Ann Louise Hanson

Melo­di­fes­ti­va­len 1967: Im Östen nichts Neues

Melo­di­fes­ti­va­len 1967: Im Östen nichts Neues

Das Melodifestivalen (MF) ist ein rundheraus sterbenslangweiliger Wettbewerb mit nicht einem einzigen auch nur ansatzweise interessanten Titel und einem gegen null gehenden Glamourfaktor! Okay, bevor mich jetzt ein paar vor Empörung schnappatmende Fans als Ketzer bezichtigen und am nächsten Fahnenmast aufknüpfen, soll ergänzt sein, dass sich dieser Vorwurf auf den Jahrgang 1967 bezieht, wo er voll und ganz zutrifft, wie selbst der schwedophilste Grand-Prix-Fan ehrlicherweise zugeben muss. Zehn Lieder hatte eine Jury für den Vorentscheid herausgesucht, und darunter befand sich nicht ein einziges, das in irgendeiner Form als eingängig bezeichnet werden könnte. Am konventionellsten vielleicht noch der Titel 'Christina dansar'…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1966: Some­thing old, some­thing new, some­thing hip and some­thing cool

Melo­di­fes­ti­va­len 1966: Some­thing old, some­thing new, some­thing hip and some­thing cool

Als das Musterbeispiel schlechthin für einen kontroversen, die Menschheit in glühende Anhänger:innen und völlig verständnislos mit dem Kopf schüttelnde Gegner:innen teilenden Grand-Prix-Beitrag kann der Siegertitel des schwedischen Melodifestivalen 1966 gelten. Sowie als bester Beleg dafür, warum ein derartig umstrittenes Lied in einem Wettbewerb wie dem Eurovision Song Contest einem gefälligen, um keinen Preis anecken wollenden Mainstreamsong zwangsläufig überlegen sein muss (und ja, lieber NDR, der Zaunpfahl, mit dem ich hier gerade im Schweiße meines Angesichts winke, richtet sich an Dich!). Alles an 'Nygammal Vals' ('Neu-alter Walzer') war ungewöhnlich und schräg. https://youtu.be/w4oXKuBVQCQ Svante Thuresson: Och guck mal, da trug der Roger…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1963: von Bie­nen und Blumen

Melo­di­fes­ti­va­len 1963: von Bie­nen und Blumen

Es gibt ihn wohl überall, den Typus des unverdrossenen Vorentscheidungsteilnehmers, der es stoisch immer und immer wieder aufs Neue probiert, das Ticket fürs internationale Finale zu ersingen. Bernhard Brink mit seinen sechs Versuchen beim deutschen Vorentscheid ist ein klassisches Beispiel hierfür. Kaum jemand legte dabei indes eine derartige Penetranz an den Tag wie Brinks schwedische Schlagerkollegin Ann-Louise Hanson, die mit insgesamt 13 stets erfolglosen Bewerbungen beim Melodifestivalen plus einer ebenso folgenlosen Teilnahme am deutschen Vorentscheid 1962 den Rekord hält. Zuletzt ward sie im Jahre 2004 im Mello-Finale gesehen. Ihr Debüt gab sie 1963 mit dem kinderliedhaften 'Zum zum zum, lilla Sommarbi', einem…
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Deut­scher Vor­ent­scheid 1962: Der Weg des Was­sers wird es uns weisen

Deut­scher Vor­ent­scheid 1962: Der Weg des Was­sers wird es uns weisen

Nicht nur für den Eurovision Song Contest bildete das im ligurischen Kurort San Remo stattfindende Festival della Canzone Italiana einst das Vorbild. Wie in vielen anderen europäischen Nationen, die sich ebenfalls von den Italienern für eigene Schlagerfestivals inspirieren ließen, fanden in den Sechzigerjahren auch in deutschen Kurstädten gediegene Wettbewerbe der leichten Muse statt. So hatte das von Radio Luxemburg gegründete Deutsche Schlagerfestival im hessischen Wiesbaden bereits 1960 als Vorentscheid gedient, allerdings nur einmalig. 1961 hob der Süddeutsche Rundfunk (heute: SWR) in Konkurrenz hierzu die Deutschen Schlagerfestspiele aus der Taufe, an deren Erstausgabe unter anderem Lys Assia, Nora Nova und Inge Brück teilnahmen, die jedoch…
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