Nul Points

ESC Hall of Shame, Raum 22: 2015

37. Nil­poin­ter: Öster­reich (4) Mak­e­makes I am yours

Was für ein Absturz: hat­te die gla­mou­rö­se, anbe­tungs­wür­di­ge Con­chi­ta Wurst 2014 mit dem gesell­schafts­po­li­tisch wohl wich­tigs­ten Sieg aller Zei­ten unser sym­pa­thi­sches, mit dem Con­test jedoch stets gran­teln­des Nach­bar­land nach fast fünf­zig­jäh­ri­ger Durst­stre­cke end­lich wie­der auf die euro­vi­sio­nä­re Land­kar­te zurück­ge­holt, so schick­te der ORF, der in Wien einen fan­tas­ti­schen ESC orga­ni­sier­te, einen der­ar­tig super­seich­ten Song zum Wett­be­werb, dass er als ers­ter Gast­ge­ber in der Euro­vi­si­ons­ge­schich­te die Schmach erlei­den muss­te, kein ein­zi­ges Gast­ge­schenk ein­sam­meln zu kön­nen. Noch nicht mal aus Höf­lich­keit. From Hero to Zero – gemein­sam mit den (L)Eidgenossen und den Nor­we­gern zählt Öster­reich nun zu den größ­ten Nul­len des Grand Prix.

38. Nil­poin­ter: Deutsch­land (3) Ann-Sophie Dür­mey­er Black Smo­ke

Zumin­dest aber bewie­sen wir in Wien deutsch-öster­rei­chi­sches Fein­ge­fühl: auch unse­re Ver­tre­te­rin Ann-Sophie blieb aus Soli­da­ri­tät punk­te­los. Dabei gab es in der Geschich­te des Wett­be­werbs schon deut­lich schlech­te­re Lie­der, selbst an die­sem Abend. Doch das Fräu­lein Rot­ten­mei­er, das bei der deut­schen Vor­ent­schei­dung eigent­lich Zwei­te wur­de und nur des­we­gen nach Wien rei­sen durf­te, weil der Sie­ger Andre­as Küm­mert das Ner­ven­flat­tern bekam und nicht woll­te, schreck­te das Publi­kum wohl durch ihr krampf­hen­nen­haf­tes Auf­tre­ten ab. Und ihr Song, von der NDR-Jury mal wie­der nur nach For­ma­t­ra­dio­taug­lich­keit aus­ge­sucht, bot auch kei­ne beson­de­ren Anru­fe-Anrei­ze. Um mit der Wer­be­i­ko­ne Karin Som­mer zu spre­chen: “Mühe allei­ne genügt nicht”!

Nur drei Jah­re spä­ter wie­der­hol­te sich die Geschich­te in Tei­len: beim ESC in Tel Aviv beka­men sowohl die deut­schen Sis­ters als auch die öster­rei­chi­sche Pæn­da im Tele­vo­ting Nil Points. Die Jurys aller­dings eil­ten ihnen mit eini­gen spär­li­chen mil­den Gaben zu Hil­fe, so dass sie die­se Ruh­mes­hal­le nicht ergän­zen kön­nen. Der aller­ers­te ESC n.C. (nach Coro­na) fand dann mit gleich vier Tele­vo­ting-Nil­poin­tern und einer ech­ten Dop­pel­null gewis­ser­ma­ßen zurück zu den Anfängen.

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