Diese Welt

News rund um den Grand Prix

Trotz Finanz­streit: Song Con­test 2019 bleibt in Israel

Trotz Finanz­streit: Song Con­test 2019 bleibt in Israel

"Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor": dieses Faust-Zitat passt ganz wunderbar zu den aktuellen Ränkeschmieden um die Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2019 in Israel. Dass der Wettbewerb nach dem Sieg von Netta Barzilai in Lissabon in dem Nahostland stattfinden soll, wissen wir bereits seit Mai 2018. Dass es eine Fehde um den mögliche Austragungsort gibt, mit dem weltoffenen Tel Aviv und der umstrittenen religiösen Hauptstadt Jerusalem als aussichtsreichste Bewerber, auch. Nun stand in den letzten Tagen die gesamte Ausrichtung auf Messers Schneide, weil sich der Sender Kan und die israelische Regierung…
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Schwei­zer Fern­se­hen streicht die Entscheidungsshow

Schwei­zer Fern­se­hen streicht die Entscheidungsshow

Nach dem Ausscheiden der schweizerischen ESC-Vertreter Zibbz im ersten Semifinale 2018 schraubt der verantwortliche Sender SRF weiter am Vorauswahlverfahren für den Eurovision Song Contest 2019. Wie das helvetische Fernsehen heute bekannt gab, orientiert man sich am erfolgreichen Konzept des NDR und bedient sich eines einhundertköpfigen Zuschauerpanels sowie einer internationalen Fachjury aus 20 ehemaligen ESC-Teilnehmer/innen oder -Juror/innen. Diese wählen - wie in Deutschland - in einem mehrstufigen Verfahren aus den vorselektierten Bewerbungen den eidgenössischen Repräsentanten für Israel. Der SRF behält sich innerhalb des Verfahrens die Vergabe zusätzlicher Wildcards vor, die endgültige Entscheidung liegt allerdings ausschließlich bei den beiden Panels, für deren…
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End­lich: aus der frü­he­ren jugo­sla­wi­schen Repu­blik wird Nordmazedonien!

End­lich: aus der frü­he­ren jugo­sla­wi­schen Repu­blik wird Nordmazedonien!

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung gestern berichtete, zeichnet sich endlich eine Lösung in dem seit mehr als einem Vierteljahrhundert andauernden, so albernen wie ermüdenden Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien ab. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991 befindet sich der rund 2 Millionen Einwohner/innen starke Balkanstaat im Disput mit den hellenischen Nachbarn, deren nördlichste, unmittelbar an Mazedonien angrenzende Region Makedonien heißt. Weswegen man in Athen stets territoriale Ansprüche aus Skopje auf eben jenes Gebiet fürchtete, zumal beide Nationen jeweils für sich das kulturelle Erbe des historischen Königs Alexanders des Großen reklamieren. Die Griechen blockierten seither stur jegliche Annäherung Mazedoniens an…
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Der Ting­ler sang für uns alle: Jür­gen Mar­cus ist tot

Der Ting­ler sang für uns alle: Jür­gen Mar­cus ist tot

Eine Schlagerlegende hat uns verlassen: wie verschiedene Medien gestern berichteten, verstarb der Sänger Jürgen Marcus bereits Mitte Mai 2018 im Alter von 69 Jahren an den Folgen seiner langjährigen chronischen Lungenerkrankung (COPD). Der als Jürgen Beumer in Herne geborene, gelernte Maschinenschlosser zählte zu seinen Glanzzeiten in den Siebzigern zu den umsatzstärksten deutschen Schlagersängern mit nicht weniger als 36 Auftritten in der ZDF-Hitparade. Erste größere Bekanntheit errang der Blondgelockte im Jahre 1969 mit einer Hauptrolle im Musical Hair, woraufhin ihn der Erfolgsproduzent Jack White unter Vertrag nahm und Marcus in den nächsten sieben Jahren einen Top-Hit nach dem anderen landete. Seine Teilnahme…
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Hys­te­rie in der Bub­ble: Ele­ni ist neue Wettquotenkönigin

