Ann-Christine Nyström

ESC-Fina­le 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

ESC-Fina­le 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

Das zehnjährige Jubliäum des Eurovision Song Contests nahm die EBU zum Anlass, im Frühjahr 1966 bei den teilnehmenden TV-Anstalten Wünschen und Ideen für die zukünftige Gestaltung des Wettbewerbs zu sammeln. Dabei zeigten sich regional unterschiedliche Schwerpunkte, wie Gordon Roxburgh in der Fibel Songs for Europe auflistet: so insistierten die skandinavischen Sender, dass der "musikalischen Qualität" der Beiträge die absolute Priorität einzuräumen sei. Die westeuropäischen Anstalten wie die ARD, das belgische BRT, der ORF und das französische Fernsehen wollten vor allem die als zu hoch empfundene Teilnehmerzahl von zuletzt 18 Nationen reduzieren und schlugen verschiedene Formate für Semifinale vor, wie sie…
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Eurovi­isukar­sin­ta 1966: Auf der Stra­ße nach Süden

Eurovi­isukar­sin­ta 1966: Auf der Stra­ße nach Süden

Eine auch vom NDR beim deutschen Vorentscheid gelegentlich angewandte Abstimmungstechnik führte der finnische Sender YLE erstmalig im Jahre 1966 als Neuerung ins Eurovisionsgeschehen ein: das Superfinale. Wie nicht anders zu erwarten, stellte sie ihre Ungeeignetheit gleich bei der Premiere unter Beweis. Zum einen stand die Siegerin des Abends, die damals 22jährige Euroviisukarsinta-Novizin Ann-Christine Nyström mit ihrem fröhlich-belanglosen Schlagerlein 'Playboy', bereits nach der ersten Juryabstimmung fest. In dieser führte sie nämlich mit zwei Zählern Vorsprung vor den beiden punktgleich zweitplatzierten Balladen 'Muistojen Bulevardi' von Laila Kinnunen und 'Vieras rakastettuni' ('Fremde, die ich liebe') des finnischen Vorjahresvertreters Viktor Klimenko. Dennoch musste die gleiche…
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