Nul Points

ESC Hall of Shame, Raum 17: 1997

31. Nil­poin­ter: Nor­we­gen (4) Tor End­re­sen San Fran­cis­co

1997 begann beim ESC mit der pro­be­wei­sen Ein­füh­rung des Tele­vo­ting in aus­ge­wähl­ten Natio­nen und dem Sie­ges­zug der Eth­no-Dis­co eine neue Zeit­rech­nung. Nor­we­gen hat­te das Memo nicht erhal­ten und schick­te einen sonst haupt­säch­lich auf Tou­ris­ten­damp­fern auf­tre­ten­den Enter­tai­ner mit einem ent­setz­lich alt­mo­di­schen Song. Der sich nur des­we­gen um ‘San Fran­cis­co’ dreh­te, weil man hoff­te, mit mög­lichst vie­len ame­ri­ka­ni­schen Voka­beln die ver­ma­le­dei­te Spra­chen­re­gel zu umge­hen. Schiff­bruch für die Wikin­ger, bereits das vier­te Mal!

32. Nil­poin­ter: (2) Por­tu­gal Célia Law­son Antes do Adeus

Waaa­aas? Erst der zwei­te Nul­poin­ter für Por­tu­gal? Unglaub­lich, wo die­ses Land uns doch so oft mit super­drö­gen Bei­trä­gen bis zur Hirn­star­re lang­weil­te. So auch 1997: eine Hom­mage an den berühm­tes­ten Euro­vi­si­ons­bei­trag der Halb­in­su­la­ner soll­te es sein, an das Revo­lu­ti­ons­lied ‘E depois do Ade­us’ von 1974 näm­lich, wel­che Frau Law­son hier in Beglei­tung eines fin­ger­schnipp­sen­den Begleit­cho­res dar­bot, der direkt aus dem Film Matrix her­ge­be­amt schien. Und ja: in Sachen Ödnis konn­te es die zwei­te Null die­ses Jahr­gangs spie­lend mit Pau­lo de Car­val­ho auf­neh­men. Der bekam damals trotz­dem drei Trost­punk­te, Célia heu­er nicht. Was sie laut einem Inter­view mit Buch­au­tor Tim Moo­re auf eine Ver­schwö­rung zurück­führ­te, in wel­che die CIA und Ali­ens ver­strickt gewe­sen sein sol­len. Viel­leicht auch Chris­ter Björk­man, wer weiß das schon.

Ab dem Fol­ge­jahr durf­ten erst­mals über­all die Zuschauer:innen (mit-)bestimmen. Das Aus für die Null-Punk­te-Wer­tun­gen? Aber nein

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