ESC Semifinale

Ein­ge­führt erst­mals 2004, die­nen die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den zum Aus­sor­tie­ren der bes­se­ren, ori­gi­nel­le­ren, schrä­ge­ren Bei­trä­ge und sor­gen für ein Fina­le des stump­fen Mittelmaßes.

Moje 3 gewin­nen Bar­ba­ra Dex Award – und tren­nen sich

Im ersten Semifinale war für sie leider schon Schluss: für die drei Sängerinnen Mirna Radulović, Nevena Božović und Sara Jovanović, die unter dem Namen Moje 3 Serbien beim Eurovision Song Contest 2013 vertraten. Für einen Sieg reichte es nun immerhin doch noch: mit ihren furchtbaren, kreischend bunten Fummeln, in denen sie wie drei tanzende Cupcakes aussahen, gewannen sie völlig zu Recht den Barbara-Dex-Award 2013, den Preis für die am schlechtesten angezogenen Grand-Prix-Teilnehmerinnen. Diese fragwürdige Ehre steht zwar in einem engen zeitlichen, nicht aber inhaltlichen Zusammenhang mit ihrer ebenfalls heute bekannt gegebenen Auflösung: bereits vor der serbischen Finale hatten die Drei angekündigt,…
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Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

"Wie der Philosoph schon sagt: es steckt eine Frau im Rock eines jeden großen Mannes": schöner hätte Gastgeberin Petra Mede (ich bleibe dabei: ein Glücksgriff für den Grand Prix) den letzten Auftritt des heutigen Abends, Rumäniens Transsylvestie-Star Cezar, nicht abmoderien können. Ein wunderschön runder Eurovisionsabend liegt hinter uns, mit einem wunderschön runden Ergebnis: 90% verdiente Finalisten, das findet sich selten in einer Qualifikationsrunde. Ärgern dürften sich nur die Verschwörungstheoretiker: mit Mazedonien und Albanien schieden heute auch noch die letzten Balkanstaaten aus, der Balkanblock ist damit Geschichte und hat als Ausrede für schlechte Westergebnisse ausgedient. https://www.youtube.com/watch?v=JEiWOQAyJdo Einen hübsch glitternden, energiegeladenen Auftakt…
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Ding dong, the Witch’s not dead: Ergeb­nis zwei­tes Semi

Im Gegensatz zur ersten Qualifikationsrunde am Dienstag ging das zweite Semi soeben eher überraschungsarm zu Ende. Persönlich erstaunt mich lediglich das Weiterkommen des armenischen Beitrags 'Lonely Planet', für meine Ohren das musikalische Äquivalent zu einem weißen Blatt Papier: da ist schlichtweg nichts, was mich in irgendeiner Form auch nur für eine Millisekunde anzusprechen vermag. Und erfreulich zu sehen, dass dem Grand-Prix-Dauergaststar Lys Assia immer noch ein neues Anekdötchen aus 1956 einfällt. Möge sie uns noch lange erhalten bleiben! Schade ist es, da stimme ich mit dem deutschen Kommentator Peter Urban überein, um die israelische Boobzilla und den ersten halbwegs unpeinlichen Siegel-Beitrag…
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Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Tack Sverige! Die zahlreichen Änderungen, die das schwedische Fernsehen unter Federführung von Christer Björkman in diesem Jahr am Song Contest vornahm, trafen gerade unter den Fans ja eher auf Ablehnung. Nach dem heutigen ersten Semiabend muss ich jedoch sagen: aus Sicht des TV-Zuschauers sind zumindest die Entscheidungen für eine kleinere Halle mit Stehplätzen im Innenraum, die technische Abrüstung (keine Bühnen-LEDs) und die Rückkehr zu "nur" noch einer Moderatorin goldrichtig. Atmosphärisch deutlich dichter, fast schon intim die Fernsehbilder aus Malmö, die Künstler wirkten nicht mehr verloren auf der Bühne oder vom Hintergrund erschlagen, wie es in den letzten Jahren meist der…
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Cha Cha! Über­ra­schungs­er­geb­nis im ers­ten Semi 2013

