Estland

That Esto­ni­an Cool” galt ein­mal als Güte­sie­gel für die benei­dens­wer­te künst­le­ri­sche Expe­ri­men­tier­freu­de, wel­che die Eesti Laul eine Zeit lang zum span­nends­ten Vor­ent­scheid Euro­pas mach­te. Lei­der belohn­ten die Est:innen die­se Qua­li­tät nie, und so regiert auch hier mitt­ler­wei­le dritt­klas­si­ge schwe­di­sche Durch­schnitts­wa­re. 2001 steu­er­te Est­land einen der drei uner­träg­lichs­ten ESC-Sie­ger­ti­tel der Geschich­te bei.
Dabei seit: 1993; Sie­ge: 2001; Rote Later­nen: eine. 

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: die Esten sind die Besten!

Soeben endete das erste Semifinale der Eesti Laul. Und nicht nur, dass sich unter zehn Songvorschlägen für das Finale vier fabelhafte Beiträge fanden - nein, es kamen auch noch drei davon weiter! Darunter die Nummer, die unter Fans und Zuschauern des Eurovision Song Contest wohl für die erbittertsten Debatten seit Lordi sorgen dürfte: der Punksong Meiecundimees üks korsakov läks eile lätti von Winny Puhh, einem Quartett in entfernt an Ritterrüstungen erinnernden Ganzkörperkostümen, die auf ihre Instrumente eindreschen und rumbrüllen, als gäbe es kein Morgen. Eine visuelle wie akustische Attacke, volles Rohr auf die Zwölf und natürlich großartig! Die müssen gewinnen! Nur…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: die est­ni­sche Mörderballade

Dank Roy D. Hacksaw und seinem fantastischen Blog Eurovision Apocalypse habe ich einen neuen Favoriten bei der Eesti Laul: das Herrentrio Armastus und seine verstörend düstere Countryballade 'Young Girl' nämlich. Musikalisch als eher harmloses Gitarrengeplinkere daher kommend, gewinnt die Nummer durch die rauen Gesangsstimmen des aus dem Meister-&-Mari-Umfeld stammenden Musikkollektivs, vor allem aber durch den andeutungsvoll unbestimmten Text einen bedrohlich unheilsschwangeren Aspekt. Oder, wie es ein Kommentar auf Eurovision Apocalypse treffend zusammenfasst: "Klingt wie eine Kreuzung aus dem moldavischen Sasha Bognibov und einer Mörderballade von Nick Cave". Where the wild Roses grow: Armastus (mehr …)
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Heils­ar­mee kriecht zu Kreuze

In der unendlichen und langsam nervtötenden Saga um den diesjährigen schweizerischen Beitrag scheint sich nun doch endlich eine Lösung abzuzeichnen: wie das Boulevardblatt 20 Minuten heute berichtet, sei die Heilsarmee nun doch bereit, den Auflagen der EBU (Änderung des Namens und des Outfits) vollumfänglich nachzukommen. "Wir sind bereit, unserer Band einen richtigen Namen zu geben und einen Teil unserer Uniform abzulegen," sagte der Pressesprecher der evangelikalen Freikirche der Zeitung. Man prüfe derzeit mehrere Optionen für die neuen Kostüme und einen (englischen) Bandnamen. Ein neuer Abnahmetermin bei der EBU sei für Mitte Februar anberaumt. Sollte der geänderte Vorschlag dort wieder durchfallen, will…
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Est­land: it’s all com­ing back to me now

Heute stellte das estnische Fernsehen ERR die zwanzig Songs und Interpreten der auf zwei Semis (16. und 23. Februar) und ein Finale (2. März) aufgeteilten Vorentscheidung Eesti Laul vor. Etliche Rückkehrer gilt es zu begrüßen: neben dem mittlerweile schon notorischen Rolf Roosalu, der letztjährigen Zweiten Liis Lemsalu, die diesmal mit dem vielversprechenden Titel 'Uhhuu' antritt, Jaan 'Orelipoiss' Pehk (als ein Drittel des Dicke-Onkels-Trio Kõrsikud), Rosanna Lints, Stig Rästa, Fred Krieger und Birgit Õigemeel sind auch die Dance-Helden Teele Viira wieder am Start, deren Kracher 'Ring the Alarm' aus meiner unmaßgeblichen Sicht schon mal den Preis für das beste Musikvideo des Jahres…
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Gen­der Ben­der Day in Baku: 2. Pro­ben EE, SKNO