Hys­te­rie in der Bub­ble: Ele­ni ist neue Wettquotenkönigin

Seit Monaten führte die Israelin Netta Barzilai mit ihrem Beitrag 'Toy' unangefochten die Listen der internationalen Wettbüros für einen Sieg beim Eurovision Song Contest 2018 an. Bis heute früh. Gewissermaßen auf dem letzten Meter überholte sie da die für Zypern antretende Eleni Foureira mi ihrer Nummer 'Fuego'. Und ein schöneres Paradebeispiel für überschnappende Fan-Hysterie in der hermetisch in ihrem eigenen Saft schmorenden Bubble könnte es meines Erachtens nicht geben. Sowie für die Art und Weise, wie das Belohnungszentrum in unserem Gehirn, der Nucleus accumbens, arbeitet. Der schüttet bekanntlich Dopamin aus, den Botenstoff, der uns mit Glücksgefühlen belohnt, wenn etwas (eine Situation,…
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Trick­kleid­dra­ma um Eli­na Netšajeva

Trick­kleid­dra­ma um Eli­na Netšajeva

Exakt einen Monat vor dem ersten Semifinale des Eurovision Song Contest 2018 entspannt sich ein Finanzierungsproblem rund um die Teilnahme der estnischen Popera-Diva Elina Netšajeva. Die trat beim heimischen Vorentscheid Eesti Laul bekanntlich in einem Projektionskleid auf, also einem Dress mit einem textilreichen grauen Unterteil, das als Leinwand für sehr eindrückliche, aufgespielte Visuals fungiert und das einen nicht unerheblichen Teil zum beeindruckenden audiovisuellen Gesamtkonzept beitrug. Das wollte Elina in Lissabon eigentlich so beibehalten, was aber am Geld scheitern könnte: wie der estnische Delegationsleiter Mart Normet nach einem Bericht von Wiwibloggs vorrechnet, summieren sich die geschätzten Kosten für die Miete leistungsstarker Projektoren…
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Geld­sor­gen: ukrai­ni­sche Teil­nah­me 2018 ist in Gefahr

Geld­sor­gen: ukrai­ni­sche Teil­nah­me 2018 ist in Gefahr

Das kurzfristige Wackeln von Eurovisionsteilnahmen aus pekuniären Gründen scheint sich zu einem wiederkehrenden Thema zu entwickeln, an das wir uns wohl oder übel gewöhnen müssen. Wie die EBU heute morgen in einer Presseerklärung verlautbarte, ist der ukrainische Sender UA:PBC aufgrund chronischer Unterfinanzierung unmittelbar in seinem Bestand gefährdet. Bereits Ende April 2018, also in wenigen Wochen, könnte das öffentlich-rechtliche Fernsehen gezwungen sein, den Sendebetrieb einzustellen, da der sich in einem massiven Umstrukturierungsprozess befindliche Sender derzeit nur die Hälfte der benötigten Mittel erhalte. Muss das EBU-Mitglied wirklich dicht machen, kann auch der für den Eurovision Song Contest 2018 ausgewählte Emo-Boy Melóvin nicht…
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Was wird Unser Lied für Lissabon?

Was wird Unser Lied für Lissabon?

So, heute Abend gilt's. In gut vier Stunden beginnt er, der deutsche Vorentscheid 2018 unter dem schönen Titel Unser Lied für Lissabon. Fleißig schraubte der NDR nach den wenig ruhmreichen Ergebnisse der Vorjahre an der Vorauswahl der sechs Teilnehmer/innen der heute Abend aus Berlin-Adlershof gesendeten und sowohl im Ersten wie auf dem Digitalsender One übertragenen Show. Eine aus jungen Fans plus eine aus internationalen ESC-Juroren und -Teilnehmer/innen wie z.B. Margaret Berger (NO 2013) zusammengesetzte Jury waren an der Auswahl beteiligt und dürften auch beide in der heutigen Sendung zu jeweils einem Drittel mitstimmen. Ausdrücklich suchte der NDR-Verantwortliche Thomas Schreiber diesmal „kantige“ Acts, um den in den letzten Jahren unweigerlichen…
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San Mari­no 2018: Give me Chan­ce to refinance

