ESC Finale

Der hei­li­ge Gral: das sams­täg­li­che Wett­sin­gen um die Grand-Prix-Kro­ne. Für die­sen einen Tag im Jahr leben die Fans.

Social­ly distant Euro­vi­si­on: vier Sze­na­ri­en für Rot­ter­dam 2021

Social­ly distant Euro­vi­si­on: vier Sze­na­ri­en für Rot­ter­dam 2021

Nach der coronabedingten Absage des Eurovision Song Contest 2020 zeigt sich die EBU entschlossen, unser aller Lieblingsevent im Mai 2021 auf jeden Fall über die Bühne der Rotterdamer Ahoy-Arena gehen zu lassen. Und sei es zur Not ohne Künstler*innen oder Zuschauer*innen. Um möglichst flexibel auf die sich ständig verändernde Bedrohungslage durch das Virus und die damit einhergehenden Einschränkungen reagieren zu können, arbeiteten die Genfer*innen gemeinsam mit den veranstaltenden niederländischen TV-Stationen jetzt vier mögliche Szenarien aus, die man heute der Öffentlichkeit vorstellte. Die hoffnungsfroheste wäre ein "normaler" Contest, wie wir ihn aus der Vergangenheit kennen. Das setzte aber die zeitnahe Verfügbarkeit…
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Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Ein in jeder Hinsicht merkwürdiger Eurovisionsabend, den die ARD gestern auf die Beine stellte, und der es fertig brachte, einerseits Salz in die von der Corona-bedingten Absage des eigentlichen Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam verursachte Wunde zu streuen und gleichzeitig für linderndes Labsal zu sorgen. Ein wirklich großes Lob jedenfalls muss dem NDR ausgesprochen werden für die so eigensinnige wie richtige Entscheidung, aus der Simultanausstrahlung des vonseiten der EBU organisierten, zentralen Ersatzprogramms Europe shine a Light auszuscheren und stattdessen ein eigenes, deutsches ESC-Finale zu produzieren. Sowie das letzten Samstag auf dem Spartensender One vorausgegangene Halbfinale, bei welchem die Zuschauer:innen…
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Das Bela­rus-Gate: zu dumm zum Manipulieren

Das Bela­rus-Gate: zu dumm zum Manipulieren

Peinlich: der EBU unterlief beim Zusammenrechnen der Jury-Ergebnisse im Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest ein derartig frappierender Fehler, dass die Wertung heute korrigiert werden musste. In einem Statement bestätigte die EBU, was ein nerdiger Grand-Prix-Fan bereits am Sonntag entdeckt hatte: bei der Ermittlung des "aggregierten" weißrussischen Jury-Ersatzergebnisses erhielten versehentlich nicht die besten Zehn Punkte, sondern die Schlechtesten. Dies ändert zwar nichts am Gesamtsieg des niedlichen Niederländers Duncan Laurence, bedeutet aber unter anderem, dass nicht, wie in der Live-Show verkündet, der schnucklige Schwede John Lundvik Jurysieger wurde, sondern die taffe Tamara Todevska aus Nordmazedonien mit ihrer fantastischen Female-Empowerment-Hymne 'Proud'. Die…
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ESC-Fina­le 2019: Song Con­test is a losing Game

ESC-Fina­le 2019: Song Con­test is a losing Game

Da hatte die EBU in diesem Jahr eigens erneut das Auszählungsverfahren geändert, um die Sache spannender zu gestalten. Und doch trat die langweiligste aller möglicher Optionen ein: wie bereits seit Monaten von allen Wettbüros eisern vorhergesagt, gewann heute Nacht der Niederländer Duncan Laurence den Eurovision Song Contest 2019. Der 24jährige Musiker vereinte die in diesem Jahr augenscheinlich wichtigsten Eigenschaften für eine erfolgreiche Grand-Prix-Teilnahme: er ist männlich, vollbärtig, gutaussehend und er jaulte weite Teile seiner gefühlvollen Klavierballade 'Arcade' in Falsettstimme. Sein Lied handelt dem reinen Text nach von einer unglücklichen Beziehung, die der Protagonist nicht beenden kann, weil er süchtig nach…
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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
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Neu­es von Damals: Luga­no zahl­te für den ers­ten <span class="caps">ESC</span>

