Türkvizyon

Der osma­ni­sche Gegen­ent­wurf zum ver­derb­ten west­li­chen Wettbewerb.

Türk­vi­zyon 2015: der Chaka-Kaan-Klan

Türk­vi­zyon 2015: der Chaka-Kaan-Klan

Fest in Familienhand zeigt sich der osmanische Eurovisionsableger, die Türkvizyon, in Mazedonien. Dort tritt bereits zum zweiten Mal in Folge Kaan Mazhar an, der letztes Jahr den 17. Platz im Finale belegte. Sein diesjähriger Beitrag heißt 'Anlamsiz Zaman' (laut Internetübersetzung: 'Bedeutungslose Zeit') und präsentiert sich als typisch orientalischer Jammerpop. Ob er damit in Istanbul ein besseres Ergebnis erzielt? Kaan hat daneben noch ein zweites Eisen im Feuer: wie Eurovoix berichtet, vertritt sein Sohn Tolga (alias Toby) die frühere jugoslawische Republik bei der zeitgleich stattfindenden Bala Türkvizyon, der erstmalig veranstalteten Kinderausgabe des Wettbewerbs. Wie praktisch für Papa Mazhar: als Aufsichtsperson mitfahren und gleich noch…
Weiterlesen
Der­ya Kap­tan ver­tritt Deutsch­land bei der Türk­vi­zyon 2015

Der­ya Kap­tan ver­tritt Deutsch­land bei der Türk­vi­zyon 2015

Einer Facebook-Meldung zufolge schicken wir Derya Kaptan als unsere Vertreterin zur Türkvizyion nach Istanbul. Die dreißigjährige gebürtige Ostwestfalin machte 2012 ihr Diplom als Sportwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Tanztheater an der Deutschen Sporthochschule in Köln, trat bereits in einigen Musicals auf und ist unter anderem als Radiosprecherin bei 1live / Funkhaus Europa tätig. Sie arbeitet auch als Tanzpädagogin und leitet künstlerische Projekte. Tanzen und singen kann sie also, das sind schon mal gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Repräsentanz beim türkischen Ableger des Eurovision Song Contest, der heuer in die dritte Runde geht und für den 20. Dezember 2015 terminiert ist. Dort…
Weiterlesen
Türk­vi­zyon 2015: ja, wo lau­fen sie denn?

Türk­vi­zyon 2015: ja, wo lau­fen sie denn?

Zeitgleich mit der Eurovisionssaison 2016 startet auch der Vorlauf zur dritten Ausgabe der Türkvizyon, des osmanischen Gegenentwurfs zum Eurovision Song Contest (sorry, lieber Leser/innen, Ihr werdet auch dieses Jahr nicht verschont!). Und, wie sich das für diese herrlich skurrile Veranstaltung so gehört, herrscht bereits beim Saisonstart völlige Verwirrung. Wurde der Musikwettbewerb eurasischer Staaten und Regionen mit Turkvolk-Anteilen, ins Leben gerufen durch die Kulturorganisation Turksoy und den türkischen Spartensender TMB TV, doch ursprünglich als Veranstaltungsreihe der Kulturhauptstädte der "Türkischen Welt" konzipiert und residierte bei den ersten beiden Ausgaben 2013 und 2014 denn auch folgerichtig in der jeweiligen aktuellen Kulturmetropole Eskişehir (Türkei) bzw. Kasan (Tatarstan, Russland). In…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon: Du kommst hier nicht rein

Seit der osmanische Gegenentwurf zum Eurovision Song Contest, die Türkvizyon, existiert, kommt es dort zu Chaos und Verwirrung über die Teilnehmerliste. So fehlten bei der im November 2014 gelaufenen zweiten Ausgabe in Kasan (Tatarstan) bekanntlich fünf Länder, die noch an der Premiere im türkischen Eskişehir teilgenommen hatten. Nicht immer ganz freiwillig, wie sich nun herausstellt: wie Eurovoix berichtet, habe die russische Republik Altai für Kasan keine Einladung erhalten. Anders als beim europäischen Vorbild, wo grundsätzlich jedes Land mitmachen darf, dessen Staatssender Mitglied der EBU ist und die entsprechenden Teilnahmegebühren aufbringen kann, lädt beim türkisch-eurasischen Gegenpart anscheinend der veranstaltende Sender direkt ein. Das…
Weiterlesen

