Remixe

Grund­re­gel: je höher das Tem­po, des­to bes­ser der Song.

Songs für Rot­ter­dam 2021: Mut­ter, die Frau mit dem Koks ist da

Songs für Rot­ter­dam 2021: Mut­ter, die Frau mit dem Koks ist da

Fast sechs Wochen liegen nun seit dem letztem Eintrag auf diesem Blog zurück, und so möchte ich mich zunächst einmal bei allen meinen Leser:innen für die lange Funkstille entschuldigen und vor allem dafür, nicht auf die besorgten Nachfragen (die ich erst jetzt las, sorry!) reagiert zu haben. Zunächst einmal: es geht mir soweit gut, bislang hat mich das Virus noch nicht erwischt. Allerdings: mental ging die uns wohl alle zunehmend belastende Situation des halbherzigen und damit ineffektiven Endlos-"Lockdown"s und des katastrophalen Staatsversagens im Umgang mit dieser Pandemie nicht spurlos an mir vorüber. Und so konnte die ohnehin jedes Jahr drohende…
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Namas­té oweh: die Euro­vi­si­ons­re­mi­xe 2017, Part 2

Namas­té oweh: die Euro­vi­si­ons­re­mi­xe 2017, Part 2

Nachdem in den vergangenen Monaten innerhalb der nunmehr abgeschlossenen Vorentscheidungssaison 2017 nach und nach alle 43 Beiträge für den Eurovision Song Contest 2017 in Kiew ausgewählt wurden, trafen in der vergangenen Woche, rund um die Deadline für das Einreichen der Lieder bei der EBU, diverse Remixe der bereits feststehenden Titel ein, die es hier noch zu besprechen gilt. Dazu zählt natürlich in erster Linie die unvermeidliche Überarbeitung des albanischen Songs. Der hieß, als er Ende Dezember 2016 das heimische Festivali i Kënges gewann, noch 'Botë': eine hochdramatische, verschwenderisch orchestrierte Grand-Prix-Ballade in Landessprache, die von dem stimmsicher, präzise und mit Hingabe dargebotenen Gekreische seiner…
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Atem­los durch die Bal­la­den­nacht: die Remi­xe sind da!

Nachdem am gestrigen Supersamstag die letzten öffentlichen Vorentscheide der Eurovisionssaison 2017 über die Bühne gingen und wir noch immer auf die vier bzw. fünf letzten intern ausgewählten Beiträge für Kiew warten (als da wären: der für den heutigen Abend gegen 18 Uhr angekündigte, angeblich von einem international bekannten Duo interpretierte sanmarinesische Song; der für den morgigen Montag beworbene bulgarische Beitrag; das erst für den kommenden Samstag annoncierte, von Artsvik gesungene armenische Lied; die bereits angekündigte anglifizierte Fassung des albanischen Songs 'Botë' alias 'World' sowie der russische Beitrag - wobei es immer unwahrscheinlicher wird, dass das mit dem Gastgeberland Ukraine kriegerisch verfeindete Land…
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Ein Navi-Update für Weißrussland

Die Vorentscheidungssaison 2017 ist noch im vollen Gange, 17 von 43 Titeln fehlen noch, da tauchen bereits die ersten Remixe auf: die bereits im Januar 2017 ausgewählten weißrussischen Repräsentanten Navi haben ihrem possierlichen Folk-Stampfer 'Historyja majho žyccia' einen neuen Anstrich verpasst. Wer, so wie ich, den Song in der Originalfassung sehr mag und nun im Hinblick auf die Tendenz der ehemaligen sowjetischen Semidiktatur zum brachialen Liedumbau das Schlimmste befürchtet, dem kann ich Entwarnung geben. Lediglich das Ende gestaltete man ein μ weniger repetitiv und fügte angeblich noch ein paar Violinen und Dudelsäcke hinzu. Auch meine ich, einen etwas druckvoller rollenden Drumbeat auszumachen, aber…
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Kei­ne Ster­ne in Tel Aviv: die ers­ten ESC-Remi­xe sind da!

