Nul Points

ESC Hall of Shame, Raum 19: 2003

34. Nil­poin­ter: Groß­bri­tan­ni­en (1) Jemi­ni Cry Baby

Hoch­mut kommt vor dem Fall: das (damals noch) Ver­ei­nig­te König­reich, selbst­er­nann­tes und stol­zes Mut­ter­land des Pop, tra­di­tio­nell auf Kon­ti­nen­tal­eu­ro­pa und ihren skur­ri­len Wett­be­werb der absur­den Songs und kit­schi­gen Kos­tü­me her­ab­bli­ckend, wur­de Letz­ter beim Wett­sin­gen. Und das auch noch selbst ver­ur­sacht: da sich die BBC zu gei­zig zeig­te, sein Liver­poo­ler Proll-Duo mit In-Ohr-Moni­to­ren aus­zu­stat­ten, konn­te sich Gemma auf der Büh­ne der Skon­to-Hal­le in Riga selbst nicht hören – und setz­te eine hal­be Okta­ve zu tief ein. Was ihre Backings so aus der Bahn warf, dass sie jaul­ten wie getre­te­ne Kat­zen. Ein Desas­ter, eine natio­na­le Schan­de, die ver­mut­lich größ­te kul­tu­rel­le Bla­ma­ge, wel­che die Bri­ten jemals hin­neh­men muss­ten. Und ein japa­ni­sches Kirsch­blü­ten­fest der Scha­den­freu­de für das rest­li­che Europa.

Im nächs­ten Jahr führ­te die EBU auf­grund des gro­ßen Län­de­r­an­dran­ges erst­ma­lig eine Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de ein. Und prompt schlu­gen dort die Nil Points zu!

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