Neu­es von Damals: Luga­no zahl­te für den ers­ten ESC

Womit wäre die eurovisionäre Sommerpause besser zu überbrücken als mit Meldungen aus der reichhaltigen Geschichte des Wettbewerbs? So ist es dem schottischen Eurovisionsfan David A. Allen nach hartnäckigem Drängen gelungen, lange Zeit verschollene Dokumente aus dem Stadtarchiv von Lugano auszugraben, wo 1956 die Premiere des europäischen Gesangswettbewerbs über die Bühne ging. Und zwar deswegen, weil die Schweiz als neutrales Land im Zweiten Weltkrieg weitestgehend verschont blieb und seinerzeit über die intakteste und fortschrittlichste TV-Infrastruktur verfügte. Da der Song Contest auch eine Leistungsschau des Fernsehens sein sollte, fiel die Wahl beim konstituierende EBU-Eurovisions-Treffen in Rom im Oktober 1955 dementsprechend auf die…
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ESC-Fina­le 2017: Gift im Instrument

ESC-Fina­le 2017: Gift im Instrument

Es war ein denkwürdiger Abend der Verzauberung am gestrigen Samstag in Kiew. Ein Mann schaffte es, einem ganzen Kontinent den Kopf zu verdrehen und Millionen von Menschen tief in ihren Herzen berühren. Und das mit einer extrem zurückgenommenen Inszenierung und einem völlig aus der Zeit gefallenen Lied, das klang, als sei es für eine romantische Filmschnulze aus den Fünfzigerjahren geschrieben worden, bei dem man im eigenen Kopfkino die junge Audrey Hepburn mit tränenvernebeltem Blick durch das schwarzweiß fotografierte Lissabon spazieren sehen konnte. Salvador Sobral, so der Name des koboldhaften jungen Portugiesen, verweigerte sich als Einziger der 26 Finalacts der Nutzung…
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Um dia de ilusão: Por­tu­gal gewinnt den Song Con­test 2017

Um dia de ilusão: Por­tu­gal gewinnt den Song Con­test 2017

Es war dieser eine magische Augenblick, noch relativ früh in der Show: Salvador Sobral, der portugiesische Vertreter beim Eurovision Song Contest 2017, hatte gerade den letzten Ton von 'Amar pelos Dois' verklingen lassen, das bis dahin geradezu andächtig stille Publikum ließ den Jubel aufbranden und die Bildregie blendete in den Green Room, auf die armenische Mitbewerberin Artsvik, die sich gerade in völliger Ergriffenheit ein Tränchen aus dem Augenwinkel wischte und damit auf den Punkt brachte, was Millionen von Zuschauer/innen in diesem Moment empfanden. Sie wird vermutlich, wie fast alle Europäer/innen, Australier/innen und wer auch immer sonst noch zuschaute am gestrigen Samstagabend, des…
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Cele­bra­te Diver­si­ty: 3 Män­ner mode­rie­ren in Kiew

Cele­bra­te Diver­si­ty: 3 Män­ner mode­rie­ren in Kiew

Erstmals in der über sechzigjährigen Geschichte des Eurovision Song Contest wird im Mai 2017 in Kiew ein Team von drei männlichen Moderatoren durch die drei Abende führen, wie heute bekannt wurde. Bis dato überwogen stets die Gastgeberinnen, Männer moderierten beim Grand Prix entweder (in den seltensten Fällen) solo oder in gemischten Teams. Ob die reine Männerwirtschaft unter diesem Gesichtspunkt zur "Vielfalt" beiträgt, die in Kiew dem diesjährigen Motto zufolge gefeiert werden soll, muss wohl jeder für sich beurteilen. Eine komplett überlaufene Bühne wie in Wien braucht man aber nicht zu befürchten: die beiden im TV-Showgeschäft bereits erfahrenen Herren Oleksandr Skichko und…
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Fan­tasti­co: Occidentali’s Kar­ma bleibt in Italienisch!

Fan­tasti­co: Occidentali’s Kar­ma bleibt in Italienisch!

Es ist die beste Nachricht der laufenden Eurovisionssaison: wie Wiwibloggs soeben berichtete, verkündete der italienische Eurovisionsteilnehmer und bereits vielfach als aussichtsreichster Thronanwärter ausgerufene Franceso Gabbani am gestrigen Abend in der RAI-Unterhaltungssendung Standing Oviations, dass er seinen Titel 'Occidentali's Karma' in Kiew in seiner Landessprache singen werde. "Es ist eine große Verantwortung," sagte er im Hinblick auf seine Funktion als Repräsentant der Halbinsel beim europäischen Wettstreit. "Ein Abenteuer, das ich mit großer Spontanität erleben will. So, wie ich das immer versuche. Ich möchte die Reputation der italienischen Musik hochhalten, also präsentiere ich den Song in seiner Ursprungsversion, auf Italienisch". Hurra! Gabbani schwankte…
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Das Con­test-Mot­to 2017: fei­ert die Vielfalt!

