Ermal Meta

San-Remo-Fes­ti­val 2021: Anders als sie

San-Remo-Fes­ti­val 2021: Anders als sie

Fünf lange Abende hintereinander immer wieder dieselben Canzoni, jedes Mal bis tief in die Nacht hinein, spektakuläre Abendrobe und Auftritte, stundenlange Comedy- und Talkshoweinlagen, adorable alte Diven und hinreißend schöne junge Rapper, gefühlt zehntausend Werbeunterbrechungen und ein absolut bizarres Wertungsverfahren: man muss das San-Remo-Festival wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde lang genießen, um es in all seiner absolut maßlosen, glamourösen, schrecklichen Schönheit richtig wertschätzen zu können! Was auch für die 26 Wettbewerbsbeiträge gilt: spätestens am Finalabend, bei der dritten Wiederholung, hatte man sie sich alle schöngehört und spielte es schon fast keine Rolle mehr, wer nun das traditionsreiche…
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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
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