Mit dem schwedischen Melodifestivalen, traditionell immer nur wenige Tage vor dem offiziellen Abgabetermin aller Beiträge bei der EBU terminiert, ging gestern Abend die Vorentscheidungssaison für den Eurovisionsjahrgang 2016 zu Ende. Noch aber wartet die Welt mit angehaltenem Atem auf zwei offene Beiträge und zwei ESC-Versionen bereits gewählter Titel. Während bereits seit geraumer Zeit feststeht, dass die Albanerin Enada Tarifa ihr in der Originalfassung sterbensschönes 'Përrallë' in Stockholm in einer (noch nicht veröffentlichen) anglifizierten Version als 'Fairytale Love' verhunzt, stieg in Rom noch immer kein weißer Rauch auf: ob die San-Remo-Zweite Francesca Miechelin 'Nessun Grade di Separazione', wie von den Fans…
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It’s all in your Head: Zla­ta und das Ecstasy-Einhorn

Dass in ihrem Oberstübchen die Neuronen anders verknüpft sein könnten als beim Rest der Menschheit, diesen Eindruck erweckte die fabelhafte Zlata Ognevich ja bereits in der skandalumwitterten ukrainischen Vorentscheidung 2011, wo sie sich von synthetisierten Kuckucksrufen zu ihrem völlig skurrilen, nur als Gesamtkunstwerk zu würdigenden Lied 'Kukushka' begleiten ließ. Und auch ihr diesjähriger Song 'Gravity' gehört nicht gerade zu den klassischen Junge-liebt-Mädchen-Machwerken der Popgeschichte. Mit dem soeben veröffentlichten (hervorragenden!) Club-Remix des Beitrags dreht Zlata die Schraube noch ein Stückchen lockerer: hier mischt sie den absurden englischen Text ("Put your Heart where it belongs" - ähm, in den Brustkorb?) mit wohlklingenden Wörtern…
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Never ten­der, always rough: Cezar gibt den Harten

Er liefert fraglos einen der unterhaltsamsten Beiträge dieses von eurovisionärer Konfektionsware beherrschten Jahrgangs ab: der Rumäne Cezar Ouatu, der mit seinem mit hoher, krächzender Fistelstimme intoniertem Discoschlager 'It's my Life' für einen der leider raren "Was zur Hölle haben die sich nur dabei gedacht?"-Momente sorgt. Vor allem, da er die trashtastische Krassimir-Avramov-Gedächtnisnummer mit völligem Ernst und mit vor Anstrengung verkniffenem Gesicht performt. Noch einen drauf setzt der Countertenor im dieser Tage nachgereichten offiziellen Musikvideo, wo er sich als testosteronstrotzender Actionheld inszeniert, der zwischen seinen Freizeitaktivitäten (Fallschirmspringen, Speedbootfahren, Nötigungsdelikte im Straßenverkehr) nie vergisst, die Kleidung zu wechseln, um uns seinen muskelgestählten…
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Die fri­schen Euro­vi­si­ons-Remi­xe sind eingetroffen!

Eine knappe Woche noch bis zur offiziellen Deadline der EBU für das Einreichen der Eurovisionsbeiträge, und so langsam trudeln immer mehr offizielle Videoclips beim Youtube-Kanal von eurovision.tv ein. Ihre aufpolierten Eurovisionsfassungen präsentierten heute sowohl Albanien als auch die Ukraine. Große Überraschung: gerade die Skipetaren, die ja für das heftige Herumschrauben an ihren Songs bekannt sind, schafften es erstaunlicherweise, trotz massiven Kürzens von über vier auf regelkonforme drei Minuten die 'Identitet' ihres Beitrags zu bewahren. Albanien, das Land des Plattenbaus: Adrian & Bledar (mehr …)
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Fang­fri­sche Musikvideos

Gut einen Monat liegt das Ende der Vorentscheidungssaison 2011 nun zurück. Zwischenzeitlich reichten einige Länder noch professionelle Musikvideos nach, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Da ist an vorderster Front Eric "Marquis de" Saade zu nennen, der in seinem (sehr düsteren) Clip auf Michael Jacksons Spuren wandelt und die Geschichte des Tanzwettbewerbs mit einer Straßengang aus 'Beat it' nacherzählt. Nur, dass es in Erics Fassung nicht bei der sublimen Verlagerung der Rivalität zwischen Gut und Böse in den Tanz bleibt, sondern er von den fiesen Bullies gleich zu Anfang erst mal richtig die Fresse poliert bekommt. Nichts für empfindliche…
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