Elda Viler

Opa­ti­ja-Fes­ti­val 1973: Alles was ich hab

Opa­ti­ja-Fes­ti­val 1973: Alles was ich hab

Im dreizehnten Jahr der jugoslawischen Eurovisionsteilnahme machte sich beim verantwortlichen Sender JRT angesichts der anhaltenden Erfolglosigkeit der Operation eine gewisse Erschöpfung breit. So verzichtete man für die nächste Zeit auf die bis dato stets durchs Land gereiste und abwechselnd immer in einer anderen Hauptstadt des Staatenbundes ihr Zelte aufschlagende Jugovizija. Stattdessen wiederbelebte man das Festival von Opatija, das nach dem Vorbild des italienischen San-Remo-Festivals zwischen 1958 und 1970 jährlich im prunkvollen Kristallsaal des 1884 erbauten Hotels Kvarner stattfand, dem ersten Haus am Platze in dem einstmals mondänen istrischen Seebad und kaiserlichen Kurort. Die Veranstaltungsreihe sollte sich mit wechselhaftem Erfolg bis…
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Jugo­vi­zi­ja 1968: Min­ne­sän­ger, Mädchenfänger

Jugo­vi­zi­ja 1968: Min­ne­sän­ger, Mädchenfänger

Sechs der damals acht Teilregionen Jugoslawiens nahmen 1968 teil an der im nordmazedonischen Skopje abgehaltenen Jugovizija, dem nationalen Eurovisionsvorentscheid. Jede der beteiligten TV-Stationen schickte nicht nur zwischen einem und drei Lieder, sondern auch jeweils eine:n eigene:n Profivoter:in für die daneben mit drei "Nicht-Professionellen" aufstockte Jury. Sowie jeweils eine eigene Ansagerin. Auf diese Weise kam hier die legendäre, 2012 an Krebs verstorbene Kroatin Helga Vlahović zu ihrem ersten Jugovizija-Einsatz. Die Gastgeberin des Eurovision Song Contest 1990 in Zagreb ist Grand-Prix-Fans vor allem in ihrer Rolle als Punktesprecherin erinnerlich, speziell bei ihrem Einsatz 1981, als sie, gefragt nach dem Ergebnis der jugoslawischen…
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Jugo­vi­zi­ja 1966: Ohne Worte

Jugo­vi­zi­ja 1966: Ohne Worte

Im großzügigen, 1.600 Zuschauer:innen fassenden Dom Sindikata zu Belgrad, einem klassischen sozialistischen Prunkbau mitten im Stadtzentrum, fand der jugoslawische Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 1966, die Jugovizija, statt. Den Heimvorteil bis zum Maximum nutzend, durfte der serbische Sänger Dragan Stojnić gleich drei der insgesamt 13 Lieder beisteuern. Der 2003 verstorbene Stojnić hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, seinen slawischen Landsleuten das gallische Chanson näher zu bringen, seine Karriere startete folgerichtig mit einem Cover des französischen Eurovisionssongs von 1963, 'Elle était si jolié' von Alain Barrière, in seiner Fassung 'Bila je tako lijepa'. Auch sein diesjähriger Jugovizija-Beitrag 'Duga je Noć' ('Die…
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