Ana Soklič

Slo­we­ni­en 2021: Can I get two Amen?

Slo­we­ni­en 2021: Can I get two Amen?

Rotzfrech ins Gesicht gelogen hat sie uns, die Ana Soklič. Es handele sich bei ihrem Eurovisionsbeitrag nicht um eine Ballade, so versprach uns die Siegerin der letztjährigen Vorentscheidung EMA und fix für 2021 gesetzte slowenische Vertreterin noch im Vorfeld der heute Abend erfolgten Liedpräsentation auf der offiziellen Senderwebsite. Gute 70 Minuten reservierte RTVSLO dafür im Hauptabendprogramm. Die wurden zunächst für einen von der fabelhaften Lea Sirk moderierten, einstündigen nostalgischen Trip durch die reiche Grand-Prix-Geschichte des Landes seit 1961 genutzt, sowohl noch während der Zugehörigkeit zu Jugoslawien als auch in eigenständiger Form. Und just, als es beim parallel laufenden Melodifestivalen gerade…
Weiterlesen
World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

Ein tödlicher Verkehrsunfall mit zahllosen Beteiligten, dessen schaurig-morbider Faszination man sich über geschlagene vier Stunden nicht zu entziehen vermochte, so lässt sich das gestrige deutsche Eurovisions-Halbfinale 2020 beschreiben. Mit welchem die ARD versuchte, trotz der seuchenbedingten Absage des offiziellen europaweiten Wettbewerbs wenigstens auf nationaler Ebene ein adäquates Ersatz-Event auf die Beine zu stellen, wofür der Senderverbund gar nicht oft genug gelobt werden kann. Grundsätzlich nicht verkehrt auch die Idee zur Zusammenarbeit mit Funk, der hauseigenen Youtube-Spielwiese, mit welcher die Öffentlich-Rechtlichen darauf reagieren, dass Zuschauer:innen unter 30 mittlerweile durch klassisches lineares Fernsehen praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Zu Funk gehören…
Weiterlesen
Evro­vi­zijs­ka Melo­di­ja 2020: Teu­fels Werk und Got­tes Beitrag

Evro­vi­zijs­ka Melo­di­ja 2020: Teu­fels Werk und Got­tes Beitrag

Gäbe es einen Wettbewerb um das absurdeste Vorentscheidungsformat zum Eurovision Song Contest, dann spielte die Evrovizijska Melodija (EMA) wohl um den Sieg mit. 12 Acts versammelte das slowenische Fernsehen RTV SLO gestern Abend in Ljubljana, von denen sich zehn die Mühen strenggenommen von vorne herein hätten sparen können. Denn nachdem alle 12 gesungen hatten, tagte eine reizvoll um eine riesige Schüssel Mini-Dickmanns drapierte Jury, bestehend aus drei Generationen slowenischer Eurovisionsdiven, namentlich Darja Švajger, Nuša Derenda und Maja Keuc. Und die schickten zehn von ihnen gleich wieder nach Hause, darunter alles auch nur annähernd Aussichtsreiche sowie die zwei in einem wochenlang…
Weiterlesen