Nul Points

ESC Hall of Shame, Raum 13: 1988

27. Nil­poin­ter: Öster­reich (2) Wil­fried Scheutz Lisa, Mona Lisa

Was hat er sich dabei nur gedacht, der zwi­schen­zeit­lich lei­der ver­stor­be­ne “gro­ße alte Mann der öster­rei­chi­schen Pop­mu­sik”, wie Mode­ra­tor Pat Ken­ny ihn in Dub­lin süf­fi­sant ankün­dig­te? Mit brü­chi­ger Reib­ei­sen­stim­me fräs­te er sich durch sein selbst geschrie­be­nes Musik­ver­bre­chen, kru­de Rei­me abson­dernd, beglei­tet von einer schlecht ein­ge­stimm­ten Chor­da­me. Eini­ge von Alko­hol- und Dro­gen­ex­zes­sen beglei­te­te Jah­re soll­ten nötig sein, um genü­gend inne­ren Abstand von die­ser selbst ver­schul­de­ten Schan­de zu gewin­nen, wie sein Sohn Hani­bal spä­ter in einem Legen­den des Aus­tro­pop-TV-Spe­cial ver­riet. Oder, wie im Fal­le der dama­li­gen Zuschauer:innen, um die­se Dar­bie­tung zu ver­drän­gen (die sich natür­lich in all ihrer schreck­li­chen Schön­heit mitt­ler­wei­le doch in mein Herz gespielt hat).

Weni­ger stark zu knab­bern hat­te der nächs­te Nil­poin­ter.

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