Kasach­stan gewinnt die Türk­vi­zyon 2014

Mit einem Überraschungssieg für das zwischen dem Kaspischen Meer und China gelegene Kasachstan, das neuntgrößte Land der Erde, ging heute Abend das Finale der zweiten Türkvizyon, des osmanischen Gegenentwurfs zum Eurovision Song Contest, zu Ende. Überraschend vor allem deswegen, weil Zhanar Dugalova im Semifinale am Mittwoch, in dem exakt die selben 25 Juroren abstimmten wie heute, noch auf dem dritten Rang landete. Doch anscheinend war den ausrichtenden Tataren ein Heimsieg des vorgestern noch haushoch oben liegenden Aydar Suleyman, der heute auch noch vom letzten Startplatz aus ins Rennen durfte, zu offensichtlich, und so einigte man sich auf die während der Trophäenübergabe ob…
Weiterlesen

Is it right? Ergeb­nis­kor­rek­tur bei der Türkvizyon

Nach dem es im gestrigen Semifinale der Türkvizyon 2014 zu Unregelmäßigkeiten bei der Jurywertung kam, korrigierte der verantwortliche Sender nach Mitteilung von Eurovoix heute das offizielle Ergebnis, mit dem Nebeneffekt, dass nun 15 anstelle der ursprünglich geplanten zwölf Länder ins morgige Finale (ab 17 Uhr auf Maidan TV, Livestream hier) einziehen. Turkmenistan, dass sich vorschriftswidrig selbst fünf Punkte gab, sowie Bosnien, dem bei der Addition der einzelnen Juryvotes versehentlich drei Punkte zu viel gutgeschrieben wurde, und die nach der Richtigstellung des Ergebnisses beide nicht mehr zu den Top 12 zählen, dürfen dennoch im Finale starten. Als Nachrücker profitieren die punktgleich mit…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: Tata­ri­sche Pfer­de ren­nen ins Finale

Vor gut zwei Stunden ging in der tatarischen Hauptstadt Kasan das Semifinale der Türkvizyon 2014 zu Ende. Mit einem eindeutigen[ref]Der veranstaltende Sender Meidan TV gab sämtliche Punktewertungen bekannt.[/ref] Sieger: dem Heimbeitrag! Und das zu Recht: Gaydar, Verzeihung: Aydar Suleymanov überzeugte mit einem mitreißenden Ethnostampfer über 'Reitende Pferde', was nicht nur vom Titel her an 'Dschinghis Khan' (DE 1979) erinnert. Von der Kinderliedhaftigkeit des Siegel-Songs weit entfernt, wusste der druckvolle Beitrag Tatarstans auch durch eine beeindruckende Show mit vielen Tänzern und einem riesigen Fesselballon zu überzeugen, auf den man Aydar per Flaschenzug hob. Ob er nach dieser Einlage allerdings noch sieben Kinder zeugen…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: Tuwa wie­der dabei

Noch knapp drei Stunden, dann beginnt in der tatarischen Metropole Kasan, der türkischen Kulturhauptstadt 2014, das Semifinale der diesjährigen Türkvizyon. Nach Zählung von heute früh mit 25 Teilnehmerländern: die Delegation der südsibirischen, zu Russland gehörenden Republik Tuwa, die bei der Startplatzauslosung am Montag nicht präsent war, ist gestern spät in der Nacht doch noch in Kasan eingetroffen. Sie erhielt nun den letzten Startplatz. Nicht geschafft hat es nach allem Anschein hingegen Ïpek Amber, die Vertreterin Nordzyperns: da Russland den türkisch besetzten Teil der Mittelmeerinsel nicht als Staat anerkennt (wie alle Länder außer der Türkei), durfte sie nicht nach Tatarstan einreisen. Der deutsche…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: zurück zu 24