Das Con­test-Mot­to 2017: fei­ert die Vielfalt!

Es kommt genau zur rechten Zeit und es setzt exakt das richtige Zeichen: heute Mittag gab die EBU das Motto für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew bekannt. Es lautet "Celebrate Diversity", fordert also auf, die Vielfalt wertzuschätzen und zu begrüßen und setzt damit ein deutliches öffentliches Gegengewicht zum massiven Nationalismus und der Tendenz zur Abschottung, die aktuell den politischen Weltkurs bestimmt. Für Grand-Prix-Chef Jan Ola Sand drückt das Motto das "Herzstück der Werte der Eurovision" aus: "es ist integrativ und schließt alle Länder Europas und darüber hinaus ein, vereint im Feiern unserer Gemeinsamkeiten und unserer Unterschiede, die uns einzigartig machen". Für das Logo…
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San Mari­no will eige­nes Internetvoting

In San Marino ist man stinkig auf die EBU: nach der Neuorganisation des Votingverfahrens beim Eurovision Song Contest, das eine getrennte Verlesung der Jury-Ergebnisse und der (zusammenaddierten) Zuschauerabstimmung beinhaltet und erstmals 2016 zur Anwendung kam, protestierte die winzige Republik gegen die Neuordnung, die sie in den Worten ihres Delegationsleiters Alessandro Capicchioni als "diskriminierend" empfand. Der Grund: da das vollständig von Italien umschlossene, lediglich 30.000 Einwohner/innen starke Mini-Land über kein eigenständiges Telefonnetz verfügt, kann es kein valides Televoting liefern, weswegen bis 2015 beim Grand Prix nur die sanmarinesische Jury-Abstimmung zählte. Seit 2016 errechnet Digame im Auftrag der EBU ein fiktives Televoting auf Basis der…
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Streit ums Geld: der ukrai­ni­sche Sen­der­chef schmeißt hin

Der Generaldirektor des ukrainischen Senders NTU, Zurab Alasania, tritt mitten in den Vorbereitungen auf den Eurovision Song Contest 2017 von seinem Posten zurück, wie escKAZ heute berichtet. Er protestiert damit gegen die Entscheidung der Regierung, die Kosten des Wettbewerbs aus dem Senderbudget zu finanzieren. Wie Alasania in einem persönlichen Statement erklärte, müsse NTU im kommenden Jahr 16 seiner knapp 43 Millionen Euro umfassenden Mittel für den ESC aufwenden. Mit dem nach Abzug weiterer Lizenz- und Sendekosten sowie Steuern verbliebenen Geld könne er kein ordentliches Programm mehr bestreiten. Desweiteren machten es ihm die bestehenden, strikten Vorschriften ("ich kann noch nicht mal ein Mobiltelefon…
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Offi­zi­ell: 43 Län­der beim ESC 2017

Vor wenigen Minuten bestätigte die EBU, dass sich 43 Nationen für die Teilnahme am 62. Eurovision Song Contest in Kiew angemeldet haben, der sich somit den Rekord für die größte Länderanzahl mit der 2011er Ausgabe aus Düsseldorf und dem Belgrader Wettbewerb von 2008 teilt. Zwar fehlt schmerzlicherweise Bosnien-Herzegowina, dessen Sender aufgrund der internen Streitigkeiten zwischen den beiden Landesteilen und mangelnder Finanzierung gerade vor die Wand fährt. Dafür aber kehrt Portugal nach seiner kurzen Schmollpause zurück. Und Rumänien, von der EBU 2016 aufgrund offener Rechnungen in Millionenhöhe in letzter Minute ausgeschlossen, darf wieder mitspielen, nach dem es seine Schulden bezahlt hat. Auch…
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ESC 2017: Ja hören wir denn schon Stimmen?

'Hear our Voices' soll der Slogan des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew aller Voraussicht nach lauten. Dies gab der ausrichtende Sender NTU nach einem Bericht von escKAZ heute bekannt. Derzeit hält man einen Kreativwettbewerb für die grafische Gestaltung des im Mai 2017 terminierten Events ab, an dem sich die führenden Werbeagenturen des Landes beteiligen können. Bis 4. November 2016 will man die Vorschläge sammeln und dann gemeinsam mit der EBU den Sieger küren. Die Agenturen können auch eigene Vorschläge für den Slogan einbringen, aber irgendetwas sagt mir, dass es vermutlich bei dem Arbeitstitel bleiben wird, der sich im Hinblick auf…
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Sicher und nett”: ESC 2017 fin­det in Kiew statt