'Solayoh' ist im Finale. Doch, ganz im Ernst. Der weißrussische Eiswerbesong hat es geschafft. Mit einem mehr als überraschenden Abstimmungsergebnis ging das erste Semifinale des Eurovision Song Contest vor wenigen Minuten zu Ende. Im Finale sind neben den von vorne herein auf der sicheren Bank sitzenden Beiträgen aus Dänemark, Russland und der Ukraine und den wenig überraschenden Finalisten Moldawien (selten ein so effektives Trickkleid gesehen!) und Irland auch völlige Schockentscheidungen wie der litauische Kiffer, die estnische Schlaftablette, das belgische Bübchen und die bereits erwähnte weißrussische Eiscremeprinzessin. Dramaturgisch geschickt wurde die mit dem größten Nägelkauen erwartete Entscheidung ganz am Schluss verkündet:…
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Anouk: “ESC ist wie ein Urlaub”

Während die deutsche Vertreterin Natalia Horler von Cascada im DAS!-Interview letzten Dienstag bekannte, einen gewissen Erwartungsdruck zu empfinden, weil sie "nicht enttäuschen" wolle, geht die niederländische Contesthoffnung Anouk Teuuwe die ganze Sache sehr entspannt an. Der Eurovision Song Contest sei für sie "eine Art zweiwöchiger Urlaub", wie sie dem Nachrichtenportal NU.nl sagte: "ich genieße meine Zeit hier, gehe aus, bowle, schaue Fernsehen". Dinge, für welche die 38jährige Mutter zweier Kinder zu Hause oder auf Tour sonst selten Zeit findet. Wie sie in den Umfragen steht, sei ihr egal: "Ich versuche, nicht drüber nachzudenken, das ruiniert nur alles. Dann setzt man…
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It’s all in your Head: Zla­ta und das Ecstasy-Einhorn

Dass in ihrem Oberstübchen die Neuronen anders verknüpft sein könnten als beim Rest der Menschheit, diesen Eindruck erweckte die fabelhafte Zlata Ognevich ja bereits in der skandalumwitterten ukrainischen Vorentscheidung 2011, wo sie sich von synthetisierten Kuckucksrufen zu ihrem völlig skurrilen, nur als Gesamtkunstwerk zu würdigenden Lied 'Kukushka' begleiten ließ. Und auch ihr diesjähriger Song 'Gravity' gehört nicht gerade zu den klassischen Junge-liebt-Mädchen-Machwerken der Popgeschichte. Mit dem soeben veröffentlichten (hervorragenden!) Club-Remix des Beitrags dreht Zlata die Schraube noch ein Stückchen lockerer: hier mischt sie den absurden englischen Text ("Put your Heart where it belongs" - ähm, in den Brustkorb?) mit wohlklingenden Wörtern…
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2013: das ESC-Jahr der mode­mu­ti­gen fül­li­gen Frau?

Seit jeher beschert uns der Eurovision Song Contest gerne mal ein übergeordnetes Thema, das sich als Klammer durch den kompletten Jahrgang zieht. Seien dies instrumentale Trends wie das plötzliche massierte Auftauchen des Akkordeons oder der Geige, Musiktrends wie Dubstep (heuer gleich bei mehreren Beiträgen als Schlagerverzierung oder Hauptmotiv) oder modische Trends. In diesem Jahr fällt eine relative Häufung figürlich zur Üppigkeit neigender Sängerinnen auf: gleich sieben der Teilnehmerinnen von Malmö widersetzen sich tapfer dem noch immer von sadistischen Modemachern und ihren willfährigen medialen Helfershelferinnen wie der diabolischen Heidi Klum (Germany's next Topmodel) propagierten Zwang zur vorsätzlichen Unterernährung. Nun sind Frauen…
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Never ten­der, always rough: Cezar gibt den Harten