Männliche Tänzer in Röcken scheinen dieses Jahr beim Grand Prix ein Thema zu sein (siehe HR und UA), und so ließen sich heute früh weitere Eurovisionskünstler vom Spiel mit den Rollenklischees anstecken. Zunächst beschloß der als erstes probende Este Ott Lepland, dessen mit einem Magen-Darm-Virus daniederliegende Backingsängerin durch seine Stimmtrainerin ersetzt werden musste, seine innere Whitney hervorzukramen und in seinen drei Minuten so viele nervtötende wie überflüssige Stimmmodulationen wie nur irgend geht unterzubringen. Gut, Ott, jetzt hast Du das auch mal ausprobiert: beim Semi aber bitte wieder in der richtigen Fassung, ja? Danke! Ein wenig irritierend auch der Backdrop nach…
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Is that a Pis­tol in your Pocket? 1. Pro­be Estland

An dieser Stelle ein dringender Rechercheauftrag an die in Baku anwesenden Schwurnalisten: kann bitte mal einer von Euch herausfinden, ob Ott Lepland stets seinen Schlüsselbund in der Hosentasche mit sich führt oder ob es Mutter Natur tatsächlich einfach besonders gut mit ihm gemeint hat? Die Öffentlichkeit hat ein Recht, das zu erfahren: schließlich grenzt das ja schon fast an Pornografie, was der Mann mit dem Tragen verräterisch eng anliegender Anzughosen mit uns veranstaltet! Stimmlich, um jetzt mal zu den weniger wichtigen Details zu kommen, überzeugte der umwerfend gut aussehende Este bei der heutigen Probe weniger. Aber schließlich ist das eben auch…
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Fångad av en Betong (AL, EE, CY 2012)

Und die Videos trudeln weiterhin fleißig ein. So kommen wir heute erstmals in den Genuß der gekürzten Eurovisionsfassung von Rona Nishilus 'Suus'. Die Ärmste hat sich augenscheinlich des Präsentationsvideos mit der Albanermafia angelegt und wartet nun, bereits mit einem entsprechenden Beinkleid präpariert, in einer bis auf zwei retardierte Kinder leeren Lagerhalle auf ihren Abtransport in den nächstgelegenen Fluss. Ihr flehendes, ja verzweifeltes Rufen nach einem "Tschai" als Schierlingsbecher verhallt ungehört; noch nicht einmal die beiden imbezilen Schrazen, die Ronas Immobilität zum straffreien Beschmieren der Wände nutzen, machen irgendwelche Anstalten, sie mit dem begehrten Heißgetränk zu versorgen. Obwohl doch sogar schon ein…
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Est­land: that Esto­ni­an Cool‑a (EE 2012)

Eine wirklich fantastische Vorentscheidung stellten sie auf die Beine, die Esten, musikalisch womöglich die beste und abwechslungsreichste aller Teilnehmerländer. Acht der zehn Finalsongs wären absolut verdiente Sieger und eine Bereicherung des Eurovisionsangebotes in Baku gewesen. Nicht zu reden von den bereits in den Semis aussortierten Elektroknallern. Am Ende gewann, gleichermaßen ausgerechnet wie erwartet, eine eher klassisch gestrickte Eurovisionsballade mit wunderbaren Steigerungen: der ehemalige Estland-sucht-den-Superstar-Sieger Ott Lepland mit dem ergreifenden 'Kuula'. Was noch für Erheiterung in den mediterranen Staaten sorgen dürfte, wo man anstelle des intendierten "Lausche" eher "Culo" (Arsch) verstehen dürfte. Oder Scheiße, das heißt "Kula" nämlich auf Ungarisch. Für griechische Ohren…
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Per­len der Vor­ent­schei­dung: in stil­lem Angedenken

