Brita Borg

ESC-Fina­le 1959: Man­cher jodelt noch im Schlaf

ESC-Fina­le 1959: Man­cher jodelt noch im Schlaf

Nein, eine Vorentscheidung hätten sie nicht mitgemacht, die international umjubelten Synchrontänzerinnen und -ausseherinnen Alice und Ellen Kessler, also gab es keine: der damals für den deutschen Grand-Prix-Beitrag zuständige Hessische Rundfunk bestimmte sie direkt zu den germanischen Vertreterinnen in Cannes. Deutschlands bekannteste eineiige Zwillinge, die in einem NDR-Interview später entschuldigend behaupteten, zu diesem Auftritt vertraglich gezwungen worden zu sein, stellten aber noch weitere Bedingungen: 'Heute möcht' ich bummeln', wie das Lied zunächst heißen sollte, erschien ihnen als Titel zu brav, die naheliegende Abwandlung 'Heute möcht’ ich fummeln' hingegen vielleicht doch etwas zu direkt, also frisierte ihre Textdichterin Astrid Voltmann den Song in…
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Melo­di­fes­ti­va­len 1959: Oh, ist das ein Mann

Melo­di­fes­ti­va­len 1959: Oh, ist das ein Mann

Heutzutage genießt das schwedische Melodifestivalen (MF) bei Fans einen fast unantastbaren Status als das Maß aller Dinge in Sachen Eurovisionsvorentscheidungen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg, der 1959 mit einem ausgesprochen skurrilen und unnötig komplizierten Auswahlverfahren begann. Hatte es sich der Sender SVT bei seiner Grand-Prix-Premiere 1958 mit einer internen Nominierung noch ziemlich leicht gemacht, so betrieb man diesmal einen ungleich höheren Aufwand: in sage und schreibe acht (!) Radio-Vorrunden zu je zwei Liedern, die seit Oktober 1958 unter dem Namen Säg det med Musik: Stora Schlagertävlingen über den Äther gingen und bei denen die Zuschauer:innen per Briefwahl abstimmen durften, sammelte man…
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