://www.youtube.com/watch?v=3r5cWoZFIw0 Hier die albanische Originalfassung 'Kengä…
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Fan­boy, Fan­boy, you can call me Fan­boy (SE 2011)

Yaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaay! Einen besseren Abschluß der Vorentscheidungssaison 2011 hätte es nicht geben können! Schweden hat sich ausnahmsweise mal richtig entschieden und Eric Saade (sprich: Sa-aa-de) mit der fabelhaften Disconummer 'Popular' nach Düsseldorf gewählt. Und populär dürfte der putzige 'Manboy' bei den Fans sicherlich sein! Tack Sverige und ich freu mich bereits auf Stockholm 2012! httpv://www.youtube.com/watch?v=Nfx0OMM2u0A Glück und Glas, wie leicht bricht das: Eric Saade (mehr …)
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Hasch mich, ich bin Tim Früh­ling! (RU 2011)

Vor einer Woche bestätigte das russische Fernsehen offiziell, dass Alexey Vorobyov, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Alex Sparrow, das Land beim Eurovision Song Contest 2011 vertreten werde. Mit einem vom marrokkanischen House-Produzenten RedOne (u.a. Lady Gagas 'Pokerface') geschriebenen Titel namens 'Get you'. Einen Tag später fand bereits ein "inoffizieller" Mitschnitt einer öffentlichen Vorführung des Songs seinen Weg ins Internet, vermutlich als Teil einer viralen Kampagne. Heute erfolgte nun die offizielle Songpräsentation. Und, wie bei allen Hypes - bei näherer Betrachtung verliert es etwas an Glanz. Dennoch ein proper gemachter Popsong, der zu Recht vorne mitspielen wird. httpv://www.youtube.com/watch?v=lzYWyIbPLcc Get me (some…
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Every Way that they can (UK 2011)

Nachdem vorgestern bereits die Studiofassung des britischen Beitrags 'I can', gesungen von der wiedervereinigten Neunzigerjahre-Boyband Blue, durchsickerte (und aufgrund übermäßigen Autotune-Einsatzes eher enttäuschte), ging vor wenigen Minuten die seit langer Zeit mit Hochspannung erwartete erstmalige Live-Performance in der Graham Norton Show über die Bühne. Und was soll ich sagen: die war gut, verdammt gut! Ohne den ganzen Vocodereinsatz klingt die Nummer gleich viel besser, und ein Sieg des Königreichs scheint mir jetzt nicht mehr völlig von der Hand zu weisen. httpv://www.youtube.com/watch?v=ry_ytRwRlFQ An der Choreografie sollten Blue vielleicht noch ein bisschen feilen, und der mit der hohen Stimme braucht vielleicht 'nen…
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Rock the Boat (GE 2011)

Die Georgier, erst seit 2007 beim Contest, versuchen es lustigerweise jedesmal mit einer neuen Rezeptur. Nach Björk-lite ('Visionary Dream'), siegelesker Weltfriedenssülze ('Piss will cum'), gezielter Provokation ('We don't wanna put in') und kalkuliertem Hochleistungsgekreische ('Shine') ist nun Elektropunkrock mit Rapeinlage dran. Das einzige verbindende Element: schlechtes Englisch. httpv://www.youtube.com/watch?v=dGgQLN8bseM So helfe ihr doch jemand - sie quält sich doch nur noch... (mehr …)
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We all sleep alo­ne (NL 2011)

Für das sich seit rund einer Dekade auf einem eurovisionären Selbstmordkurs befindliche Holland geht eine Band namens 3Js (= Jaap, Jaap & Jan) an den Start, wie der Sender TROS (das dortige Äquivalent zum MDR) bereits Mitte Juli 2010 entschied. Ende Januar 2011 wählten die Käsköppe auch den dazugehörigen Titel, eine grauenhafte Formatradio-Poprocksülze namens 'Je vecht nooit alleen'. Das wurde nun zu 'Never alone' anglifiziert, was es noch ein Stück egaler macht. httpv://www.youtube.com/watch?v=igR4g6JFDJo Komm zurück, Sienecke - alles ist vergeben! (mehr …)
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From Brussels with Love (BE 2011)

Einen skurrilen Geschmack beweisen mal wieder die Belgier Wallonen: mit völliger Stimmengleichheit zwischen Jury und Publikum wählten sie die Acapella-Kappelle Witloof Bay und ihren quasi gleichnamigen Song nach Düsseldorf. Vermutlich, damit auch mal ein Beitrag des französischsprachigen Teils des Landes in der Vorrunde scheitert. Alles handgesungen! (mehr …)
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