Claes-Göran Hederström

ESC-Fina­le 1968: Hap­pi­ness had­n’t been invented

ESC-Fina­le 1968: Hap­pi­ness had­n’t been invented

Jurys sind Wichser™! Den im Vergleich zu den Nul-Point-Ergebnissen der Vorjahre zwar deutlich besseren, im Lichte der Konkurrenz dennoch etwas enttäuschenden (und ungerechten!) sechsten Platz im ersten Jahr der eurovisionären Farbausstrahlung verdankt der fabelhafte deutsche Beitrag von 1968 unter anderem den norwegischen Wertungsrichtern: die reagierten pikiert, weil die in Oslo gebürtige, in Deutschland jedoch keinen unerheblichen Anteil ihres Einkommens als Schlagersängerin generierende Wencke Myhre nicht fürs Heimatland sang, und straften sie fürs Fremdgehen mit null Punkten ab. Doch auch Deutschland sorgte beim Contest in London nicht nur mit dem progressiven 'Ein Hoch der Liebe' für Furore, sondern eben auch mit den angeblich von…
Weiterlesen
Melo­di­fes­ti­va­len 1968: Was mit Peng-peng

Melo­di­fes­ti­va­len 1968: Was mit Peng-peng

Zehn Ausgaben brauchte es, bis sich die schwedische Vorentscheidung endlich vorsichtig dem Pop öffnete. 1965 hatte man noch einen Operntenor zum europäischen Wettsingen geschickt, und in den beiden Folgejahren bestimmte eher Jazziges das Melodifestivalen. Diesmal wählte der Sender SVT im Vorfeld selbst die zehn Interpret:innen aus, und es fanden sich größtenteils bereits bekannte Namen darunter, so zum Beispiel die ehemaligen Eurovisionsvertreter Svante Thuresson (1966) und Östen Warnerbring (1967), Letzterer in einem Duett mit Ersterem, in dem die Beiden die Privilegien ihrer Geschlechtszugehörigkeit glorifizierten ('Hier kommen die Jungs'). Für die Songs schaltete SVT eine für Jedermann offene Einreichungsphase vor, und es…
Weiterlesen