Emily J

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Komm in mir

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Komm in mir

Lebenserfahrene unter meinen Leser:innen werden sich vielleicht noch an Amanda Lear erinnern, die in den Siebzigerjahren eine Karriere als Discokönigin ('Follow me') machte und aufgrund ihrer extrem herben Stimme von der Skandalpresse eine Zeitlang fälschlicherweise als Transsexuelle gehandelt wurde, was damals absurderweise noch zum ungeheuerlich-pikanten Skandal taugte. Heutzutage braucht es dazu andere Ingredienzien: so wie zum Beispiel das Tragen eines Pelzmantels oder das (aus Jugendschutzgründe digital zensierte) Rauchen einer Zigarette in einem Musikvideo, wie es die im letzten Viertelfinale der Eesti Laul angetretene Namens- und Tiefsingvetterin der Lear, Amanda Hermiine Künnapas, tat. Die gab sich allerdings den absolut genialen Künstlerinnennamen…
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Eesti Laul 2019: selbst­ver­lieb­te Schmachtlappen

Eesti Laul 2019: selbst­ver­lieb­te Schmachtlappen

Was für ein Katastrophen-Samstag! In drei vier Ländern gingen gestern Abend Vorentscheidungsfinale über die Bühne, und in allen dreien vieren fielen derartig haarsträubende Fehlentscheidungen, dass es mal wieder an der Zeit ist, den abgegriffenen Spruch vom "schlimmsten Jahrgang aller Zeiten" aus der Mottenkiste zu holen, zu dem eingefleischte Grand-Prix-Fans in dieser Phase der Saison meist reflexartig greifen, den zurückzuweisen jedoch am heutigen Tage besonders schwierig erscheint. In Estland jedenfalls gewann im Superfinale der Eesti Laul ein schmierlappiger Sänger schwedischer Herkunft namens Victor Crone, eingefleischten Melodifestivalen-Guckern noch vertraut aus dem Jahrgang 2015, wo er die Lead Vocals für den Rapper Behrang…
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