Nicht nur im finnischen Finale fielen heute Abend katastrophale Fehlentscheidungen. Daneben fanden nämlich auch noch Vorrunden in Estland und Schweden statt, und in beiden Ländern sind unschuldige Unfallopfer zu beklagen. Beginnen wir bei der inhaltlich besseren, weil innovativeren der beiden Vorentscheidungen, dem Eesti Laul. Hier schrägte es unter anderem den ehemaligen Eurovisionsvertreter Robert Jukenthal alias Malcolm Lincoln. In seinem Fall allerdings zu Recht - und in weiser Voraussicht hatte er seinen unverdaulichen Elektrotitel bereits 'Bye' getauft. Als Malaise muss jedoch das Ausscheiden der genialen Synthiepopper Mimicry bezeichnet werden, die mit 'The Destination' nicht nur eine musikalische Tubeway-Army-meets-Erasure-Gedächtnisnummer der Spitzenklasse hinlegten,…
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Per­len der Vor­ent­schei­dung: That Esto­ni­an Electro

Über meine Vorfreude auf die estnische Vorentscheidung Eesti Laul angesichts der bisher bekannten Beiträge berichtete ich bereits. Mein Leser Jaan war nun so freundlich, mich auf das Vorliegen neuer Soundclips hinzuweisen - vielen Dank! Und es scheint, als stünde das EE im Länderkennzeichen des Baltenstaats für Elektronische Eleganz. Zusätzlich zu den bereits gelobten Mimicry und meiner bisherigen Favoritin Janne Saar gesellen sich nun weitere feinste elektronische Soundperlen von Soundclear ('A little Soldier'), Teele Viira ('City Nights') und Mia - nein, nicht die Deutsche mit dem Hungrigen Herzen und auch nicht der britische Hip-Hop-Star - hinzu. Und die sind wirklich eine…
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Per­len der Vor­ent­schei­dung: That Esto­ni­an Cool

Gestern Abend verkündete das estnische Fernsehen die 20 Beiträge der beiden Halbfinale der dortigen Vorentscheidung Eesti Laul am 18. und 25. Februar. Bekannte Namen sind darunter: so treten die fabelhaften Malcolm Lincoln (2010, 'Siren') nochmals an, ebenso Vorentscheidungsgrößen wie die letztjährigen Elektrohelden Mimicry oder der grandios depressive Orelipoiss sowie Lenna Kuurmaa (ex Vanilla Ninja). Aber auch Bandnamen wie Milky Whip oder Erasmus Rotterdamist klingen sehr viel versprechend. Ein paar der Songs finden sich bereits auf Youtube, darunter der aktuelle estnische Top-Ten-Hit 'Tantsulõvi' ('Supertänzer') von August Hunt, ebenso mit einem äußerst lustigen Video versehen wie 'Valedetektor'  ('Lügendetektor') von Loss Paranoias. Das verspricht, ein Fest zu…
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C’est peut-être pas l’A­mé­ri­que? (EE 2011)

Erstaunlich, aber um so erfreulicher: es gibt noch Völker in Europa, die aus dem Stand die korrekte Wahl treffen können! Na ja, zumindest beinahe: nach dem das großartige 'Hopa'pa-rei', ein weiterer verschenkter möglicher Siegertitel, nicht ins Superfinale kam, schafften es die Esten wenigstens, sich innerhalb der zwei übrigen Angebote für das richtige zu entscheiden! Auf geht es in die 'Rockefeller Street'! httpv://www.youtube.com/watch?v=kXFGFCRV3z0 1273: diese Hausnummer wird man sich merken müssen! (mehr …)
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Per­len der Vor­ent­schei­dung: das Baltikum

Üblicherweise gehört das Baltikum zu den von mir wenig geliebten Eurovisionsregionen, kommt von dort doch meistens nur öder Mist. In diesem Jahr aber sind hier zwei vielversprechende Nummern im Rennen, von denen sich eine bereits komplett in mein Herz gespielt hat: das fabelhafte lettische 'Banjo Laura'! httpv://youtu.be/e90ZOEzFYkM Lauris Reiniks: Banjo Laura (mehr …)
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Ers­tes ESC-Semi 2010: Der Wür­ger von Wolfenbüttel

Ers­tes ESC-Semi 2010: Der Wür­ger von Wolfenbüttel

Jurys sind Wichser!™ Meine Leser mögen mir diese etwas unfeine Ausdrucksweise verzeihen, aber manchmal ist die Wahrheit grausam und profan. Nicht nur sorgte die Wiedereinführung des Bevormundungsgremiums, welches den Grand Prix bereits zu Zeiten seiner Alleinherrschaft von 1956 bis 1997 mit schier unfasslichen Entscheidungen in Misskredit gebracht hatte, wie nicht anders zu erwarten, für eine geballte Rückkehr verstaubter und längst überwunden geglaubter musikalischer Schrecknisse (jawohl, Malta, der Finger zeigt auf Dich!). Nein, die geschmacksbehinderten Geronten schafften es auch, in beiden Qualifikationsrunden jeweils den besten Beitrag gegen den Willen der klaren Zuschauermehrheit herauszumanipulieren. Und das, obwohl ihr Urteil "nur" zu 50%…
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Eesti Laul 2010: My Life has been lame

