Eric Saade

ESC-Fina­le 2011: I’m sca­red tonight

ESC-Fina­le 2011: I’m sca­red tonight

Europa macht mir Angst. Erst verwies es, natürlich unter tatkräftiger Mithilfe der gerontischen Jurys, in den Semis meine beiden jeweiligen Lieblingsbeiträge, das wunderbar optimistische 'Haba haba' (NO) und das exzellent dramatische 'San Angelos s'agapisa' (CY), auf die vorletzten Plätze. Und dann bestimmte es im Finale einen musikalisch glattgebügelten, beliebigen Seichtkram zum Sieger, in dem sehr offensichtlich die Zwangsheterosexualisierung eines bedauernswerten, sehr offensichtlich nicht interessierten Jünglings durch eine an Jahren und Erfahrung reiche Frau zelebriert wird. Bei evangelikalen Fundamentalisten mit ihren absurden Homo-Heilungs-Programmen dürften die Sektkorken geknallt haben. Für mich wurde an diesem Abend ein beträchtliches Stück der schwulen Identität des…
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Zwei­tes ESC-Semi 2011: Cau­se I know it’s pasibel

Zwei­tes ESC-Semi 2011: Cau­se I know it’s pasibel

Es geht doch, wenn man nur will: die ARD kann eine Eurovisionssendung ohne peinliche Technikpannen stemmen; Anke Engelke kann auch richtige Abendkleider tragen (und darin fantastisch aussehen); Stefan Raab kann witzig sein (als Sidekick von Anke Engelke, die bereits mit der Moderation der beiden Semis allen Schmach, den uns Marlene Charells überambitioniertes Straucheln 1983 bescherte, mehr als wettmachte) und das Erste kann einen richtig guten Pausenact organisieren, der multikulturell wirkt und dennoch etwas mit dem veranstaltenden Land zu tun hat. A propos Multikulti: noch nie war ich so begeistert von den Postkarten! Die schönsten Seiten Deutschlands im Märklin-Style, verknüpft mit…
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