Israel

Alle zwan­zig Jah­re siegt das Nah­ost­land beim ESC, so will es das Gesetz. Isra­el schenk­te uns das Gen­re der Kib­buz-Dis­co, die Block­t­anz­cho­reo­gra­fie und die ers­te trans­se­xu­el­le Grand-Prix-Siegerin.
Dabei seit: 1973; Sie­ge: 1978, 1979, 1998, 2018; Rote Later­nen: keine.

Isra­el schickt des Gol­den Boys Tän­zer nach Kiew

Isra­el schickt des Gol­den Boys Tän­zer nach Kiew

Ein wenig überschattet von den aktuellen Entwicklungen in Kiew ging heute Abend im israelischen Fernsehen die Castingshow The Next Star zu Ende, mit welcher der Vertreter des Landes für den Eurovision Song Contest 2017 ermittelt wurde. Imri Ziv heißt der junge Mann, verfügt über hinreißende Segelöhrchen, sexy behaarte Unterarme, überhaupt ein blendendes Aussehen sowie eine - das macht mir allerdings ein wenig Angst - besonders für Balladen geeignete Stimme. Er setzte sich im heutigen Finale der (aufgemerkt, NDR:) mehrwöchigen Sendereihe gegen die drei letzten verbliebenen Konkurrent/innen durch. Sein Beitrag für Kiew steht allerdings noch nicht fest: in der Castingshow gab man…
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Rus­si­sche Juro­rin fliegt raus

Die EBU schließt in Absprache mit dem russischen Sender RTR die in der Ukraine geborene Sängerin Anastasija Stockaja aus der Jury des Landes für den Eurovision Song Contest 2016 aus und erklärt die von ihr abgegebenen Punkte für nichtig. Damit reagiert die Organisation auf einen von Stockaja gestern Abend während des ersten Juryfinales live auf dem Streamingdienst Periscope geleakten Mitschnitt, welcher die fünf Jurymitglieder zeigt, wie sie sie gerade den niederländischen und den armenischen Beitrag mitverfolgen und bewerten, offensichtlich in sehr relaxter Stimmung. Kurz schwenkt Anastasijas Handy-Kamera auch auf ihren eigenen Stimmzettel, den sie zwar noch reflexartig abzudecken versucht - dennoch sieht man…
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Rus­si­sche Zöll­ner hin­der­ten Hovi Star an der Einreise

Wie schrecklich es mit der institutionellen russischen Homophobie bestellt ist, erfuhr in dieser Woche der israelische Eurovisionsvertreter Hovi Star am eigenen Leibe. Wie er einem Bericht von Wiwibloggs zufolge gestern Abend in der maltesischen Talkshow Xarabank erzählte, hinderten ihn Zöllner am Flughafen Moskau bei der Einreise in das Land, das er im Zuge einer Promotour besuchen wollte. Hovi: "Sie sagten mir, ich dürfte nicht rein. Sie schauten in meinen Pass, zerrissen ihn und lachten mich aus". Gründe für diese unglaubliche Behandlung seien nicht genannt worden: "vielleicht, weil ich schwul bin, vielleicht, weil ich mich so anziehe, vielleicht, weil ich Make-up trage…
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Kei­ne Ster­ne in Tel Aviv: die ers­ten ESC-Remi­xe sind da!

Mit dem schwedischen Melodifestivalen, traditionell immer nur wenige Tage vor dem offiziellen Abgabetermin aller Beiträge bei der EBU terminiert, ging gestern Abend die Vorentscheidungssaison für den Eurovisionsjahrgang 2016 zu Ende. Noch aber wartet die Welt mit angehaltenem Atem auf zwei offene Beiträge und zwei ESC-Versionen bereits gewählter Titel. Während bereits seit geraumer Zeit feststeht, dass die Albanerin Enada Tarifa ihr in der Originalfassung sterbensschönes 'Përrallë' in Stockholm in einer (noch nicht veröffentlichen) anglifizierten Version als 'Fairytale Love' verhunzt, stieg in Rom noch immer kein weißer Rauch auf: ob die San-Remo-Zweite Francesca Miechelin 'Nessun Grade di Separazione', wie von den Fans…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Von blon­dier­ten Bar­bies und toten Schlagerdiven

