Nul Points

ESC Hall of Shame, Raum 14: 1989

28. Nil­poin­ter: Island (1) Daní­el Ágúst Haralds­son Það sem enginn sér

Drei Mal hat­te das klei­ne und sehr weit ent­fernt lie­gen­de Island bis dato mit­ge­macht beim euro­päi­schen Wett­sin­gen, und drei Mal in Fol­ge lan­de­te es auf dem 16. Platz. Dies­mal schick­ten die Insu­la­ner einen andro­gy­nen jun­gen Mann, der optisch ein wenig an Annie Lennox erin­ner­te. Er sang den Mond an, um ihm ein dunk­les Geheim­nis zu beich­ten. Ent­spre­chend ver­stö­rend wirk­te der Auf­tritt auch. Irri­tier­te es stär­ker, wenn Daní­el an der Kame­ra vor­bei blick­te (wie meis­tens) – oder wenn er hin­ein­sah? Muss sei­ne Hose Mar­ke Am-Knö­chel-wal­lend-unter-der-Ach­sel-knei­fend als das schlim­me­re Mode­ver­bre­chen gel­ten oder sei­ne Pries­te­rin­nen­blu­se? Bei der Schwe­re der opti­schen Prü­fun­gen fiel immer­hin kaum noch ins Gewicht, wie schreck­lich der Song war. Mit­te der Neun­zi­ger grün­de­te Daní­el dann die Band Gus­Gus, die zu den Pio­nie­ren der elek­tro­ni­schen Musik zählt.

Wie pas­send: damit tau­chen wir näm­lich ein in die Pha­se von Tech­no und Euro­dance (im rea­len Leben, nicht beim Con­test): in die Neun­zi­ger!

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