Guildo Horn

Mos­kau: Sla­vic Pri­de gewalt­sam auf­ge­löst

Mos­kau: Sla­vic Pri­de gewalt­sam auf­ge­löst

Wie verängstigt müssen Staatschef Vladimir Putin und sein Moskauer Handlanger Juri Luschko sein, allen Ernstes die Anti-Terror-Einheit OMON gegen eine Handvoll schwullesbischer Demonstranten einzusetzen, die weitab des Moskauer Stadtzentrums friedlich ihre Menschenrechte einfordern? Auch das geschickte Ausweichen vom ursprünglich angemeldeten Demo-Ort (an dem mal wieder russische Rechtsradikale gegen die Homos pöbelten) und die Vorverlegung der Schwulen-Demo nutzte nichts: kaum hatten die Homo-Aktivisten ihre Plakate entrollt, griff die Spezialeinheit zu und führte sie ab, vor den laufenden Kameras der anwesenden Medienvertreter. Unter den Verhafteten befanden sich Slavic-Pride-Organisator Nikolai Aleksejew ebenso wie ein amerikanischer Schwulenaktivist, den man mitten im Interview abführte. Damit…
Weiterlesen

Es tut unheim­lich weh: das ist die deut­sche Jury

Als Erster outete sich Scooter-Frontmann H.P. Baxxter (DVE 2004) am Freitag im Rahmen der Echo-Verleihung. Am Montag gab der NDR die Namen der vier restlichen Jurymitglieder bekannt, deren persönlicher Geschmack im Mai genau so stark zählen wird wie der von Millionen TV-Zuschauern, die ihr Geld für Telefonanrufe opfern. Neben der Gallionsfigur des deutschen Kirmestechno und Held aller Golf-GTI-Fahrer sind dies die als Soapsternchen wie Musikmeuchlerin gleichermaßen unbegabte Jeanette Biedermann (DVE 1999); der Meister und Retter des Grand Prix, Guildo Horn; das Phonoakademie-Mitglied Sylvia Kollek und, gewissermaßen als adeliges Oberhaupt dieser Schreckensgalerie, der Prinzen-Sängerknabe Tobias Künzel. Die öffentliche Bekanntmachung der Jury-Zusammensetzung…
Weiterlesen

Guil­do Horn schreibt Auto­bio­gra­fie

Der Retter des Grand Prix veröffentlicht am 19. September seine erste Autobiografie. "Doppel Ich - die andere Seite des Horst Köhler" enthält sowohl einen Rückblick auf das Wirken des Meisters als Erneuerer des deutschen Schlagers und eigenhändiger Retter des Eurovision Song Contest, dessen kulturelle Leiche er 1998 durch eine grandiose Spaßinfusion wieder zum Leben erweckte, als auch auf seine Arbeit mit geistig Behinderten. Der unter Grand-Prix-Fans gleichermaßen vergötterte wie verhasste Meister, dessen Karriere als Reanimator großartiger deutscher Schlager in seinem gar nicht hoch genug zu schätzenden Eurovisionsbeitrag 'Guildo hat Euch lieb' sowohl ihren Höhepunkt als auch ihr mehr oder minder…
Weiterlesen
<span class="caps">ESC</span> 1998: Schön­heit, Grö­ße

ESC 1998: Schön­heit, Grö­ße

Ein Jahrgang für die Geschichtsbücher. Eine Zäsur. Der wichtigste Sieg in der Eurovisionsgeschichte. Der Superlative lassen sich viele bemühen, doch keines vermag die historische Dimension des von der britischen Kommentatorenlegende Terry Wogan moderierten Contests richtig zu fassen. Endlich war das Televoting für alle[ref]Mit Ausnahme zweier Länder, die noch über kein ausreichend stabiles Mobilfunknetz verfügten[/ref] Pflicht. Endlich konnten sich bei der Abstimmung die bei den Zuschauern mehrheitsfähigen Stücke durchsetzen und nicht diejenigen, die einem konservativ-verstaubten Musikverständnis obskurer "Experten"-Teams entsprachen. Endlich Schluss mit der Bevormundung, den krassen Fehlurteilen und dem Geschacher hinter den Kulissen. Endlich Demokratie! https://youtu.be/L1shaSDClF8 In einer Doppelrolle: Terry Wogan…
Weiterlesen
Count­down Grand Prix 1998: Die Zeit voll Har­mo­nie und Glück

Count­down Grand Prix 1998: Die Zeit voll Har­mo­nie und Glück

Mit dem Isländer Paul Oscar, den die ARD als Stargast zur deutschen Vorentscheidung einfliegen ließ, und der schelmisch "alle Swüle" im Bremer Publikum grüßte, worüber sich Moderator Axel "Alexis" Bulthaupt besonders strahlend freute, hatte der Grand Prix Eurovision, schon seit jeher die jährliche Fußballweltmeisterschaft der Schwulen, im Vorjahr endlich sein offizielles Coming Out geschafft. So erscheint die Teilnahme von Rosenstolz an der diesjährigen Vorentscheidung nur folgerichtig. (mehr …)
Weiterlesen