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Von blon­dier­ten Bar­bies und toten Schlagerdiven

So, ein verregneter Sonntagnachmittag, noch ein paar Minuten bis zum Beginn des rumänischen Vorentscheidungsfinales: kurz Zeit also, über einige Phänomene der letzten Tage zu sinnieren. Beginnen wir zunächst mit dem scheinbar merkwürdigen Abstimmungsverhalten in einigen Ländern und den dazugehörigen Hintergründen. Da ist das allgemein unerwartete und schockierende Ergebnis in Polen, wo die Zuschauer/innen eine zottelige Jack-Sparrow-Kopie wählten und den von vielen Fans bereits als möglichen Siegertitel des ESC 2016 gehandelten Song 'Cool me down' von Margaret verschmähten. Was vielleicht weniger verwundert, wenn man sich vor Augen führt, dass der Sender TVP beim gestrigen Televoting pro Anschluss lediglich einen Anruf wertete. Sicherlich fairer…
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HaKok­hav HaBa 2016: die Ster­ne ste­hen gut

HaKok­hav HaBa 2016: die Ster­ne ste­hen gut

So viel Sterne leuchteten selten gleichzeitig auf an nur einem Abend: die als israelisches Vorentscheidungsformat verwendete Castingshow Rising Star brachte soeben einen Sänger namens Hovi Star als Sieger (und Grand-Prix-Vertreter) hervor. Mit dem Titel 'Made of Stars'. Drei mal Star in einem Aufwasch: mehr Stern geht nicht! Wobei: geht doch, denn gleich zwei der insgesamt vier Rising-Star-Finalisten interpretierten heute Abend 'Made of Stars' und verdoppelten so noch einmal die Anzahl der Himmelskörper. Neben dem siegreichen Hovi, einem zur figürlichen Fülle und zu einer leichten Effeminiertheit neigenden jungen Mann mit einer eigenwilligen Emo-Frisur und großem Starappeal, versuchte sich auch die vergleichsweise schüchterne Nofar…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: mund­ge­schäl­te Bana­nen aus Israel

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: mund­ge­schäl­te Bana­nen aus Israel

Früher einmal stand das englische Wörtchen "gay" sowohl für "schwul", als auch - im Originalsinne - für "fröhlich". Das scheint lange her: mittlerweile hat sich bei vielen Berufshomos leider eine nervtötende Humorlosigkeit breit gemacht, wie sich am Beispiel der gerade laufenden israelischen Vorentscheidung Rising Star zeigt. Dort kam der junge Künstler Maor Gamliel eine Runde weiter, mit einem Song, der sich nach meinem Empfinden in freundschaftlich-neckender Weise über einen Schrankschwulen lustig macht. 'Moshiko', so der Name des titelgebenden Homos, "liebt Ärsche", "treibt keinen Sport", hält sich aber ständig im Umkleideraum auf, "lässt die Seife fallen", "schält Bananen mit dem Mund" und sollte…
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The King of Fun: zwei­tes ESC-Semi 2015

The King of Fun: zwei­tes ESC-Semi 2015

Na, das war aber auch an der Zeit! Da musste erst ein kerniger siebzehnjähriger 'Golden Boy' aus Tel Aviv kommen, um den Fluch von 'Ding-Dong'-Dana (IL 1998, 2011) abzuschütteln und die Israelis nach einer fünfjährigen Durststrecke endlich wieder ins Gelobte Land zu führen. Dramaturgisch geschickt hatte sich der ORF die Verkündung des Finaleinzugs von Nadav Guedj bis ganz am Schluss aufgehoben, und der kollektive Erleichterungsschrei aus über zehntausend Fankehlen ließ die Wiener Stadthalle beinahe in ihren Grundfesten erbeben. Wäre Israel diesmal wieder kleben geblieben, hätte ich auch endgültig den Glauben an die Menschheit verloren. Doch dazu erwies sich die Mischung aus…
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Schwe­den und die HJ: ers­te Pro­ben zwei­tes Semi 2015