Noch zwei Tage bis zum Halbfinale der zweiten Türkvizyon im tatarischen Kasan, und das Durcheinander könnte nicht größer sein. Wie eurovoix berichtet, gaben die Veranstalter soeben die (ausgeloste) Startreihenfolge für das Semifinale am Mittwoch bekannt, in dem sämtliche teilnehmenden Länder gegeneinander antreten. Und dies scheinen nach der aktuellen Auflistung nur noch 24 zu sein: Tuwa und Nordzypern fehlen. In letzterem Falle scheint dies politische Hintergründe zu haben: Russland erkennt (wie alle Staaten außer der Türkei) den türkisch besetzten Teil der Mittelmeerinsel nicht als eigenständigen Staat an, so dass Ïpek Amber, die ausgewählte Repräsentantin, mit ihrem von den nordzyprischen Behörden ausgestellten…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014 ohne alba­ni­sches Feuer?

Nur noch eine Woche bis zum Finale der Türkvizyon 2014 im tatarischen Kasan, und erneut regiert das völlige Chaos. Hieß es ursprünglich einmal, alle Teilnehmer sollten bis zum 30. September feststehen, so tauchte gestern wie aus dem Nichts die am kaspischen Meer gelegene Erdöldiktatur Turkmenistan auf der offiziellen Länderliste des osmanischen Gegen-Grand-Prixs auf. Heute reichte man sogar die Repräsentantin des nach seiner Abspaltung von der Sowjetunion vor allem durch einen bizarren Personenkult um den 2006 verstorbenen, selbsternannten "Türkmenbaşy" (den ehemaligen KP-Vorsitzenden und anschließenden Diktator Saparmyrat Nyýazow) bekannt gewordenen Staates nach: Züleyha Kakayeva heißt sie und verhüllt sich auf dem Pressefoto der Türkvizyonsseite unter…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: tanzt Deutsch­land sich nach oben?

Eine sechsköpfige Tanzgruppe wird den deutschen Vertreter bei der Türkvizyon 2014, Fahrettin Güneş, begleiten, wie der verantwortliche Kölner Sender Türkshow heute bekannt gab: vier fesche Jungs und zwei Mädels um den Kölner Choreographen Savaş Nart. Die Nart Dance Group vermischt nach Mitteilung von Türkshow moderne und folkloristische Tanzelemente mit ausgefallener Kostümierung und Trommelbegleitung zu einer spektakulären Show und soll so die perfekte Begleitung zu Fahrettins selbst geschriebenem Wettbewerbsbeitrag 'Sevdiğim' (sinngemäß 'Meine Geliebte') abgeben, den Türkshow als Mix aus türkischen Melodien mit zentralasiatischen Motiven und Pop- und Rockelementen beschreibt, dessen Veröffentlichung aber noch aussteht. Deutschland beteiligt sich das erste Mal am osmanischen…
Weiterlesen

Teil­neh­mer­re­kord bei der Türk­vi­zyon 2014

Während beim richtigen Eurovision Song Contest die Zitterpartien um die Teilnahme Bosniens (Geldsorgen) und Griechenlands (der neue Staatssender NERIT wartet noch auf die Aufnahme in die EBU) weitergehen, expandiert der osmanische Ableger Türkvizyon fröhlich und chaotisch weiter. Sah es dort zunächst so aus, als ob der im kulturellen Bewusstsein noch nicht sehr stark verankerte Contest schrumpfen würde, so übertrifft die aktuelle Teilnehmerzahl der zweiten Ausgabe am 19. und 21. November 2014 im tatarischen Kasan mittlerweile diejenige der Premierenausgabe von Eskişehir. Neben Baschkortostan, wo bei der gestrigen Vorentscheidung die achtköpfige, aus Moskauer und baschkirischen Musikstudenten bestehende Gruppe Zaman (Zeit), die es sich…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: Spock & Uhu­ra für Kirgisien

