Angela Farrell

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

Heftige Auseinandersetzungen tobten Anfang der Siebzigerjahre hinter den Kulissen des Song Contests, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der Jurys. Noch immer gärte der Eklat des Vierfachsieges von 1969 nach, der im Vorjahr für einen Teilboykott durch fünf Länder gesorgt hatte. Selbst Deutschland, seit jeher die unerschütterlichste Eurovisionsnation, drohte mit dem Ausstieg aus der Gemeinschaftsveranstaltung, sollte sie sich nicht endlich dem Zeitgeist annähern. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiss. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, dass die Jurys jetzt vor der Kamera und damit für…
Weiterlesen
Iri­scher Vor­ent­scheid 1971: Und so töte ich das Gefühl für dich

Iri­scher Vor­ent­scheid 1971: Und so töte ich das Gefühl für dich

Groß waren die Hoffnungen, die sich für die damals neunzehnjährige Angela Farrell mit ihrem Sieg beim heimischen Eurovisionsvorentscheid, dem dritten in Folge für eine im unruhegeschüttelten Nordirland lebende Sängerin, verbanden. So groß, dass sie gar ihren bisherigen Haupterwerbsjob als Drogerieangestellte aufgab, um sich voll und ganz der antizipierten musikalischen Karriere zu widmen. Doch so wie ihr von einem Zahnarzt geschriebener Beitrag 'One Day Love', eine mit enervierend hoher Stimme intonierte Depressionsballade, die auf das bitterlichste enttäuschten Erwartungen eines Pick-up-Artist-Opfers thematisierte, welches sich die wahre Liebe erhoffte und stattdessen als abgelegter One-Night-Stand endete, so sollte auch Farrells Flirt mit dem Unterhaltungsgewerbe…
Weiterlesen