In Wien setzten sich am Mittwoch und Donnerstag die ersten Probedurchläufe fort, diesmal mit den Teilnehmer/innen des zweiten Semifinales vom kommenden Donnerstag. Eine Fortsetzung fand auch die Saga um die händchenhaltenden Ampelmännchen: ausgerechnet die sich selbst als "freiheitlich" titulierende FPÖ drohte an, die hübsche Geste gegenüber der Eurovisions-Kernzielgruppe (und Umsetzung der Toleranzbotschaft der aktuell regierenden Eurovisionskaiserin Conchita) zur Anzeige zu bringen. Es handele sich um "grüne Klientelpolitik und Steuergeldverschwendung in Reinkultur," so der FPÖ-Mann Toni Mahdalik laut Kronenzeitung. Da Beides nicht verboten ist, begründete die FPÖ die Anzeige offiziell mit einem "Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung" - und musste sich prompt belehren lassen,…
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Isra­el 2015: der Ret­ter des Abendlandes

Noch nachzureichen gilt es den bereits am Donnerstag veröffentlichten israelischen Beitrag für Wien. Die Verspätung liegt auch daran, dass es mir (bis heute) nicht gelungen ist, angemessene Worte der Dankbarkeit und der Lobpreisung zu finden, die auch nur annähernd das Maß meiner glückseligen Freude über den Song 'Golden Boy' zum Ausdruck bringen könnten, mit dem der unerschrockene und heldenhafte Nadav Guedj das Unerhörte wagt. Das, was seit der Rückkehr der Jurys zum Song Contest strengstens verboten ist und was in diesem Jahr (bis auf die Briten, denen eh schon alles egal zu sein scheint) keiner auch nur ansatzweise riskiert: er verbreitet ungebremste…
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Isra­el 2015: das dicke Kind von Haifa

Nadav Guedj ist der Vertreter Israels in Wien. Der wohlgenährt aussehende Sechzehnjährige setzte sich gestern Abend im Finale der hierzulande spektakulär gefloppten Castingshow Rising Star gegen drei Konkurrenten durch. Er hat noch keinen Song: in dem auf einem Privatsender, mit welchem das staatliche Fernsehen IBA für die Eurovisionsteilnahme kooperiert, ausgestrahlten Format kamen nur Coverversionen zum Einsatz. Nadav überzeugte das Publikum durch die Adaption von Beyoncés 'Crazy in Love' sowie der John-Legend-Ballade 'All of me', die er für meine Begriffe allerdings eher massakrierte als interpretierte und bei der nur die Stellen erträglich waren, an denen ihn sein achtköpfiger Begleitchor unterstützte. Bleibt abzuwarten,…
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Con­chi­ta Wurst: “Nur ein State­ment reicht nicht”

Der ORF nahm die Bekanntgabe der Entscheidung für Wien als Austragungsort des 60. Eurovision Song Contests gestern zum Anlass, Conchita Wurst zum Interview in die Nachrichtensendung Zeit im Bild 2, quasi den österreichischen Tagesthemen, einzuladen. Dort sprach die aktuelle Eurovisionssiegerin in gewohnt charmant-eloquenter Weise über den gesellschaftlichen Einfluss ihres Sieges, ihre Zukunftspläne und den kommenden Contest. Ihren Triumph von Kopenhagen bezeichnete sie als europäisches Statement für Toleranz, sagte aber auch: "Nur ein Statement reicht nicht, um eine ganze Gesellschaft zu ändern," vielmehr sei es wichtig, eine solche Haltung auch im Alltag zu leben. Doch auch, wenn viele im Schutze der…
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Isra­el schließt öffent­li­ches Fernsehen