San Mari­no 2018: Give me Chan­ce to refinance

Eine kostspielige Angelegenheit ist die Teilnahme am Eurovision Song Contest, und gerade die TV-Stationen kleinerer und finanzschwächerer Länder müssen hier oft kreative Wege gehen. So wie die gerade mal 30.000 Einwohner starke Winz-Republik San Marino. Jahrelang ließ man sich dort den Beitrag von Ralph Siegel bereitstellen und bezahlen, was einer gewissen Valentina Monetta (→ SM 2012, 2013, 2014, 2017) zu fragwürdiger Berühmtheit verhalf. In diesem Jahr legte das sanmarinesische Fernsehen die Verantwortung in die Hände des österreichischen Musikproduzenten Christoph Straub, des Vaters von Zoë (→ AT 2016), die ihrerseits als Co-Komponistin an fast allen Titeln des Vorentscheidungsformats 1in360 beteiligt ist.…
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Schott­land will wei­ter­hin ins ‘kon­ti­nen­ta­le Schau­fens­ter’ des ESC

Angesichts der am kommenden Mittwoch anstehenden britischen Vorentscheidung Eurovision: you decide unternahm die Scottish National Party am vergangenen Wochenende einen erneuten Vorstoß für eine stärkere Repräsentanz des für seine Kilts und Dudelsäcke bekannten Landesteils beim Eurovision Song Contest. So plädierte der Europaabgeordnete der separatistischen Partei, Alyn Smith, in der Zeitung Sunday Herald für ein Rotationssystem, nach welchem die verschiedenen Regionen des Vereinten Königreichs immer abwechselnd eine/n Vertreter/in zum europäischen Wettsingen entsenden sollen. Da sowohl Wales als auch Nordirland und eben Schottland über eigenständige TV-Stationen verfügen, die jeweils Mitglied der EBU sind, wären die formalen Voraussetzungen für ein solches Verfahren gegeben, wie Genf…
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You­tube-Dra­ma um San Marino

Ein gesperrter Youtube-Kanal und öffentliche Anprangerungen auf Facebook: rund um das diesjährige sanmarinesische Vorentscheidungsverfahren 1in360 ist ein hoch unterhaltsamer Zickenkrieg entbrannt. Popcorn bereitgestellt? Gut! Was bisher geschah: bekanntlich entschied sich der Sender der chronisch erfolglosen Miniaturrepublik, die Ermittlung ihres Beitrags für das europäische Wettsingen in Lissabon an die britisch-österreichische Produktionsfirma Naff Naff Ltd. auszulagern. Die eröffnete einen Youtube-Kanal namens 1in360, auf dem jeder, der wollte, ein Bewerbungsvideo hochladen durfte, was natürlich eine Springflut größtenteils tragischer Einsendungen nach sich zog. https://youtu.be/cC_sfbt_rCs Gehört zu den 1in360-Finalist/innen: Jessica Muskat aus Malta (Repertoirebeispiel). (mehr …)
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Bestä­tigt: Julia Samoy­l­o­va rollt nach Lissabon

Also doch: allen Zweifler/innen und Unkenrufer/innen zum Trotz hält das russische Fernsehen eisern an Julia Samoylova fest: heute bestätigte der Perwy Kanal (hihi) offiziell, dass man, wie bereits direkt nach dem dem als Juliagate in die Eurovisionsgeschichte eingegangenen Ausschluss der designierten russischen Repräsentantin für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew durch die Sicherheitsbehörden der Gastgeber trotzig verkündet, die an den Rollstuhl gefesselte Sängerin zum europäischen Wettsingen nach Lissabon entsenden werde. Und warum sollte sich Moskau auch die Chance entgehen lassen, die perfide eingefädelte Geschichte um ein armes behindertes Mädchen, deren Traum eines Auftritts auf der großen Grand-Prix-Bühne an den halsstarrigen…
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C’est vrai: die klei­ne Mer­cy gibt es wirklich!

