Gino Latilla

Vor­ent­scheid IT 1957, 1958, 1959, 1961
Gen­na­ro Latil­la (1924–2011) gewann 1954 das San-Remo-Fes­ti­val, an dem er noch mehr­fach teil­nahm, ohne ein Grand-Prix-Ticket zu errin­gen.

San-Remo-Fes­ti­val 1961: Küss mich, ich bin der Frosch aus dem Mär­chen

San-Remo-Fes­ti­val 1961: Küss mich, ich bin der Frosch aus dem Mär­chen

Die ungebrochen hohe Popularität des italienischen San-Remo-Festivals sowohl beim Publikum als auch bei den auftretenden Künstler:innen, zehn Jahre zuvor aus der Taufe gehoben, um dem ligurischen Küstenstädtchen auch in der kalten Jahreszeit touristische Impulse zu geben, erlaubte es den Veranstaltern, ein wenig mit dem Format zu experimentieren. So stockte man 1961 die beiden Qualifikationsrunden auf jeweils zwölf Titel auf, präsentiert von je zwei verschiedenen Interpret:innen, aus denen eine Jury je die Hälfte für das Finale heraussiebte. Dort aber hatte erstmals das Publikum das alleinige Sagen. Da Postkarten, wie sie beispielsweise beim Eurovisionsvorentscheid in den Niederlanden zum Einsatz kamen, aufgrund der…
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San-Remo-Fes­ti­val 1959: Ver­span­nun­gen im Vati­kan

San-Remo-Fes­ti­val 1959: Ver­span­nun­gen im Vati­kan

Erfolg gebiert meist noch mehr Erfolg: nachdem 'Volare', der Vorjahressiegertitel des San-Remo-Festivals, in zahllosen Coverversionen weltweit die Hitparaden erobert hatte, wuchs die Zuschauer:innenzahl der diesjährigen, wiederum als Grand-Prix-Vorentscheid genutzten Festspiele des italienischen Canzone, die per Eurovision erneut in etlichen europäischen Ländern zur Ausstrahlung gelangte, auf geschätzte 20 Millionen. Auch in der ligurischen Kurstadt, so weiß Wikipedia zu berichten, stürmten Fans die Hotels und das städtische Kasino, in welchem der Wettbewerb damals stattfand. Der Rummel forderte mit San-Remo-Star Claudio Villa gar ein Opfer: renitente Autogrammjäger:innen belagerten ihn so hart, dass er sich eine Verrenkung der Schulter zuzog. Im Wettstreit mit alten…
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San-Remo-Fes­ti­val 1958: Heu­te blau und mor­gen blau

San-Remo-Fes­ti­val 1958: Heu­te blau und mor­gen blau

Er sollte einen unsterblichen Welthit hervorbringen, dieser Jahrgang des San-Remo-Festivals, das erneut als italienische Eurovisionsvorentscheidung fungierte. Der bislang auch für die Inhalte zuständige Staatssender Rai legte die Organisation des Wettbewerbs nunmehr vollständig in die Hände des Tourismusbüros der ligurischen Kurstadt - schließlich verfolgte der festliche Event in erster Linie den Zweck der Fremdenverkehrswerbung - und beschränkte sich auf die Übertragung der Show. Inhaltlich blieb jedoch alles beim Alten: erneut gab es zwei Vorrunden mit je zehn Liedern, die jeweils von zwei meist arrivierten Künstler:innen unterschiedlich interpretiert wurden. Zehn davon schafften es ins Finale am Samstag. Darunter auch eine eingängige, ohrwurmhafte…
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San-Remo-Fes­ti­val 1957: Kein Ent­kom­men

San-Remo-Fes­ti­val 1957: Kein Ent­kom­men

Das wohlmeinende Experiment war gescheitert: hatte man 1956 beim San-Remo-Festival, dem auch als italienischen Vorentscheid genutzten ligurischen Musikfestival, die etablierten Sänger:innen mit den großen Namen außen vor gehalten, um dem musikalischen Nachwuchs eine Chance zu geben, so holte der verantwortliche Sender Rai aufgrund des ausgesprochen geringen öffentlichen Zuspruchs bereits ein Jahr später die Stars wieder zurück. Es gab zwei Vorrunden mit jeweils zehn Titeln, von denen sich jeweils die Hälfte per Jury-Entscheid für das samstägliche Finale qualifizierte. So jedenfalls die Planung. Tatsächlich flog in den Semis in letzter Sekunde noch das Lied 'La cosa più bella' heraus, da es sich…
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