Zwar hat Israel derzeit wahrlich ganz andere Sorgen, dennoch verabschiedete die Knesset heute mit deutlicher Mehrheit ein neues Rundfunkgesetz, das die Schließung des öffentlich-rechtlichen Senders IBA zum 31. März 2015 vorsieht, wie esctoday berichtet. Ein noch namenloser Nachfolger soll den Sendebetrieb ab diesem Tag mit gleich drei Kanälen, aber lediglich einem Viertel des bisherigen Personals fortführen. Die IBA steht seit langem in der Kritik, weil ihr Programm nur wenig Zuspruch findet, sie aber mit hohen Kosten wirtschaftet. Mit der Schließung des Senders entfalle auch die TV-Gebühr in Höhe von umgerechnet 75 € jährlich. Entsprechende Pläne bestehen seit März 2014, aller öffentlicher…
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Zwei­tes ESC-Semi 2014: Euro­pa liebt die Wurst!

Zwei­tes ESC-Semi 2014: Euro­pa liebt die Wurst!

Ganz ehrlich: euphorisierenderes Fernsehen als die gerade eben zu Ende gegangenen zwei Stunden Eurovision habe ich selten erlebt. Ich weiß gar nicht, wie ich meinen Dank an die Grand-Prix-Fans in den B&W-Hallerne in Kopenhagen in Worte fassen soll: so viel kollektive Liebe ist wohl noch nie über einer Grand-Prix-Teilnehmerin ausgeschüttet worden wie heute über Conchita Wurst. Dass der Saal der bärtigen Frau zujubeln würde, stand zu erwarten - dass die Stimmung dermaßen brodelte, dass man am TV-Schirm dachte, jeden Moment trägt es das Hallendach weg, machte mich sehr, sehr glücklich. Ebenso wie die Art und Weise, wie das dänische Fernsehen,…
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Isra­el 2014: der Favo­rit fährt… wahrscheinlich

Knapp eine ganze Woche hatten die Televoter in Israel nun Zeit, sich zwischen den drei Songvorschlägen von Mei Feingold zu entscheiden. Heute Abend gab die IBA das Ergebnis bekannt: wenig überraschend siegte das in allen Fan-Umfragen stets führende und angeblich auch von Mei persönlich bevorzugte 'Same Heart' mit 55% der Anrufe und dürfte nun das Land von Milch & Honig in Kopenhagen vertreten. Falls nicht eine antiquierte Vorschrift dem Titel noch zum Verhängnis wird. Gerüchte besagen, dass die Komponisten eines der beiden unterlegenen Songs gegen die IBA auf Disqualifizierung des Siegertitels klagen wollen, da dieser eine tief in den Eurovisionsstatuten des…
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Isra­el 2014: drei Unzen Feingold

Seit gestern Abend sind die drei Titel der bereits sei Januar feststehenden israelischen Repräsentantin Mei Feingold auf Youtube, unter denen sich die Menschen im Land von Milch & Honig (IL 1979) diesmal per reinem Televoting noch bis zum 5. März für einen entscheiden dürfen. Als klarer Favorit dürfte das druckvoll-melancholische 'Same Heart' gelten, das mit einem guten Beat, sehnsüchtigen Streichern, einer hypnotischen Melodie, einer exzellenten Hookline, einer amtlichen Rückung und Frau Feingolds fantastisch passender, rauchig-eindrucksvoller Stimme punktet. Auch die im Videoclip dargebotene Show, die in ihren besten Momenten an Madonnas 'Hung up' erinnert, nur mit Würde, trägt mit zur Faszination…
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Isra­el 2014: Mei, welch ein Feingold!