Gestern Abend gewann das französische Singer-Songwriter-Pärchen Émilie Satt und Jean-Karl Lucas alias Madame Monsieur bei der Destination Eurovision dank der Stimmen der heimischen Televoter/innen das Ticket zum Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon. Ihr bewegendes Lied 'Mercy' erzählt von einem Flüchtlingsmädchen, das auf der Überfahrt übers Mittelmeer auf einem Rettungsboot zur Welt kommt. Und es basiert auf einer wahren Begebenheit: "Am 21. März 2017 stießen wir auf einen Tweet eines Reporters, der sich mit dem von SOS Méditerranée gecharterten Rettungsboot Aquarius beschäftigte," so Madame Monsieur zur Entstehungsgeschichte des Songs. "Er zeigte das Foto eines kleinen Mädchens namens Mercy, das gerade an Bord zur Welt…
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Mada­le­na Iglé­si­as ist tot

Wie der Blog EuroVisionary berichtet, verstarb die portugiesische Eurovisionsvertreterin von 1966, die fabelhafte Madalena Iglésias, heute Morgen im Alter von 78 in einer Klinik in Barcelona. Die Sängerin mit dem charakteristisch kantigen Gesicht nahm in den Sechzigern mehrfach am heimischen Festival da Cançāo teil, das sie 1966 mit gleich drei Beiträgen deutlich dominierte und mit dem Schlager ‚Ele e ela‘ (‚Er und sie‘), heute ein immer wieder gerne gehörter Evergreen, sehr klar gewann. Dabei wagte ihr Titel für portugiesische Verhältnisse geradezu Unerhörtes, handelte es sich doch – man mag es angesichts des Hangs ihrer Landsleute zu fadem Fado kaum glauben – um einen Uptemposong! Beim…
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Litau­en-Dra­ma: Favo­ri­tin Eri­ca Jen­nings pullt eine Lys

Kaum begann am vergangenen Samstag der zehnwöchige (!) litauische Vorentscheidungsmarathon Eurovizija, da entfaltet sich bereits das erste Drama: wie Wiwibloggs vermeldet, zog die Fan-Favoritin Erica Jennings ihre Teilnahme heute zurück. Der Grund: sie möchte sich nicht öffentlich durch die Jury maßregeln lassen, welche bei der Eurovizija jeden einzelnen Liveauftritt im Anschluss umgehend vor laufenden Kameras minutenlang seziert und dabei auch teils harsche, unverblümte Kritik an den Darbietungen äußert. Ein solches Castingshow-Gehabe sei jedoch mit einer "etablierten Sängerin" wie Frau Jennings nicht zu machen, wie sie ihre Entscheidung auf Facebook begründete: "Ich war schon bei der Eurovision, mit meinem eigenen Lied…
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Unser Lied für Lis­sa­bon kommt aus Berlin

Unser Lied für Lis­sa­bon kommt aus Berlin

Irgendwie mag man den in früheren Jahren in Sachen Informationspolitik beim deutschen Eurovisionsvorentscheid tendenziell eher öffentlichkeitsscheuen NDR, der uns bereits Anfang November 2017 mit seiner hochinformativen und herzblutreichen Roadshow zum generalüberholten Auswahlverfahren angenehm überraschte, kaum wiedererkennen: nicht nur, dass die Prinz-Blogger vergangene Woche von den Vorentscheidungs-Workshops in Köln berichten durften, bei denen die von einem jungen Fan-Panel vorausgewählten knapp 20 potentiellen deutschen ESC-Kandidat/innen Bewerbungsclips für die internationale Jury produzierten, welche dieser Tage gemeinsam mit den Fan-Panel die finalen Fünf für den Vorentscheid auswählt, und so bereits die ersten Namen verlautbart werden konnten. Heute, pünktlich zum traditionellen Start der Vorentscheidungssaison 2018 mit…
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Ein Herz kann man nicht reparier’n: ein Spen­der­or­gan für Sal­va­dor Sobral

Seit September bangten Fans um den diesjährigen Gewinner des Eurovision Song Contest, den Portugiesen Salvador Sobral. Seither lag der an einer chronischen Herzinsuffizienz leidende Hippie-Schlumpf, der im Mai 2017 einen ganzen Kontinent mit seiner verträumten Ballade 'Amar pelos dois' verzaubern konnte, auf der Intensivstation eines Lissabonner Krankenhauses. Am vergangenen Freitag transplantierten ihm die Ärzte nun ein Spenderorgan. Nach Mitteilung des Krankenhauses sei "der Eingriff gut verlaufen", der Patient wohlauf, wie unter anderem das Hamburger Abendblatt meldete. Dennoch ist die kritische Phase noch nicht überwunden: bis zu zwei Wochen nach der Operation können noch Infektionen oder Abstossreaktionen auftreten. Sollte alles gut…
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Never mind the Bol­locks: singt der Sex-Pis­tols-Front­mann für Irland?