Am Wochenende bestimmten zwei weitere Länder in nationalen Vorentscheidungen ihre Vertreter/innen für die zweite Türkvizyon im tatarischen Kasan am 19. und 21. November diesen Jahres. In Kirgisien konnte das Duo Non-Stop die jeweils hälftig mitstimmenden Juroren und die per Televoting abstimmenden Zuschauer für sich begeistern. Und zu Recht! Überzeugten die Beiden doch nicht nur durch eine entfernt an das Raumschiff Enterprise angelehnte Optik, - es fehlten nur die langen Ohren für ihn und die riesigen goldenen Kreolen für sie - tolle Bühnenklamotten und einen direkt aus Tron entliehenen Bühnenhintergrund, sondern auch durch einen hübschen Dancestampfer namens 'Seze Bil'. Sehr lustig auch…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: da waren’s wie­der 24

Albanien, das dieser Tage erst verbindlich seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2015 zusagte, ist zugleich das neueste Mitglied im Kreis der Türkvizyon-Länder. Somit bleibt - falls es nicht noch zu weiteren kurzfristigen Änderungen kommt - die Anzahl der Teilnehmerländer bei der zweiten Ausgabe des osmanischen Grand-Prix-Gegenentwurfs im tatarischen Kasan genau so hoch wie bei der Premiere im türkischen Eskişehir, nämlich bei 24. Anstelle der autonomen russischen Republiken Altai und Kemerowo sowie des Kosovos und Weißrusslands treten nach derzeitigem Stand Albanien, Deutschland, der Iran und Russland an. Die skipetarische Vertreterin in Kasan heißt Xhoana Bejko, auch unter Xhoi bekannt (diejenige für Wien entscheidet sich…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: Huch, Rumänien!

Überraschung! Gehörte Rumänien bis vorgestern noch, gemeinsam mit den russischen Republiken Altai und Kemerowo, dem Kosovo und Weißrussland, zu den fünf Ländern, die der Türkvizyon nach der Premierenausgabe von Eskişehir den Rücken kehrten, so vermeldete die offizielle Contest-Seite gestern, dass das Karpatenland in Kasan durch das Duo Cengiz Erhan (dem Repräsentanten von 2013) und Gafar Alev Sibel vertreten werde. Die Rückkehr Rumäniens scheint auch für die Organisatoren überraschend zu kommen, denn noch heute Mittag fehlte die Flagge des Balkanstaates in der dortigen Übersicht der Teilnehmerländer. Der Iran tauschte unterdessen seinen ursprünglich angemeldeten Sänger Mesud Banş ohne Angaben von Gründen gegen die siebenköpfige Gruppe Barış (Frieden) aus.…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: Fah­ret­tin Güneş für Deutschland

Reyhan Şahin (alias Lady Bitch Ray), wie von einem meiner Leser gefordert, ist es nun doch nicht ganz geworden. Stattdessen wird Fahrettin Güneş die schwarz-rot-goldene Fahne vertreten bei der Türkvizyon am 19. und 21. November in Kasan, Tatarstan. Der 48jährige wurde in der Türkei geboren und verdiente sich dort, wenn ich meiner Google-Übersetzung trauen kann, als Hochzeitssänger erste Sporen, lebt und arbeitet aber schon länger in Deutschland. Der Kölner Privatsender Türkshow zeichnet für unseren Vertreter beim osmanischen Eurovisions-Gegenentwurf verantwortlich, eine Pressemitteilung mit ergänzenden Informationen und Näherem zu seinem Beitrag - ausgesucht von einer neunköpfigen Jury - ist für die nächsten Tage…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: das ist die deut­sche Jury

"Als Initiative zur Verbreitung künstlerischer und kultureller Aktivitäten zur Stärkung der Einheit der türkischen Menschen gegründet, ist die Türkvizyon mittlerweile zu einem Symbol des Friedens, der Brüderlichkeit und der Freundschaft unter den Türken geworden": so salbungsvoll feiert die ausrichtende Kulturorganisation Türksoy auf ihrer Internetseite den im November zum zweiten Mal stattfindenden Event ab. Wollen wir es mal hoffen, denn neben Russland und Deutschland nimmt, wie Eurovoix meldet, in Kasan auch erstmalig der Iran an dem osmanischen Gegenentwurf zum Eurovision Song Contest teil - und trifft dort auf den ehemaligen Kriegsgegner Irak, genauer: den von Turkmenen besiedelten Teil um Kirkuk. Mesud Banş vertritt…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon 2014: das dop­pel­te Tatarstan

