Clodagh Rodgers

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

ESC-Fina­le 1971: Ein Staub­korn nur in der Unendlichkeit

Heftige Auseinandersetzungen tobten Anfang der Siebzigerjahre hinter den Kulissen des Song Contests, unter anderem um das schon mehrfach geänderte Wertungssystem und über die Besetzung der Jurys. Noch immer gärte der Eklat des Vierfachsieges von 1969 nach, der im Vorjahr für einen Teilboykott durch fünf Länder gesorgt hatte. Selbst Deutschland, seit jeher die unerschütterlichste Eurovisionsnation, drohte mit dem Ausstieg aus der Gemeinschaftsveranstaltung, sollte sie sich nicht endlich dem Zeitgeist annähern. Doch der Grand Prix ist bekanntlich unkaputtbar, und so einigte man sich, ganz europäisch, auf einen Kompromiss. Dessen augenfälligstes Ergebnis war, dass die Jurys jetzt vor der Kamera und damit für…
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A Song for Euro­pe 1971: Das machen nur die Bei­ne von Dolores

A Song for Euro­pe 1971: Das machen nur die Bei­ne von Dolores

Auch nach dem frühen Tod des BBC-Unterhaltungschefs und Eurovisionsverantwortlichen Tom Sloan kurz nach dem Contest von 1970 im Alter von 50 führte sein Nachfolger Bill Cotton das seit Jahren bewährte Vorentscheidungsverfahren fort. Als Grand-Prix-Repräsentantin wählte man die Sängerin Clodagh Rodgers aus, die bereits eine Handvoll von Chart-Hits vorweisen konnte und auch aufgrund ihres attraktiven Äußeren ("The Best Legs in British Showbusiness") gern gesehener Gast in TV-Shows war. Da der Wettbewerb 1971 erstmalig in Irland stattfand, könnte man die Ernennung der gebürtigen Nordirin als Beschwichtigungsgeste im damals hitzig geführten Disput über den britisch besetzten Teil der Insel interpretieren, wobei von dort…
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