Schon seit einiger Zeit kursiert das Gerücht, der ehemalige Frontmann der britischen Punkband The Sex Pistols ('Anarchy in the UK', 'God save the Queen'), Johnny Rotten, zeige Interesse, die altehrwürdige Grüne Nachbarinsel beim Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon zu vertreten. Der irische Ableger des Revolverblattes The Sun konkretisierte das heute: danach habe sich der heimische Komponist Niall Mooney, unter anderem beteiligt an dem Eurovisionsbeitrag 'It's for you' von Niamh Kavanagh (→ IE 2010), mit einem von ihm verfassten Song namens 'Pleased to meet you' beim Sender RTÉ für den Grand-Prix-Vorentscheid beworben. Mooney beschreibt die Stilrichtung seines Liedes als "Cowpunk", einen…
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Jung, part­y­af­fin und tole­rant: Tho­mas Schrei­ber geht auf ESC-Roadshow

Jung, part­y­af­fin und tole­rant: Tho­mas Schrei­ber geht auf ESC-Roadshow

Seit anderthalb Wochen kennen wir erste Details über den deutschen Vorentscheid 2018, und seit diesem Dienstag zieht der deutsche Eurovisionsverantwortliche Thomas Schreiber vom NDR gemeinsam mit dem neuen Delegationsleiter Christoph Pellander sowie den für den aufwändigen statistisch-technischen Part des neuen Vorauswahlverfahrens Zuständigen Daniel Korany (Simon-Kucher & Partners) und Werner Klötsch (digame) durch die Lande, um interessierten Eurovisionistas das recht komplizierte Verfahren zu erläutern, vor allem aber um die zuletzt auch unter den einheimischen Fans ziemlich schlechte Stimmung umzudrehen. Und so standen beim gestrigen Termin im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus (LSKH) zu Frankfurt am Main - in welches die Roadshow auswich, weil beim…
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Offi­zi­ell: 42 Län­der sind 2018 an Bord, Maze­do­ni­en ist raus

In einer Pressemitteilung stellte die EBU heute Nachmittag das offizielle Contest-Logo für den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon vor, das aus einer stilisierten Muschel besteht, ergänzt um 11 weitere maritime Motive, die vom nährenden Plankton bis zur bissigen Qualle alles abbilden, was im Meer so vorkommt (schwimmender Plastikmüll gehört allerdings nicht dazu). Für das Motto ließ man sich offensichtlich vom Neunzigerjahre-Megahit 'Last Train to Transcentral' des britischen Musikprojekts The KLF inspirieren: es lautet 'All abord' ('Alle an Bord'). Es soll laut EBU-Prosa für "Kernbotschaften wie Diversität, Respekt und Toleranz" stehen. Der Kreativ-Chef des gastgebenden portugiesischen Senders, Gonçalo Madaíl, äußert sich…
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Vor­ent­scheid 2018: das Euro­pa-Panel wird deutsch

Vor­ent­scheid 2018: das Euro­pa-Panel wird deutsch

Der NDR rudert in Sachen internationaler Mitbestimmung bei der Künstlerauswahl für die deutsche Eurovisions-Vorentscheidung 2018 ein Stückchen zurück: nachdem eine Pressemeldung am Freitag, wonach ein hundertköpfiges, über die sozialen Medien rekrutiertes Fan-Panel mit der ersten Vorauswahl potentieller Grand-Prix-Vertreter/innen beauftragt werden soll, für fehlgeleitete Schlagzeilen wie "Die ARD traut den Deutschen nicht mehr" sorgte, präzisierte der NDR-Unterhaltungschef und deutsche Eurovisionsverantwortliche Thomas Schreiber in einem umfangreichen Exklusiv-Interview mit den Kollegen vom Prinz-Blog heute, dass das sogenannte "Europa-Panel" ausschließlich aus einheimischen Zuschauer/innen gebildet werde. Schreiber: "Wenn man das Abstimmungsverhalten der Fernsehzuschauer in allen teilnehmenden Ländern in den letzten Jahren analysiert, kommt man zu einem…
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Ein radi­ka­ler Neu­an­fang: deut­scher Vor­ent­scheid wird generalüberholt