Herrlich: erneut gibt es Bizarres aus der Welt der Türkvizyon zu berichten. Wie Eurovoix unter Bezugnahme auf die offizielle Wettbewerbsseite meldet, soll bei der diesjährigen zweiten Ausgabe des Gegen-Grand-Prixs der türkischen Welt neben Deutschland auch Russland Premiere feiern. Oder, genauer gesagt, die Russische Förderation, von deren zahlreichen mehr oder minder autonomen Republiken diejenigen mit Turkvolk-Anteilen alle bereits einzeln antreten, so wie beispielsweise Tuwa, Jakutien oder die gastgebende Uralgebirgsrepublik Tatarstan, Wikipedia zufolge der eigenständigste russische Landesteil, in dessen Hauptstadt Kasan der Wettbewerb am 19. und 21. November 2014 über die Bühne geht. Und während das Gastgeberland durch einen in Moskau lebenden und arbeitenden…
Weiterlesen

Türk­vi­zyon: Ein­mal sehen wir uns wieder

Unbemerkt von weiten Teilen der Weltöffentlichkeit (und dem Blogbetreiber) wählten in den letzten Tagen einige Länder ihren Beitrag für die am 19. und 21. November 2014 anstehende zweite Ausgabe des osmanischen Gegenentwurfs zum Eurovision Song Contest, der Türkvizyon, aus. Und wie sein großes Vorbild ist auch die eurasische Variante vor Wiederkehrern nicht gefeit: erneut darf Eldar Zhanikaev das rund 120.000 Menschen starke Bergvolk der Balkaren vertreten, das sich auf die beiden russischen Teilrepubliken Karbadino-Balkarien und Karatschai-Tscherkessien [ref]Noch immer warte ich auf einen Besuch in beliebiger humanitärer Mission durch die ehemalige deutsche Justizministerin: über die tagesschau-Meldung "Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bereist Karbadino-Balkarien und Karatschai-Tscherkessien" würde ich mich sehr,…
Weiterlesen

Bestä­tigt: Türk­vi­zyon 2014 mit deut­scher Beteiligung

Wie eurofire gestern unter Bezugnahme auf die offizielle Website der Türkvizyon 2014 vermeldete, feiert Deutschland bei der zweiten Ausgabe des osmanischen Gegenentwurfs zum Eurovision Song Contest am 19. und 21. November in der tatarischen Hauptstadt Kasan Premiere. Der Kölner Spartensender Dügün TV, ansonsten schwerpunktmäßig auf das Filmen und Senden türkischer Hochzeiten spezialisiert, zeichnet für den deutschen Beitrag zur Türkvizyon verantwortlich und bestätigte gegenüber aufrechtgehn.de: "Das erste Mal wird die türkische Bevölkerung in Deutschland" - je nach Zählweise immerhin 1,5 bis 3 Millionen Menschen - "an diesem Wettbewerb teilnehmen. Die Vorauswahl wurde schon organisiert". Bislang sind 20 Regionen oder Länder mit osmanischen Bevölkerungsanteilen für den…
Weiterlesen

Kei­ne Bal­kan Girls beim ESC 2015?