Wie eurovision.tv heute Mittag offiziell verkündete, vertritt die 31jährige Sängerin Mei Feingold beim Eurovision Song Contest 2014 Israel. Eine interne Jury des Senders IBA wählte sie unter drei Bewerberinnen aus (bei den beiden anderen handelte es sich um Ela Doron und Maya Buskila, die es bereits seit Jahren versucht, aber immer wieder unterliegt). Frau Feingold erlangte, wie so viele, Bekanntheit durch ihre Teilnahme an einer Castingshow, wo sie hauptsächlich durch ihre fabelhafte Rockröhre herausstach, mit der sie bekannten Hits neues Leben einhauchte. Ihre seither veröffentlichten, selbst geschriebenen Titel sollen sich dem Vernehmen nach allerdings nicht ganz so großer Beliebtheit erfreuen.…
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Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

Zwei­tes ESC-Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht ausgeschlossen

"Wie der Philosoph schon sagt: es steckt eine Frau im Rock eines jeden großen Mannes": schöner hätte Gastgeberin Petra Mede (ich bleibe dabei: ein Glücksgriff für den Grand Prix) den letzten Auftritt des heutigen Abends, Rumäniens Transsylvestie-Star Cezar, nicht abmoderien können. Ein wunderschön runder Eurovisionsabend liegt hinter uns, mit einem wunderschön runden Ergebnis: 90% verdiente Finalisten, das findet sich selten in einer Qualifikationsrunde. Ärgern dürften sich nur die Verschwörungstheoretiker: mit Mazedonien und Albanien schieden heute auch noch die letzten Balkanstaaten aus, der Balkanblock ist damit Geschichte und hat als Ausrede für schlechte Westergebnisse ausgedient. https://www.youtube.com/watch?v=JEiWOQAyJdo Einen hübsch glitternden, energiegeladenen Auftakt…
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Sechs­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: zwei­tes Semi, die Chancen

Ein langer Tag liegt vor uns: in Malmö proben heute die 17 Semifinalisten der zweiten Qualifikationsrunde vom Donnerstag zum zweiten Mal. Wie die Blogger berichten und meine Facebook-Meldungen mir bestätigen, trudeln immer mehr Fans in Malmö ein, das EuroFanCafé und der EuroClub füllen sich und die ersten bizarren Musikwünsche werden gespielt. Auch die deutsche Delegation landete heute in Schweden. Wenden wir uns aber nun den Teilnehmern des zweiten Semis und ihren Finalchancen zu, basierend auf dem heutigen Probentag. EuroClub-Track des Tages: 'Hullu yö' (FI 1991) (mehr …)
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Vier­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: von Blut und Alkohol

'Alcohol is free' ist nicht nur der Titel des griechischen Beitrags, es war auch das gelebte Motto der irischen Party am gestrigen Abend, was bei etlichen Malmö-Bloggern heute früh für personelle Ausfälle und dicke Schädel sorgte, wie zu lesen war. Glücklicherweise waren es auch die Griechen, die als erste heute früh probten und mit ihrem Energie- und Testosteronlevel die Sinne belebten. Leider verzichteten Koza Mostra an ihrem ersten Probentag - noch, wie ich hoffe! - auf die sexy Kilts, dafür brachten sie beleuchtbare Instrumente mit, die bei abgedunkelter Bühne während des Breaks für einen schönen visuellen Effekt sorgen. Natürlich dürfen…
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2013: das ESC-Jahr der mode­mu­ti­gen fül­li­gen Frau?

Seit jeher beschert uns der Eurovision Song Contest gerne mal ein übergeordnetes Thema, das sich als Klammer durch den kompletten Jahrgang zieht. Seien dies instrumentale Trends wie das plötzliche massierte Auftauchen des Akkordeons oder der Geige, Musiktrends wie Dubstep (heuer gleich bei mehreren Beiträgen als Schlagerverzierung oder Hauptmotiv) oder modische Trends. In diesem Jahr fällt eine relative Häufung figürlich zur Üppigkeit neigender Sängerinnen auf: gleich sieben der Teilnehmerinnen von Malmö widersetzen sich tapfer dem noch immer von sadistischen Modemachern und ihren willfährigen medialen Helfershelferinnen wie der diabolischen Heidi Klum (Germany's next Topmodel) propagierten Zwang zur vorsätzlichen Unterernährung. Nun sind Frauen…
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Isra­el: Dra­ma wegen “vor­ein­ge­nom­me­ner Jury”