Eesti Laul 2010: My Life has been lame

Existenziell ging es zu beim estnischen Vorentscheid 2010. Nach einer siebenprozentigen Budgetkürzung beim staatlichen Sender ERR stand zunächst die Eurovisionsteilnahme des baltischen Landes generell in Frage. Erst eine Spende der Wirtschaftsförderungsorganisation Enterprise Estonia, die sich sonst schwerpunktmäßig um die Bereitstellung von digitaler Infrastruktur und die Ansiedlung von Firmen im Land kümmert, in Höhe von knapp einhunderttausend Euro, versetzte ERR in die Lage, beim europäischen Wettsingen mitzumachen. Aus dem eigenen Budget stemmte der Sender die Kosten von knapp 20.000 € für die nationale Vorauswahl, die Eesti Laul. Unter den zehn von einer Jury ausgewählten Beiträgen befand sich ursprünglich auch die plätschernde…
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ESC-Fina­le 2009: It comes as no Surprise

ESC-Fina­le 2009: It comes as no Surprise

Als haushoher Favorit ging er ins Rennen, als wolkenkratzerhoher Sieger ging er daraus hervor: der norwegische Knuffel Alexander Rybak. Punkte aus allen 42 abstimmenden Ländern, darunter sechzehn Mal die Höchstwertung; hundert Punkte Abstand zur Zweitplatzierten: das Abschneiden des nordischen Eurovisionsmärchens geriet zum erwartbarsten Sieg seit 1976. Und stand somit leider auch am Ende der wohl langweiligsten Punkteauszählung seit Menschengedenken. Die auch durch den neu eingeführten 50/50-Jury-Televoting-Mix nicht spannender wurde. Im Gegenteil: auch die Juror:innen setzten den norwegischen Geigentroll mit astronomischem Abstand an die Spitze. https://www.youtube.com/watch?v=WXwgZL4zx9o Alex und die Manamana-Singerettes (NO). Meine Vermutung, zubrotfreudige Juror:innen könnten gar die Verantwortung für das…
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Eesti Laul 2009: Sie hat ein knall­ro­tes Gummiboot

Eesti Laul 2009: Sie hat ein knall­ro­tes Gummiboot

Ein erneutes Jurydebakel überschattete die gestrige estnische Vorentscheidung Eesti Laul: die klare Publikumsfavoritin Laura Poldvere, angetreten in einer lustigen Verkleidung als artifizielle Disco-Blumenvase, und ihr (allerdings schwaches) Liedchen 'Destiny' erhielten von der Jury lediglich magere drei Pünktchen und verpassten so um Haaresbreite den Einzug ins Superfinale der zwei bestbewerteten Titel. Dies gewann schlussendlich - mit satter Mehrheit - die pseudoklassische Band Urban Symphony mit der Sängerin Sandra Nurmsalu, einem magersüchtigen Püppchen mit den am augenfälligsten aufgespritzten Lippen seit Goldie Hawn in Club der Teufelinnen. Riskiert eine dicke Lippe! 'Rändajad' ist, wie zu befürchten, eine sterbensöde Klassikgeigen-meets-Discobeats-Nummer, die in schlechtest möglicher…
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Kein Euro­vi­si­ons­boy­kott durch das Baltikum

Der angedachte baltische Eurovisionsboykott fällt aus. Wie esctoday berichtet, entschied sich der estnische Sender ETV, nun doch am Gesangswettstreit in Mai in Moskau teilzunehmen, nachdem sich in einer Umfrage des TV-Senders zwei Drittel der befragten Esten ebenfalls dafür aussprachen. Der Vorsitzende des ETV-Verwaltungsrates, Margus Allmikaa, geißelte seine Landsleute daraufhin zwar als "naiv", wenn sie glaubten, man könnte Politik und Musik trennen, ordnete sich der Mehrheitsentscheidung aber unter. Damit bleibt das am Krieg beteiligte Georgien das einzige Land, das Konsequenzen aus dem Großmachtsgehabe Putins zieht. Da wollen sie dann doch alle hin, den Kaviar schmecken: nach Moskau (mehr …)
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Ers­tes ESC-Semi 2008: Frag nach Samen