Betrübliche Nachrichten kommen dieser Tage aus dem erweiterten Mittelmeerraum, was die Bestückung des 60. Eurovision Song Contests im Mai 2015 in Wien betrifft: die Teilnahme Rumäniens könnte massiven Sparzwängen zum Opfer fallen, welche die Existenz des Staatssenders TVR bedrohen, wie Wiwibloggs berichtet. Demnach sei die finanzielle Lage der Rundfunkanstalt trotz bereits erfolgter Massenentlassungen so desaströs, dass TVR nach Aussage des Senderchefs Stelian Tanase gegenüber der rumänischen Presseagentur Mediafax im kommenden Frühling für wenigstens einen Monat schließen müsse. Zwar wolle man, wie die Programmdirektorin Irina Radu nachschob, alles Menschenmögliche versuchen, um eine Teilnahme des Landes am Eurovision Song Contest dennoch zu ermöglichen, weil man…
Weiterlesen

ESC 2015: Vien­na first, James last

Nur in der Wiener Luft: bereits Ende Juni sprach sich die aktuelle Eurovisionskaiserin Conchita Wurst für die österreichische Metropole als Austragungsort des 60. Eurovision Song Contests aus. Nun erhielt sie weitere prominente Unterstützung von ihrem Kollegen Udo Jürgens, der in den Sechzigern drei Mal hintereinander für die Alpenrepublik antrat und bei seiner letzten Teilnahme mit 'Merci, Chéri' 1966 die erste von bis dato zwei Grand-Prix-Kronen für das Land holte. "Es ist üblich, dass die Hauptstadt so etwas ausrichtet. Graz ist eine wunderbare Stadt. Innsbruck könnte das sicher auch gut machen. Aber die Welt erwartet Wien," sagte der weitsichtige Jürgens heute dem Groschenblatt Kronenzeitung. Sollte der…
Weiterlesen

ESC 2015: Hel­lo, Vien­na calling

Offiziell befinden sich noch immer drei österreichische Städte im Rennen um die Austragung des Eurovision Song Contest 2015, dessen Termin der ORF vor zwei Tagen gegenüber der provisorischen Planung um eine Woche auf Pfingstsamstag verschob (Finale am 23. Mai 2015, die beiden Semis am 19. und 21.): Graz, Innsbruck und die Hauptstadt Wien. Die Newsseite Vienna Online kolportiert nun unbestätigte Gerüchte, wonach die EBU die Stadthalle Wien (ein zweiter möglicher Metropolen-Standort schied zwischenzeitlich aus) präferiere, weil man in dieser Location aufgrund ihrer Größe den Green Room in den Zuschauerraum integrieren und die meisten Eintrittskarten zur Refinanzierung der Veranstaltungskosten verkaufen könne. Als…
Weiterlesen

Schweiz eröff­net erneut die Trashbox

Einmal wie immer: auch für das kommende Jahr hält das Schweizer Fernsehen an seinem so herrlich komplizierten wie für Freunde des Trashs so herrlich ergiebigen Vorentscheidungsverfahren fest. Ab dem 29. September laden die Eidgenossen erneut Songschreiber und Künstler aus ganz Europa ein, ihren Bewerbungsbeitrag auf der Internetplattform srf.ch/Eurovision hochzuladen. Ab dem 27. Oktober besteht dann für das Publikum sowie eine Senderjury die Gelegenheit, aus dem Füllhorn des Abseitigen und Schrägen die neun langweiligsten und lahmsten Songs herauszusuchen, die sich gemeinsam mit sechs weiteren Kandidaten aus dem französischsprachigen Teil des Landes und drei Italoschweizern anschließend live vor der Senderjury beweisen müssen. Nur…
Weiterlesen

Weiß­russ­land 2014 und der bekiff­te Hamster

Es gibt ja nach wie vor diese Menschen, die über den Eurovision Song Contest das Näschen rümpfen, die dort dargebotenen Songs als trashig empfinden und die Show als camp. Diesen Menschen sei empfohlen, sich zum Vergleich mal hier die Aufzeichnung der heutigen Vorentscheidung aus Weißrussland anzuschauen. Danach sprechen wir uns wieder! 14 Titel umfasste die allenfalls als perfide Parodie zu goutierende Auswahl im Eurofest: einer schlechter als der andere, teils gar nicht mehr als Song zu erkennen, was auch an den grauenhaft schiefen Tönen und dem unterirdischen Ostblock-Englisch gelegen haben mag. Nicht nach Lodz, sondern gen Kopenhagen jedenfalls schickt Minsk nun einen…
Weiterlesen