Nul Points

ESC Hall of Shame, Raum 15: 1991

29. Nil­poin­ter: Öster­reich (3) Tho­mas Forst­ner Vene­dig im Regen

Ah, mein aller­liebs­tes ♥ ESC-Guil­ty-Plea­su­re! Hier stimm­te ein­fach alles: ein zum kraft­vol­len Mit­schmet­tern ein­la­den­der, scham­lo­ser Sülz­schla­ger mit wat­te­wei­chem Traum-und-Schaum-Text; das zu die­ser Zeit schlicht unver­meid­li­che, ble­chern schep­pern­de Saxo­phon; eine klo­bi­ge Rückung; ein plom­ben­zie­hend schief jau­len­der Begleit­chor; ein ger­ne mal mes­ser­scharf am Ton vor­bei­zie­len­der Sän­ger; ein selbst für die dama­li­ge, von fort­lau­fen­den Mode­ver­bre­chen gekenn­zeich­ne­te Zeit unfass­bar fut­ti­ges Eis­läu­fer­kos­tüm und schließ­lich zur Krö­nung des Gan­zen noch die pracht­volls­te Fuß­bal­ler­fri­sur aller Zei­ten, die ihr opti­sches Grau­en durch das sicht­ba­re Schüt­ter­wer­den des Forst­ner­schen Schop­fes erst zur vol­len Ent­fal­tung brach­te. Für den ehe­ma­li­gen Tee­nie­star bil­de­te sei­ne zwei­te Euro­vi­si­ons­teil­nah­me (nach 1989) den Sarg­de­ckel zu sei­ner kur­zen Kar­rie­re. Und den­noch bleibt er mit die­sem Auf­tritt für alle Zei­ten unsterblich!

Im nächs­ten Raum betre­ten wir erst­mals die Gefil­de hin­ter dem ehe­ma­li­gen Eiser­nen Zaun. Der frü­he­re Ost­block stieß zum Con­test, und die ers­ten Nil Points blie­ben nicht lan­ge aus!

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