Ers­tes ESC-Semi 2008: Frag nach Samen

The more, the merrier: wegen der weiterhin anschwellenden Zahl der mitmachwilligen Länder - in diesem Jahr war man bei der Rekordzahl von 43 Anmeldungen angelangt! - teilte die EBU die Qualifikation nunmehr auf zwei Halbfinale auf. Durch die müssen seither alle, mit Ausnahme der großen Fünf (DE, ES, FR, IT, UK) und des jeweiligen ausrichtenden Landes, sprich der Vorjahressieger. Mit der Aufteilung der Halbfinalisten auf mehrere, am bisherigen Abstimmungsverhalten orientierten Ländertöpfe versuchte man außerdem, dem allseits beklagten Blockvoting entgegenzuwirken. https://www.youtube.com/watch?v=qmD2vV1ffwU&list=PL1E26C28E87EFFF6F Alle Semifinalbeiträge am Stück als Playlist. Die Verdoppelung der Semis war ein geschickter Schachzug der EBU: zwar flogen damit noch…
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Euro­laul 2008: Du bist mein Sonnenlicht

Euro­laul 2008: Du bist mein Sonnenlicht

Mit sehr deutlichem Vorsprung gewann soeben das estnische Komikerduo Kreisiraadio die Eurolaul. 'Leto svet', ein melodisch auf dem 'Bi-Ba-Butzemann' basierender Song über (wie ich aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nur vermuten kann:) den unheilvollen Einfluß starker Sonnenbestrahlung auf die Lieblingsspeisen der beiden mopsgesichtigen älteren Herren(?), besticht unter anderem mit der Einstreuung des Wortes "Sommerlicht". Auf deutsch. Witzig. Mit 52.000 Anrufern deklassierten die mit Tony-Marschall-Gedächtnisfrisuren, Roland-Kaiser-Gedächtnisstiefeletten und in vermutlich absichtlich zu weiten Anzügen antretenden beiden rhythmusbehinderten Herren mit dem interessanten Namen Kreisiraadio (aus irgendeiner Synapsenfehlleistung heraus vermutete ich zunächst "Rundes Radio" als Übersetzung - erst Jahre später ging mir blitzartig auf, dass es…
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ESC-Semi 2007: Wo ist Andorra?

ESC-Semi 2007: Wo ist Andorra?

Natürlich hätte ich auf die Enttäuschung vorbereitet sein müssen. Schließlich bin ich lange genug Fan, um zu wissen, dass die fiesen, geschmacksgestörten Televoter im Semifinale immer die besten Songs aussortieren. Ganze 28 Länder traten in diesem Jahr in der Qualifikationsrunde gegeneinander an, so viele wie noch nie seit der Einführung der Semis. Lediglich zehn Slots für das Finale am Samstag gab es, aber 16 von mir favorisierte Titel, die unbedingt hätten weiterkommen müssen! Selbst unter Zuhilfenahme der Finger konnte ich mir also ausrechnen, dass ein Gutteil meiner Lieblinge auf der Strecke bleiben werden. (mehr …)
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Ers­ter Super­sams­tag 2007

Ers­ter Super­sams­tag 2007

War das ein Supersamstag? Gleich vier Entscheidungen fielen an diesem Wochenende, und aufrechtgehn.de hat natürlich probegehört und -gesehen. Eine Frau sieht pink... (EE) Schau her, Gracia (DE 2005): so präsentiert man Poprock! Okay, der Vergleich ist ein bisschen unfair: im Gegensatz zu unserer Münchener Ich-kauf-meine-Platten-selbst-Schnalle hat Tanel Padars Schwester Gerli nämlich Power in der Stimme! Und in der Performance! Dieses Mädel rockt! Freilich, das Ganze lässt den Verdacht aufkommen, dass die Esten beim "Genmanipulationklonen" (Dragan & Alder) inzwischen sehr weit fortgeschritten sind und die gute Gerli im Labor aus einer Autogrammkarte von Pink rekonstruiert haben. Und natürlich ist 'Partners in Crime'…
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