Anisa Dervina

Fes­ti­va­li i Kën­gës 42: die iko­no­mi­sche Krise

Fes­ti­va­li i Kën­gës 42: die iko­no­mi­sche Krise

Ein erwartungsfroher Schauer durchläuft jedes Jahr gegen Ende Dezember Grand-Prix-Fans in ganz Europa, wenn sich im Kongresspalast der albanischen Hauptstadt Tirana die Türen zum dreitägigen Festivali i Këngës, dem Festival des Liedes, öffnen und uns der Balkanstaat zum FiKmas mit der ersten öffentlichen nationalen Vorentscheidung der Saison ein reiches Präsent unter den Weihnachtsbaum legt. Dissonant kreischende Frauen in eleganten Abendkleidern,  Landessprachenzwang, alternde Rocksänger mit schütterem Haupthaar und drögen Songs mit überlangen, nervtötenden Gitarrensoli, ein festliches Live-Orchester mit opulentem Chor sowie vollkommen intransparente, meist hanebüchene und oftmals von Korruptionsvorwürfen begleitete Juryentscheidungen gehören zur unverzichtbaren Folklore dieses Wettbewerbs, dessen traditionsreiche Geschichte 1962…
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