Das Unerwartete ist geschehen: in einer für heute Mittag angesetzten (und tatsächlich stattgefundenen!) öffentlichen Pressekonferenz gab das ukrainische Fernsehen den Austragungsort für den Eurovision Song Contest 2017 bekannt, nämlich die Hauptstadt Kiew. Damit hätte nach dem vorausgegangenen Gewürge nun wirklich niemand mehr gerechnet! Sechs Städte hatten sich ursprünglich beworben, drei davon kamen in die engere Wahl: Dnipro, Odessa und eben Kiew. Zwischen dem Schwarzmeer-Kurort und der Metropole entspann sich ein politischer Kampf: sowohl der Gouverneur des Regierungsbezirks Odessa, der ehemalige georgische Regierungschef Michaeil Saakaschwili, als auch der Oberbürgermeister Kiews, der frühere Boxer Vitali Klitschko, fochten hinter den Kulissen mit harten Bandagen um die Ehre, den…
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Got­ta tease you, nas­ty Guy: Ukrai­ne ver­schiebt erneut

Bereits zum zweiten Mal hat das ukrainische Fernsehen die Bekanntgabe der Entscheidung über den Austragungsort des Eurovision Song Contest 2017 verschoben. Nur wenige Minuten vor dem geplanten Sendestart der Verkündigungs-Pressekonferenz am heutigen Nachmittag um 14 Uhr wurde die Liveübertragung gecancelt. Ursprünglich sollte die Entscheidung zwischen den zunächst sechs, mittlerweile aber nur noch drei Bewerberstädten am 1. August fallen, wurde wegen noch offener Fragen aber auf heute verlegt. Nun scheint aber immer noch nicht alles geklärt zu sein. Nach einer von verschiedenen Quellen zitierten Aussage des ukrainischen Senderchefs soll jedoch Dnipro aus dem Rennen sein, dessen Bürgermeister sich in den letzten Tagen…
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Euro­vi­si­on 2017: Auf dem Wege nach Odessa

Noch immer ist sie im vollen Gange, die Schlacht um die Ehre der Gastgeberschaft für den 62. Eurovision Song Contest, der 2017 in der Ukraine stattfinden wird. Sechs Städte bewarben sich ursprünglich um die Austragung, drei befinden sich - nach einer im nationalen ukrainischen Fernsehen übertragenen Vorselektion - aktuell noch im Rennen: die Hauptstadt Kiew, wo der Wettbewerb bereits 2005 über die Bühne ging; die Finanzmetropole Dnipropetrosk, die sich im Zuge der derzeitigen kriegerischen Auseinandersetzung mit Russland in Dnipro umbenennen musste; sowie die Hafenstadt Odessa. Die legte nun im Bieterwettstreit auf originelle Weise nach, wie eurovoix berichtete: mit einer zur Melodie von Queens unsterblichem…
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Das Lju­bav-Gate: wen die Jurys 2016 verhinderten

Das Lju­bav-Gate: wen die Jurys 2016 verhinderten

Nicht nur den rechtmäßigen Sieg des Russen Sergey Lazarev im Finale des Eurovision Song Contest 2016 hat ein kleines Häuflein von 210 willkürlich ausgesuchten Menschen auf dem Gewissen, die mit ihren Entscheidungen den Willen von Millionen (!) von Anrufer/innen aus ganz Europa überstimmen konnten. Wie immer verhinderten die Manipulatoren aus den Jurys auch den Finaleinzug bestimmter Teilnehmer/innen, die ihnen nicht in den Kram passten. Darunter natürlich wieder zwei meiner Lieblingsbeiträge. So unterbanden, wie ich es mir bereits dachte, die Juroren im ersten Semifinale am Dienstag die berechtigte Qualifikation des bosnischen Quartetts mit dem ehemaligen 'In the Disco'-Häschen Deen (BA 2004) und…
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ESC-Fina­le 2016: Sol­di­ers are coming

ESC-Fina­le 2016: Sol­di­ers are coming

Was für ein Abstimmungsdrama! Das neue, gesplittete Votingverfahren, das die EBU auf Drängen Schwedens dieses Jahr einführte, bestand seine Feuertaufe heute Nacht mit Bravour. Auf allen Ebenen. Es lieferte Spannung bis in die Haarspitzen: tatsächlich erst mit der allerletzten Stimmverkündung stand die Gewinnerin fest. Es produzierte das von mir im Vorfeld herbeigewünschte, hochdramatische und hochpolitische Kopf-an-Kopf der beiden Kriegsparteien Russland und Ukraine. Und es siegte, sonst eher selten, tatsächlich mein persönlicher Lieblingstitel, das ebenfalls hochpolitische, sterbensschöne, herzergreifende Klagelied '1944', mit dem die hochtalentierte Krimtatarin Jamala die persönliche Geschichte der Deportation ihrer Familie durch Stalin im Zweiten Weltkrieg erzählte, und das all…
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ESC-Voting: Jury und Zuschau­er gehen getrenn­te Wege