Er liefert fraglos einen der unterhaltsamsten Beiträge dieses von eurovisionärer Konfektionsware beherrschten Jahrgangs ab: der Rumäne Cezar Ouatu, der mit seinem mit hoher, krächzender Fistelstimme intoniertem Discoschlager 'It's my Life' für einen der leider raren "Was zur Hölle haben die sich nur dabei gedacht?"-Momente sorgt. Vor allem, da er die trashtastische Krassimir-Avramov-Gedächtnisnummer mit völligem Ernst und mit vor Anstrengung verkniffenem Gesicht performt. Noch einen drauf setzt der Countertenor im dieser Tage nachgereichten offiziellen Musikvideo, wo er sich als testosteronstrotzender Actionheld inszeniert, der zwischen seinen Freizeitaktivitäten (Fallschirmspringen, Speedbootfahren, Nötigungsdelikte im Straßenverkehr) nie vergisst, die Kleidung zu wechseln, um uns seinen muskelgestählten…
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Eins­Fes­ti­val der Lie­be: ARD packt Semis in die Sparte

Schon ein lustiger Haufen, diese ARD: noch am Mittwoch dieser Woche überraschten die Intendanten des föderalen Senderverbundes die Öffentlichkeit mit dem - vermutlich nicht ganz ernst gemeinten - Vorschlag, ihre seit Jahren wegen inhaltlicher Profillosigkeit in der Kritik stehenden digitalen Spartenkanäle mit denen des ZDF zu fusionieren. Was die Mainzer - wie vermutlich einkalkuliert - natürlich postwendend zurückwiesen. Nun hat die ARD einen Weg gefunden, den Zuschauerschnitt von 0,3 Prozent Marktanteil für EinsFestival zumindest im Wonnemonat mal kurz ein wenig anzuheben: sie überträgt dort am Dienstag, dem 14. Mai, das erste Semifinale des Eurovision Song Contest. Live, ab 21:00 Uhr.…
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Chris­ter liebt Chris­ten und schlach­tet Siegel

Vor wenigen Minuten präsentierte die EBU die heiß erwartete, von den schwedischen Showproduzenten handgefertigte Startreihenfolge für die beiden Semis am 14. und 16. Mai. Und sie wartet mit einigen Überraschungen auf. Stand eigentlich zu erwarten, dass die Sendungen im Hinblick auf die Verbesserung der Songdramaturgie (was ja als Begründung für den Wegfall des bisherigen Losverfahrens herhalten musste) jeweils mit einem Knallertitel eröffnen und beschließen, so hielt sich Christer Björkman lediglich beim letzten Beitrag im ersten Semi an diese goldene Regel. Und geht dabei sogar noch ein Risiko ein, denn wenn die 3 serbischen Engel ihr 'Ljubav je svuda' genau so…
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Pro­gno­se 2013: Welch ein Jahr! Was für Lieder!

Nach dem mit der gestrigen Entscheidung in Moldawien nun alle Titel der beiden Qualifikationsrunden feststehen (derzeit fehlt nur noch der italienische Beitrag für Malmö), ist es nunmehr höchste Zeit für die erste Prognose. Natürlich kennen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle finalen Songabmischungen, von den Choreografien und Kostümen für Malmö ganz zu schweigen. Und auch die exakte Auftrittsreihenfolge soll laut Tweets aus EBU-Kreisen frühestens Anfang April feststehen, wenn die genauen Anforderungen der Teilnehmerländer hinsichtlich zusätzlicher Bühnenausstattung bekannt sind. Beziehungsweise wenn Christer Björkman alle Bestechungsgeschenke der nationalen Delegationen einsammeln konnte. Das soll uns aber nicht abhalten, schon mal die ersten…
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Schluchz: Bos­ni­en ist end­gül­tig draußen