Divaesker Abgang: wegen angeblicher Voreingenommenheit der Jury ihr gegenüber hat die in Kanada geborene Sängerin Kathleen Reiter ihre Teilnahme am Finale der Kdam abgesagt. In einem offenen Brief behauptet die Siegerin der israelischen Ausgabe der Castingshow The Voice, einige der Juroren hätten ihr gegenüber durchblicken lassen, nicht für sie zu voten. Außerdem gäbe es künstlerische Verbindungen zwischen Jurymitgliedern wie Ilanit und Dafna Dekel mit anderen Kdam-Finalisten, wie beispielsweise das selbe Management. Ein Vorwurf, der von ihrer Seite bereits nach ihrem Semifinale zu hören war - allerdings wenig überzeugt, da alle hiervon betroffenen Konkurrenten in ihren jeweiligen Semis hängen blieben, im Gegensatz zu Frau…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Schö­nes aus Israel

Neben der völlig uninteressanten Andra Chansen in Schweden fand dieses Wochenende auch in Israel eine Zweite-Chance-Runde statt. Hier schaffte es der bei vielen Eurovisionsfans äußerst beliebte Judah Gavra mit dem angesichts seines mehr als gefälligen Äußeren mehr als passenden Uptemposong 'We're beautiful' ins Finale am kommenden Donnerstag. Was mir weniger aufgrund des im diesjährigen Balladensee zwar hochgradig willkommenen, für sich genommen aber ziemlich austauschbaren Songs eine Meldung wert ist. Sondern wegen dessen, was Judah sonst noch so macht, wenn er nicht gerade singt. Dann arbeitet der hauptsächlich in New York lebende 25jährige nämlich nach eigenen Angaben als "Model, um Geld…
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Ers­tes ESC-Semi 2012: Scham­lip­pen­lap­pen und Popos

Ers­tes ESC-Semi 2012: Scham­lip­pen­lap­pen und Popos

Flammentürme. Immer und immer wieder diese Flammentürme! Der überdeutliche Wille der aserbaidschanischen Herrschersippe der Aliyews, ihren autokratisch regierten, postsowjetischen Kaukasusstaat anläßlich des in Baku auszutragenden Contests als modernes Land zu präsentieren, fand seinen ersten Niederschlag in den zwischen den Auftritten gezeigten Postkarten: wunderschön gemachte touristische Hochglanzbilder, die allerdings in ihrer starken Fokussierung auf die beeindruckenden Prachtbauten der Hauptstadt, darunter die besagten futuristischen - und noch nicht ganz fertiggestellten - gläsernen Drillingshochhäuser, auf Dauer doch ein wenig ermüdeten. https://www.youtube.com/watch?v=ttPqxZOJ-E4 So, wie auch die Moderationen des deutschen Kommentators Peter Urban. Ausgewogen, fundiert und amüsant zwar - aber leider an allen drei Abenden die…
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He wants you as a new Recruit: 2. Pro­ben IL, SM, CYDK

Und mit einer kleinen Horrorschau endet der nachmittägliche Überblick über den heutigen Probentag. Das bezieht sich im Falle Israels weniger auf den Song oder die Performance von 'Time', sondern auf deren Leadsänger Ran Shem-Tov. Für sein Äußeres kann der Mann ja nix, aber für seine sich im Interview mit dem eurovision.tv-Team zeigende Arroganz gegenüber den restlichen Festivalteilnehmern schon. Jesus, ist der Mann unsympathisch! Fast schon wieder lustig hingegen der zu Tode gelangweilte Gesichtsausdruck der Keyboarderin von Izabo, Shiri Hadar, bei der zweiten Kameraprobe. Dennoch ist die Nummer gut und gehört ins Finale. Hat seine Hausaufgaben nicht gemacht: Ran (IL) (mehr …)
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