ESC-Voting: Jury und Zuschau­er gehen getrenn­te Wege

Überraschung! Wie die EBU heute verkündete, gilt ab diesem Jahr ein neues Abstimmungsverfahren beim Eurovision Song Contest, das man vielleicht mit der Formel "aus 50/50 wird 100+100" umschreiben könnte. Um die Auszählung, bekanntlich das Herzstück der Sendung, spannender zu gestalten, werden die Ergebnisse der Jurys und des Zuschauervotings nicht mehr zusammengefasst und gemittelt, sondern einzeln verkündet und aufaddiert. Jedes Lied kann also zwei mal 12 Punkte je Land erhalten, bei 43 teilnehmenden Nationen somit insgesamt 1.008 Punkte anstatt 504. Rein theoretisch natürlich. Von der EBU pompös als "größte Änderung seit 1975" annonciert, handelt es sich praktisch um eine Weiterentwicklung der Punktevergabe - die aber natürlich nicht…
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Tonight again: Aus­tra­li­en auch 2016 dabei

Das kam ja nun wirklich nicht überraschend: wie heute früh offiziell verkündet wurde, nimmt der australische Sender SBS auch beim 61. Eurovision Song Contest in Stockholm teil. Damit findet das von Anfang an durchschaubare und unwürdige Rumgeeiere um das angeblich "einmalige" Event zum Anlass des 60. Jubiläumscontests endlich ein Ende. Obwohl, so ganz auch nicht: laut NDR lege die EBU Wert auf die Feststellung, dass damit keine Entscheidung über die dauerhafte Partizipation des südpazifischen Kontinents getroffen sei. Oh bitte...! Diesmal immerhin müssen die Aussies durch die Qualifikationsrunde: aus den Big Five werden also wohl keine Big Six werden. Wenn das…
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Mehr von den Big Five in den Semis

In Berlin ist es entscheiden worden, beim Delegationentreffen letzte Woche, so verrät es eurovision.tv: ab dem aktuellen Jahrgang werden die die Big-Five-Länder (und der Gastgeber) prominenter in den Semis vertreten sein. Zwar müssen sich die fünf großen Geldgebernationen Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland weiterhin nicht - wie alle anderen - qualifizieren, sondern sind, ebenso wie das austragende Land (also aktuell Schweden) fix für das Finale gesetzt. Dennoch proben sie ab sofort in derjenigen Qualifikationsrunde mit, in der sie auch abstimmen dürfen - im Falle Deutschlands diesmal das zweite Semi am Donnerstag, das legte das EBU-Lenkungsgremium auf Wunsch des NDR bereits fest.…
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SVT will Euro­vi­si­on auf 20 Uhr vorverlegen

Die Eurovisionsnews reißen nicht ab heute: wie Eurovoix unter Berufung auf das schwedische Portal DN berichtet, wolle der ausrichtende Sender SVT der EBU vorschlagen, den Eurovision Song Contest um eine Stunde auf 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit vorzuverlegen. Seit Menschengedenken fängt die Show um 21 Uhr MEZ an. Seit sich die Eurovision immer weiter östlich ausdehnt, zeigt sich die Schwierigkeit dieses Sendebeginns, der 1957 mit Rücksicht auf das Programmschema der BBC installiert wurde: in Russland oder am Kaukasus, die in einer anderen Zeitzone liegen, beginnt die Show derzeit teils erst um Mitternacht. Die Schweden argumentieren nun, dass insbesondere das jüngere Publikum, das…
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ESC 2015: Mönz­chen moderiert

Wie Eurovision Austria heute Morgen unter Bezugnahme auf schwedische Presseberichte mitteilt, wird der offizielle Eurovisionssieger von Wien, Måns Zelmerlöw, den 61. Song Contest in Stockholm moderieren. Der Sänger bekundete sein Interesse an diesem Job bereits vor Wochen, nun soll es sich bewahrheiten. Erfahrungen in der Moderationstätigkeit sammelte das Mönzchen bereits beim Melodifestivalen. Ob er noch eine Kollegin zur Seite gestellt bekommt, sei noch offen - wenn, dann aber wohl eher für die Green-Room-Moderation oder andere ergänzende Aufgaben. Die so überflüssige wie zähe Dreifachmoderation, wie sie der ORF zuletzt praktizierte, wolle sich das schwedische Fernsehen wohl ersparen. Eurovision Austria zufolge habe…
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