Ein radi­ka­ler Neu­an­fang: deut­scher Vor­ent­scheid wird generalüberholt

"Die ARD traut den Deutschen nicht mehr": so herrlich pointiert wie sachlich falsch betitelt der (von mir sonst sehr geschätzte) Mediendienst DWDL seine Meldung über die heute Nachmittag frisch verkündete Neuausrichtung des heimischen Vorentscheidungsverfahrens, mit welcher der NDR nach den durchgängig hinteren und hintersten Plätzen der letzten Jahre beim europäischen Wettsingen das Ruder herumreißen möchte. Wahr ist: der für den deutschen Eurovisionsbeitrag verantwortliche Sender holt sich endlich externen Sachverstand mit an Boot und folgt damit ein Stück weit den Ratschlägen heimischer Eurovisionsblogs. Bei der Auswahl der Kandidat/innen für den Vorentscheid und bei unserem Lied für Lissabon entscheidet künftig ein einhundertköpfiges sogenanntes…
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Wegen Schul­den: pullt Maze­do­ni­en einen Ovidiu?

So langsam scheint es zur unverzichtbaren Folklore zu gehören, dass uns jedes Jahr kurz vor der offiziellen Verkündung der Teilnehmerliste für den Eurovision Song Contest durch die EBU noch ein Land verloren geht: nach der Aussperrung Rumäniens 2016 wegen offener Forderungen in Millionenhöhe und dem strategisch herbeigeführten Ausschluss Russlands infolge geschickt inszenierter Verstöße gegen ukrainische Gesetze in diesem Jahr droht die EBU nun dem mazedonischen Fernsehen MKRTV aufgrund unbezahlter Rechnungen mit schmerzhaften Sanktionen: "Leider hat das mazedonische Fernsehen keinen Zugriff auf unsere Dienste, bis die Schulden bezahlt worden sind," so zitieren escxtra und eurofire die EBU-Pressesprecherin Claire Rainford. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll ein Betrag von…
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Bizarr: Euro­vi­si­ons­fans im Visier des digi­ta­len Info-Krieges?

Wie das Heise-Online-Magazin Telepolis unter Bezugnahme auf eine Meldung der britischen Tageszeitung Guardian berichtet, soll die britische Regierung die PR-Agentur Saatchi beauftragt haben, mit gezielten Kampagnen in den sozialen Medien das Ansehen der Ukraine bei Fans des Eurovision Song Contest positiv zu beeinflussen. Dies sei Teil einer großangelegten Offensive, mit welcher die Regierung des Inselstaates im sogenannten Info-Krieg zwischen Russland und dem Ausrichterland der europäischen Gesangsfestspiele von 2017 der Ukraine beistehen will. Die Firma Saatchi, die zuletzt Wahlkampagnen für die konservativen Torys gefahren habe, soll nach Angaben des Guardian hierfür rund 100.000 £ bekommen (was natürlich die Frage aufwirft, ob…
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Das Fräu­lein­wun­der vom Amt: kommt unser Star für Lis­sa­bon vom Jobcenter?

Das Fräu­lein­wun­der vom Amt: kommt unser Star für Lis­sa­bon vom Jobcenter?

Wie der Prinz-Blog unter Bezugnahme auf den deutschen Fanclub OGAE berichtet, soll sich der NDR aktuell erneut auf der Suche nach Teilnehmer/innen für den heimischen Vorentscheid 2018 befinden. Und zwar unter Einschaltung der Künstlervermittlung der Bundesagentur für Arbeit, wie die OGAE aus einer ihr zugespielten E-Mail erfahren haben will. Danach habe der Hamburger Sender eine Musical-Agentur mit dem Finden von Nachwuchstalenten beauftragt, die wiederum den Ausschreibungsservice der staatlichen Fachvermittlung in Anspruch genommen habe. Gesucht werde ein "einzigartiger Künstler, ein Mensch, der sein Ding durchzieht und mit großer Leidenschaft Musik macht". Erfreulich: heuer scheint der Wettbewerb sogar für Duos und Bands…
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