Nul Points

ESC Hall of Shame, Raum 20: 2004

35. Nil­poin­ter: Schweiz (4) Pie­ro Este­rio­re Cele­bra­te!

Für den mit gro­ßen Hoff­nun­gen ange­tre­te­nen Cas­ting­show-Bur­schen war der Auf­tritt im Semi­fi­na­le zu Istan­bul im Grun­de nach 40 Sekun­den vor­über: da schlug er sich vor lau­ter Auf­re­gung näm­lich selbst das Mikro­fon in die Fres­se. Man konn­te zuse­hen, wie dem proll­schnuck­li­gen Ita­lo­schwei­zer die Gesichts­zü­ge ent­glit­ten, und sang er bis dahin schon wirk­lich schlecht, so wur­de es danach rich­tig unter­ir­disch. Auch sein Begleit­chor, die Music Stars, Teilnehmer:innen der sel­ben Cas­ting­show, ließ sich vom Hor­ror anste­cken. Schlim­mer kann die Situa­ti­on auch kaum sein: Du weißt, Du hast es kom­plett ver­kackt, musst aber noch zwei­ein­halb Minu­ten auf der Büh­ne über­le­ben. Schmerz­voll, auch für die Zuschauer:innen. Este­rio­re, der den Eid­ge­nos­sen damit die vier­te Null bescher­te, ver­kehrt seit­her haupt­säch­lich auf dem Bou­le­vard: so demo­lier­te er aus Wut über einen abschät­zi­gen Arti­kel im Revol­ver­blatt Blick mit dem Auto den Ein­gangs­be­reich des Ver­lags­hau­ses und trat in Deutsch­land bei den Pre­ka­ri­ats­shows Big Bro­ther und Das Super­ta­lent in Erscheinung.

Nach die­sem Tief­punkt sah man eine Zeit­lang kei­ne zero Points mehr. Die Semis und das Tele­vo­ting erwie­sen sich als gute Ideen, die sich extrem posi­tiv auf die Qua­li­tät der Bei­trä­ge aus­wirk­ten. Und erst mit der Teil­rück­kehr der dia­bo­li­schen Jurys gegen Ende des Jahr­zehn­tes schlug die ver­fluch­te Null wie­der zu.

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