Inge Brück

ESC-Fina­le 1967: Sicher vor der sen­gen­den Sonne

ESC-Fina­le 1967: Sicher vor der sen­gen­den Sonne

Wahrlich keinen würdigeren Gastgeber hätte es für diesen den Übergang zwischen Tradition und Moderne markierenden Eurovisionsjahrgang geben können als den ORF. Mit der Wahl des Festsaals der kaiserlichen Wiener Hofburg als Veranstaltungsort steuerten die Österreicher die uneinholbar nobelste Location, in welcher der Grand Prix jemals gastierte, zum Geschehen bei. Üppige Blumenarrangements auf der Bühne, gerne ins Bild gerückte gigantische Kronleuchter an den hohen Stuckdecken, die festliche Abendgarderobe des handverlesenen Saalpublikums, ein exzellentes Orchester und die traditionsreichen Wiener Hofknaben als Pausenprogramm sorgten im letzten Jahr des Schwarzweißfernsehens für einen geradezu barocken Glanz beim europäischen Chansonwettbewerb. Gleichzeitig bemühte man sich mit riesigen…
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Deut­scher Vor­ent­scheid 1967: Musst nicht weinen

Deut­scher Vor­ent­scheid 1967: Musst nicht weinen

Auch in meinem Geburtsjahr wollte sich kein kommerziell erfolgreicher deutscher Schlagerstar mit einer Grand-Prix-Teilnahme die Karriere zugrunde richten, und so trug Hans-Otto Grünefeldt, der damalige Unterhaltungschef des Hessischen Rundfunks und Eurovisionsverantwortliche der ARD, der Sängerin Inge Brück auf, den deutschen Beitrag zu Gehör zu bringen. Deren einziger Hit, der kesse Schlager 'Peter, komm heut Abend zum Hafen', lag zwar bereits zehn Jahre zurück. Doch sie konnte 1966 mit dem dezent dramatischen 'Frag den Wind' das renommierte Internationale Songfestival in Rio de Janeiro gewinnen. Vielleicht, so die Hoffnung im Frankfurter Funkhaus am Dornbusch, gelänge ihr dasselbe ja auch in Wien, wo der europäische Wettbewerb 1967 stattfand. https://youtu.be/snx9B6tKuGU Die…
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