Traurige Nachricht noch zum Abschluß dieses ereignisreichen Eurovisionstages: mit einem offiziellen Statement zerstörte der bosnische Sender BHRT heute endgültig alle zarten Hoffnungen, das Land könne vielleicht noch vom Rücktritt zurücktreten. Das von RTRS, dem serbischsprachigen Landessender der bosnischen Republika Srpska, abgegebene Angebot auf Kosten- und Liedübernahme lehnte BHRT mit dem Hinweis, dies sei a) zu spät und b) nie offiziell in Sarajevo vorgelegt worden, ab. Was als Begründung ziemlich schwach klingt und eher impliziert, dass es tatsächlich nicht unbedingt ums Geld - der von BHRT offiziell genannte Absagecasus - ging, sondern etwas anderes im Raum steht. Oder aber, dass es bei…
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Ticket­ver­kauf star­tet am Montag

Wohl dem, der kurzfristig frei nehmen kann: bereits am kommenden Montag, dem 26. November, um 10 Uhr, startet der Ticketverkauf für den Eurovision Song Contest 2013 in Malmö. Karten sind für die beiden Semis, das Finale und für die jeweiligen Generalproben am Nachmittag vor der Liveausstrahlung sowie dem Jurydurchlauf am Abend davor erhältlich. Die Preise für die Tickets variieren von 10 € für das günstigste Probenticket bis hin zu stolzen 216 € für einen Sitzplatz im samstäglichen TV-Finale. Wie bereits berichtet, wollen die Schweden den Bereich direkt vor der Bühne in eine riesige Moshpit umgestalten und lassen den Innenraum fast[ref]Wie eurovision.tv heute…
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Die Wür­fel fal­len nicht mehr: SVT ver­gibt Start­plät­ze selbst

Wie die EBU heute Nachmittag bekannt gab, entfällt ab diesem Jahr die traditionelle Startplatzauslosung. Stattdessen entscheidet der produzierende Sender - in diesem Falle also SVT - selbst, in welcher Reihenfolge die Beiträge in den Semis und im Finale drankommen. Mit diesem Schritt, der sowohl vom Eurovisions-Lenkungsgremium (Reference Group) als auch von der EBU abgesegnet wurde, wolle man, so der EBU-Verantwortliche Jan Ola Sand, "besseres Fernsehen" machen und sicherstellen, dass "jeder Teilnehmer zur Geltung kommt und nicht von ähnlichen Beiträgen umschlossen wird". Die bisher praktizierte Startplatzvergabe per Los hatte in der Vergangenheit öfters dazu geführt, dass sich zufällige Zusammenballungen von Balladen oder…
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Jury­split 2012: das Indianagate

Jury­split 2012: das Indianagate

Lange mussten wir darauf warten: heute endlich veröffentlichte die EBU die getrennten Ergebnisse des Tele- und Juryvotings beim Eurovision Song Contest 2012. Und während sich, wenig verwunderlich, beide beim Siegertitel einig waren, so besteht schon ab dem zweiten Platz im Gesamtranking eine massive Uneinigkeit: während die russischen Großmütterchen aus Buranow beim Publikum total einschlugen und mit nur 12 Punkten Abstand hinter Loreen auf dem zweiten Platz landeten, verstanden die Juroren überhaupt keinen Spaß und straften die niedlichen Omas mit Rang 11 ab. Ihrem allen Anschein nach von der EBU erhaltenen Auftrag zur Stützung der Big Five kamen sie indessen nach: sowohl…
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Zwei­tes ESC-Semi 2012: Verjammern

Zwei­tes ESC-Semi 2012: Verjammern

Ganze fünf (von sechs) exjugoslawische Länder versammelten sich in diesem zweiten Semi, und sie brachten fünf mehr oder minder dramatische, klassische Balkanballaden mit. Drei von ihnen kamen weiter ins Finale, darunter echte Überraschungen. Nicht so sehr beim Eröffnungsact des Abends: Željko Joksimović, auf dessen Konto das selbst gesungene 'Lane moje' (RS 2004, 2. Platz), 'Lejla' (BA 2006, 3. Platz) und 'Oro' (RS 2008, 6. Platz) gehen, bewies mit 'Nije Ljubav Stvar' erneut, warum er mit Fug und Recht als unumschränkter Balkanballadenkönig gilt: ein wunderschön instrumentierter, sanft beginnender und nach und nach immer eindringlicher und dramatischer werdender Folkschlager mit einem ergreifend kitschigen Text,…
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Ers­tes ESC-Semi 2012: Scham­lip­pen­lap­pen und Popos

Ers­tes ESC-Semi 2012: Scham­lip­pen­lap­pen und Popos

Flammentürme. Immer und immer wieder diese Flammentürme! Der überdeutliche Wille der aserbaidschanischen Herrschersippe der Aliyews, ihren autokratisch regierten, postsowjetischen Kaukasusstaat anläßlich des in Baku auszutragenden Contests als modernes Land zu präsentieren, fand seinen ersten Niederschlag in den zwischen den Auftritten gezeigten Postkarten: wunderschön gemachte touristische Hochglanzbilder, die allerdings in ihrer starken Fokussierung auf die beeindruckenden Prachtbauten der Hauptstadt, darunter die besagten futuristischen - und noch nicht ganz fertiggestellten - gläsernen Drillingshochhäuser, auf Dauer doch ein wenig ermüdeten. https://www.youtube.com/watch?v=ttPqxZOJ-E4 So, wie auch die Moderationen des deutschen Kommentators Peter Urban. Ausgewogen, fundiert und amüsant zwar - aber leider an allen drei Abenden die…
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India­na Joan muss­te Federn las­sen (Ergeb­nis 2. Semi)

Wirklich schade um die Gefiederlande! Um "Indiana" Joan Franka und ihr wunderhübsch folkiges 'You and me' tut es mir echt leid. Und ich bin mal gespannt, wer es auf dem Gewissen hat: die Televoter, die Jurys (= Indianagate) oder gar beide? Auch wenn ich ihr Ausscheiden vorhersah, denn leider verhunzte ihr zum Kinderfaschingsthema der possierlichen Nummer völlig unpassendes türkises Omakleidchen und der in die ferne Schämecke gestellte Musikantenchor ihren Auftritt völlig. Und, auch das verwunderte: in Nahaufnahme auf dem größeren TV-Monitor machte sie mit leichtem Silberblick und unvorteilhaft dick geschminkten Augen einen leicht retardierten Eindruck. Viele Sänger folgten, wohl als…
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Jury­split und das even­tu­el­le Ende der Semis

Interessante Dinge gab die EBU heute Mittag auf der Pressekonferenz zum gestrigen ersten Semi bekannt. Neben den vorläufigen Austragungsdaten für 2013 (14., 16. und 18. Mai) und der Ankündigung, künftig die Kosten des Wettbewerbs deutlich zu reduzieren und die Probenzeit zu kürzen, gab Jan Ola Sand auch zu Protokoll, dass es im ersten Semi erhebliche Unterschiede zwischen dem Votum der Jury und den Televotingergebnissen gab. Von den zehn Qualifikanten habe es einer nur aufgrund der Zuschauervoten geschafft, einer sei nur von den Jurys durchgewunken worden. Genaueres erfahren wir natürlich erst wieder nach dem Finale am Samstag, aber es lässt sich…
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Will­kom­men im Fina­le, Kot­zo­vo! (Ergeb­nis Semi 1)

Dass er gerne mal über seine Zunge stolpert, unser altverdienter deutscher Kommentator Peter Urban, ist ja nichts Neues - und es schmälert seine wie immer runde Leistung mit einer angemessenen Mischung aus Information, persönlicher Bewertung und mildem Spott kein bisschen. Mit der Anmoderation meiner persönlichen Semisiegerin Rona Nishilu aus Albanien schoß er aber heute den Vogel ab, als er uns darauf hinwies, dass mit ihr zum ersten Mal eine Sängerin "aus dem Kotzovo" (Rona stammt aus der völkerrechtlich umstrittenen serbisch-albanischen Enklave Kosovo) am Contest teilnehme. Albaner sind ja nicht gerade für ihren Sinn für Humor bekannt - hoffen wir für…
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Die Vor­her­sa­ge für das zwei­te Semi

Und auch für das zweite Semi soll es natürlich eine Vorhersage geben. Hier dürften die Blamagechancen noch höher liegen, denn hier bin ich mir dank Balkanballadenballung und Choreografiekatastrophen noch sicherer in meinen Weissagungen als im ersten. Was nach Murphys Law die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, komplett daneben zu liegen. Doch wohlan, wir haben die Proben gesehen, nun gilt es. Hier also meine, wie es OnEurope so schön formuliert, Serviette des Todes für das Schnulzensemi am Donnerstag. (mehr …)
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Die Vor­her­sa­ge für das ers­te Semi

So. Nun haben alle 42 Teilnehmer des diesjährigen Eurovision Song Contestes in Baku unter realen Bedingungen geprobt. Dank der unermüdlich fleißigen Arbeit der Schwurnalisten vor Ort (und des offiziellen eurovision.tv-Teams der EBU) konnten auch Zurückgebliebene wie ich - äh, Moment, lassen Sie mich das umformulieren: Menschen, die es vorzogen, nicht selbst nach Baku zu reisen - die Darbietungen mitverfolgen und sich eine Meinung bilden. Und da nichts so sehr Spaß macht, als sich mit einer völlig danebenliegenden Vorhersage für das Finale zu blamieren, kommen nun, unter Berücksichtigung eben dieser Performances in den Proben, meine Einschätzungen für den Dienstag. Auf dass…
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Lena Mey­er-Land­rut in Baku: she wents ever­y­whe­re for us

Ein Grand Prix ohne Lena Meyer-Landrut: das fühlt sich doch irgendwie nicht richtig an, oder? Doch kein Grund zum Verzweifeln: gemeinsam mit ihren Kollegen Ell & Nikki, Alexander Rybak, Dima Bilan und Marija Šerifović tritt sie im großen Siegermedley der letzten fünf Jahre als Pausenact im zweiten Semifinale am Donnerstag an, wie der NDR heute bekannt gab. Hurra! Und so reiht sich auch unser Fräuleinwunder ein in die Riege des tingelnden Eurovisionszirkusses ehemaliger Sieger - mal schauen, in welchem osteuropäischen Vorentscheid sie nächstes Jahr als Stargast auftaucht, im Zehnerpack mit Lys Assia, Johnny Logan, Ruslana und all den anderen Unvermeidlichen. Für…
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Zwei­tes Semi: die Chancen

Mit nur etwa sechswöchiger Verspätung (ein kleiner Anfall von akuter Unlustitis, man möge mir vergeben) folgt nun auf freundliche Erinnerung meiner geschätzten Leserschaft (danke!) meine unmaßgebliche Einschätzung der Finalchancen des zweiten Semis. Diejenige für das erste Semi können Sie bei Interesse hier nachlesen. Eine zu kosmischen Scherzen aufgelegte Glücksgöttin Fortuna sorgte bei der Auslosung der Teilnehmerländer auf die beiden Semis dafür, dass mit der Ausnahme von Montenegro alle exjugoslawischen Staaten gemeinschaftlich in der donnerstäglichen Auswahlrunde landeten. Und, wie um diesen Zufall noch auf die Spitze zu treiben, treten ausnahmlos alle diese Staaten diesmal mit typischen Balkanballaden an. Wirklich: alle. (mehr …)
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